
Die Situation der Bauern – eine Mikro-Perspektive aus Oberösterreich
Sind protestierende Bauern in Europa einfach nur gierig, weil sie aufgrund des Entzugs von Subventionen einen Protest initiiert haben, oder war die Streichung der Subventionen nur das Tröpfchen, das das Fass zum Überlaufen gebracht hat? Und warum ist in Österreich kaum Protest vorhanden bzw. findet bestenfalls verhalten statt? Da ich selbst unter Bauern lebe, habe ich mir die Situation in meiner Region aus der Mikro-Perspektive angeschaut und mit Betroffenen direkt gesprochen.
Gleich zu Anfang: Die Gespräche bilden nur einen Ausschnitt der bäuerlichen Wirklichkeit ab. Die Wirklichkeit, die sich aus unserer Region, unseren klimatischen Bedingungen, unserer Landschaft und der Erfahrung der Bauern, mit denen ich sprach, ergibt. Schon die Situation von Bauern im Eferdinger Becken oder im Mühlviertel ist eine völlig andere, obwohl diese Regionen nur ca. 20 km entfernt sind. Von der Lage der Bergbauern oder jener im Burgenland unterscheidet sie sich vermutlich noch deutlicher. Aber es ist die Wirklichkeit, die hier real ist, und sich in ihren Schlussfolgerungen vermutlich nicht gravierend von der Situation in anderen Regionen unterscheidet.
Mein Leben auf dem Land
Als ich vor 25 Jahren nach Österreich zog, verstand ich von Landwirtschaft genau nichts. Ich ging aufs Land, weil ich mir einen Hund wünschte und der Überzeugung bin, Hunde gehören nicht in die Stadt. Wir zogen zunächst in ein kleines Dorf mit vielleicht 20 Häusern in eine Mietwohnung in einem Vierkanter.
Die Nachbarin war eine 60 Jahre alte Bäuerin, die ihre drei bis vier Kühe und ein bis zwei Schweine täglich liebevoll mit der Hand fütterte. Ihre Milch wurde alle zwei Tage von der Molkerei abgeholt. Ihr Schweinfleisch machte mir deutlich, dass Fleischqualität etwas mit Futterqualität und Tierwohl zu tun hat. Nachdem ich über 20 Jahre kein Schweinfleisch mehr gegessen hatte, bekam ich von ihr zwei Koteletts geschenkt. Mit leichtem Widerwillen habe ich mir eines gebraten – mit dem Hintergedanken: „Im Notfall kriegt’s der Hund.“ Der hatte aber Pech. Von beiden Koteletts sah der Hund nur die Knochen, denn nach Jahren des Verzichts wollte ich mir diesen Gaumenschmaus nicht nehmen lassen. Da begriff die geborene Städterin nämlich, was den Unterschied zwischen bäuerlicher Tierzucht und industrieller Tierproduktion ausmacht.
Inzwischen wohne ich in einem anderen Dorf mit rund 1.300 Einwohnern, das immer noch sehr ländlich strukturiert ist, auch wenn in den letzten Jahren mehr und mehr Bauern mit der Bewirtschaftung ihrer Höfe Schluss gemacht und ihre Flächen verpachtet haben.
Von einer „gelernten Städterin“ habe ich mich zur Selbstversorgerin entwickelt und weiß einiges mehr über die Herstellung von Lebensmitteln, die den Namen auch verdient haben und nicht als Füllmittel bezeichnet werden müssen. Eine Expertin für Landwirtschaft bin ich weiter nicht, beobachte nur die Entwicklung der Landwirtschaft in meinem direkten Umfeld.
Wer kommt zu Wort?
Als es mit den Bauernprotesten losging und ich mich redaktionell damit beschäftigte, fand ich es etwas absurd, dass ich über Bauern in Deutschland und anderen Ländern schrieb, Österreich aber dabei nicht vorkam. Also beschloss ich mit den Menschen zu sprechen, die trotz widriger Umstände hier bei uns immer noch Landwirtschaft betreiben.
Dass es ein „etwas“ umfassenderes Projekt wurde, aus dem eine mehrteilige Artikelserie entstand, ist eigentlich Zufall. Motiviert durch die Proteste kam ich auf die Idee, mit einer Freundin, einer Milchbäuerin, zu sprechen. Aber natürlich ist ein einzelner Milchbauer nicht repräsentativ, sodass ich überlegte, mit wem ich noch reden kann. Nach fast 25 Jahren in diesem Dorf kenne ich doch einige, mit den unterschiedlichsten Produkten.
Was als „Ich spreche mal mit einem Bauern“ begann, artete zu einer Recherche und einer Interview-Serie mit 11 Bauern aus, die aber alle sofort bereit waren, mit mir über das Thema zu reden. Ich hatte mehrheitlich den Eindruck, dass die Befragten sogar positiv überrascht waren, dass jemand ein mediales Auge auf die kritische Situation der Landwirte wirft und sie über ihre konkrete Situation reden konnten. Auch wenn das nur die Nachbarin war.
Wenn ich in diesem Artikel von „meinen Nachbarn“ spreche, meine ich Menschen, die im Umkreis von ca. drei Kilometern leben. So ist es am Land. Nachbarschaft in der man sich kennt und bei Bedarf auch hilft, wird „etwas“ weiter gefasst als in der Stadt.
Zu meinen Gesprächspartnern gehören
- Ein Milchbauer – Handel – Nebenerwerb
- Ein Rinder-/Getreidebauer, Bio – Handel – Nebenerwerb
- Ein Rinderbauer, Bio – Handel – Vollerwerb
- Ein Ackerbauer – Handel – Vollerwerb und Zuerwerb bzw. jetzt in Pension
- Ein Milchbauer plus Zusatzprodukte – Handel und Direktvermarktung – Nebenerwerb
- Ein Schafbauer – lokaler Handel und Direktvermarktung – Nebenerwerb
- Ein Rinderbauer, Non-Bio, aber Hochlandrind – Direktvermarktung – Nebenerwerb
- Ein Hühnerbauer, Bio – Direktvermarktung – Vollerwerb plus Zuerwerb
- Ein Schweinebauer, Bio, alte Rassen – Direktvermarktung – Vollerwerb
- Ein Gänsebauer – Direktvermarktung – Nebenerwerb
- Ein Alpakabauer – Direktvermarktung – Nebenerwerb
Zur Begriffsklärung: Ein Vollerwerbsbauer betreibt nur Landwirtschaft und kann davon (halbwegs) gut leben. Zuerwerb umfasst weitere Tätigkeiten, wobei das Einkommen aus der Landwirtschaft signifikant größer ist. Im Nebenerwerb ist das Einkommen aus der Landwirtschaft geringer als das des Hauptberufs.
Die meisten betreiben neben ihrer landwirtschaftlichen Tätigkeit zusätzlich noch Forstwirtschaft – mehrheitlich, weil sie Wald besitzen, der gepflegt werden muss, und nicht, weil es sich um eine ertragreiche Tätigkeit handelt. Meist wird das Holz für den Eigenbedarf genutzt.
Durch die Arbeit an diesen Artikeln wurde mir noch bewusster, wie gesund unser Dorf eigentlich noch ist. Mir wurde deutlich, welche Vielfalt in diesem – eigentlich kleinen – Dorf noch vorhanden ist. Insbesondere wenn ich an landwirtschaftliche Monokulturen in Ostdeutschland denke, ist unser abwechslungsreicher „Fleckerlteppich“ aus Feldern und Grünland eine Wohltat für das Auge. Jeder Landwirt bzw. dessen Ehefrau hat einen Garten oder kleinen Acker, auf dem eigenes Gemüse angebaut wird. Man kann dank der Direktvermarktung Dinkel, Eier, Fleisch, Nudeln, Kartoffeln, Honig und vieles mehr bei den Bauern kaufen, eben Produkte, die der Boden bei uns hergibt.
Das Dorf liegt auf ungefähr 500 Meter Seehöhe. Deshalb sind die Böden nicht besonders gut für Ackerwirtschaft geeignet und benötigen eigene Bearbeitungsmethoden. Sie können nicht mit Böden im Eferdinger Becken mithalten, wo sehr viel Gemüseanbau stattfindet. Bei uns gibt es daher einen sichtbar hohen Grünlandanteil. Zur Frage, wie das Verhältnis von Acker zu Grünfläche ist, gab es unterschiedliche Angaben. Die Ackerwirtschaft wird jedoch mit einigen Ausnahmen primär betrieben, um die eigenen Tiere zu füttern und weniger, um damit Ertrag zu erzielen. Häufig wird – wenn überhaupt – nur der Überschuss verkauft.
Dementsprechend ist auch Schweinezucht im Dorf gering vertreten, da diese – wie ich gelernt habe – besondere Anforderungen an Futter stellt, die durch unsere Böden nicht gut erfüllt werden.
Bauer sein kann man nicht lernen, man muss es leben
Man kann viele Berufe in zwei bis fünf Jahren erlernen, Bauer werden kann man nicht so schnell. Das ist eine Sache, die von den Großeltern und Eltern auf die Kinder weitergegeben wird. Das hat etwas mit Gefühl für Natur, Jahreszeiten, Witterungsbedingungen, Tierverhalten zu tun. Ja, man kann es lernen, aber dann ist man Agrarwirt. Dann ist man noch lange kein Bauer, der das von der Pike auf dadurch gelernt hat, indem er schon mit zwei oder drei Jahren bei Opa oder Papa am Traktor mitfährt. Und sobald die Beine lang genug sind, fährt der Jungbauer selbst. Das ist ein signifikanter Unterschied zu studierten Agrarwirten – Ausnahmen bestätigen die Regel –, aber ich behaupte, die wenigsten Agrarwirte tun sich auf Dauer das an, was heute mit und in der klein-strukturierten Landwirtschaft in Europa passiert.
Der Städter erhält einen Fixlohn, kann in Krankenstand gehen und bekommt Krankengeld, hat Urlaub, Wochenenden und arbeitet selten mehr als 200 Tage im Jahr. Bauer ist man 365 Tage im Jahr und das – zumindest mit Tieren – auch 24 Stunden am Tag.
Um es plastisch auszudrücken: Die Sonne scheint, Herr und Frau Städter ziehen sich die Wanderschuhe an und fahren aufs Land, um die Natur zu genießen. Der Bauer mäht oder sät, „odelt“, drischt oder ackert, was eben gerade ansteht, wenn die Wetterbedingungen passen.
Feierabend kennen die Nebenerwerbsbauern kaum. Wenn das Wetter es zulässt, müssen sie ihren Hof bewirtschaften. Tagsüber arbeiten sie in irgendeinem Betrieb, nach Arbeitsende geht es dann im eigenen Betrieb weiter. Reicht das Tageslicht nicht aus, hat man an modernen Traktoren entsprechende Beleuchtungsanlagen, sodass man auch im Dunkeln noch lange aktiv sein kann.
Vollerwerbsbauern geht es nicht viel besser. Urlaub? Wer braucht das? Mit Viechern im Haus ist ein freies Wochenende bereits Luxus. Wochenende – Party-Time? Selten möglich. Viele der Bauern, mit denen ich gesprochen habe, leben so. Kein Wunder, dass mehr und mehr „Junge“ kein Interesse mehr haben. Denn – und das haben mir fast alle bestätigt: Einen heute für Städter fast selbstverständlichen Lebensstandard, insbesondere mit geregelter 40-Stunden-Woche, kann man im Vollerwerb nicht realisieren.
Wer Qualitäten und Werte wie beispielsweise Arbeiten in der Natur, die Arbeit mit Tieren oder Autarkie nicht zu schätzen weiß, ist kein Bauer. Ein Bauer betreibt seinen Hof, weil dieser seit Generationen der Familie gehört. An einem Hof sagt man mir, dass Bauern an diesem Fleck schon seit Anfang 1600 leben würden und man ihn immer an den Nachfolger vererbt hätte. Manch einer ist aktiv, weil er im wahrsten Sinne des Wortes an seinem Land und dem Boden hängt und als Rentner weiter beschäftigt sein möchte. Außerdem muss der Boden bewirtschaftet werden, man kann ja nicht alles verwildern lassen. Irgendwer muss schließlich die Landschaftspflege übernehmen …
Kleine Geschichte am Rande. Eine Bäuerin, mit der ich sprach, ist zwar offiziell zu 60 Prozent behindert, seitens der Pensionskasse wurde jedoch entschieden, dass sie noch weiterarbeiten kann und nicht in Rente geschickt wird. Begründung: Da sie noch 5 kg heben kann, ist sie für leichte Tätigkeiten geeignet. Diese „Bürohengste“ möchte ich mal eine Woche auf einen Hof schicken. Danach benötigen diese werten Herrschaften vermutlich eine Reha, um ihre müden Knochen und Muskeln wieder bewegen zu können. Einen Betriebshelfer, der im Krankheitsfall einspringen könnte, muss man sich auch erst mal leisten können. Denn bei dem geringen Ertrag ist auch der Selbstbehalt für die meisten Betriebe nicht tragbar. Und nein: das ist KEIN Aprilscherz.
Zynisch gesagt: Wer in meinem Dorf als Bauer arbeitet, ist ein I…t – also ein Idiot oder ein Idealist. Wobei die Landwirte, mit denen ich gesprochen habe, eigentlich alle Idealisten sind. Nach den ersten beiden Interviews bin ich mit genau dieser Aussage in die Gespräche eingestiegen – und keiner meiner Gesprächspartner hat mir widersprochen. Im Gegenteil. Jeder hat dieser Aussage zugestimmt.
In den folgenden Artikeln diese Woche kommt eine Zusammenfassung der Gespräche, die weniger als strikte Interviews, sondern meist gemütlich am Wohnzimmer- oder Küchentisch bei einer Tasse Kaffee geführt wurden. Die Bauern in meinem Dorf werden wissen, mit wem ich gesprochen habe – man kennt sich ja. Ansonsten bleiben die Aussagen anonym.
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Niederlande; Oregon finde ich gerade nicht.
Gibt ein sehr interessantes Interview mit Sepp Holzer: «Bauern sind Sklaven auf dem eigenen Hof» (Zeitpunkt, Jan. ’24). Macht im Lungau b Salzburg seit den 60er auf 1500 m Höhe Permakultur, als es den Begriff noch nicht gab. Demnach haben sich die europäischen Landwirte in eine freiwillige Subventionierungssklaverei begeben und wundern sich nun, dass sie nicht mehr gebraucht werden.
Mhm, das ist auch vermutlich der Grund, warum sich ö. Bauern sehr viel Zeit mit Protesten lassen. Die Lagerhaus-Genossenschaften sind hier besonders ausgeprägt. Die kriegen für vieles Förderungen, zB bei etwas Steigung gelten sie als „Bergbauern“ oder für Brachen gibt es auch Geld. Da haben die Schwarzen immer sehr darauf geachtet, dass ihre Stammwähler gut versorgt sind.
Aber das gilt vor allem fur die Großbauern. Einem kleinen Bauern im Voralpenland, der seine Kühe auf steilen Hängen grasen hat, sei alles gegönnt. Die pflegen ja auch die Landschaft. Und da ich selbst aus der Gegend komme, kann ich bestätigen, dass sie gut sind zu ihren Tieren und zur Natur.
@Johanna
1. April 2024 at 19:23
Dank dem gefinkelten Tiroler EU-Kommissar Fischler, der sich schon als Direktor der Tiroler Landwirtschaftskammer für einen EG/EU-Beitritt starkgemacht hatte, sind viele Bauern, auch in Tallagen, mit „Bergbauern-Prämien“ ruhiggestellt worden, die vor allem für Flächenstilllegungen und „Landschaftspflege“ vergeben wurden und werden – nicht für die bäuerliche Lebensmittelerzeugung. Der hochpreisige „Feinkostladen“ Österreich, der ihnen vorgegaukelt wurde, existiert für herkömmliche bäuerlich erzeugte Grundnahrungsmittel kaum, dient auch nicht der Masse der österreichischen Bevölkerung …
Alle Bücher von Sepp Holzer – vor allem das neue „Agrarrebellion Jetzt!“, sollten zur Pflichtlektüre werden. Dann würden auch viele Bauern besser verstehen, was sie eventuell falsch machen und wo sie auch selber Schuld tragen. Holzer und sein Sohn sind unschlagbar kluge Experten im Umgang mit der Natur und Tierwelt, die viel zu wenig gehört werden. Vielfach geht es ja doch auch den Bauern zu sehr um Profit.
@Ulf Martin (Weltexperiment Corona)
1. April 2024 at 18:57
„Bauern sind Sklaven auf dem eigenen Hof“
Nicht wenige „freie“ Tiroler Bauern haben schon vor Jahrzehnten (vor dem EG/EU-Anschluss Österreichs) ihren Hof in Tirol vekauft und sind nach Oberösterreich gezogen, weil sie sich dort bessere Überlebenschancen ausrechneten. Seit 2011 gehört die „Tirol Milch“ der größeren oberösterreichischen „Berglandmilch“. Die „identitätsstiftenden“ Tiroler Bauern sind also aufgrund der topografischen Beschaffenheit Tirols vielfach in einer noch schwierigeren Lage als die oberösterreichischen Landwirte (wenn sie nicht im Grundverkauf oder Tourismus ihr Heil suchen).
Deshalb werden die kleineren und mittleren Bauern von Jahr zu Jahr weniger. Sie stehen mit ihren Produkten in der Regel in Konkurrenz zu viel größeren ausländischen (aber EU-begünstigten) Agrarbetrieben, sind bei ihren Produktionsmitteln ausgesetzt den großen internationalen Agrar- und Agrarchemiemonopolen mit ihren Lobbyisten in Brüssel. Viele von ihnen wären auf staatlichen Schutz angewiesen, der ihnen aufgrund der EU-Mitgliedschaft Österreichs nicht gewährt wird oder werden kann.
„Bauer sein kann man nicht lernen, man muss es leben … Bauer werden kann man nicht so schnell. Das ist eine Sache, die von den Großeltern und Eltern auf die Kinder weitergegeben wird. Das hat etwas mit Gefühl für Natur, Jahreszeiten, Witterungsbedingungen, Tierverhalten zu tun“
Das ist so, und sehr viel von diesem (Pflicht-)Gefühl, Wissen, Verantwortungsbewußtsein ist mit dem „Bauernsterben“ verlorengegangen. Aber eine Gesellschaft kann nicht (über-)leben ohne gesicherte Lebens(!)mittelerzeugung und einen Umgang mit ihren Ressourcen, bei dem sie sich viel aus ihren Bauern- und Arbeitertraditionen mit ihrer Bescheidenheit abschauen könnte bzw. müßte. Das wieder zu „restaurieren“ wäre eine große Aufgabe, eine gesellschaftliche „Infrastruktur-Aufgabe“, bei der vielleicht viele Menschen gerne mittun würden, die ein „Gefühl für Natur, Jahreszeiten, Witterungsbedingungen, Tierverhalten“ haben oder lernen möchten, und die sich dabei wohler und gesünder fühlen würden als bei so manchen Tätigkeiten, die auszuüben sie gezwungen sind. Das sind natürlich Phantastereien, aber bis dahin bleiben viele Bauern „Sklaven auf dem eigenen Hof“, bevor sie ihn endgültig aufgeben (müssen) …
Seit die EU existiert, geht es der Landwirtschaft immer schlechter, weil dort „geistig abnorme Rechtsbrecher“ sitzen, die an der Leine des Großkapitals hängen und dort Leute sind, die noch nie eine Heu- Gabel in der Hand hielten!!!.
Kleine Bauern müssen aufgeben durch die Auflagen die mit Absicht von Lobbyisten herbeigeführt werden. Dann übernehmen die „Bills und Black Rock`s mit deren Filialleiter Merz“ und diktieren den Marktpreis, der jährlich gekürzt wird. Dann folgt die Kürzung der Zuschüsse bis zur Existenzvernichtung.Der Beginn ist jetzt.!!!
Ein Bauer ist Autark, das wollen sie zerstören. Weil Bauern mit schwerem Gerät auffahren, wird das ein harter Kampf und am Ende siegen die Bauern. Wenn sich in Ländern Politiker durchsetzen, die wie Kickl die Bauern mögen. Die Städter sind leider leichter zu manipulieren, Bauern sind Bodenstaendig.
Es geht nur um mehr Macht und Geld. Aber das verstehen Tofuesser nicht, den sonst würden sie diesen Frass nicht essen.
Die EU- Regierungen führen noch nicht Regie. Sie setzt nur die Agenda des WEF um. Das wird sich ändern, wenn KONSERVATIVE Kräfte in der EU gestärkt werden. Es schaut gut aus!!!
Wenn wir die Linken WEF TRäume nicht stoppen, kommt die Zerstörung der Bauern und Installierung von „Laborfleisch“ und „Vertical- gardening“ (Hausmauer- Bepflanzung!!!) ohne Sonne, die von Chemtrails verdunkelt wird und ohne Regen.
Und wer investiert massiv in diese neuen, stark Elektrizitäts abhängigen Technologien? Natürlich Bill Gates u. die anderen Aktionäre v. Blackrock, Vanguard u. State Street. So sieht es aus! Bezahlt wird dann mit kontrollierter CBDC. Dagegen MUSS man sich wehren, denken wir ans „Frankenburger Würfelspiel!
Es geht um weitaus mehr als viele denken. Haltet durch liebe Bauern und zeigt den Halunken wer der Souverän ist!
Auch an Franz!
Ich glaube immer mehr dass sie der Nachbar mit Biohof,eines alten (schon lange nicht mehr gesehenen) Studienfreundes (2ter Bildungsweg) und Gründer des Biohofes Holzer in Ef,, sind!
Kreilmeier Wille ist auch ein guter Freund! Abgesehen davon kenne ich von Aschach bis ALkoven eine Menge Leute!
Bezüglich Hof haben wir vor einen Teil für Bioanbau und damit Ausbildung für Jugendliche zu verwenden.
Was noch alles von unseren Plänen durchführbar ist hängt dann vom Hof, Areal und der Gemeinde ab!
Ich selber habe vor langem auch bei der Gesa Wuppertal schon bei der Gründung das Projekt studiert und wäre fast dort behalten worden! einfach googeln!
Die günstigen Verhältnisse, die die dort hatten gibt es nicht mehr!
Eisenriegler in Wien hat trotzdem ein wenig davon geschafft!
Dazu ein ungewöhnliches Anliegen!
Wir suchen schon länger – mit „netten-sehr netten“ Erfahrungen mit Maklern einen Hof – der ist nicht so wichtig –und könnte von renoviert bis neu aufgebaut werden– aber mit rund 20Ha Grund mit Wald am besten hügelig und arrondiert, und besser alleine gelegen!
Und zwar für Kinder und Jugendliche, bei denen mehr als nur angerichteter Schaden wieder gut gemacht gehört- so weit wie möglich!
Bei Mühllacken oder Herzogdorf oder Scharnstein hätten wir schon sehr geeignete gefunden!
Aber die Makler oder die Angst vor Maklern mit selber aufgestellten Regeln, haben verhindert!
Die landwirtschaftlichen Berechtigungen haben wir!
Für Tips wären wir sehr dankbar!
Ein sehr interessantes und wichtiges Vorhaben! Gibt es schon nähere Infos? mfg Franz
Freu mich schon auf den nächsten Teil.
Spannendes Projekt, freue mich drauf!
„Zynisch gesagt: Wer in meinem Dorf als Bauer arbeitet, ist ein I…t – also ein Idiot oder ein Idealist.“
Warum „zynisch“, Fr. Drescher? Mein Lexikon schreibt unter „idiotikos“ auch: einer, der seinen eigenen Weg geht, nach eigener Vorstellung lebt. idios heißt schlicht „eigen“, „selbst“……ich sähe das daher auf Bauern durchaus passend und positiv.
Aber eigentlich habe ich eine andere „Kritik“:
Ich empfinde die Problematik weniger monetär als vielmehr bürokratisch. Ich habe sogar das Gefühl, als ob Medien bewusst versuchen, die Wut der Bauern auf den Verlust von Förderungen zu reduzieren – die aber nur einen Teil des Problems ausmachen, in dem die Gründe für den Verlust von Förderungen völlig verheimlicht werden.
In Frankreich wurde ein Bauer von der Polizei erschossen, der „mit dem Gesetz in Konflikt geriet“, nachdem er als Einzelner nicht mehr in der Lage war, alle bürokratischen Auflagen und Berichte ordnungsgemäß abzuwickeln. Man wollte ihm daher Tiere nehmen und sein ganzer Hof war bedroht. Bis er eines Tages vor einer weiteren Polizei-Kontrolle davon lief und erschossen wurde – die Polizei behauptet freilich, dass sie angegriffen wurde (was Videoüberwachung aber widerlegt).
Dieser Bauer ist zum Symbol der (fr.) Proteste geworden (gibt eine Arte-Doku darüber!). Zum Symbol für die (absichtliche) Überforderung der Menschen durch den Staat, um ihnen Hab und Gut zu stehlen.
„Der Staat will nur unser Bestes – darum holt er es sich!“