Im Krieg stirbt die Wahrheit zuerst.

13. April 2022von 10.4 Minuten Lesezeit

Seit Putins Einmarsch in die Ukraine ist wieder einmal jegliche Rationalität aus dem politischen und medialen Diskurs verbannt. Es regieren Moralismus und Schwarz-Weiss Denken. Eigentlich wie bei allen Themen, sei es Corona oder Klima. Aber im Umgang mit einer Atommacht ist moralbesoffenes Gutmenschentum noch ein wenig gefährlicher als sonst.

Nur für die Politiker und Medien des Westens (NATO/EU) ist alles klar. Putin ist ein größenwahnsinniger Irrer, ein unberechenbarer Kriegsverbrecher, körperlich und geistig am Ende, der Russland für imperiale Phantastereien ins Verderben stürzt. Er geht mit maßloser militärischer Gewalt gegen Zivilisten vor und scheut vor keiner Gräueltat zurück.

Die unschuldige Ukraine hingegen ist ein Ort der Lichts. Hier werden unsere Demokratie, unsere Werte heldenhaft verteidigt von einem Führer, den nur die Vorsehung zu dieser dunklen Stunde gesandt haben kann.

Ein militärischer Sieg Russlands muss mit allen Mitteln verhindert werden. Mit! Allen! Mitteln!

Für mich sieht das leider nach dem Hurrapatriotismus und der Begeisterung aus, mit dem die Völker Europas in den ersten Weltkrieg gestürmt sind. Sie wussten nicht, was sie erwartet.

Wenn der ukrainische Präsident Selenskij seinen Willen bekommt und die NATO oder die EU in den Konflikt ziehen kann, werden auch wir nicht gewusst haben, worauf wir uns einlassen. Einen totalen Krieg mit einer Atomweltmacht möchte ich jedenfalls vermeiden, nennt mich feig.

Darum würde ich gern die Propaganda hinterfragen, die uns täglich auf allen Kanälen präsentiert wird. Propaganda, so heißt die Verbreitung von Information in Kriegszeiten. Weder die Ukraine noch Russland, weder unsere Medien noch die verbotenen russischen, berichten neutral und ohne ein Ziel damit zu verfolgen.

Den Krieg mit der Ukraine haben alle handelnden Akteure seit Jahren kommen sehen. Jede Partei ist sehenden Auges in diesen Krieg gelaufen, weil sie dachte, damit ihre Interessen durchsetzen zu können. Eine andere banale Wahrheit. Staaten haben Interessen, keine Moral.

Wer das Handeln anderer Mächte betrachtet, wird drauf kommen, dass Moral und Recht nie ein Maßstab für deren Agieren waren. Nie für die Beurteilung dieses Handelns durch Dritte.

Die USA und England haben 1953 den demokratisch gewählten iranischen Premier Mohammad Mossaddegh stürzen lassen (Operation Ajax, Operation Boot). Dessen Sünde: er hatte gegen die Interessen der Anglo-Iranischen Oil Company verstoßen. Die folgende Herrschaft von Schah Rezah Pahlewi führte direkt in die Iranische Revolution von 1979 und brachte mit Ayatollah Khomeini den Islamismus an die Macht. Im Iran-Irak Krieg, den Saddam Hussein 1980 begonnen hatte, standen die USA (und übrigens auch die Sowjetunion) auf Seiten des angreifenden Irak. Gegen diesen Saddam Hussein, den sie zuerst unterstützt hatten, führten die USA später zwei Kriege. Den Zweiten Irakkrieg 2003 begründeten die USA mit der Produktion von Massenvernichtungswaffen durch den Irak und den möglichen Angriff auf die USA. Dies wurde unter anderem mit Satellitenbildern belegt. Der offizielle Name für die Angriffsstrategie: Schrecken und Furcht (shock and awe). Der Einsatz massivster Gewalt (vorzugsweise als Luftschlag) um den Gegner zu demoralisieren. Das forderte allein im Jahr 2003 laut dem Irak Body Count Project 12.133 zivile Opfer. Der Irak ist seitdem nicht zur Ruhe gekommen, die Zahl der zivilen Opfer wird auf 208.000 (IBCP) bis 1.033.000 (ORB survey) geschätzt. Die Kriegsbegründung erwies sich als frei erfunden, die Satellitenbilder waren gefälscht.

Mir sind keine Sanktionen gegen die USA oder deren Verbündete bekannt.

Saudi-Arabien führt seit 2015 eine „Militärintervention“ im Jemen zur Unterstützung des durch die Huthi-Bewegung gestürzten Präsidenten Abdrabbuh Mansur (auch hier gibts eine lange Vorgeschichte). Die Huthis nennen sich selbst Ansar Allah und sind mit dem Saudi-Islamismus konkurrierende Islamisten. Human Rights Watch und Amnesty International beschuldigen Saudi-Arabien mehrerer Kriegsverbrechen, eine UN Schätzung geht bis 2021 von 259.000 zivilen Opfern in Folge des Konfliktes aus, 70% davon Kinder.

Mir sind keine Sanktionen gegen Saudi-Arabien oder dessen Verbündete bekannt. Im Gegenteil, wir hofieren die Scheichs, um moralisch böses Russengas durch moralisch gutes arabisches Gas zu ersetzen.

Der russische Angriff auf die Ukraine hat bis zum 03. April 2022 laut dem UN Hochkommissariat für Menschenrechte 1417 zivile Todesopfer gefordert. Auch wenn sicher nicht alle Fakten bekannt sind, steht dies meines Erachtens nach in einem Widerspruch zum totalen Krieg, den Putin gegen die ukrainische Bevölkerung führen soll. Ebenso die russische Strategie. Wer die Ukraine ohne Rücksicht auf die Zivilbevölkerung vernichten will, schickt nicht seine Soldaten in einen verlustreichen Straßenkampf sondern bombardiert Kiew aus der Luft und pflanzt dann seine Fahne auf die Ruinen.

Ich spreche keiner Armee der Welt die Fähigkeit ab, Kriegsverbrechen zu begehen. Mir fallen sogar wenige Konflikte ein, in denen keine Gräueltaten begangen wurden. Teils von Menschen, die vor dem Krieg keine Monster waren. Aber diese Monster gibts es auf allen Seiten. Was den Russen die tschetschenischen Spezialeinheiten des Islamisten Ramsan Kadyrow sind den Ukrainern die Nazifanatiker des Azov Regiments. Und zum Umgang mit Menschen, die mit den Russen zusammenarbeiten hat sich Präsident Selenskij mehrmals klar geäußert. So sagte er am 13. März 2022 in einer Videobotschaft „Kollaborateure und Unterstützer Russlands … unterschreiben damit ihr eigenes Urteil“. „Das Urteil lautet, mehr als 12.000 (getöteten) Besatzern zu folgen…“ – ein Todesurteil. Wenn dann eine pro ukrainische Nachrichtenseite wie LB.ua am 02. April meldet, laut der ukrainischen Nationalpolizei hätten Spezialeinheiten mit einer Säuberungsaktion („clearing operation“) in der Stadt Bucha begonnen, um die Stadt von „Saboteuren und Kollaborateuren“ zu säubern, dann wüsste ich gerne, was mit den „Saboteuren und Kollaborateuren“ passiert ist. Ausweisung nach Russland, Besserungslager oder Schuss in den Hinterkopf? Weder von Russland noch von der Ukraine sind zu Kriegsverbrechen ehrliche Antworten zu erwarten.

Was in diesem „totalen Krieg“ Russlands gegen die Ukraine auch interessant ist, sind die weiter laufenden Zahlungen Russlands an die Ukraine für den Gastransit. Selenskij fordert vom Westen (neben schweren Waffen und NATO Unterstützung) einen Boykott russischen Gases. Aber die Ukraine leitet doppelt soviel russisches Gas nach Europa wie vor Kriegsbeginn. Am 31. März 2022 leitete die Ukraine laut dem Gazprom Sprecher Sergej Kuprianow 109,5 Millionen Kubikmeter Gas durch die ukrainischen Leitungen, das maximal Mögliche. Vor Kriegsbeginn lag die Auslastung oft bei unter 50%. Die Ukraine verdient 2,66 USD pro 1000 Kubikmeter und 100 Kilometer Gastransport und erhält damit jährlich bis zu 2.9 Milliarden USD. Diese Zahlungen laufen weiter. Der Gastransport läuft weiter.

Eventuell sollten wir den Einmarsch Russlands in die Ukraine nicht als einen Kampf des absolut Guten gegen das absolut Böse lesen. Sondern eher als einen Konflikt der Grautöne. Einen Konflikt oligarchischer Kleptokratie gegen Kleptokratie des Oberoligarchen. Die Ukraine lag im Korruptionsindex von Transparency International 2021 auf Platz 122 von 180 Ländern. Hinter Kolumbien und Kasachstan. Und hinter Ungarn, das unter dem Gottseibeiuns der woken EU Bürokratie, Viktor Orban, auf Platz 73 liegt.

Die Ukraine wird geführt von einem Präsidenten, der seine Popularität im Fernsehsender des ukrainischen Oligarchen Igor Kolomojski erwarb. Dessen Wahlkampf von Igor Kolomojski finanziert wurde, der auch das Azov Regiment finanzierte. Neben anderen Freiwilligenregimentern. Der vor der Zwangsverstaatlichung seiner „PrivatBank“ wegen Milliardenbetrugs an Selenskij´s „Kwartal95“ steuerfreundlich 41 Millionen USD überwies, wie in den Panama Papers nachzulesen war. Dieser Oligarch wird nicht nur seit 2014 von Moskau per Haftbefehl wegen – unter anderem – organisierten Verbrechens und Mordes gesucht, auch in den USA wird seit 2019 gegen ihn ermittelt, was 2021 zu einem Einreiseverbot führte. Präsident Selenskij machte dann nach seiner Wahl den Anwalt Kolomijski´s, Andri Bogdan, der auch den Wahlkampf geleitet hatte, zu seinem Stabschef.

Über die politische Landschaft der Ukraine könnte ewig weiter geschrieben werden. Die Essenz: Oligarchen halten sich Politiker und setzen diese zur Durchsetzung ihrer Interessen ein. Wenn das nicht reicht, werden Privatarmeen, pardon, „Freiwilligenregimenter“ auf den Weg geschickt. Es geht um Geld, Banken, Öl und Gasförderer, Pipelinebetreiber und andere Industrie. Ein großer Teil dieser Industrie und damit das Interesse der Oligarchen liegen im Osten der Ukraine. In den von Russland inzwischen als „unabhängig“ anerkannten Gebieten, in denen die Menschen russisch sprechen und sich großteils Russland zugehörig fühlen (Anteil der russischen Muttersprachler in Donezk 74,90%, in Luhansk 68,80%. Quelle Wikipedia). Kommen diese Gebiete unter russische Kontrolle, drohen den Oligarchen Verluste. Dann übernimmt die Konkurrenz.

Aber es geht nicht nur um Geld. Es geht auch um Macht und Einflusssphären. Die Maidan Revolution 2013/14, die von den USA und der EU finanziert und befördert wurde, führte zum Sturz des prorussischen Präsidenten Viktor Janukowitsch. Peter Scholl-Latour dazu damals im ZDF „ … die Agenten der CIA, als NGOs getarnt, haben in Kiew eine systematische Subversion des bestehenden Regimes betrieben“. Die Bevölkerung wollte weniger Korruption, mehr Demokratie und ein besseres Leben. Was sie bekam, war eine Regierung unter Einbindung rechtsextremer Russenfresser der Swoboda Partei. Und ein hartes Vorgehen gegen die prorussischen Separatisten. So berichtete die BBC am 19. November 2014 von über 4.000 Toten in der Ostukraine. Weite Teile der Bevölkerung hatten kein Wasser, weil Wasserwerke beschossen worden waren. Präsident Petro Poroschenko unterschrieb ein Dekret, das jegliche staatliche Unterstützung für die Bürger in Donezk und Luhansk unterband. Keine Pensionszahlungen, keine Geld für Schulen oder Krankenhäuser. Die Politiker von NATO und EU sahen in diesem Vorgehen keinen Verstoß gegen ihre Werte. Obwohl die Trennung von Tschechei und Slowakei vorgemacht hatte, wie sich zwei Bevölkerungsgruppen eines Landes friedlich trennen können.

Ein weiterer allen Teilnehmern bekannter Kriegsgrund war die NATO Osterweiterung. Als Gegenleistung für die Zustimmung der Sowjetunion zur deutschen Wiedervereinigung sicherten der deutsche Kanzler Kohl und der amerikanische Außenminister Baker dem sowjetischen Präsidenten Michail Gorbatschow zu, die NATO werde sich nicht über das Gebiet des ehemaligen Westdeutschland hinaus erweitern. Wie wir alle wissen, hat die NATO sich erweitert. Man kann natürlich auf dem moralisch korrekten Standpunkt stehen, jedem Land stehe es zu, seine Bündnisse frei zu wählen. Nur, so funktioniert Großmachtpolitik nicht. Im realen Leben hat die USA der Sowjetunion mit einem Atomkrieg gedroht, sollten Raketen auf Kuba stationiert werden. Oder Chiles Salvador Allende weg geputscht, um Augusto Pinochet zu installieren. Großmächte denken in Einflusssphären. Jeder wusste, Russland kann es unmöglich akzeptieren, wenn die NATO auf ukrainisches Gebiet vordringen will. Als Nachbar einer Großmacht können sie nicht einfach beschließen, dem Militärbündnis der Konkurrenz beizutreten. Moralisch nicht perfekt, aber so ist die Welt. Und dennoch unterhält die NATO seit 1997 Beziehungen zur Ukraine. Schon 2005 sollte ein Aktionsplan mit dem Ziel der Mitgliedschaft der Ukraine abgeschlossen werden. Was dann unter anderem die russische Schwarzmeerflotte, die auf der Krim stationiert war, betroffen hätte. Am 09. März 2018 hat die NATO die Ukraine in den Status eines Beitrittskandidaten („aspirant country“) gehoben und die USA dachten über Waffen für die Ukraine nach. Wie hätten die USA reagiert, wenn die Sowjets in Mexiko eine kommunistische Regierung an die Macht gebracht und über eine Lieferung sowjetischer Waffen nachgedacht hätten?

Das einzig rational denkbare Ende für den Ukraine Krieg ist ein Anschluss von Krim, Donezk und Luhansk an Russland und eine immerwährende Neutralität der Westukraine nach Schweizer Muster. Die Alternativen sind Afghanisierung (ewiger Bürgerkrieg) oder dritter Weltkrieg. Der ukrainischen Bevölkerung ist mit weiteren Waffenlieferungen und einem Stellvertreterkrieg auf ihrem Territorium nicht gedient. Ich sehe keinen Sinn darin, für die NATO Osterweiterung und unsere ach so überlegene Moral noch mehr Menschen sterben zu lassen.

Im Übrigen konzentriert sich die NATO auf den falschen Gegner. Nicht Russland erhebt den Anspruch, die kommende Führungsmacht des Planeten zu sein, sondern China.

Abschließend zum Ausstieg aus dem „Russengas“, der von moralisch korrekten Politikern gefordert wird. Laut Informationsblatt des Europäischen Parlaments aus dem Jahr 2019 werden 25% des europäischen Energieverbrauchs durch Erdgas gedeckt. 47% davon kommen aus Russland. Die russischen Pipelines haben eine Kapazität von 175 Milliarden Kubikmetern pro Jahr. Die Tankschiffe, die diese Mengen durch Flüssiggas (LNG) aus den USA oder arabischen Ländern ersetzen sollen, haben eine Kapazität von 150.000 Kubikmetern (1 m³ LNG = 600 m³ Gas bei 1 bar). Wir haben weltweit weder die Tankschiffe, noch die Verflüssigungskapazitäten und in der EU nicht ausreichend Anlandeterminals um die russischen Pipelines durch LNG Lieferungen zu ersetzen. Ohne Gas hätten wir dann in Europa endlich die von den Grünen herbeigesehnte „angebotsorientierte Energieversorgung“, also afrikanische Zustände. Die Politik sollte so ehrlich sein, das den Menschen zu sagen.

29 Kommentare

  1. Oskar Krempl 14. April 2022 at 11:25Antworten

    @Kurt: Ja die Geschichte mit Saddam’s „Anfrage“ ist mir bekannt. Die Iraker hatten die Konversation mitgeschnitten und sie später veröffentlicht.
    Was ich aber nicht weiß und da könnten Sie mir eventuuell weiter helfen. Was ist später aus der Botschafterin geworden? Der Hintergrund meiner Frage ist folgende Überlegung: Wenn es eine Falle der amerikanischen Regierung war, dann sollte sie nachher die Leiter rauf gefallen sein (als Belohnung). Wenn es eine Überschreitung ihrer Kompetenzen war, sollte es einen Karriereknick bewirkt haben.

  2. kdm 14. April 2022 at 8:37Antworten

    „Ukraine lag im Korruptionsindex von Transparency International 2021 auf Platz 122 von 180 Ländern.“
    .
    Was ist der Maßstab?
    Ist Nr. 1 der Korrupteste und 180 der Sauberste? Oder ungekehrt?

    • Harald Eitzinger 14. April 2022 at 10:33Antworten

      Schade dass der Platz Österreichs nicht erwähnt wurde, denn der dürfte um ein paar Plätze schlechter sein als kolportiert!

  3. Oskar Krempl 14. April 2022 at 1:03Antworten

    Hmm wie jeder Apologet von Putin gehen Sie höchst selektiv mit der Wahrheit um. Das Passende wird zitiert, das nicht Passende verschwiegen.
    Nun mal der Reihe nach:
    1) Im Bild oberhalb ihres Textes steht „The city is being cleared from saboteurs and accomplices of Russian forces“. Laut Collins English Dictionary: „Someone’s accomplice is a person who helps them to commit a crime.“ Sie übersetzen dies subtil falsch mit Kollaborateuren (ob dies absichtlich oder aus Unkenntnis passiert ist eine offene Frage).
    2) „Ein militärischer Sieg Russlands muss mit allen Mitteln verhindert werden. Mit! Allen! Mitteln! “ Offensichtlich halten Sie uns für so geistig derangiert, das Sie eine Wiederholung in Form von Agitprop brauchen, um uns Ihre Aussage gleichsam ins Gehirn hämmern zu müssen.
    3) Selenskij verlangt weder von NATO noch EU einen Kriegseintritt. Er begnügt sich mittlerweile mit entsprechenden Waffenlieferungen, welche sehr wohl in unserem Interesse sind, wenn man bedenkt, dass mittlerweile offen im russischen Staatsfernsehen die völlige Annexion von Litauen, Estland & Lettland bzw. die teilweise Annexion von Polen & Schweden diskutiert wird. RIA Novosti ruft in einem Artikel zur Zerstörung der Ukraine auf, sie beschuldigt auch den kompletten Westen als geistigen Urheber und quasi Zieheltern des angeblichen Nazitums der Ukraine. Russland hat mittlerweile Finnland mehrfach und Kasachstan einmal gedroht. Letzteren weil es diese wagen eine Außenpolitik jenseits russischer Vorstellungen zu betreiben. Diese Tatsachen unterschlagen Sie bewusst.
    4) Genauso bewusst unterschlagen Sie das Budapester Memorandum von 1994. Damit hat sich die Ukraine von der Position als drittgrößte Atommacht der Welt freiwillig in einen Staat ohne atomare Waffensysteme zurück gestuft. Initiert wurde es auf Betreiben der USA, welche das nötige Geld zur Verfügung stellte, weil es die Anzahl der Länder mit atomaren Waffensystemen nicht erweitert sehen wollte. Dafür wurde die Existenz der Ukraine in ihrigen damaligen Grenzen als souveräner Staat von den Signatarmächten garantiert.
    Ich zitiere mal:
    „Mit dem »Budapester Memorandum« verpflichteten sich die USA, Russland und Großbritannien (China und Frankreich legten abgeschwächte Versionen ab) in drei getrennten Erklärungen, die politische und wirtschaftliche Unabhängigkeit sowie die existierenden Grenzen von Weißrussland, der Ukraine und Kasachstan zu respektieren. Im Gegenzug sollen diese Länder auf den Besitz von Nuklearwaffen verzichten.“
    Ein paar Jahre später hat dann Russland nochmals die Ukraine über den Tisch gezogen (Aufgabe von strategischen Waffensystemen gegen Geld bzw. Streichung von Schulden).
    Ja im Lichte von historischer Großmachtspolitik war es von der Ukraine reichlich naiv auf Garantien von einem Fetzen Papier zu setzen.
    5) Sie unterschlagen auch, dass es eine wirtschaftliche Komponente für die Annexion der Krim gibt, nämlich die zahlreichen offshore Vorkommen von Öl und Gas, welche die Ukraine nicht nur aus der Abhängigkeit Russlands geführt, sondern dieses sogar zu einem Petrolstaat gemacht hätte.
    6) Wenn Sie schon historische Verbrechen der USA und Großbritanniens zitieren, dann bitte vollständig, plus auch die der UdSSR und der russischen Föderation. Aber letztendlich ist dies keine Freikarte für weitere Verbrechen von Großmächten bzw. von solchen, die sich dafür halten.
    7) Wie „schonend“ die russische Armee vorgeht kann man ja den Berichten der Zivilbevölkerung, welche zeitweise von ihnen „befreit“ wurden bzw. den Bildern von Mariupol und anderen Städten entnehmen.
    8) Azov mit Kadyrow zu vergleichen ist schon ziemlich dreist.
    9) Tschetschenien war ja auch so ein wunderbares Beispiel, wie Russland Unabhängigkeitsbestreben schätzt.

    Ich könnte diese Aufzählung noch beträchtlich erweitern, aber was solls. Die angeführten Punkte Punkte reichen mir, um zur Conclusio zu kommen, dass sie entweder schlampig recherchieren oder absichtlich selktiv vorgehen. Suchen Sie sich den passenden Schuh aus.

    • Steve Acker 14. April 2022 at 13:40Antworten

      zu Punkt 1.
      Viel bemerkenswerter als mögliche Übersetzungsfehler finde ich folgendes:
      – am 30.3 ziehen die Russen ab
      – am 31.3 berichtet der Bürgermeister erfreut dass sie weg sind.
      – am 2. 4. diese Meldung in LB.Ua über die Säuberungsaktionen.
      – am 3. 4. findet man viele Leichen auf den Strassen. Viele haben eine weisse Armbinde…..

      • Florian 14. April 2022 at 15:41

        Die Satelitenbilder nicht gesehen wo die Leichen genau dort liegen wo sie aufgefunden wurden und zwar vor dem Abzug der Russen.
        Ist alles Bestens dokumentiert. Das hilft auch keine Russische Propaganda mehr.

      • Steve Acker 14. April 2022 at 23:35

        Schon seltsam, dass man erst nach 4 Tagen merkt, dass die Strassen voller Leichen sind.

  4. Kurt 13. April 2022 at 23:36Antworten

    Der erste Irak Krieg war ja wegen Kuwait.
    Was kaum einer weiss.
    Saddam fragte die USA zuvor was sie machen würden wenn er in Kuwait einmarschieren würde,die Antwort waer:Wir mischen uns nicht in fremde Angelegenheiten ein…Erstens natprlich ein Witz aber zweitens:In der Diploamtensprache heisst das doch eher:Ist uns egal…Hätten sie gesagt das sie Kuwait helfen werden,wäre Saddam wohl gar nicht einmarschiert.

  5. Martin Gödickemeier 13. April 2022 at 20:52Antworten

    Bisserle polemisch der Artikel. Die Ukraine hat sich seit 2014 im Ranking von Treansparency International seit 2014 (!), wo sie noch hinter Russland lag stark verbessert. Liegt aber noch immer auf dem schwachen 122. Rang.
    Warum verschweigt uns der Autor, dass sich Russland im gleichen zeitraum auf den 136. Rang verschlechtert hat?

  6. Franz M 13. April 2022 at 18:40Antworten

    Danke für die sehr korrekte, beide Seiten betrachtende Darstellung.
    Ich kann es nicht verhindern, diese Tatsachen mit Spekulationen zu verbinden.
    Aktuell gibt es unerklärbare Nachbestellungen des ach so wirksamen und sicheren
    Covid-Impfstoffes von BionTec/Pfitzer aus Österreich und Deutschland. Fast
    100 Mio Dosen zum aktuell um ca. 25 % erhöhten Vorzugspreis von rund 20 € je Dosis.
    Alleine der Preisaufschlag für die beiden Bestellungen ergibt die neu zugesagte
    Finanzierungshilfe der EU für Waffen an die Ukraine.
    Also, ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass die Steuerzahler in Österreich
    und Deutschland eine unfreiwillige Kriegsanleihe für die Ukraine am Hals haben.
    Weil auch Wahnsinnige gelegentlich helle Momente haben und erkennen, daß es nicht
    ausreichend viele Arme geben wird, um diese Impfungen zu verbrauchen.

    • alexandrabader 14. April 2022 at 7:24Antworten

      Es gibt einen einfachen Weg, sich zu positionieren, denn das Netzwerk Putins ist auch in Österreich einflussreich und muss geoutet werden, es ist auch die Erklärung für Nehammers Besuch bei Putin. Die meisten denken nicht daran, dass es eine verdeckte Vorgangsweise gibt, um immer mehr Einfluss zu gewinnen..

      https://alexandrabader.wordpress.com/2022/04/12/nehammer-meets-putin/

  7. Pfeiffer C. 13. April 2022 at 18:25Antworten

    Die Leitmedien, wieder einmal, befeuert von 3 großen Nachrichtenagenturen: Ganz viel Meinung ohne viel Ahnung –

    Dass Russland keinerlei aggressiven Absichten hat, ist nicht irgendeine blühende Fantasie oder russische Propaganda, das hat einer der mächtigsten Think Tanks der USA, die RAND-Corporation, schon 2019 in einer Studie herausgearbeitet. Darüber war man in den USA aber nicht etwa erfreut, man war stattdessen verärgert und hat sich daher Gedanken gemacht, wie man Russland so reizen kann, dass es endlich einmal aggressiv reagiert:

    Vor geraumer Zeit hat die RAND Corporation das Strategiepapier mit dem Titel „Russland überdehnen und aus der Balance bringen“ („Overextending and Unbalancing Russia“) veröffentlicht:

    Darin sagen die USA ganz offen, dass ihnen das Töten in der Ukraine Vorteile bringt, weil es für Russland Probleme schafft.

    In der Strategie der RAND-Corporation war unter anderem enthalten, Russland mit der Stationierung von Atomwaffen nahe seiner Grenzen zu reizen. Zur Ukraine konnte man in der Studie der RAND-Corporation schwarz auf weiß lesen, dass die USA keinerlei Interesse an einem Frieden im Donbass haben, sondern den Krieg dort nach Belieben nutzen wollten, um Russland zu reizen und Kosten für Russland zu erzeugen.

    Der ukrainische Präsident Selensky hat Ende Februar auf der Münchner Sicherheitskonferenz offen mit der Entwicklung und Stationierung eigener Atomwaffen in der Ukraine gedroht. So etwas sagt ein Präsident nicht einfach so aus einer Bierlaune heraus.

    Damit war eingetreten, was die RAND angestrebt hat: Russland verhindert es militärisch.

    „Der US Diplomat und Historiker George F. Kennan (ein Falke) prophezeite schon im Febr. 1997 in der NYT unter dem Titel „A fateful error“:

    Eine NATOerweiterung wäre der verhängnisvollste Fehler der US Politik in der gesamten Ära nach dem Kalten Krieg. Eine Osterweiterung werde nicht nur die nationalistischen, antiwestlichen und militaristischen Tendenzen in RU anheizen und damit negative Auswirkungen auf die RU Demokratieentwicklung haben sondern auch die Atmosphäre des Kalten Krieges in die Ost-West-Beziehungen zurückbringen.

    Ein Vierteljahrhundert später bleibt damit die Frage aktuell, was der Westen dazu beigetragen hat, daß ein „höchstunwahrscheinlicher Konflikt“ keine Phantasterei, sondern Realität ist“.

    Quelle: Le Monde diplomatique – März 22

    Wertewestliches Narrativ: Unnötiges RU-Säbelrasseln, unnötiger Krieg…“weil Russland seine Bevölkerung oder staatliche Integrität nicht schützen muss“…

    Ach wirklich? Die Ukraine z.B. mit Atomwaffen (NATO hin oder her), wo früher oder später so eine neue Art von Ukraine-Taliban (Asow) die Hand auf den vielen roten Knöpfen drauf haben? Mit einer Vorwarnzeit für Moskau von unter 2 Minuten?

    Russlands Krieg ist inakzeptabel, der Weg, der dahin führte (schon vor 2014) und wer den betrieb aber genauso!

    Analog die Wahrheit: Die ist nicht das erste Opfer des Krieges, sondern schon lange vorher, in der jahrelangen Kriegsanbahnung!

    Putin forderte noch Ende 2021 Russlands Sicherheitsinteressen ein, klar und deutlich! Der transatlantische „Deep State“ reagierte mit „Nix sehen – hören – reden -“

    Wenn Europa in 20 Minuten für immer atomar verdampft ist alles zu spät! Also: Die „Ukrainische Freie Welt“ (Marionetten-Selenskys Vernichtungsprofiteure?) brauchen keine schweren Waffen / Flieger / ff

    Unsere, nochmals: U-n-s-e-r-e freie Welt braucht lediglich einen Verhandlungstisch und gegenübersitzende Verhandlungsteilnehmer die nicht vergessen haben:

    „Der Krieg kennt keine Sieger“ –

  8. Florian 13. April 2022 at 18:25Antworten

    Herr Veber:

    „In der EU gibt es keine Anlandeterminals für Flüssiggas“
    Wo haben sie denn das her ?

    Es wäre wünschenswert wenn sie vor einer Veröffentlichung etwas besser recherchieren würden.

    Über 23 Anlandeterminals für Flüssiggas gibt es in der EU.
    Die Kapazität liegt bei 200 Milliarden m3 / Jahr.
    Richtig ist nur dass Deutschland keines hat.

    • Harald Eitzinger 14. April 2022 at 10:41Antworten

      Wie naiv diese EU doch ist, von einer Abhängigkeit in die andere! Stehen erst einmal die anlandeterminals und sind die Gas-Lieferverträge mit den Amis fixiert, so kann man sicher sein, dass diese ungeniert an der Preisschraube drehen und damit ihrem Ziel Europa zu schaden einen weiteren Schritt näher sind. Was mich zu dieser Vermutung führt ist die Tatsache, dass die Amis einerseits die EU zu immer schärferen Sanktionen drängen, während sie selbst ihre Ölgeschäfte mit Russland intensivieren! Das kann ich nur den Spruch von VdB abwandeln und sagen, so sind sie halt!

    • Steve Acker 14. April 2022 at 11:13Antworten

      Wieviel Anlandeterminals wären denn in Deutschland nötig, um die gleiche Mengen wie das Russengas zu bewätligen ?

  9. Taktgefühl 13. April 2022 at 17:44Antworten

    Wo Politik „alternativlos“ ist, ist die Krise zuhause. Der Kipppunkt liegt schon lange hinter uns. Jetzt geht es nur noch darum, Hinterlassenschaften zu vertuschen. Und weil der Schuldige bereits festeht, müssen wir annehmen, die Nazis haben bis Mittwoch letzte Woche regiert, und die Geschichte noch mal umschreiben.

  10. Eispickel 13. April 2022 at 17:32Antworten

    Die OSZE hat eine aktuelle Stellungnahme zu den Kriegshandlungen in der Ukraine veröffentlicht: https://www.osce.org/odihr/515868

    Die Zusammenfassung steht auf Seite 87. Auch wenn es (noch) kein Völkermord ist, so sind die Belege für Kriegsverbrechen der russischen Besatzer doch er- und bedrückend.

    Da die OSZE im Februar neutral aus dem Donbass (und pro-russisch) berichtet hatte, darf man ihr auch hier Neutralität unterstellen.

  11. P.H. 13. April 2022 at 17:31Antworten

    Niemand hat das Recht einen Krieg, noch über andere zu bestimmen. Meine Oma hatte viele Giftzwerge im Garten. Doch standen nicht lange dort. Einer starb nach dem anderen. Was mich an die verschiedenen seltsamen Vögeln (in der Verganheit) in der Regierung erinnert. Gern bestückt man sich mit Supermacht. Leider ist das ein Wunschdenken. Denn jede Möchtegern Supermacht stirbt immer. Es wurde sehr oft in der Vergangenheit deutlich gezeigt. Ägypten, Rom, Chinas Kaiserreich und jetzt Russland. Es gibt Faktoren, die jedes Imperium in den Untergang treiben. Das lässt sich daraus Ableiten. Rücksichtslosigkeit wird oft unterschätzt. Die Lakaien führen seine Befehle aus – obwohl sie wissen, dass der Krieg in der Ukraine Russland größten Schaden zufügt. Das Imperium zerbricht an den Trugbildern seines Alleinherrschers. In dem autokratisch regierten Land wird die Bevölkerung systematisch über die Pandemie und Krieg belogen.Und wer zu fest an seinen Traditionen festhält, kann leicht an seinen Traditionen ersticken. Während Putin der Vergangenheit nachjagt, schiebt er seit Jahren wichtige Reformen auf. Das ist der Anfang vom Ende des Imperiums. Der Lügen-Faktor hat keinen Bestand. Die Wahrheit kann man nicht verheimlichen. Selbst inzwischen täuscht Putin das Volk über die wahren Zahlen gefallener russischer Soldaten. Er will seine eigene Wahrheit erschaffen. Doch die Geschichte zeigt: Deart große Lügen können Weltmächte in den Selbstmord treiben. Es ist der Anfang vom Ende seiner Herrschaft, er wird ihn zu Fall bringen. Er kann Russland für eine Zeit zum Gefängnis machen. Aber sein Imperium ist damit gestürzt. Das zeigte die Geschichte der Chinesen – das Reich ging unter. Wir kenne die Lügen. Die Regierung und Mitläufer belügen immer das Volk und es wird sich nie ändern. Außer man bleibt immer sehr, sehr, sehr Wachsam.

    • Steve Acker 14. April 2022 at 23:33Antworten

      Wenn Sie von untergehenden Imperien schreiben, da ist der Westen voll dabei.
      Allein schon wenn man daran denkt dass hier allen Menschen Zwangsimpfungen im Dauermodus aufgedrückt werden sollen, die , wie sich immer mehr zeigt, die Bevölkerung gesundheitlich schädigen, und dezimieren werden.
      In letzter Zeit viele plötzliche Todesfälle in der US armee, zb.

  12. Florian 13. April 2022 at 17:19Antworten

    „Putin ist ein größenwahnsinniger Irrer, ein unberechenbarer Kriegsverbrecher, körperlich und geistig am Ende, der Russland für imperiale Phantastereien ins Verderben stürzt. Er geht mit maßloser militärischer Gewalt gegen Zivilisten vor und scheut vor keiner Gräueltat zurück.“

    Dem stimme ich vollinhaltlich zu.
    Allerdings ist das nicht neu. Vergewaltigung, Raub und Branschatzung sowie Hinrichtung von Zivilisten scheint bei der Russischen Armee schon immer Satus Quo zu sein.
    Aber nein, die Russen bombadieren keine zivilen Objekte. Die zerstörten Wohnblöcke und Häuser sind ganz von alleine explodiert und haben sich dann selbst entzündet.
    1500 Raketen hat Russland bisher auf die Ukriane abgefeuert. Soviele miliärische Ziele gibt es in der Ukranie gar nicht.

    • Taktgefühl 13. April 2022 at 17:46Antworten

      Jetzt kommen die Aufklärer von der Tagesschau.

    • Hans im Glück 13. April 2022 at 18:28Antworten

      „Putin ist ein größenwahnsinniger Irrer, ein unberechenbarer Kriegsverbrecher, körperlich und geistig am Ende, der Russland für imperiale Phantastereien ins Verderben stürzt“

      Dem stimme ich absolut NICHT zu. Wenn ich dem zustimmen sollte, dann nur, wenn die moralische Messlatte auch für amerikanische Präsidenten angelegt wird. Ich bin nett und beschränke mich auf die die Zeit des 20. Jahrhunderts und danach.

      Die Doppelmoral, die durch den Blätterwald rauscht, ist so ekelerregend wie die C19 Berichterstattung. Die Ausgewogenheit geht synchron dazu einher. Und da kann ich es nicht besser ausdrücken als der Verfasser des Artikels: „Aber im Umgang mit einer Atommacht ist moralbesoffenes Gutmenschentum noch ein wenig gefährlicher als sonst“

      Österreich und D(ummland) erinnern an die Maus die eine Faust macht und Putin anraunzt: „Willst fegen Kleiner?“ Sowas kann auch mit gewaltig aufs Maul quittiert werden. Und wozu? Zu Recht!.

      • brigbrei 14. April 2022 at 17:01

        „Putin ist ein größenwahnsinniger Irrer, ein unberechenbarer Kriegsverbrecher, körperlich und geistig am Ende, der Russland für imperiale Phantastereien ins Verderben stürzt. Er geht mit maßloser militärischer Gewalt gegen Zivilisten vor und scheut vor keiner Gräueltat zurück.“

        Das ist übelstes Russland-/Putin-Bashing – und passt für mich in die Kategorie Brandstifter. Unglaublich, dass so viele kein Hintergrundwissen haben und sich nach Tagesschau-Manie(r) der Russophobie schuldig machen. Und wer so schreibt, ist selbst geistig am Ende.

        Vielleicht machen Sie sich hier mal schlau(er): Vortrag vom 26.03.2022 von Doris Pumphrey, Aktivistin in der Friedenskoordination (Friko), Berlin – Veranstaltung der Regionalgruppe RotFuchs Bernau bei Berlin
        https://www.freidenker.org/?p=12515

        Zum Schluss möchte ich den sehr geschätzten Journalisten Uli Gellermann ( https://www.rationalgalerie.de/ )
        zitieren: „Der Russe ist Schuld. Woran auch immer. Das ist die eingängige wie brutale Fortsetzung der bösen Legende vom russischen Untermenschen.“

  13. Thomas Holzer 13. April 2022 at 17:18Antworten

    Man bedenke auch, daß erst im Januar dieses Jahres in der Ukraine ein Gesetz verabschiedet wurde, welches die Verwendung der russischen Sprache massiv einschränkt, trägt auch nicht unbedingt zum gegenseitigen Verständnis bei

    • Florian 13. April 2022 at 17:22Antworten

      In Frankreich gibt es ein Gesetz zu Reinhaltung der Französischen Sprache. Deswegen übwerfällt auch niemand Frankreich

    • Michael R 13. April 2022 at 19:18Antworten

      Direkt vergleichbar mit dem Verbot der deutschen Sprache usw. durch die Italiener in Südtirol. Erst seit dort Gleichberechtigung mit der italienischen Sprache herrscht, ist dort auch Ruhe. Kein Volk, das schon viele Jahrhunderte in seinem Land lebt, lässt sich seine Sprache, seine Kultur verbieten.

    • alexandrabader 14. April 2022 at 7:41Antworten

      Warum wird Janukowitsch immer so unkritisch gesehen? Dass Gusenbauer für ihn lobbyierte, ist kein Zufall. Gusenbauer wurde dank Deripaska und Putin Aufsichtsratsvorsitzender der Strabag; auch Putin-Freund und Deripaska-Partner Siegfried Wolf gehörte dem AR an. Wolf förderte Sebastian Kurz und begleitete ihn nach Moskau; er förderte auch Rene Benko, dessen rechte Hand Gusenbauer ist.

      Wolf war AR-Vorsitzender der Sberbank Europe, einer aus den Osteuropa-Töchtern der Volksbanken gebildeten Tochter der Sberbank. Diese kooperierte mit Magna, wo Wolf CEO war, während die Sberbank Europe dann Benko Kredit gab. Man findet schon bei Wikipedia Hinweise auf den Geheimdiensthintergrund russischer Konzerne und Banken und kann dazu auch recherchieren. Es findet schon lange ein verdeckter Krieg statt, der auch für irrationales und schädliches Verhalten von Regierungen verantwortlich ist.

  14. federkiel 13. April 2022 at 16:11Antworten

    „Aber die Ukraine leitet doppelt soviel russisches Gas nach Europa wie vor Kriegsbeginn.“ Ähnliches hört ich schon öfters, da frage ich mich, wieso die Gasspeicher angeblich leer sind, geht doch Heizperiode zu Ende, der Gasverbrauch also sinkend sein müßte. Damit die Amis endlich fracking gas liefern können?

  15. magerbaer 13. April 2022 at 16:09Antworten

    Die Wahrheit stirbt nicht erst mit dem Krieg, sondern schon vorher, und je mehr die Seiten sich gegenseitig wie auch untereinander belügen, desto unmöglicher wird eine Beurteilung, wer jetzt wieviel Recht hat, wahrscheinlich sogar für die Geheimdienste. Je verlogener und undurchsichtiger das Ganze, desto eher kommt es dadurch zu Kriegshandlungen und Verhandlungsproblemen.
    Auch die vernebelte Entstehung und Verbreitung von existenten und möglichen Viren durch in diversen Ländern verstreute „Forschungslabors“ ist als dauerhaft bleibende Kriegsfährdung einzuschätzen, wenn es keine objektiv abgeklärten wissenschaftlichen Feststellungen dazu gibt und die sogenannten Experten zwecks Karriere offensichtlich angehalten sind, eher Irreführung als Aufklärung zu betreiben. Selbst die Forscher untereinander dürften inzwischen kaum noch erkennen können, wer ihnen jetzt etwas korrekt oder verlogen verdreht dargestellt hat.
    Wenn an falschen Stellen entschieden wird, was als richtig gelten soll und was nicht, wird nicht nur die Erforschung der besten Lösungen sabotiert, sondern auch immer mehr Menschenleben aufs Spiel gesetzt.

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