Zeitliche Zusammenhänge zwischen Impfstoff Bestellungen im südlichen Afrika und Omicron VoC-Deklaration

1. Dezember 2021von 2,9 Minuten Lesezeit

Einige internationale Organisationen sind sehr besorgt über die geringe Impfstoff-Annahme in Afrika. Und das, obwohl in Afrika schwierig ist irgendwelche Anzeichen einer Pandemie zu finden. Ob Omikron daran etwas ändern kann? Jedenfalls gibt es originelle zeitliche Zusammenhänge.

Wegen Omikron haben viele Länder Landeverbote für Flüge aus dem südlichen Afrika verhängt. Sieht man sich die Daten an, wäre es verständlicher, wenn die afrikanischen Staaten Landeverbote für Flieger aus der EU verhängen würden.

Die Südafrikaner reagierten auf die Landeverbote und Reisewarnungen wenig erfreut, haben sie jetzt die touristische Sommersaison. Die South African Medical Association (SAMA) erklärte, die neue Omicron-Variante des Coronavirus führe zu einer milden Erkrankung ohne auffällige Syndrome, und wies den Hype um das Virus zurück, als mehrere Länder Flugverbote für afrikanische Länder verhängten.

„Ja, es ist übertragbar, aber im Moment wissen wir als Mediziner nicht, warum so viel Wirbel darum gemacht wird, da wir es noch untersuchen“, wurde Angelique Coetzee, die Vorsitzende der SAMA, von der Nachrichtenagentur Sputnik zitiert.

WHO Erklärung zu Omikron

Die WHO gab am 26. November die Erklärung ab, mit der Omikron zur Variant of Concern (VoC) erklärt wurde und eine ganze Reihe von Maßnahmen empfohlen wurden. Die Geschwindigkeit, mit der die Omicron-Variante als VoC eingestuft wurde, war schwindelerregend. Etwas mehr als zwei Wochen vergingen seit den ersten bekannten Infektionen in Botswana und Südafrika. Im Gegensatz dazu steht die Delta-Variante, die derzeit in Europa und vielen anderen Teilen der Welt vorherrscht. Diese Variante wurde erstmals im Oktober 2020 in Indien gemeldet, aber obwohl sie einen enormen Anstieg der Fälle in diesem Land verursachte, erhielt sie erst mindestens sechs Monate später den Status eines VoC.

Aber vorher sind einige andere Ereignisse vorangegangen.

Namibia, das nur zu 10 % geimpft ist, vernichtet jetzt wie Reuters meldet aufgrund der geringen Nachfrage abgelaufene Impfstoffe. Zufällig gab es in Namibia seit drei Monaten im Wesentlichen keine Covid-Fälle oder Todesfälle mehr. Die Meldung in Reuters erschien am 25.11., einen Tag vor der Deklaration von Omikron zur VoC.

Noch einen Tag vorher, nämlich am 24. November, brachte Bloomberg die Titelzeile: South Africa Asks J&J, Pfizer to Stop Sending Vaccines (Südafrika fordert J&J und Pfizer auf, die Lieferung von Impfstoffen einzustellen).

Südafrika hatte Johnson & Johnson und Pfizer Inc. gebeten, die Lieferung von Covid-19-Impfstoffen einzustellen, da das Land nun über genügend Vorräte verfügt. In der am weitesten entwickelten Volkswirtschaft Afrikas sind  35 % der Erwachsenen mit 2 Dosen geimpft, und das mehr als sechs Monate, nachdem die ersten Impfdosen der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt wurden.

„Wir haben über 16 Millionen Dosen im Land, das sind mehr als 150 Tage beim derzeitigen Verbrauch“, sagte Nicholas Crisp, stellvertretender Generaldirektor des Gesundheitsministeriums, vorige Woche per SMS.

Ein zeitlicher Zusammenhang ist natürlich keine Kausalität. Aber wir wissen, dass sich viele Organisationen und diverse Stiftungen von Milliardären  intensiv aber bisher vergeblich darum bemühen in Afrika mehr Menschen von Impfungen zu überzeugen. Die von den Mainstream Medien vorhergesagten Millionen von Sterbefällen sind jedenfalls nie eingetreten.

Bild von katja auf Pixabay

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4 Kommentare

  1. Fritz Madersbacher 1. Dezember 2021 at 15:07Antworten

    @Sven
    1. Dezember 2021 um 11:19 Uhr
    Das ist längst im Gange, federführend dabei wie üblich IWF (Internationaler Währungsfonds) und Weltbank. Problem dabei: die unumschränkte Vorherrschaft des „Westens“ ist vorbei, die glorreiche „Pandemie“ beschleunigt seinen (auch militärischen) Machtverfall, die Länder Afrikas beugen sich sichtlich nicht den (nach Selbsteinschätzung) „globalen“ Pandemie-Diktatoren …

  2. A-w-n 1. Dezember 2021 at 14:18Antworten

    Es ist merkwürdig wie auch hier, dass meines Ermessens die Artikel auch der kritischen und alternativen Medien nicht vollständig sind.

    Die Rate der Geimpften in Südafrika wird immer wieder unterschiedlich angegeben, hier mit 35% der Erwachsenen, lt. Our world in data 24.4% der Bevölerung, Unterschied ggf. die Kinder.

    Aber insbesondere diese Information fehlt zum Verständnis der Situation in Südafrika: https://www.groundup.org.za/article/blood-survey-finds-half-south-africans-have-likely-had-covid-19/

    Per Mai 2021 hatten schon im Landesdurchschnitt 50% der Erwachsenen unter 70 Jahren spezifische Antikörper gegen Covid (ohne Impfungen), nur natürliche Immunität einbezogen.

    Sogenannte ‚Infektionen‘ erhöhen ja alle die natürliche spezifische Immunität. Wenn Delta und nun Omikron sich ’schnel verbreiten‘, dann steigt eben die natürliche Immunität. Man habe ich den Eindruck, das ist genau was Pharma und Politik ’stört‘ und verhindern möchte: schnelle Ausbreitung natürlicher Immunität.

    Manche nennen dies ‚Durchseuchung‘ jetzt…

    Wenn man die 50% auf die ganze Bevölkerung von 60 Mio anwendet (Aeltere sind ja dort in der Minderheit, Kndern ggf. mit noch höherem Antikörperanteil), dann waren im Mai 2021 schon 30 Mio Menschen mit natürlicher Immunität und spezifischen Antikörpern, bis heute haben sie aber nur 2.97 Mio PCR Positive.

    Ich schätze das Stand heute locker 60-65% natürliche Antikörper haben dort, wenn nicht mehr.

    D.h. auch mit 25-35% Impfquote hat dort fast jeder natürliche oder ‚angeimpfte‘ Immunität…

    Dann braucht es auch keine sog. ‚Impfungen‘ mehr, warum sollen sie sich noch ‚Imfstoff‘ liefern lassen?

    Nur dass eben scheinbar lt. Pharma und Politik unbedingt sog. ‚geimpft‘ werdern soll, völlig losgelöst von medizinischen oder wissenschaftlichen Erkenntnissen und Tatsachen.

  3. Alter Pauker 1. Dezember 2021 at 13:07Antworten

    Der Beitrag verdient viele Leser! Offensichtlich ist der „Great Reset“ in Verzug geraten, daher boostert „man“ die Geschwindigkeit. Zwischen Omikron und Delta fehlen allerhand Buchstaben aus dem griechischen Alphabet. Habe ich was versäumt? Jaja, die Afrikaner, eine neue Variante im Sommer. Was die alles können!
    Spaß beiseite! Ich empfehle jenen, die die Bücher noch nicht gelesen haben:
    Naomi Klein: Die Schockstrategie
    Jaques Ellul: Propaganda
    Das bringt wirklich Licht ins Dunkel!

  4. Sven 1. Dezember 2021 at 11:19Antworten

    Ich prophezeie, dass man „Sanktionen“ und „Finanzhilfen“ für afrikanische Länder einführen wird um deren Nachfrage anzukurbeln.

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