
„Die Märkte“ wieder erfolgreich manipuliert
Es heißt erneut, dass eine Vereinbarung quasi fertig wäre, welche das Hormus-Drama auflöst und den Krieg gegen den Iran beendet. Dabei ist es wieder nur eine erfolgreiche Aktion, um den Ölpreis nicht real, sondern in den Absicherungspolicen, zu senken. Denn tatsächlich gehen die Interpretationen des Vorgangs zwischen dem Iran und den USA so weit auseinander, dass es schier unmöglich erscheint, dass dieser Entwurf unterschrieben werden wird.
Die Iranischen Medien berichten über angebliche erste Details zur „Absichtserklärung“ für das US-Iran-Friedensabkommen. 1. US-Militärkräfte werden sich aus der Umgebung des Iran zurückziehen 2. Die US-Marine wird ihre Blockade der Straße von Hormus aufheben 3. Der Iran verpflichtet sich, die Anzahl der kommerziellen Transitschiffe durch die Straße von Hormus innerhalb von 1 Monat auf den Vorkriegsstand wiederherzustellen 4. Iranische Staatsmedien geben an, dass militärische Schiffe in diesem Entwurf nicht eingeschlossen sind 5. Die Verwaltung und Steuerung des Schiffsverkehrs durch die Straße von Hormus wird vom Iran in Zusammenarbeit mit Oman übernommen 6. Wird innerhalb von 60 Tagen ein endgültiges Abkommen erzielt, wird diese Vereinbarung in Form einer verbindlichen Resolution des UN-Sicherheitsrates genehmigt.
US-Ölpreise setzen Verluste fort und fallen unter 89 US$/Barrel.
Was zutrifft (teilweise):
Es gibt tatsächlich einen Entwurf für eine Absichtserklärung (Memorandum of Understanding). Laut Axios sieht dieser eine 60-tägige Verlängerung der Waffenruhe vor, während der die Straße von Hormus gebührenfrei befahrbar sein soll. wie Finanzen.net berichtet.
Der Iran würde sich demnach verpflichten, die Anzahl der passierenden Schiffe wieder auf das Vorkriegsniveau anzuheben, meldet der Tagesspiegel und Trump erklärte, ein Rahmenabkommen sei „weitgehend“ ausgehandelt.
Was ungenau oder falsch ist:
US-Militärrückzug: Laut Axios würden US-Streitkräfte erst im Rahmen eines endgültigen Abkommens abziehen – nicht bereits in der Absichtserklärung.
Aufhebung der US-Seeblockade: Im Gegenzug würden die USA ihre Blockade iranischer Häfen aufheben – aber dies ist laut Axios an Bedingungen geknüpft und kein sofortiger Schritt.
Iranische Kontrolle über Hormus: Ein iranischer Militärsprecher betonte, die Meerenge werde „unter voller iranischer Verwaltung und Souveränität bleiben„. Die iranische Nachrichtenagentur Fars schrieb zudem, Trumps Darstellung sei „unvollständig und entspricht nicht der Realität„.
Oman: Eine gemeinsame Verwaltung mit Oman ist in den bekannten Quellen nicht erwähnt, aber angesichts der schon früher bekannt gewordenen Bemühungen und Verhandlungen durchaus wahrscheinlich.
Aber das Ziel wurde erreicht
Die Ölpreise sind tatsächlich gefallen – WTI gab auf etwa 92 US$ nach, nicht unter 89 US$ wie in manchen Medien behauptet.
Dabei ist aber gar nicht der reale Ölpreis gemeint. Die Medienmeldungen beziehen sich auf Futures. D.h. Der gemeldete Preis (z. B. für die Sorten Brent oder WTI) ist der Preis für standardisierte Verträge an der Börse. Diese Verträge regeln den Kauf von Öl zu einem festgelegten Preis mit Lieferung in meist ein bis drei Monaten. Es sind quasi Versicherungsverträge, welche Ölhändler einsetzen, um sich vor unkalkulierbaren Risiken abzusichern. Wenn diese Absicherungsverträge billiger werden, sinkt der Preis für das physische Öl, das Raffinerien und Konzerne kurze Zeit später tatsächlich einkaufen.
Mit anderen Worten, sie haben nichts mit der Realität zu tun, nur damit, dass man ziemlich damit rechnen kann, dass auch noch 3 Monate später kaum unter dem Niveau sein wird. Es geht darum „die Märkte“ und die Wähler zu beruhigen.
Was den Ölpreis und daraus entstehende Produkte bestimmt:
Rohöl wird für europäische Kunden in US-Dollar gehandelt. Verliert der Euro an Wert, bleibt Öl für europäische Käufer teuer, selbst wenn der Weltmarktpreis sinkt.
Tankstellen und Energieversorger kaufen Treibstoffe oft Monate im Voraus. Aktuelle Preissenkungen kommen daher erst mit Verzögerung beim Endverbraucher an. Also selbst wenn in drei Monaten die Preise sinken sollten, wird es noch mal drei bis sechs Monate dauern, bis die Preissenkung ankommt. Ganz anders die Situation bei Preiserhöhungen. Aber dass wissen die Leser sicher.
In Europa machen Steuern, Zölle und CO₂-Abgaben einen sehr großen Teil des Endpreises aus. Dieser staatliche Anteil wächst im Fall von Mehrwertsteuer mit der Höhe des Rohstoffpreises, bleibt gleich hoch, in anderen Fällen, wie bei der „CO2-Steuer“, egal wie tief der Ölpreis an der Börse fällt.
Fazit
Der Angriffskrieg gegen den Iran und die dadurch ausgelöste Weltwirtschaftskrise ist noch lange nicht ausgestanden. Auch wenn der Iran versucht, die am meisten leidenden Länder, insbesondere Asiens und Afrikas die Durchfahrt für für sie bestimmte Tanker unter Auflagen und Zahlung einer „Maut“ zu ermöglichen. Solange diese dann nicht durch die USA beschlagnahmt oder zur Rückkehr gezwungen werden.
Bild dient nur der Illustration, behauptet nicht aktuelle Preise
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Was ein langfristig hoher Ölpreis bedeuten würde
Steigende Ölpreise – Sanktionen endgültig eine Farce
Der Schaden durch den Angriffskrieg der USA gegen Iran breitet sich aus
Totaler Bullshit
Aus zweierlei Prinzipien: a) weder „Sanktionen“ noch „eingefrorene Vermögenswerte“ kommen darin vor und b) besteht der Iran nach den 2 falschen „Verhandlungen“ letztes Jahr und heuer auf einer Vorleistung der USA, da man ihnen nonaned mitnichten traut.
Funfact: zu den eingefrorenen Vermögen zählt auch das Geld, das noch der Schah an die USA überwiesen hat, um damit Waffen zu kaufen, die die USA aber nie geliefert haben.
Wer mit so einem Land in guter Absicht verhandelt, der ist selber schuld. Bei den Amis sollte man stets nur mit Vorkasse arbeiten….das sind gewöhnliche Diebe.