
Investitionsboom in den USA, Deindustrialisierung in Europa
Es gibt einen großen Unterschied zwischen EU, insbesondere Deutschland, und USA. Deutschland und Europa sind in einem Strudel der Deindustrialisierung, in den USA boomen die Großinvestitionen.
Im US-Magazin ZeroHedge erschien ein frischer Artikel des deutschen Wirtschaftsjournalist Thomas Kolbe. Darin wird ein dramatischer Gegensatz zwischen der europäischen – insbesondere der deutschen – Wirtschaftsentwicklung und dem amerikanischen Aufschwung gezeichnet. Durch den Fokus auf Trumps Außenpolitik übersieht man schnell: Die USA haben eine Re-Industrialisierung gestartet, während Europa weiter seine Industrie verliert.
Kolbe schreibt, dass Merz vielleicht spürt, „dass das Projekt seiner politischen Generation in die Endphase eintritt. Ist er sich bewusst, dass der Aufbau des Öko-Sozialismus gescheitert ist? Dass sowohl seine rücksichtslose Schuldenpolitik als auch Deutschlands rasante Deindustrialisierung Folgen dieses ideologischen Wahnsinns sind?“ Dennoch habe Merz trotz der katastrophalen Lage im Inland die Dreistigkeit besessen, US-Präsident Donald Trump im Zusammenhang mit dem Iran-Konflikt Strategielosigkeit vorzuwerfen – ein Zeichen für „ein fast unermessliches Maß an starrsinniger Arroganz und Selbsttäuschung“.
Da war er wieder, so Kolbe: „der deutsche Besserwisser. Der Typus Politiker, der einst Europas Nachbarn wegen ihrer Schuldenprobleme belehrte, während er seine eigenen Handlungen mit dem gegenwärtigen Zustand seines eigenen Landes nicht vergleichen konnte.“
Merz hätte gut daran getan, einen Blick auf die amerikanische Wirtschaft und den US-Arbeitsmarkt zu werfen. Im April schuf der private Sektor in den USA 115.000 neue Jobs. In den ersten Monaten des Vorjahres waren bereits rund 180.000 hinzugekommen. „Die US-Wirtschaft hat nun vier starke Monate in Folge hingelegt“, so Kolbe, „und signalisiert, dass Amerika rasch an Fahrt gewinnt – und im Gegensatz zur europäischen Wirtschaft nicht von der Iran-Krise aus der Bahn geworfen wird.“ Starke Zahlen in einer Welt das um Kapital, Know-how und Zugang zu günstigen Energieressourcen ringt.
Der Kontrast zu Deutschland könnte größer kaum sein. Im ersten Jahr der Merz-Regierung wurde der deutsche öffentliche Sektor um weitere 205.000 mehr oder weniger nutzlose Stellen aufgebläht, während die Trump-Administration 300.000 Positionen aus dem überdehnten Staatsapparat strich. Im selben Zeitraum schuf der amerikanische Privatsektor netto mehr als 750.000 Jobs seit Trumps Rückkehr ins Amt, während die deutsche Wirtschaft rund 200.000 Stellen abbaut.
Deregulierung, Steuersenkungen und ein grundlegendes Vertrauen in die Kraft privaten Unternehmertums jenseits des Atlantiks stehen, wie Kolbe betont, „in scharfem Kontrast zu den schleppenden, apathisch-sozialistischen Politiken Deutschlands und der Europäischen Union – und nicht zu Europas Vorteil.“
Amerikas Wirtschaft ist im Aufwind. Das zeigt auch ein Medienphänomen. Am 29. April 2026 – einem Mittwoch – trat der scheidende Fed-Chef Jerome Powell zum letzten Mal vor die Presse, um die jüngste Zinsentscheidung bekanntzugeben. Die Fed ließ die Leitzinsen unverändert bei 3,5 bis 3,75 Prozent. Auffällig war jedoch die ohrenbetäubende Stille in den Finanznachrichtenredaktionen, die solche Entscheidungen sonst zu Mega-Events aufbauschen. Kolbe erklärt dies mit zwei Entwicklungen: Zum einen die Politik von US-Finanzminister Scott Bessent, der mit Gesetzen wie dem Genius Act und dem Clarity Act den Rahmen für US-Dollar-basierte Stablecoins schuf und damit einen erheblichen Teil der Geldschöpfung zurück in private Hände legte. Zum anderen signalisieren die im Vergleich zur Eurozone höheren Leitzinsen eine deutlich robustere US-Wirtschaft. „Die Haltung lautet nun: Am besten nicht zu viel darüber reden. Sonst könnte jemandem auffallen, dass die Eurozone-Wirtschaft selbst mit positiven Realzinsen nicht überlebensfähig ist.“
In Europa konzentriert man sich auf Trumps Außenpolitik, doch seine Amtszeit bringt auch eine konsequente Deregulierung und eine spürbare Befreiung des Energiesektors von der strangulierenden Regulierungswut der Klimafanatiker. Die USA habe sich von der EU ideologisch wieder emanzipiert.
Bis zu Trumps Wahlsieg war Washington ideologisch Europa untergeordnet. 2009 gelang es den Europäern, Barack Obama dazu zu bringen, Europas Klimapolitik weitgehend zu übernehmen. Die Hoffnung, Amerikas Zusammenbruch würde Europas eigenen Niedergang verdecken, hat sich zerschlagen. Hinter der Stärke des US-Arbeitsmarkts stehen massive Kräfte privater Investitionen.
Hier liegt, wie Kolbe schreibt, „die wahre ideologische Kluft zwischen den Vereinigten Staaten und der Europäischen Union“. Während die EU – maßgeblich unter deutschem politischem Druck – eine grüne Umverteilungsmaschine errichtet hat, die als Staat im Staate funktioniert und Ressourcen aus produktiven Sektoren in die politische Ökonomie und die grüne Transformationsbürokratie absaugt, gehen die Amerikaner nun wieder den Weg des entfesselten Kapitalismus. Man fördert private Investitionen indem man Märkte dereguliert, „gestützt auf einen funktionierenden Preismechanismus, der relative Knappheiten widerspiegelt.“
Die Wirkung der Deregulierungswelle unter Trump lässt sich nur grob beziffern. Im ersten Quartal 2026 stiegen die Brutto-Privatinvestitionen in den USA um 8,7 Prozent im Jahresvergleich, die Investitionen in Ausrüstungen und industrielle Anlagen sogar um 10,4 Prozent. In Deutschland hingegen ist nach Jahren öko-sozialistischer (Kolbe spricht von sozialistisch, vielleicht wäre keynesianistisch treffender) Degrowth-Politik, Überregulierung und energiepolitischem Selbstmord die Netto-Investitionsquote in den negativen Bereich gerutscht. „Auf gut Deutsch: Die deutsche Wirtschaft verzehrt sich selbst“, konstatiert Kolbe. Was an industrieller Substanz noch übrig ist, wird vom Staat nach Kräften ausgehöhlt und finanziell gehebelt. Während die deutsche Industrie ihre Zelte abbaut, versuchen sich die USA an einer Re-Industrialisierung.
Derzeit werden in den Vereinigten Staaten mehr als 400 große Industrieprojekte entwickelt – darunter neue Kernkraftwerke, gigantische Datenzentren, traditionelle Automobilwerke und sogar Aluminiumschmelzen. Finanziert durch Investitionen aus arabischen Staaten, Japan und anderen Ländern, die Präsident Trump bei seinen Auslandsreisen zurückgeholt hat, aber auch getrieben von der inländischen Nachfrage und Amerikas internem Investitionsmotor. „In den USA braut sich etwas zusammen – vielleicht sogar eine kleine wirtschaftliche Revolution.“
Aus europäischer Sicht wird dadurch der ideologische Misserfolg der globalistischen Politik umso deutlicher. Kolbe warnt eindringlich: „Bleiben ideologische Hardliner, überzeugte Etatisten und Zentralplaner in Brüssel, Berlin und Paris an der Macht, droht dem alten Kontinent ein anhaltendes wirtschaftliches Koma – müde, alternd und zunehmend schwach.“ Hoffnung auf die Zukunft, unternehmerische Innovation und wirtschaftliche Dynamik werden erst zurückkehren, wenn eine jüngere Generation europäischer Freigeister aus diesem komatösen Winter erwacht.
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Die Kritik am Iran-Krieg für Isr ist berechtigt und an der hiesigen Planwirtschaft mit dem Ökosozialismus auch.
Wir müssen mal ganz klar sagen, dass der Zustand Deutschlands von den USA genauso gewollt ist wie er ist! Denn die USA haben ihre volle Macht ausgenutzt, um unser Land und unsere Industrie zu stehlen! Der Diebstahl setzte ein, als sie mit dem Dieselskandal die deutsche Autoindustrie abgeschossen haben. Der nächste Abschuss war die Zerstörung unserer Energieversorgung Nordstream mit Russland! Zeitgleich zwang man uns noch, Sanktionen gegen Russland zu starten, die letztlich gegen Deutschland gedacht waren! Dann verkaufte man uns die überteuerte Energie aus den USA. Und der eigentliche Sargnagel war dieser Klimaschwachsinn, den man uns trickreich aufgedrückt hat, während die USA selbst davon Abstand genommen haben! Und dann hat man mit den toll klingenden Bündnissen wie der Trilateralen Kommission, der Atlantikbrücke und dem Club of Rome unsere Politiker gehirngewaschen und eingeseift, damit sie für den falschen Herrn arbeiten! Das startete mit Merkel, ging dann weiter mit der Ampel und der letzte Judas, der sein Volk verkauft ist Merz!
Somit ist die Leistung der USA, was ihren ominösen Wirtschaftsaufschwung angeht, eine lange Liste von Erpressungen, Diktaten, Korrumpierung, Drohung, Zwang und Stehlen! Und da habe ich lediglich Verachtung für!
Und nicht zu vergessen, sie haben die ganze Welt mit ihrem US-Dollar in der Erpressung und lassen andere Länder für sie bluten und arbeiten! Tolle Leistung! Wir kennen den dämlichen Spruch der das bezeugt: „wer nicht für uns ist, ist gegen uns“.
Gute Zusammenfassung, ein Aber findet sich dennoch immer…
Den Klimawahn haben die Amis zB nicht einfach abgewälzt, wie man an seltsamen Schachteln voller Zecken ablesen kann.
Ich denke man kann also generell hinzufügen, dass das amerikanische Volk genauso verarscht wird, wie das deutsche (und alle anderen „Freunde“).
Betrachten wir es positiv: dadurch, dass sich die USA auf unserem Rücken noch etwas länger über Wasser halten, sehen sie ausführlich an uns ihr zukünftiges Schicksal absaufen.
Wenn Journalisten Journalisten vertrauen, dann kommt meistens ein Märchen heraus.
Meine Wahrnehmung ist da eine andere – und Zahlen muss man immer in Relation und Kontext stellen: nachdem ich eine Industrie um 80% geschrumpft habe, hört sich ein darauf folgender Zuwachs von 30% zwar irrsinnig gut an, man steht dann aber trotzdem noch bei 26% von vor der Deindustrialisierung (nur ein Bsp, fiktive Zahlen).
So ähnlich geht es den USA – die heimische Produktion ist nach China/Asien abgewandert und ein kleiner Teil der europäischen Industrie rückt nun in diese Lücke nach, bleibt aber immer noch weit hinter dem zurück, was die USA einst zur Weltmacht machte.
Die Obdachlosigkeit ist auf Rekordniveau, noch nie lebten so viele Menschen von Gehaltsscheck bis zum nächsten, grob 2/3 sind von einer Einmalinvestition von 500$ überfordert, wie in Deutschland einstürzende Infrastruktur, die US-Navy darf als Metapher dafür verwendet werden, wie weit man hinter den Wartungs-Zyklen auch in anderen Bereichen hinterherhinkt….. Wenn sich die gesellschaftlichen Gräben vertiefen, dann heißt das die Wirtschaft tut nicht gut – und es tut der Wirtschaft nicht gut.
Die USA pfeifen aus dem letzten Loch, könnte man sagen. Eine Boom-Region sieht jedenfalls komplett anders aus. Die meisten kolportierten „Investitionen“ in die USA sind lediglich Schmiergelder für die politischen Hinterfrauen und versanden in der „Elite“.
Nachtrag: vor kurzen erklärte ein „Experte“ der Administration auf Fox den Amerikanern, was für ein gutes Zeichen es doch sei, dass die Kreditkartenrückstände ein Rekordhoch erreicht haben, weil das bedeutet, dass der private Konsum „brummt“…….
Steigende (private) Schulden haben immer schon den Aufschwung bewiesen, ganz klar…;))
„Im US-Magazin ZeroHedge erschien ein frischer Artikel des deutschen Wirtschaftsjournalist Thomas Kolbe … Im April schuf der private Sektor in den USA 115.000 neue Jobs … Im selben Zeitraum [im ersten Jahr der Merz-Regierung] schuf der amerikanische Privatsektor netto mehr als 750.000 Jobs seit Trumps Rückkehr ins Amt“
Es empfiehlt sich, den in „Zero Hedges“ verlinkten Reuters Artikel („US economy posts second straight month of strong job gains, but strains remain“, May 8, 2026) zu lesen, um diese Trump-Laudatio eines Trump-Fans zurechtzurücken.
„HEALTHCARE IS DOMINATING EMPLOYMENT GAINS
The healthcare sector again led the increase in payrolls in April, adding 37,000 jobs, mostly at nursing and residential care facilities as well as home healthcare services, reflecting an aging population.
Transportation and warehousing employment increased by 30,000, boosted by demand for couriers and messengers. Still, employment in the sector was down by 105,000 since peaking in February 2025. Retail payrolls rose by 22,000 jobs while the social assistance sector added 17,000 positions. Leisure and hospitality employment increased by 14,000 jobs“
Woher der Trump-Laudator seine 750.000 Jobs seit Beginn der zweiten Trump-Periode nimmt, läßt er uns leider nicht wissen. Er beruft sich später aber auf erwartete 400 Mega-Projekte (‚More than 400 major industrial projects are currently being developed across the United States‘), errechnet durch eine „Bridge Investment Group“ (‚Bridge Investment Group is a leading alternative investment manager for commercial real estate equity and credit products committed to driving value across our specialized strategies‘), die allerdings laut Reuters-Artikel stark abhängen von der weiteren politischen Entwicklung.
Es wäre besser, manche Elaborate mit mehr Vorsicht zu geniessen …
Ich darf an die Studie der RAND Corporation erinnern, oder sollte ich besser den Plan schreiben, nachdem die USA Wirtschaftsleistungen von 8 Billionen Dollar auf Westeuropa abziehen könnten.
Aber die deutschen alternativen Medien arbeiten sich an der scheinbaren Dummheit der Politiker inkl. Kanzler ab. Warum diese Menschen aber ihre Posten haben, verrät dem erstaunten Publikum niemand.