Massenbewegung erobert erneut die Straßen Londons

18. Mai 2026von 3 Minuten Lesezeit

In Europa gibt es aktuell nur in Großbritannien eine oppositionelle Massenbewegung. Erneut schaffte es „Unite the Kingdom“, eine unüberschaubare Menschenmasse auf die Straße in London zu bringen.

Wie groß die Demo letztlich wirklich war, kann nur geschätzt werden. Veranstalter und unterstützende oppositionelle Medien sprechen von bis zu zwei Millionen Menschen, der der Bewegung feindliche Mainstream von „Zehntausenden“, die Polizei von 60.000. Die Wahrheit liegt vermutlich irgendwo dazwischen.

Es war allerdings erneut ein Erfolg, nachdem die „Unite the Kingdom“-Demonstration des Aktivisten Tommy Robinson schon im September Hundertausende mobilisieren konnte. Die Bewegung fordert einen grundlegenden anti-globalistischen Systemwechsel, kritisiert die Einwanderungspolitik, vor allem aber auch die Islamisierung Großbritanniens (weshalb sich auch die inidsche und iranische Diaspora an der Bewegung spürbar beteiligt). Man demonstriert gegen Keir Starmer, aber auch gegen das Labour-Tory-Parteisystem.

Auch Robinson, der immer wieder mit konkreten Morddrohungen konfrontiert ist, demonstrierte inmitten der Masse mit. Auf der Demo sah man britische, englische, schottische, walisische oder irische Fahnen, viele hatten sich in sie gehüllt. Reporter berichten von einer durchweg vielfältigen Masse: Junge, Alte, Bürgerliche und Arbeiter, Frauen und Männer sowie Menschen mit Einwanderungshintergrund. Viele heben die bemerkenswert hohe Zahl an Frauen und Familien mit Kindern hervor. Es war keine „Hooligan-Männer-Demo“, wie die Veranstaltungen von Robinson gerne geframed werden.

Keir Starmer, der im Vorfeld gegen die „rechtsextreme“ Demo gehetzt hatte, dürfte nun noch weiter unter Druck stehen. Das britische politische Establishment zeigt sich ignorant. Sogar der Korrespondent der „Zeit“ schreibt mittlerweile:

„Statt sich zu fragen, warum Tommy Robinson derart viele Menschen mobilisieren kann, begehen Labour-Politiker den immer gleichen Fehler: Sie beschimpfen jene, die sich von den Traditionsparteien und deren Überzeugungen abwenden, pauschal als hasserfüllt oder rechtsextrem.“

Eine Strategie, die man nur zu gut auch aus Mitteleuropa kennt und durch die AfD oder FPÖ immer stärker werden. Für einen Politikwechsel der Altparteien wäre es aber vermutlich ohnehin zu spät, da sie die Glaubwürdigkeit nachhaltig verloren haben. Die BBC sprach explizit von der „white working class“, die auf der Demo war – also jener Wählerschicht, die früher traditionell Labour und die Sozialdemokratie gewählt hatte.

Robinson sprach in Parliament Square von einem „turning point“ und rief zur „Battle of Britain“ auf: Die Leute sollten sich politisch engagieren, wählen gehen und bei der Wahl 2029 mitmischen. Im Vorfeld hatte die Labour-Regierung die Einreise mehrerer Redner verhindert, darunter auch des polnischen EU-Abgeordneten Dominik Tarczyński. Er trat stattdessen per Video auf.

Reclaim the Net berichtet, dass die Metropolitan Police gegen die Unite-the-Kingdom-Demo erstmals Live-Gesichtserkennung (Live Facial Recognition, LFR) eingesetzt hatte – und das ohne gesetzliche Grundlage.

Zugleich gab es auch eine durchaus starke linke Gegendemonstration, die laut Polizei 20.000 Teilnehmer mobilisieren konnte. Sie hatte Palästina zum Hauptthema. England war nur insofern interessant, als ein direkt auf die Demo gerichteter Slogan lautete: „Die Rechte zerschlagen!“ Für britische Linke ist die Massenbewegung der britischen Arbeiterklasse „rassistisch“, „zionistisch“, „homophob“, „sexistisch“ und am Ende dann wohl „faschistisch“. Keir Starmer dürfte sich freuen, dass der Arbeiterklasse die Straße nicht völlig überlassen wird.


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7 Kommentare

  1. Michael Rosemeyer 19. Mai 2026 um 22:28 Uhr - Antworten

    Das Grundgesetz sollte bekannt sein!!

    https://www.gesetze-im-internet.de/gg/art_16a.html

    Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland
    Art 16a
    (1) Politisch Verfolgte genießen Asylrecht.
    (2) Auf Absatz 1 kann sich nicht berufen, wer aus einem Mitgliedstaat der Europäischen Gemeinschaften oder aus einem anderen Drittstaat einreist, in dem die Anwendung des Abkommens über die Rechtsstellung der Flüchtlinge und der Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten sichergestellt ist. Die Staaten außerhalb der ….

    Kein Flüchtling hat Anspruch auf Asyl in Deutschland Verfassungsrechtler Prof Rupert Scholz
    2015
    https://x.com/franziska59/status/1828845021660881176

    „Jetzige Praxis nicht zulässig“_ Ex-Verfassungsrichter Hans-Jürgen Papier hält Zurückweisungen an Grenzen für geboten
    2024_09_07
    https://www.tagesspiegel.de/politik/jetzige-praxis-nicht-zulassig-ex-verfassungsrichter-halt-zuruckweisungen-an-grenzen-fur-geboten-12333023.html

    Merkel zu Migration
    https://x.com/TinkerNelli/status/1918957678807683358

    Positionspapier der Innenminister
    Berliner CDU unterstützt Forderung nach Passentzug für Organisierte Kriminelle
    2023_08_26
    https://www.rbb24.de/politik/beitrag/2023/08/berlin-passentzug-cdu-kriminalitaet-straftaten.html

    17 Punkte gegen Clankriminalität
    Unionsgeführte Länder wollen Kriminelle ausbürgern
    2023_08_23,
    https://www.n-tv.de/politik/Unionsgefuehrte-Laender-wollen-Kriminelle-ausbuergern-article24352838.html

    Privatisierung von Abschiebung nach CDU-Vorschlag positiv geprüft
    2024_10_25
    https://www.bundestag.de/resource/blob/1030820/efa13a6e0dcec468b36e9f64834c10d8/WD-3-094-24-pdf.pdf

  2. cwsuisse 19. Mai 2026 um 6:43 Uhr - Antworten

    Grosse Teile der deutschen Bürgerschaft leben in der von den linkssozialistischen Medien geschaffenen Matrix wie in einem Wachkoma.

  3. Vortex 19. Mai 2026 um 2:53 Uhr - Antworten

    Solch eine selbstbewusste Bewegung würde auch in Österreich nicht schaden …

  4. Toilettentieftaucher 18. Mai 2026 um 18:54 Uhr - Antworten

    „Für britische Linke ist die Massenbewegung der britischen Arbeiterklasse „rassistisch“, „zionistisch“, „homophob“, „sexistisch“…“ Ganz im Gegenteil zu Palästinensern – die sind wiederum rassistisch, homophob, sexistisch und anti-zionistisch.
    Viel besser :D

  5. 1150 18. Mai 2026 um 14:48 Uhr - Antworten

    während die krauts weiterschlafen und sich vor höcke und weidel weit mehr fürchten,
    als vor der selbstauslieferung und freiwilligen unterwerfung

    • Jan 18. Mai 2026 um 19:08 Uhr - Antworten

      Wenn die Krauts zumindest schlafen würden, aber sie fordern aktiv Grundrechtsentzug und Krieg.

      Die Merz-Regierung hat aktuell eine Zustimmungsrate von 11%. Ist das eine ausreichende Mehrheit, um den Krauts die Rente zu nehmen, um damit Selensky zu zahlen, damit er noch mehr Pipelines zerstört?

      Oder sollte man sagen, Merz und Klingbeil haben sich verrannt?

      • Andreas_Sch. 19. Mai 2026 um 20:22 Uhr

        Merz, Klingbeil, Selenski etc. haben nichts zu sagen. Für diejenigen, die das Sagen haben, läuft alles tutti … nicht unbedingt immer nach Plan, aber dennoch besser als erwartet. Also immer entspannt daran denken, dass „Leben“ auch nur die stressigere Variante von Nichtexistenz ist. 😂

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann.

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