Wenige Wochen vor dem Ausnahmezustand?

23. Juli 2026von 2,3 Minuten Lesezeit

Diesel und Benzin erreichen wieder neue Höchstpreise. Die Bürger bezahlen die Kriege der Elite. Aber wie lange bekommen sie überhaupt noch Strom und Sprit?

Die Tankstellenpreise in Deutschland klettern erneut steil nach oben. Nach ein paar Wochen der Entspannung liegt der Preis im Schnitt wieder deutlich über 2 Euro. Auch in Österreich müssen Dieselfahrer wieder über 2 Euro pro Liter zahlen. Der „Tankrabatt“ ist ausgelaufen, stattdessen zahlt man de facto eine Kriegssteuer an der Zapfsäule.

Vor Energieengpässen wie im Frühjahr warnen Politik und Medien aktuell (noch) nicht. Doch die Sorge vor Energie-Lockdowns bleibt. Ernst Wolff betont in einem aktuellen Gespräch diese Perspektive auf die Kriege in der Ukraine und im Iran. Geht es primär – wie uns erzählt wird – um eine geopolitische Auseinandersetzung um territoriale oder ideologische Ziele? Oder dienen die Kriege einer geplanten weitreichenden gesellschaftlichen Umstrukturierung?

Der bedrohte Öl- und Gasverkehr kann schnell zu stark steigenden Energiepreisen, unterbrochener Versorgung und – indirekt – explodierenden Lebensmittelkosten führen. Einen Vorgeschmack haben wir bereits erlebt.

Wolff warnt ausdrücklich vor einer möglichen Hungerkatastrophe, vor allem in Teilen Afrikas (Beispiele: Kenia, Sambia, Äthiopien). Europa und Deutschland wären zwar weniger direkt betroffen als asiatische oder afrikanische Länder, doch die Preisexplosion und Versorgungsunsicherheit würden auch hier spürbar werden.

Wolff argumentiert, dass die aktuellen Krisen möglicherweise bewusst oder zumindest in Kauf genommen werden, um tiefere Veränderungen voranzutreiben: den Ausbau privater Kernkraft (mit dem Ziel einer Verdreifachung bis 2050, vor allem für energiehungrige Rechenzentren), die Beschleunigung der Digitalisierung und die Einführung digitaler Zentralbankwährungen (CBDCs). Diese könnten mit biometrischer Identifikation und programmierbarem Geld einhergehen und die finanzielle Kontrolle ausweiten – begleitet von der schrittweisen Verdrängung des Bargelds.

Die Kriege und Energieengpässe dienten letztlich dazu, den Mittelstand zu schwächen, soziale Unruhen zu erzeugen und neue Kontrollmechanismen zu legitimieren – von KI-gesteuerter Überwachung bis hin zu Universal Basic Income als Zwangsinstrument zur Akzeptanz digitaler Systeme. Währenddessen streitet die Bevölkerung (auch die Opposition), ob man nun pro-russisch anti-russisch, pro-Trump oder anti-amerika, zionistisch oder pro-palästinensisch ist.

Ob es im Herbst tatsächlich zu flächendeckenden Engpässen bei Strom und Kraftstoff kommt? Eine sichere Prognose kann keiner tätigen, die Konfliktherde sind zu unsicher. Sicher ist aber, dass die Märkte höchst fragil und sensibel sind. Es braucht keinen tatsächlichen Engpass, damit die Preise explodieren. Bisher zahlen die Bürger „nur“ mit dem Geldbeutel; als nächster Schritt könnten Mobilität, Energieversorgung und bürgerliche Grundfreiheiten eingeschränkt werden.



Unsere Arbeit ist spendenfinanziert – wir bitten um Unterstützung.

Folge TKP auf Telegram oder GETTR und abonniere unseren Newsletter

Links zu früheren TKP-Beiträgen zum Thema finden Sie unterhalb 👇

3 Kommentare

  1. Jurgen 23. Juli 2026 um 16:07 Uhr - Antworten

    Habe heute morgen vor 12:00 Diesel für 2.009 getankt. Baue ab jetzt Sonnenblumen und Raps an. Es ist spätestens jetzt an der Zeit Gasflaschen und Kanister aufzufüllen oder auch den Tank für die Ölheizung…

  2. 1150 23. Juli 2026 um 15:48 Uhr - Antworten

    wo und wie lange wollen sich die lakaien und marionetten mit anhang verstecken?
    wenn es wirklich kracht, wird man kein militär oder polizei auf der gasse sehen.
    die werden dann zitternd weib, kind und das auf kreide finanzierte kartonhaus bewachen …..

  3. Julian 23. Juli 2026 um 15:46 Uhr - Antworten

    Dazu kommt die miserable Einspeicherung von Erdgas für den Winter in DE.
    Aktuell sind es 45,5%, Tendenz stagnierend. Normalerweise steht der Füllstand um diese Zeit bei ca. 85%, letztes Jahr waren es „nur“ knapp unter 60% (und was im Frühjahr deshalb los war, hat hoffentlich jeder Interessierte verfolgt). Deutschland bzw. die ReGierung scheint es regelrecht darauf anzulegen, dass im Winter rationiert und gefroren werden muss (man will ja kein günstiges Gas vom „Klassenfeind“ sondern zahlt aktuell lieber über 60€/MWh anstatt wie vor 2022 15€). Ich frage mich nur was der „deutsche Michel“ machen wird, wenn die tagtägliche Gehirnwäsche wegen Rationierungen nur noch suboptimal funktionieren wird? Nicht dass die „Deligitimierer“ noch mit den Mitläufern reden und sie wachrütteln… ;)

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann. Benutzer haften für den Inhalt ihrer Kommentare.

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann. Benutzer haften für den Inhalt ihrer Kommentare.

Aktuelle Beiträge