
Massenbewegung erobert erneut die Straßen Londons
In Europa gibt es aktuell nur in Großbritannien eine oppositionelle Massenbewegung. Erneut schaffte es „Unite the Kingdom“, eine unüberschaubare Menschenmasse auf die Straße in London zu bringen.
Wie groß die Demo letztlich wirklich war, kann nur geschätzt werden. Veranstalter und unterstützende oppositionelle Medien sprechen von bis zu zwei Millionen Menschen, der der Bewegung feindliche Mainstream von „Zehntausenden“, die Polizei von 60.000. Die Wahrheit liegt vermutlich irgendwo dazwischen.
Es war allerdings erneut ein Erfolg, nachdem die „Unite the Kingdom“-Demonstration des Aktivisten Tommy Robinson schon im September Hundertausende mobilisieren konnte. Die Bewegung fordert einen grundlegenden anti-globalistischen Systemwechsel, kritisiert die Einwanderungspolitik, vor allem aber auch die Islamisierung Großbritanniens (weshalb sich auch die inidsche und iranische Diaspora an der Bewegung spürbar beteiligt). Man demonstriert gegen Keir Starmer, aber auch gegen das Labour-Tory-Parteisystem.
Auch Robinson, der immer wieder mit konkreten Morddrohungen konfrontiert ist, demonstrierte inmitten der Masse mit. Auf der Demo sah man britische, englische, schottische, walisische oder irische Fahnen, viele hatten sich in sie gehüllt. Reporter berichten von einer durchweg vielfältigen Masse: Junge, Alte, Bürgerliche und Arbeiter, Frauen und Männer sowie Menschen mit Einwanderungshintergrund. Viele heben die bemerkenswert hohe Zahl an Frauen und Familien mit Kindern hervor. Es war keine „Hooligan-Männer-Demo“, wie die Veranstaltungen von Robinson gerne geframed werden.
The best of Britain, the hard workers, high up on scaffolding keeping London going.
And they got some of the best shots of our Unite The Kingdom and the West rally 🇬🇧 pic.twitter.com/wJIlX29BrD
— Tommy Robinson 🇬🇧 (@TRobinsonNewEra) May 18, 2026
Keir Starmer, der im Vorfeld gegen die „rechtsextreme“ Demo gehetzt hatte, dürfte nun noch weiter unter Druck stehen. Das britische politische Establishment zeigt sich ignorant. Sogar der Korrespondent der „Zeit“ schreibt mittlerweile:
„Statt sich zu fragen, warum Tommy Robinson derart viele Menschen mobilisieren kann, begehen Labour-Politiker den immer gleichen Fehler: Sie beschimpfen jene, die sich von den Traditionsparteien und deren Überzeugungen abwenden, pauschal als hasserfüllt oder rechtsextrem.“
Eine Strategie, die man nur zu gut auch aus Mitteleuropa kennt und durch die AfD oder FPÖ immer stärker werden. Für einen Politikwechsel der Altparteien wäre es aber vermutlich ohnehin zu spät, da sie die Glaubwürdigkeit nachhaltig verloren haben. Die BBC sprach explizit von der „white working class“, die auf der Demo war – also jener Wählerschicht, die früher traditionell Labour und die Sozialdemokratie gewählt hatte.
Robinson sprach in Parliament Square von einem „turning point“ und rief zur „Battle of Britain“ auf: Die Leute sollten sich politisch engagieren, wählen gehen und bei der Wahl 2029 mitmischen. Im Vorfeld hatte die Labour-Regierung die Einreise mehrerer Redner verhindert, darunter auch des polnischen EU-Abgeordneten Dominik Tarczyński. Er trat stattdessen per Video auf.
Reclaim the Net berichtet, dass die Metropolitan Police gegen die Unite-the-Kingdom-Demo erstmals Live-Gesichtserkennung (Live Facial Recognition, LFR) eingesetzt hatte – und das ohne gesetzliche Grundlage.
Zugleich gab es auch eine durchaus starke linke Gegendemonstration, die laut Polizei 20.000 Teilnehmer mobilisieren konnte. Sie hatte Palästina zum Hauptthema. England war nur insofern interessant, als ein direkt auf die Demo gerichteter Slogan lautete: „Die Rechte zerschlagen!“ Für britische Linke ist die Massenbewegung der britischen Arbeiterklasse „rassistisch“, „zionistisch“, „homophob“, „sexistisch“ und am Ende dann wohl „faschistisch“. Keir Starmer dürfte sich freuen, dass der Arbeiterklasse die Straße nicht völlig überlassen wird.
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