Der wirkliche Krieg findet statt zwischen Finanzsektor des Westens und weltweitem Energiesektor

14. Oktober 2022von 7,3 Minuten Lesezeit

Der Stellvertreterkrieg in der Ukraine zwischen NATO und Russland geht in Wirklichkeit nicht um das Land in dem er stattfindet. Es geht um die Ablösung der Dominanz der USA und ihrer Möglichkeit beliebig Kriege gegen ungeliebte Länder zu führen durch eine multipolare Weltordnung. Der Hintergrund des Konflikts in der Ukraine dreht sich aber letztlich um die Kontrolle der weltweiten Energie- und Rohstoffquellen.

Was mit den Lockdowns begonnen hat, wird mit der steigenden Inzidenz der Sanktionen fortgesetzt, Lieferketten werden immer weiter gestört, Energie und Rohstoffe massiv verteuert. Soeben haben die Wiener Gärtner und Bauern bekannt gegeben, dass sie wegen der gestiegenen Energiepreise im Winter kein Gemüse mehr produzieren werden. Mit anderen Worten – die Sanktionen der USA und ihrer EU-Lakaien sind gegen die Menschen in den Ländern der EU gerichtet.

Abgesehen natürlich von Ungarn, die bei dem Wahnsinn nicht mitmachen. „Wir brauchen Gazprom als zuverlässigen und langfristigen Lieferanten“, so der ungarische Außenminister Peter Szijarto. Viktor Orban, nie verlegen um klare Worte, stellt klar, wer die Kontrahenten in der Ukraine sind:

„Wer denkt, dass dieser Krieg durch russisch-ukrainische Verhandlungen abgeschlossen wird, der lebt nicht auf dieser Welt. Die Machtrealität ist anders.“

„Die Feuerpause muss nicht zwischen Russland und der Ukraine zustandekommen, sondern zwischen Amerika und Russland“

Die frühere österreichische Außenministerin Dr. Karin Kneissl beschreibt die ökonomischen Hintergründe des Konfliktes in einer lesenswerten Analyse im renommierten geopolitischen Magazin The Cradle.

„Um den Kern des Konflikts in der Ukraine – wo ein Stellvertreterkrieg tobt – wirklich zu verstehen, muss man die Konfrontation so aufschlüsseln: Die USA und ihre europäischen Verbündeten, die den globalen Finanzsektor vertreten und unterstützen, führen im Wesentlichen einen Kampf gegen den weltweiten Energiesektor.

In den vergangenen 22 Jahren haben wir gesehen, wie einfach es für Regierungen ist, Papiergeld zu drucken. Allein im Jahr 2022 hat der US-Dollar mehr Papiergeld gedruckt als in seiner gesamten Geschichte. Energie hingegen lässt sich nicht drucken. Und hierin liegt ein grundlegendes Problem für Washington: Der Rohstoffsektor kann die Finanzindustrie übertrumpfen. …

Riad öffnet sich der Idee, Öl in anderen Währungen zu handeln, wie sich in diesem Jahr in Gesprächen mit den Chinesen über den Handel in Yuan zeigte. Die Saudis kaufen auch weiterhin russisches Öl, wie andere westasiatische Staaten und Staaten des Globalen Südens, sie haben sich entschieden, die westlichen Sanktionen gegen Moskau zu ignorieren, und bereiten sich zunehmend auf die neue internationale Situation der Multipolarität vor.

Washington ist somit nicht mehr in der Lage, absoluten Einfluss auf die OPEC auszuüben, die sich nun geopolitisch als erweiterte OPEC+ neu positioniert.“

Der Westen und vor alle die EURokraten haben das offensichtlich nicht verstanden und zeigen sich überrascht. Kneissl über das OPEC-Meeting in Wien

„Die OPEC+-Ministertagung am 6. Oktober war ein deutlicher Vorbote dieser neuen Umstände. Die inhärenten Spannungen zwischen zwei Weltanschauungen traten unmittelbar nach der Sitzung im Presseraum zutage, wo ein saudischer Ölminister die westliche Nachrichtenagentur Reuters in die Schranken wies und US-Journalisten die OPEC scharf angriffen, weil sie „die Weltwirtschaft als Geisel hält“.“

In Washington herrscht derzeit Panik wegen der Midterm-Elections für das Repräsentantenhaus und den Senat. Steigende Benzin-, Energie- und Lebenshaltungspreise dank galoppierender Inflation machen es fast sicher, dass die GOP-Republikaner Mehrheiten in beiden Häusern erringen werden und Biden zur lahmen Ente für den Rest seiner Amtszeit machen.

Daher werden die schon länger existierenden NOPEC-Pläne wieder aufgewärmt. Damit sollen Kartelle verboten und die USA in die Lage versetzt werden, Eigentum von OPEC Regierungen zu beschlagnahmen, oder im Klartext, zu rauben. Genau das hat man mit dem Gold von Venezuela gemacht, das bei der Bank of England gelagert ist, oder mit 300 Milliarden Dollar von russischen Firmen und Banken.

„Das Konzept kursiert seit Jahrzehnten auf dem Capitol Hill, aber diesmal könnten neue irrationale Emotionen die Oberhand gewinnen. Doch feindselige oder drohende US-Aktionen werden wahrscheinlich nach hinten losgehen und die geopolitischen Verschiebungen in Westasien, das sich in den letzten Jahren aus der US-Umlaufbahn entfernt hat, noch beschleunigen. “

Die Kürzung der Ölförderung um 2 Millionen Fass pro Tag wird ausschließlich als politischer Affront gegen die USA und den Westen gesehen. Aber wie alle Politik gibt es auch einen starken ökonomischen Hintergrund, denn mit „den Produktionskürzungen plant die OPEC+ lediglich in Erwartung der bevorstehenden rezessiven Folgen. Darüber hinaus schaffen einige Förderländer angesichts der seit 2014 anhaltenden Investitionslücke keine neuen Kapazitäten: Ein niedriger Ölpreis lässt sich einfach nicht aufrechterhalten, wenn in diesem Sektor keine größeren Investitionen getätigt werden.

Ab 5. Dezember, wenn die Inzidenz der EU-Sanktionen den nächsten Sprung nach oben macht, wird sich die Energiesituation weiter verschlechtern und die Preise nochmals steigen. Es gelten auch im Energiemarkt die fundamentalen Gesetze von Angebot und Nachfrage, denn die „von der EU und anderen Staaten (insgesamt 42 Staaten) verhängten antirussischen Sanktionen haben zu einer Unterbrechung der weltweiten Versorgung geführt, was wiederum Auswirkungen auf das Angebot und die Preisbildung hat“.

Eine wichtige Rolle spielt natürlich China. 1990 konnte das Reich der Mitte seinen Ölbedarf mit der Eigenproduktion von 3 bis 4 Mio Fass pro Tag selbst decken. Mittlerweile ist das Land der weltweit größte Ölimporteur. „Während Saudi Arabien und Angola die wichtigsten Lieferanten für Erdöl sind, ist Russland der Hauptlieferant für Erdgas.“

„In den letzten 20 Jahren habe ich immer wieder darauf hingewiesen, dass sich die Pipelines und Fluggesellschaften nach Osten und nicht nach Westen bewegen. Einer der größten Fehler Russlands war wohl, in Infrastruktur und Verträge für einen vielversprechenden, aber undankbaren europäischen Markt zu investieren. Die Absage des South-Stream-Projekts im Jahr 2014 hätte Moskau als Lehre dienen sollen, Nord Stream ab 2017 nicht mehr zu erweitern. Zeit, Nerven und Geld hätten besser in den Ausbau des Netzes in Richtung Osten investiert werden können.“

Auch Kneissl analysiert, dass es im Konflikt nicht um die Ukraine geht, sondern um die Herrschaft über die Energiemärkte:

„Seit dem Beginn des militärischen Konflikts in der Ukraine im Februar 2022 sehen wir im Wesentlichen zu, wie die westlich geführte Finanzindustrie ihren Krieg gegen die östlich dominierte Energiewirtschaft führt. Das Momentum wird immer bei letzterer liegen, denn wie bereits erwähnt, kann Energie im Gegensatz zu Geld nicht gedruckt werden.

Die Öl- und Gasmengen, die benötigt werden, um die russischen Energiequellen zu ersetzen, sind auf dem Weltmarkt nicht innerhalb eines Jahres zu finden. Und kein Rohstoff ist so global wie Öl. Jede Veränderung auf dem Ölmarkt wird immer die Weltwirtschaft beeinflussen.“

Die Illusionen, die westliche Politiker verbreiten, man könne die fossilen Energieträger durch Sonne und Wind ersetzen und Energie als Waffe in geopolitischen Auseinandersetzungen nutzen, wird zu massiven Schäden für die Bevölkerung führen. Wenn die Wiener Gärtner kein Gemüse im Winter mehr produzieren können, haben sie zwar die variablen Kosten für Energie gesenkt, die Fixkosten verbleiben ihnen aber und die Umsätze fehlen. Der Handel wird dann zwar Gemüse aus anderen Ländern und aus Übersee anbieten, aber das zu Preisen, die sich nur eine schmale Oberschicht wird leisten können.

Bedarf an Rohstoffen

Wer derzeit elektronische Geräte, wie Wechselrichter oder Solaranlagen, aber auch Autos kaufen möchte, darf sich auf lange Wartezeiten einstellen. Ursache dafür waren zunächst die Corona Lockdowns, die alle Lieferketten aus dem Takt gebracht haben. Mit den Sanktionen gegen China für elektronische und andere Hightech-Bauteile haben die USA je ein weiteres Feld für Sanktionen aufgemacht.

Aber auch hier gilt, dass der Besitz von Rohstoffen über die Gelddruckmaschíne siegen wird. Gerade für die Produktion von Elektronik werden Rohstoffe benötigt, die nicht überall zu finden sind, wie zum Beispiel Seltene Erden oder Edelgase. Um Chips beim Ätzen vor Schäden zu schützen, wird der Prozess in einer Neon-Atmosphäre durchgeführt. Einer der wichtigsten Lieferanten für Neon ist Russland. Bestellungen eines der weltweit größten Chip-Produzenten Taiwan, werden von Russland nur mehr honoriert, wenn sie über Peking gemacht werden. Bis sich die Auswirkungen zeigen, wird es noch ein Weilchen dauern, denn Neon ist ein inertes Gas, aber sie werden kommen.

Es ist höchste Zeit, dass sich die Regierungen der EU-Länder für Frieden und Verhandlungen einsetzen, statt die Spirale der Aggression und Sanktionen weiter zu drehen. Die Doomsday-Clock, die seit 1947 den Abstand zum nuklearen Armageddon anzeigt, wurde kürzlich auf 100 Sekunden vor Mitternacht gesetzt.

Bild von Colin Behrens auf Pixabay

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18 Kommentare

  1. 4755 17. Oktober 2022 at 22:34Antworten

    Der Cradle-Artikel von Frau Dr. Kneissel – wohnhaft aktuell übrigens im Libanon – ist wirklich lesenswert. Ihr ist ein sehr guter Überblick im Energiesektor zuzutrauen wenn sie schon so lange dort tätig ist und auch fließend Arabisch spricht.
    Eine ergänzene Sicht vertritt Cathrine Austin Fitts, die ganz sicher auch weiss wovon sie redet: Es geht um Alles oder Nichts zur Rettung des USDs. Deswegen die immer verzweifelteren Aktionen bis hin zum bewussten Anzetteln von Kriegen und Zerstörung der Europäischen Vasallenstaaten.

    „Most of the benefits in the dollar system come from the benefits of having the reserve currency and being able to swap money you print out of thin air for real labor and real commodities worldwide.
    That’s an enormous benefit, and they are going to protect that benefit. If they don’t protect that benefit, they run the risk of everybody moving out of the ($) channel. This is what the Chinese and Russians are trying to do.“
    und
    „It’s global government reengineering. It’s 100% power politics, and it’s a war.”
    In short, the Fed will defend the dollar and the world reserve currency status no matter how hard the stock market crashes, no matter how much the economy crashes, no matter how much the bond market crashes and no matter how much the housing market crashes.
    In closing, CAF says,
    “Stop helping them… Don’t bank at the big banks… use cash whenever you can, and pray…“

    https://www.zerohedge.com/geopolitical/its-global-govt-re-engineering-austin-fitts-warns-fed-actions-are-100-power-politics

  2. Toni 15. Oktober 2022 at 10:48Antworten

    Richtig, Geld stellt nichts anderes als einen zukünftigen Anspruch auf Energie und Rohstoffe dar. Geld ist aber auch Macht.

    Die Geldmenge wurde die letzten Menge über jedes vorstellbare Maß ausgeweitet, um die Macht der Oligarchen zu einem weltumspannenden Totalitarismus ausbauen zu können. Letzte aktuelle Beispiele dieses Totalitarismus sind Corona und Klima / Energiewende, wo es „angeblich“ nur eine einzige wissenschaftliche Meinung gibt.

    Durch den bewussten Verzicht auf viele Rohstoffe (fossile Energieträger) ist jedoch die Nachfrage nach anderen Rohstoffen explodiert. Wind produziert nämlich keinen Strom, erst das mit immensem Rohstoffaufwand (Beton, Stahl, seltene Erden etc.) hergestellte Windrad. Bei vielen dieser Rohstoffe hält China die Zügel in der Hand. Zufall? Oder woher kommen die Solarpaneele?

    Eine massiv ausgeweitete Nachfrage produziert natürlich auch Inflation: Wie viele funktionsfähige Heizsysteme werden jetzt verschrottet? Wie oft wird jetzt eine Gas-Durchlauferhitzer (Klimawandel!) gegen eine Elektroboiler getauscht? Welcher Schwachsinn ist das, zuerst aus Gas (Dunkelflaute!) Strom herstellen und dann mit Strom Warmwasser? Warum verzichten die Stromversorger dankend auf zusätzliche Photovoltaikeinspeiser, die nur ihre Netze destabilisieren?

    Glück auf und den Frieden fördern, Toni

  3. Kinesiologie Köhn Potsdam 14. Oktober 2022 at 22:26Antworten

    m.M. nach wird hier der Gedanke an eine neue Währung möglich, eine Währung welche durch gefördertes Öl gedeckt ist.

  4. Jan 14. Oktober 2022 at 15:24Antworten

    Das Problem ist Energie, die benötigte Ressource aber prioritär Hirn! Fehlende Energie wird unsere gesamten Prozesse umstellen, unsere Verteidigungsmöglichkeit – und vor allem die Nahrungsmittelproduktion. Es ist ganz klar, dass es zu Hunger kommen wird! Die Politik sollte sofort alle möglichen Flächen für die intensive Biobewirtschaftung als Kleingärten öffnen und nicht den Blasenpreisen von Immobilien unterwerfen. Ohne Energie geht es nur mit Kompost im Kleingarten – ergänzt durch Weizen und Öl von großen Plantagen.

    Die Leute laufen in ihren Gedankenblasen herum als gäbe es kein morgen und als könnten Mama Gewessler und Top-Shot Nehammer uns gut versorgen.

    Das dicke Ende wird fürchterlich sein!

  5. Hannibal Murkle 14. Oktober 2022 at 13:51Antworten

    TKP berichtete mal über die NachDenkSeiten-Enthüllungen einer amtlichen Strategie der deutschen Bundesregierung für Kriegspropaganda und Zensur. Es scheint, die Regierung selbst hat die Echtheit des Dokuments bestätigt:

    https://www.nachdenkseiten.de/?p=89213

    Könnte TKP mehr darüber schreiben?

  6. Hannibal Murkle 14. Oktober 2022 at 12:49Antworten

    Ein guter Artikel in einer renommierten US-Zeitschrift zum Thema – der Westen sollte territoriale Veränderungen und Neutralität der Ukraine akzeptieren:

    https://foreignpolicy.com/2022/06/27/us-ukraine-russia-war-endgame-victory-settlement-negotiation-biden-putin-zelensky/

    Ist die Alternative eines nuklearen Weltkriegs attraktiver?

    https://www.xing.com/communities/posts/jeffrey-sachs-das-ist-ein-krieg-zwischen-russland-und-den-vereinigten-staaten-1024918162

    Selbst ohne eines Weltkriegs – der Wirtschaftskrieg ruiniert uns und Anfang Dezember soll dieser noch mehr aufgedreht werden – trotz massiver Proteste in Ostdeutschland und zaghafter im Westen.

    Nach den neuesten Meldungen rückt Russland übrigens wieder vor – habe ich im Microsoft-Newsletter meines PC gesehen.

  7. Andreas I. 14. Oktober 2022 at 12:12Antworten

    Hallo,
    „Energie hingegen lässt sich nicht drucken.“

    Treffend gesagt.
    Das sollte man auch bedenken, wenn die wirtschaftliche Stärke von Staaten am BIP gemessen wird, worin reichlich heiße Luft enthalten sein kann.

    • Hannibal Murkle 14. Oktober 2022 at 13:02Antworten

      Vielleicht geht es in der restlichen Welt nicht nur um Energie, sondern überhaupt Realwirtschaft, im Gegensatz zu den westlichen Finanzspekulationen und dem Leben auf Pump. Ich halte die Statistik des Kaufkraft-BIP für realistisch – China mit 27 Billionen bereits vor den USA mit 23 Billionen – darauf Indien, Japan, Deutschland, Russland, Indonesien. Nach dem Krieg dürfte Russland Donbas behalten, dafür wird Deutschland auf eigenen Wunsch ruiniert – dann fällt es auf der Liste hinter Russland?

      https://de.statista.com/statistik/daten/studie/36918/umfrage/laender-weltweit-nach-bruttoinlandsprodukt/

      Die Türkei (SCO-Kandidat) vor Italien, Saudi-Arabien zwischen Kanada und Australien – der selbstverliebte Westen ist im Abstieg begriffen, meint dennoch, der restlichen Welt beliebig befehlen zu dürfen (wie im Artikel angesprochen).

  8. niklant 14. Oktober 2022 at 10:48Antworten

    Dank einer gekauften EU-Führung soll in der Ukraine alles vorbereitet werden, um den Krieg mit Russland noch stärker auszuweiten. Während die Ukraine unter geistig gestörter Führung auf den Atomwaffeneinsatz pocht, beschießt sie ihre eigenen Bürgen und Kraftwerke! Das alles nur, damit Amerika seine angeblichen Ressourcen in Europa verkaufen kann, die man in Syrien und anderen Ländern gestohlen hat! Dieser Krieg wurde durch die EU herbeigeführt und wird auf Kosten der EU-Bürger oben gehalten! Die Politik hält Ressourcen zurück und treibt die Preise nach oben, um diesen Krieg zu finanzieren, den die Amis wollen!

  9. Glass Steagall Act 14. Oktober 2022 at 10:39Antworten

    Ich drücke es einmal sinngemäß nach Prof. Rainer Mausfelds Vortrag aus dem Jahre 2017 aus:

    Wenn die USA ihre Vormachtstellung behalten wollen, müssen sie Europa opfern. Aber die USA sind bereit dieses Opfer zu bringen.

    • niklant 14. Oktober 2022 at 10:52Antworten

      Natürlich wollen die Amis Europa opfern, denn sie befinden sich in Sicherheit weit entfernt! Wenn Amerika so scharf auf Russische Bodenschätze ist, dann sollte Russland alle Bereiche mit Bodenschätze vorbereiten und diese bei einem Angriff mit Atomwaffen in die Luft jagen und diese für Jahrzehnte unbrauchbar machen!

  10. Ohlmann 14. Oktober 2022 at 10:30Antworten

    Noch nie war so deutlich diese Machtrealität und Gier seit dem Februar 2022. Die mobilisierten Soldaten auf der russischen Seite ohne Ausbildung und schlecht bewaffnet haben keine Chance. Gestern wurde der Tod von fünf solcher Männer. Russland verheize diese Männer nur als Kanonenfutter. Hunderttausende Männer sind vor der Einberufung ins Ausland geflohen, weil keiner ein paar Wochen überleben und dann sterben wollte. Menschenleben stehen auf dem Spiel. Das ist der Kern und alles andere indikutabel.

    • Hannibal Murkle 14. Oktober 2022 at 10:48Antworten

      Die NachDenkSeiten berichteten gestern über den Beschuss ziviler Ziele in Donezk – etwas, was mittlerweile gesichert sein dürfte, dennoch im Westen weitestgehend verschwiegen wird. Erst wenn man über den Krieg ehrlich reden darf, kann man mit Verurteilungen anfangen.

      Apropos offen reden – einmal wurde hier bereits „Tichys Einblick“ angesprochen, welches Medium ich ungerne pauschal bewerten möchte. Über westliche Macht-Oligarchie oder Klimapanik gibt es dort oft gute Texte, doch zum Krieg liegt das Blatt voll auf der Staatspropaganda-Linie. Den Artikel hier in einem Kommentar verlinken ist ein NoGo – aus irgendwelchen Gründen scheinen die Erkenntnisse nicht genehm zu sein. Sogar das hier verlinkte Interview mit Orban, im „Handelsblatt“ zusammengefasst – wo vom Stellvertreterkrieg USA/Russland die Rede ist.

      Nun ja, kleines Blog kann nicht auf Wahrheitsministerium machen – irgendwo können die Dinge immer noch publik gemacht werden. Umso wichtiger, dass der Artikel hier erschienen ist.

    • Grld 14. Oktober 2022 at 13:44Antworten

      Menschenleben stehen auf dem Spiel.

      Ja sehr viele sogar!

      Menschenleben stehen auf dem Spiel wegen:
      – der mörderischen mRNA Impfungen.
      – der mörderischen Gesundheitspolitik (Krankenhäuser zusperren).
      – der mörderischen Rohstoffraubzüge des Westens weltweit.
      – der mörderischen Land- und Nahrungsmittel-Raubzüge des Westens weltweit.
      – der Vermögensumverteilung von unten nach oben.
      – der Umweltverschmutzung aufgrund der idiotischen westlichen Wachstums-Religion.
      – des Raubbaues an der Natur allgemein durch den Westen.
      – der Machtgelüste einiger weniger, hauptsächlich westlicher Soziopathen.
      – der Allmachtsphantasien durchgeknallter Psychopathen (Transhumanismus)
      – …………. (frei für weitere überlegungen)

      Und das seit Jahrzehnten.

    • I.B. 14. Oktober 2022 at 16:36Antworten

      Ohlmann
      14. Oktober 2022 at 10:30

      „Hunderttausende Männer sind vor der Einberufung ins Ausland geflohen, weil keiner ein paar Wochen überleben und dann sterben wollte. Menschenleben stehen auf dem Spiel.“

      Vor einiger Zeit wurde sogar im ORF Radio bekannt gegeben, dass ukrainische Soldaten nach Rumänien flüchten. Auch sie wollen nicht sterben. Dieses Sterben hätte verhindert werden können, wenn der „Werte-Westen“ keine Doppelmoral zuließe. zB über die Referenden über Unabhängigkeit von Teilstaaten:

      Der Kreml in Moskau hat stets die Ergebnisse von Referenden anerkannt, auch wenn deren Entstehung unter zweifelhaften Umständen stand und seinen Interessen zuwider lief. Die USA, der Wertewesten, hat sie ebenfalls anerkannt, solange sie dem Ziel dienten, das Territorium der ehemaligen Sowjetunion zu verkleinern, zu zerschlagen. (Peter Haisenko auf anderweltonline)

      Die Auflösung der UdSSR:
      Am 28. Juli 1989 erklärte der Oberste Sowjet Lettlands seine Souveränität; am 3. März 1991 fand eine „Wahlbefragung über die Unabhängigkeit“ statt (88 % Zustimmung)

      Am 11. März 1990 erklärte der Oberste Rat Litauens seine Souveränität, und am 9. Februar 1991 fand eine Abstimmung über die Unabhängigkeit in Form einer Volksbefragung statt (90 % Ja-Stimmen), deren Ergebnis das Parlament entgegen der internationalen Rechtspraxis als Referendum anerkannte.

      Am 30. März 1990 erklärte der Hohe Rat Estlands seine Souveränität, und am 3. März 1991 wurde über die Unabhängigkeit abgestimmt (78 % Ja-Stimmen), wobei nur „Rechtsnachfolger“ (Personen, die vor 1940 die estnische Staatsbürgerschaft besaßen, und deren Nachkommen) und Personen mit „grünen Karten“ (die den Befürwortern der Unabhängigkeit verliehen wurden) abstimmen konnten.

      Im Rahmen der „Parade der Souveränität“ wurden in anderen Republiken Referenden über die Unabhängigkeit abgehalten, da die Verfassung der UdSSR verletzt und die Ergebnisse des gesamtrussischen Referendums vom 17. März 1991 ignoriert wurden. (76 % sprachen sich für die Beibehaltung der UdSSR als erneuerte Föderation souveräner und gleichberechtigter Republiken aus.)

      Das Gesetz der UdSSR über das Verfahren zur Entscheidung von Fragen im Zusammenhang mit der Abspaltung von Republiken sah vor, dass die Teilrepubliken das Recht hatten, selbst zu entscheiden, ob sie in der UdSSR bleiben wollten. Bei einem Referendum in Georgien (60 % für die Unabhängigkeit) wurde dieses Erfordernis jedoch nicht beachtet. Abchasien und Südossetien hielten 1999 Referenden ab (97,5 % für die Unabhängigkeit von Georgien), Südossetien 1992 und 2006 (beide Male 99,9 % für die Unabhängigkeit), und Russland erkannte die Unabhängigkeit beider Länder 2008 an.

      Alle diese Referenden standen nicht in Einklang mit der Verfassung der UdSSR.

      Die Auflösung Jugoslawiens:

      Das slowenische Parlament erklärte am 2. Juli 1990 seine Souveränität, am 23. Dezember 1990 fand ein Referendum über die Unabhängigkeit statt (88,5 % Ja-Stimmen), und am 25. Juni 1991 erklärte Slowenien seine Abspaltung von Jugoslawien.
      Am 19. Mai 1991 hielt Kroatien ein Referendum über die Abspaltung von Jugoslawien ab (90 % Ja-Stimmen); am 15. Juni 1991 verabschiedete das kroatische Parlament eine Resolution zur Abspaltung von Jugoslawien; im Januar 1992 erkannten die EU-Länder die Unabhängigkeit Kroatiens an. Kroatien ist jetzt Mitglied der Europäischen Union und der NATO.
      Am 8. September 1991 fand in Mazedonien ein Referendum über die Abspaltung von Jugoslawien statt (74 % Zustimmung), und am 17. September 1991 erklärte das Parlament Mazedonien zu einem unabhängigen Staat.
      Am 15. Oktober 1991 verabschiedete das Parlament von Bosnien und Herzegowina ein Memorandum über die Souveränität; zwischen dem 29. Februar und dem 1. März 1992 fand trotz eines Boykotts durch die örtlichen Serben ein Referendum über die Unabhängigkeit statt (63 % Zustimmung).

      Die USA, der Wertewesten, waren nicht nur federführend bei der Zerschlagung Jugoslawiens, sie haben die Referenden vorbehaltlos anerkannt. Russland hat sie auch anerkannt, wenn auch zähneknirschend. Warum also sollte Russland jetzt die Referenden in der Ostukraine nicht anerkennen? DAS wäre genau die Doppelmoral, die der Westen traditionell praktiziert.

  11. J. Th. 14. Oktober 2022 at 9:58Antworten

    Jeder gesunde Menschenverstand erkennt diesen sinnlosen Krieg. Um den Kern des Konflikts in der Ukraine wirklich zu verstehen Ego, Gier und Macht von Männer. Genau hier liegt ein grundlegendes Problem. Kennen wir von der Kinderstube, wenn der Bub nicht seinen Willen bekommt.
    Wenn der Mensch viel zu viel will droht die Katastrophe. Und bisher sehen wir den Beginn von weiteren Katastrophen.

    • Grld 14. Oktober 2022 at 13:17Antworten

      Sie bemerken anscheinend nicht die machtgeilen dummen verwöhnten Frauen, die als kleine Prinzessinen trotzig ihren Willen durchsetzten.

  12. Hannibal Murkle 14. Oktober 2022 at 9:40Antworten

    Die Hintergründe wurden ganz gut erklärt – Europa braucht mehr Politiker wie Orban, die sich für Interessen eigener Bevölkerung einsetzen statt welcher der US-Oligarchen. Ansonsten müsste darüber geredet werden, wo es nur geht, als Widerstand gegen Kriegshetze, die am Ende am meisten gerade uns im Westen schadet.

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