Frankreich im Chaos: Regierung neuerlich abgewählt

9. September 2025von 2,4 Minuten Lesezeit

Die französische Regierung ist am Montag zusammengebrochen, nachdem Premierminister François Bayrou im Parlament eine Vertrauensabstimmung über geplante Haushaltskürzungen verloren hatte.

Das Ergebnis war erwartet worden, markierte jedoch einen wichtigen Moment in der französischen Politik: Präsident Emmanuel Macron, der nun zum fünften Mal in weniger als zwei Jahren einen Premierminister ernennen muss, sieht sich mehr als ein Jahr nach der Ausrufung von Neuwahlen, die seiner Zentrumspartei die parlamentarische Mehrheit gekostet haben, einem immer größer werdenden Druck ausgesetzt.

Bayrous Sturz löst weder die Schuldenkrise noch die politische Pattsituation des Landes, so Analysten, und „Macron muss die Scherben auflesen“, schrieb ein BBC-Redakteur.

„Sie haben die Macht, die Regierung zu stürzen, aber Sie haben nicht die Macht, die Realität auszulöschen“, sagte Bayrou vor den Abgeordneten.

Die Chefin der größten Oppositionspartei Marine Le Pen erklärte danach: Macron hat „nur EINE OPTION“. Sie fordert Neuwahlen ohne Einmischung des Präsidenten. Ihre Partei Rassemblement National (RN, deutsch Nationale Sammelbewegung) ist die größte in Frankreich.

Sollte es zu einer Auflösung kommen, akzeptieren wir das Ergebnis der Wahlurnen. Wenn uns das Volk die Ehre eines klaren Mandats erweist, das heißt einer absoluten Mehrheit, werden wir nach Matignon gehen, um, ohne die Präsidentschaftswahlen abzuwarten, ein nationales Konjunkturprogramm umzusetzen.

Die Abgeordnete der französischen Nationalversammlung Mathilde Panot von der linksradikalen Partei „La France insoumise“ erklärt nach dem Misstrauensvotum gegen die Regierung Bayrou:

Wir geben Macron zwei Möglichkeiten. Entweder wir klagen ihn an, oder er kann zurücktreten.“

Sie spricht in Paris, nachdem der französische Premierminister François Bayrou das Vertrauensvotum verloren hat.

Die nächsten Tage und Wochen versprechen turbulent zu werden. Für den 10. und den 18. September wurde zu Streiks, Demonstrationen und Großkundgebungen von Parteien, Gewerkschaften und verschiedenen Organisation aufgerufen. Das Land soll stillgelegt werden.

Macon beschäftigt sich derzeit gemeinsam mit Merz und Starmer in der „Koalition der Willigen“ mit der Entsendung von Truppen in die Ukraine.


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7 Kommentare

  1. Daisy 9. September 2025 um 11:29 Uhr - Antworten

    Das ist immer so. Sie machen sich vom Acker, wenn alles zerstört ist und dann darf die pöhse Rechte ran, um alles zu reparieren und sich beschimpfen und die Schuld an allem geben zu lassen.
    Doch denke ich, dass Frankreich, auch Deutschland usw. nicht mehr zu retten sind. Auch die AfD könnte das nicht schaffen – zu groß ist der Widerstand des ganzen Filzes. Es wird crashen und wir werden sehen, was uns nach der Währungsreform übrig bleibt. Ich möchte gerne den Schilling wieder.
    Kommen wird allerdings das digitale Geld und Enteignungen. All unseren Besitz streifen dann die internationalen Börsenspekulanten ein…

  2. Glass Steagall Act 9. September 2025 um 11:23 Uhr - Antworten

    Man sollte nicht vergessen, dass Frankreich kein wirkliches Geschäftsmodell hatte, außer dass es sich von den 14 französischen Kolonien Zwangsüberweisungen und Rohstoffe bis heute abgezweigt hat! Und das jedes Jahr im Wert von 500 Milliarden Euro aus Afrika! Deswegen haben auch inzwischen Niger und Mali dagegen rebelliert und die Zahlungen eingestellt, sowie den Hahn der Rohstoffe für Frankreich abgedreht! Seitdem das Geld nicht mehr so üppig fließt, geht es Frankreich „auf einmal“ schlecht.

    Außerdem wird Frankreich von den Rothschilds regiert und die haben ihre Marionette Macron eingesetzt und halten ihn weiterhin zwanghaft an der Macht und unterdrücken LePen! Aber gerade die Rothschilds wissen, dass Europa und ihr altes System am Ende ist und deshalb wollen sie als Banker den Krieg gegen Russland, um abzulenken und damit Kasse zu machen und um danach auf Great Reset zu schalten!

  3. BAG CORNELEAN ZEPHRODATEV 9. September 2025 um 10:56 Uhr - Antworten

    NOT DEAD YET

    Tja, es gibt ihn offensichtlich noch, den Widerstand (in der Welt). Das ist erfreulich zu sehen. Ich habe jedoch so meine Zweifel, ob die „Resistance“, sofern sie sich an die „gegebenen Systemregeln“ hält, tatsächlich reelle Erfolgsaussichten besitzt. Warum? Nun…, die Schlangen fühlen sich einfach ZU sicher. Das ist wahrlich kein gutes Zeichen…😐 Bedenken wir… Es ist IHR Spiel. Nach IHREN Regeln, welche sie (je nach Bedarf) beliebig verändern können (und es ja auch tun). Außerdem…
    IRGENDETWAS führen diese elenden Kriecher im Schilde… Da kommt noch was…
    Abgesehen davon… Man wäre als Widerständler vermutlich gut beraten, auch Augen im Hinterkopf zu haben…, denn „Plötzlich und Unerwartet“ kann heutzutage tatsächlich jeden (aus heiterem Himmel) treffen. Nicht nur die „Impflinge“…

    Also, schön wachsam sein!

  4. Varus 9. September 2025 um 10:06 Uhr - Antworten

    Macon beschäftigt sich derzeit gemeinsam mit Merz und Starmer in der „Koalition der Willigen“ mit der Entsendung von Truppen in die Ukraine.

    Daran wollte der abgewählte MP gar nicht sparen – einzig am Fußvolk: Zwei Feiertage und so weiter.

  5. Patient Null 9. September 2025 um 9:54 Uhr - Antworten

    Macon beschäftigt sich derzeit gemeinsam mit Merz und Starmer in der „Koalition der Willigen“ mit der Entsendung von Truppen in die Ukraine.

    Die bauen nachwievor ihre Traumschlösser, während die Länder in Schulden versinken und die Bevölkerung verarmt.

    • OMS 9. September 2025 um 11:04 Uhr - Antworten

      Welche Schulden? Wir haben ein Schuldgeldsystem, jeder Geldschein, jede Münze ist ein Schuldschein! Geld ist ein Kunstprodukt des Menschen und kann in unendlicher Menge erzeugt werden. Was unendlich erzeugt werden kann, hat keinen Wert und kann keine Schuld in sich tragen. Mit einem Federstrich könnte man die sogenannten Schulden weltweit streichen. 99% der Menschen würden es am Konto gar nicht merken. Nur die Superreichen des Planeten hätten dann keine Milliarden mehr am Konto, sondern nur noch ihren realen Besitz an Firmen, Grundstücken, Wald und Wiesen. Es ist die Finanzblase, welche Zins und Zinseszins nicht mehr bedienen kann, welche platzen muss. Danach geht das Leben ganz normal weiter! Die Geldhoheit muss zurück zum Staat und nicht von FED, EZB, IWF, Bank of London, Wallstreet, BlackRock usw. diktiert werden. Warum muss sich ein Staat sein Geld am internationalen Finanzmarkt durch Staatsanleihen aufnehmen und dafür Zinsen zahlen, wenn er sein Staatsgeld drucken könnte? Nur um die arbeitende Bevölkerung danach mit Steuern ausrauben zu können? Der Geldkreislauf muss vom Staat über Banken (als Dienstleister und Verteilter) in den Wirtschaftskreislauf (Firmen und Menschen) und wieder retour zum Staat erfolgen. Das jetzige Geldsystem ist nur auf Lug und Betrug aufgebaut und die Zinsen im System zerstören dieses auch!

      • Patient Null 10. September 2025 um 8:52 Uhr

        Es gibt Systeme die Zinsen zb verbieten, wie Islam, das hat sich aber nicht durchgesetzt. Ohne Zinsen gibts keinen Grund Geld zu verleihen, damit gehen Investitionen viel langsamer und damit werden diese Wirtschaftssysteme von anderen überholt.

        Mit einem Federstrich könnte man die sogenannten Schulden weltweit streichen. 99% der Menschen würden es am Konto gar nicht merken.

        Andersrum, 99% würden es merken. Alles Geld was bei einer Bank liegt wäre weg. Da würden dir ziemlich viele Leute aufs Dach steigen. Die Aussage das sowas nur Milliardäre betrifft ist schlicht falsch.

        Davon aber abgesehen, kritisiere ich auch Sachen, den Finanzjoungleuren wurden zu viele Freiheiten eingeräumt, da brauchts Änderungen.

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann.

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