EU treibt sich selbst in die Depression: Inflationsspirale bis 2028

5. Mai 2026von 2,6 Minuten Lesezeit

Die EU betreibt konsequent ihre eigene Zerstörung. Während die Eurozone bereits in einer Inflationsspirale steckt, die laut dem renommierten Analysten Martin Armstrong direkt in eine langanhaltende Depression bis 2028 führt, legt Brüssel nochmals nach: Ab 1. November werden Fördermittel für zentrale chinesische Solar-Komponenten gestrichen – unter dem fadenscheinigen Vorwand „Sicherheitsbedenken“.

Während die politische Klasse in Brüssel weiter an „grüner Transformation“, militärischer Aufrüstung und geopolitischer Großmachtfantasie arbeitet, zerbricht die Realität der europäischen Wirtschaft. Die Inflation kehrt mit voller Wucht zurück, Energiepreise explodieren und die Wirtschaft stagniert – ein klassischer Mix, der direkt in eine langanhaltende Depression führt. Martin Armstrongs Economic Confidence Model (ECM) projiziert diese Entwicklung klar bis 2028.In seinem aktuellen Beitrag „Europe’s Inflation Spiral Is Fueling the Depression Into 2028“ vom 5. Mai 2026 warnt der bekannte Zyklenanalyst Martin Armstrong eindringlich vor der fatalen Lage des Kontinents.

Von der Inflation auf dem falschen Fuß erwischt

Die Verbraucherpreise in der Eurozone stiegen im April auf 3,0 Prozent (nach 2,6 Prozent im Vormonat). Besonders dramatisch: Die Energieinflation kletterte um 10,9 Prozent und wird damit zum Treiber für die generelle Inflation. Auslöser sind die anhaltenden geopolitischen Spannungen in Westasien und die Unsicherheit rund um die Straße von Hormus, durch die rund 20 Prozent des weltweiten Öls fließen.

Die Europäische Zentralbank (EZB) sitzt in der klassischen Falle: Zinserhöhungen würden die ohnehin fragile Konjunktur endgültig abwürgen, Zinssenkungen würden die Inflation weiter anheizen. Eine geopolitisch bedingte Energiekrise lässt sich eben nicht mit Geldpolitik lösen.

Selbst verschuldete Verwundbarkeit

Europa hat jahrzehntelang auf billiges russisches Pipeline-Gas, niedrige Zinsen, Globalisierung und Schuldenexpansion gesetzt. Diese Säulen wurden zerbrochen. Deutschland verliert seine Industrie durch absurd hohe Strompreise. Große Hersteller reduzieren die Produktion oder verlagern Investitionen ins Ausland. Frankreich stagniert bei steigender Verschuldung. In Großbritannien bricht der Einzelhandel ein wie seit über 40 Jahren nicht mehr. Der Süden Europas kämpft mit Jugendarbeitslosigkeit und steigenden Lebenshaltungskosten.

Arnaud Bertrand bringt es auf den Punkt in diesem vielbeachteten Beitrag auf X: Die EU hat sich von russischem Öl und Gas abgeschnitten, leidet unter massiven Energieproblemen im Nahen Osten, hat industrielle Energiekosten, die zwei- bis dreimal höher liegen als bei der Konkurrenz – und reagiert nun, indem sie ausgerechnet die günstigste und schnellste Form der Stromerzeugung, chinesische Solaranlagen, behindert. „Beyond parody“, kommentiert Bertrand treffend.

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4 Kommentare

  1. cwsuisse 5. Mai 2026 um 11:55 Uhr - Antworten

    Die Zerstörung Europas durch den grünen Linkssozialismus kann nur durch die Kombination mangelnder Bildung mit leichtem Schwachsinn erklärt werden.

  2. Jan 5. Mai 2026 um 10:53 Uhr - Antworten

    „Auslöser sind die anhaltenden geopolitischen Spannungen in Westasien“

    Nur zum kleinen Teil! Der größere Teil geht auf die teuer von der Leyen bezahlten Pipelinesprengungen Selenskys zurück. Es handelt sich um etwa 40% des Gasbedarfs. Die USA können nur etwa 25% des Bedarfs liefern, der Rest hätte aus Nahost kommen müssen.

    Selensky hat etwa 3,5 Mio bpd Öllieferungen zerstört, darunter 1,6 Mio bpd aus Kasachstan. Zum Vergleich: Norwegen liefert etwa 2 Mio bpd, UK etwa 1 mio bpd. Diese Mengen sind durch Hormus nirgend mehr einzukaufen Die Desinformation hat inzwischen zugeschlagen, um den Skandal um die rücktrittsreife Leyen zu vernebeln.

    Man muss sich natürlich fragen, warum sich die Europäer das gefallen lassen?

  3. wolfferth 5. Mai 2026 um 10:28 Uhr - Antworten

    People only accept change when they are faced with necessity, and only recognize necessity when a crisis is upon them.

    übersetzt …

    Menschen akzeptieren Veränderungen nur, wenn sie dazu gezwungen sind, und erkennen die Notwendigkeit erst, wenn eine Krise bereits eingetreten ist.

    Jean Monet (Action Committee for the United States of Europe)
    https://www.telegraph.co.uk/business/2016/04/27/the-european-union-always-was-a-cia-project-as-brexiteers-discov/

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