Corona-Schulschließungen haben Lernerfolg von Schülern um Jahrzehnte zurückgeworfen

8. September 2022von 2,8 Minuten Lesezeit

Eine der Corona-Maßnahmen, die die Politik in den meisten Staaten mit wenigen Ausnahmen wie Schweden relativ breitflächig eingesetzt haben, sind Schulschließungen. Angeblich sei Fernunterricht und digitales Lernen ein vollwertiger Ersatz und würde Oma und Opa schwere Krankheit und Tod ersparen. So hat es zumindest der frühere österreichische Kurzzeit-Kanzler Sebastian Kurz zu erklären versucht.

Neue Daten, die vom National Center for Education Statistics veröffentlicht wurden, zeigen jedoch eine andere Realität, nämlich dass die Schulschließungen das Lernen der Schülerinnen und Schüler um Jahrzehnte zurückgeworfen haben. Diese Studien werden häufig als „Zeugnis der Nation“ bezeichnet.

Das Nationale Zentrum für Bildungsstatistiken veröffentlicht Daten aus einer Untersuchung, die zweimal im Jahr an etwa 15.000 SchülerInnen durchgeführt wird. Sie zeigt die akademischen Fortschritte amerikanischer Schüler in wichtigen Fachbereichen.

Den am 1. September veröffentlichten aktualisierten Daten zufolge haben die USA seit Beginn der Pandemie eine schlechte Note erhalten.

Laut Jim Wambach von Children Rising ist es nicht ungewöhnlich, dass Kinder zwei Klassenstufen unter ihrem Niveau liegen, was an sich schon tragisch ist, aber „wir sehen auch Kinder, die drei und vier Klassenstufen unter ihrem Niveau liegen“. Die Corona-Pandemie und die anschließenden Schließungen von Anfang 2020 bis zum Winter 2022 führten zu einem Lernverlust, der jahrzehntelange Fortschritte zunichte machte.

Statistiken zeigen, dass 9-jährige Schüler sowohl in Mathematik als auch im Lesen Leistungen erbringen, die seit den 1990er Jahren nicht mehr unterboten wurden. Sowohl Eltern als auch Pädagogen sind über diesen Trend besorgt.

Für die Leute, die nicht jeden Tag mit ihnen zu tun hatten, war es einfach zu sagen: ‚Ach, die Kinder, die machen das schon, die sind belastbar, die schaffen das schon‘. Und wir, die Eltern, die zu Hause waren, sagten, dass es den Kindern eigentlich nicht gut geht“, so Viviane Safrin.

Obwohl fast alle Gruppen erhebliche Lernverluste hinnehmen mussten, waren farbige Schüler unverhältnismäßig stark betroffen.

Ich denke, das liegt zum Teil daran, dass so viele unserer farbigen Schüler in diesem Bundesstaat bereits in Schulen waren, die nicht ausreichend mit Ressourcen ausgestattet waren und in die nicht ausreichend investiert wurde. Und dann kommt noch eine Pandemie dazu“, sagte Dr. Christopher Nellum vom Education Trust-West.

Eltern und Lehrer haben sich besonders angestrengt, um den Rückstand ihrer Schüler aufzuholen, seit sie wieder zu persönlichem Unterricht übergegangen sind. Doch viele äußern sich weiterhin besorgt über die langfristigen Folgen.

Diese akademischen Zahlen sind meiner Meinung nach nur die Spitze des Eisbergs. Sie berücksichtigen noch nicht einmal die sozialen und emotionalen Verluste, die entstanden sind“, sagte Safrin.

Einige befürchten, dass uns die Lernverluste noch jahrelang verfolgen könnten, wenn nicht sofort mehr getan wird, um sie zu beheben.

Ich befürchte, dass wir in drei, vier, fünf Jahren eine Klippe sehen werden, auf der wir eine viel höhere Rate von Schulabbrechern in der High School und der Middle School haben werden“, sagte Safrin.

 


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19 Kommentare

  1. Limonado 8. September 2022 at 13:01Antworten

    Waren das noch schöne Zeiten, als Kinder Zeit hatten, Baumhäuser zu bauen. Zur gleichen Zeit haben die „Denker“ unsere Zeit die Stirn in Falten gelegt, wie man die Kinder leistungsfähiger machen kann und die Produkte weniger lange haltbar, nur um ein Wirtschaftssystem am Leben zu erhalten, welches durch die zahlreichen Weichenstellungen in den Siebzigern dem Untergang geweiht war. Der Schmerz der Welt reichte also nicht mehr um das Gebilde Kapitalismus am Leben zu erhalten, so wurden auch dem Nachwuchs und den Lohnabhängigen im Westen die Daumenschrauben angezogen.

    Von uns gibt es nichts zu lernen, besonders nicht von den Bildungseinrichtungen, noch nicht einmal vom „Widerstand“ der zu großen Teilen am Liebsten alles hätte wie vorher. Es war ja auch bis zuletzt „angenehmer“, als das, was heute eingetreten ist und sich für die Zukunft noch schlimmer am Himmel abzeichnet. Aber es war auch nur für uns „im Westen“ angenehmer. Unser Imperium war auf Kinder- und Sklavenarbeit und dem Blut ständiger Konflikte und Kriege aufgebaut. Es war ungerecht und zynisch, dennoch haben wir es für den Himmel auf Erden gehalten. Wir waren durch das Glück hier geboren zu sein, dazu gezwungen. Und ebenso dazu gezwungen, die bittere Wahrheit zu einer Wohlfühloase ohne schlechtem Gewissen zu verzerren. Verständlich. Nachdem die Lüge jetzt für sehr viele aufgeflogen ist, dagegen für mich sehr unverständlich, diesen Leichnam noch einmal wiederbeleben zu wollen.

    Falls die Zivilisation oder das was wir dafür halten wieder (wie leider zu erwarten) in Ruinen enden sollte und die Glücklichen, die noch „leben dürfen“ in Eimer k@cken müssen, bete ich darum, dass die Menschen alles etwas langsamer angehen und in sich gehen. Nicht sofort alles wieder vermessen, kartographieren und in einer so großen Eile „wiederherstellen“, dass keine Zeit zum Nachdenken bleibt.

    • Mia 8. September 2022 at 17:50Antworten

      Limonado
      8. September 2022 at 13:01Antworten

      „Waren das noch schöne Zeiten, als Kinder Zeit hatten, Baumhäuser zu bauen.“

      Meinen Enkel, Neffen und Nichten machen das heute noch.
      Das liegt wohl mehr an den Eltern als an den Kindern.

  2. suedtiroler 8. September 2022 at 10:42Antworten

    ein weiterer Teil bei der Sabotage und Demontage des Westens:

    nach gigantischen wirtschaftlichen Schäden durch die nutzlosen Massnahmen….
    nach dramatischen Geburtenrückgang wegen der Spritzen…
    nach erhöhter Sterblichkeit ausgerechnet bei Heranwachsenden und den Erwachsenen unter 65 Jahren (produktive Bevölkerung!) durch die Spritzen….
    kommt nun noch die Zerstörung der Bildung und somit der zukünftigen Generationen!

    wer noch glaubt all das sei Zufall oder nur Unfähigkeit, der muß echt mit Blindheit geschlagen sein.
    der Westen wird systematisch zerstört und soll auch nicht wieder auf die Beine kommen!

  3. Petzold 8. September 2022 at 10:12Antworten

    Wer hat da die Schule Geschwänzt? :-)

  4. Charly1 8. September 2022 at 10:01Antworten

    Die Politdarsteller wissen nicht wie es um die deutsche
    Sprache bei der heutigen Jugend steht. Viele Kinder
    sind nicht fähig einen korrekten Satz zu schreiben.
    Sitzen bleiben wird gestrichen, 1×1 unwichtig, Abitur um jeden Preis,
    das heutige Leben hat andre Maßstäbe ……….“cool sein“

  5. Maximilian 8. September 2022 at 9:51Antworten

    Vor 1850 in Amerika konnten ca. 98% der Bevölkerung gut Lesen, Schreiben, Rechnen. Nach Zwangseinführung der Schulen mit Waffengewalt, weil 80% der Bevölkerung gegen Schulen waren, wurde diese Zahl von 98% nie wieder erreicht. Schulen haben per Definition nur einen einzigen Zweck: Gehorsam zu lehren. Wer glaubt, dass Kinder in Schulen das Lesen, Schreiben, Rechnen lernen, irrt gewaltig. So ungefähr wie die Leute, die glauben, dass die Covidspritzen einen gegen Covid immun machen. Das Schulkonzept in den Heimunterricht zu verlagern bringt nichts, wie man an den immer noch weiter sinkenden Zahlen gut sehen kann. Homeschooling ist auch nur eine große Verkaufsveranstaltung.

    • Frühling 8. September 2022 at 11:00Antworten

      @leontinger. Stimmt. Kinder sind Sprachgenies wenn ihnen die Möglichkeit dazu geboten wird. Aber wie hoch ist denn der Prozentsatz an Kindern, die mit ihren Eltern mal eben unter guten Bedingungen ins Ausland gehen? Und wie erklären Sie sich, dass viele Einwandererkinder selbst in der dritten Generation noch keine Sprachgenies geworden sind? Wäre es bei allen Kindern so einfach, brauchte es weder Logopäden, Nachhilfe noch sonstige Bemühungen, um Kindern das nötige Sprachwerkzeug mit den auf den Lebensweg zu geben.

      • leontinger 9. September 2022 at 8:34

        Ja diese Kinder sollten so früh wie möglich (2 – 3) in den Kindergarten!

      • Someone 14. September 2022 at 17:57

        Meine Tochter war fließend viersprachig. Jetzt zurück in Deutschland und sie hat eine Sprache wieder vergessen. Englisch nimmt auch stark ab. :-( Einfach eine Frage des Umfelds.

  6. Jens Tiefschneider 8. September 2022 at 9:43Antworten

    Na, klappt doch. Nur ein dummes Volk lässt sich willenlos am Nasenring durch die Arena ziehen. Die Spritzen sind auf ihre Weise genial. Sie töten alles, was nicht schlau genug war, NEIN zusagen und hindert das Nachwachsen von Menschen, die in der Lage sein könnten, NEIN zusagen. Obendrein werden die Geburtenraten runter justiert – Gefahr erkannt, Gefahr gebannt! Der spirituelle Teil in mir bezeichnet dieses Vorgehen als satanisch, der rationale Teil ist auf irritierende Weise fasziniert. Wobei diese diabolische Technik an sich nicht faszinierend ist, das ist nur biotechnologische Resteverwertung, das Konzept war ja lange bekannt. Faszinierend ist, wie es die satanische Seite geschafft hat, 3/4 der Menschheit mit einem Mittel zu infizieren, das langfristig das Potential hat, sie auszurotten. Ich glaube, ich muss umdenken. Ich hatte die Menschheit schon wesentlich weiter gesehen – also vom Bewusstsein her.

    • Mia 8. September 2022 at 17:17Antworten

      Jens Tiefschneider
      8. September 2022 at 9:46

      „Das Mia wieder. Mal sehen, ob ihr gespritzer Nachwuchs auch weiterhin so schnell lernt.“

      Keine Sorge um meinen geimpften Nachwuchs.
      Unsere drei Jungs sind 32, 35 und 38 und schon lange wertvolle Mitglieder der Gesellschaft.
      Wir sind alle Wohlauf, was mich selbst wundert weil neben uns die Geimpften Umfallen wie die Fliegen.
      (Kleiner Scherz, weil es sonst zu langweilig wird)

  7. Mia Wu Ast 8. September 2022 at 8:53Antworten

    Das glaube ich nicht!
    vor Jahrzehnten – das war ungefähr als ich der „Steinzeitpädagogik“ ausgesetzt war, lernten wir noch weit mehr als meine Kinder (auch vor Corona) heute. Auch hatten wir noch am Samstag Schule.
    Keines kann mehr sinnerfassend lesen (z. B. den unterschriebenen Händi-Vertrag) oder etwa das kleine Einmaleins. Gramatik – keine Ahnung; Musik, Chemie, Phyisk – keine Ahnung; wenn morgen in Google behauptet würde die Erde ist eine Scheibe, würden sie das glauben (müssen).
    Würde die Behauptung in der headline stimmen, müssten die Kinder durch den Lockdown gescheiter geworden sein. Das sind sie meiner Beobachtung nach nicht.
    Einzig was Englisch betrifft – da sind sie heute besser als ich damals war.

  8. zaungast 8. September 2022 at 8:04Antworten

    Wen stören ungebildete Menschen? Lesen, Schreiben, Rechnen – wozu? Der Ex-Maoist Kretschmann erwiderte einst auf den Vorwurf, die Kinder würden keine Schreibschrift mehr lernen: warum auch – man arbeitet doch nur noch mit dem Laptop. Und außerdem: man stelle sich vor, die Menschen würden den Inzidenzrechnungsschwachsinn begreifen und in Frage stellen oder sich in einem Biologiebuch und nicht mehr über ARD/ZDF schlau machen – wo kämen wir da hin? Ferner: wer definiert das Level der Bildung? Da sollten wir uns an die „Großen“ halten: Deutsch und Englisch mit Baerbock, Leibes – und Gesundheitserziehung mit Lauterbach, Wirtschaft mit Habeck, Friedenserziehung mit Strack-Zimmermann, Ernährungskunde mit Lang und Memotechnik mit Scholz. Das reicht!

  9. Logos 8. September 2022 at 7:59Antworten

    Das Problem fängt schon viel früher an. Kinder mit nicht deutscher Muttersprache, die oft erst mit Eintritt in den Kindergarten Deutsch lernen, denen fehlen Monate, manchen bis zu einem Jahr an regelmäßigen Deutschkontakt. Sie kommen mit noch schlechteren Deutschkenntnissen in die Schule, als es vor Corona der Fall war. Was das für die Lehrer heißt kann man sich denken und die Lernkurve der Kinder wird wohl auch eher „flat“ verlaufen.

    • Mia 8. September 2022 at 8:37Antworten

      Logos
      8. September 2022 at 7:59Antworten

      Stimmt überhaupt nicht. Kinder lernen Sprachen unglaublich schnell.
      Aus eigener Erfahrung bei meinen Neffen (9) und Nichten (12) die zweisprachig sind. (Deutsch/ Englisch)
      Mit denen kann man sich fließend im beiden Sprachen unterhalten, sogar im Mix.
      Erwachsen tun sich schwer, nicht die Kinder

      • logos 8. September 2022 at 9:02

        Liebe schlaue MIa,
        da gebe ich Ihnen grundsätzlich sogar recht. Wenn die Kinder gut entwickelt, sprachgewandt und in einem fördernden Umfeld, weitgehend ohne psychische Belastungsfaktoren sind, dann lernen sie Sprachen schnell. Aber selbst die brauchen regelmäßigen Kontakt zu der erlernenden Sprache. Leider gibt es aber nicht nur die „Superkinder“ mit „Supereltern“, sondern viele Andere, die es nicht so fein haben, und die werden mehr.

      • Jens Tiefschneider 8. September 2022 at 9:46

        Das Mia wieder. Mal sehen, ob ihr gespritzer Nachwuchs auch weiterhin so schnell lernt.

      • Frühling 8. September 2022 at 9:47

        @logos. Gut gekontert. Mir geht es seit jeher gehörig auf den Zeiger, wenn Einzelbetrachtungen zum Standard erklärt werden. Am schlimmsten sind die gänzlich empathielosen. Deren Lieblingssatz, um sich mit nichts auseinandersetzen zu müssen lautet: „Ach Kinder, die stecken das doch weg.“

      • leontinger 8. September 2022 at 10:29

        Mia ich muss Ihnen in diesem Punkt zustimmen.
        Wir kamen Mitte 1977 beruflich für 1,4 Jahre nach England mein 2,5 Jahre alter Sohn kam in den Kindergarten und sprach in ganz kurzer Zeit englisch mit Hampshire-Akzent. Wir sprachen weiter deutsch mit den Kindern. Kinder sind Sprachgenies.

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