EU-Kommission plant das Ende der Fischerei – Nur noch 27 Tage Fang pro Jahr?

27. Mai 2026von 3,8 Minuten Lesezeit

Die EU-Kommission setzt nun den nächsten Sektor auf die Abschussliste: die traditionelle Fischerei. Leyen und ihre Bürokraten machen keinen Hehl mehr daraus, dass der Primärsektor Europas  systematisch zerschlagen werden soll.

Landwirte, Viehzüchter und jetzt die Fischer: Alle sollen dran glauben. Das Ziel ist offenbar die Schaffung kontrollierter Knappheit, Abhängigkeit von Importen und am Ende: eine gelenkte Versorgungskrise. Mercosur oder der Vertrag mit Indien, die von der Kommission mittlerweile im Alleingang durchgezogen werden, ssollen an die Stelle der eigenen Landwirtschaft, viehzucht und fischerei treten.

In einem Beitrag auf X warnt @dejanirasilveir  vor dem jüngsten Vorstoß: Die EU-Kommission plane, Fischern nur noch 27 Tage Fang pro Jahr zu erlauben – eine Reduktion um 79 Prozent. Während man den europäischen Fischern die Lebensgrundlage entzieht, importiert man weiter billige Ware aus Drittstaaten, oft unter fragwürdigen ökologischen und sozialen Bedingungen.

Leyens neuer Schlag gegen die Fischer

Hinter dem Vorhaben steckt die übliche Mischung aus angeblichem Artenschutz, CO₂-Reduktion und Zentralisierungswahn. Die Kommission hatte bereits im Herbst 2025 massive Einschränkungen für Grundschleppnetze (Bottom Trawling) im westlichen Mittelmeer gefordert. Die Proteste von Fischern aus Spanien, Frankreich und Italien waren massiv – Hafenblockaden, Demonstrationen, verzweifelte Appelle.

Am Ende gab es einen Kompromiss, der die radikalsten Kürzungen abmilderte. Doch der Geist bleibt: Die EU will die Flotten verkleinern, die Fangtage drastisch reduzieren und die traditionelle Küstenfischerei wirtschaftlich unmöglich machen.

Damit treffen sie nicht nur die Fischer,  sondern generell alle Menschen, die Urlaub an den Küsten Europas machen und dort  auch Fische essen wollen.

Prof. Richard Werner oder andere kritische Stimmen haben es schon länger gesagt: Es geht nicht um Nachhaltigkeit. Es geht um die Zerstörung gewachsener, dezentraler Wirtschaftsstrukturen zugunsten eines zentral gesteuerten Systems. Während man den Fischern die Tage auf See kappt, fördert man gleichzeitig industrielle Aquakultur und Importe aus Ländern mit deutlich geringeren Standards.

Der größere Plan: Hunger als Steuerungsinstrument?

Dieser Angriff auf die Fischerei passt perfekt ins Gesamtbild der EU-Politik. Bauernproteste in ganz Europa, Stickstoff-Regeln in den Niederlanden, CO₂-Steuern auf Landwirtschaft, nun die Fischer: Der Primärsektor soll ausgehungert und in die Hände mulitnationaler Großkonzerne gelegt werden.

Wohin die Reise geht, sieht man in der Ukraine, die die evangelischen deutschen Ober-Kriegstreiber wie Kanzler Merz (siehe Emmanuel Todd) möglichst rasch trotz Krieg und massiver Korruption in der EU haben wollen: In der Ukraine werden wie berichtet die Bauernhöfe abgeschafft, BlackRock und westliche Oligarchen haben vom ukrainischen Regime das Land zugeschoben erhalten.

Am Ende steht die Abhängigkeit von globalen Konzernen und Brüsseler Verordnungen. Das Einzige, was sie wirklich wollen, ist, Hungersnöte in der Bevölkerung zu verursachen! WACH AUF!!“, schreibt die X-Nutzerin treffend. Ob absichtlich oder als Kollateralschaden ideologischer Verblendung – das Ergebnis ist dasselbe: weniger heimische Produktion, höhere Preise, größere Abhängigkeit von fragilen Lieferketten aus Übersee. Energiekrise, Lebensmittelkrise, Demografiekrise – alles selbst gemacht.

Die Mainstream-Medien schweigen weitgehend oder sprechen von „notwendigen Anpassungen für den Klimaschutz“. Dabei ist längst klar: Viele Fangquoten und Einschränkungen basieren auf Modellen und Schätzungen, die mit der Realität vor Ort und von Klima oder Wetter wenig zu tun haben. Traditionelle Fischer, die seit Generationen nachhaltig wirtschaften, werden mit denselben Regeln bestraft wie industrielle Flotten anderswo.

Souveränität statt Brüsseler Diktat

Es wird Zeit, dass nationale Regierungen – allen voran solche mit Rückgrat – diesen Irrsinn nicht länger mittragen. Die Fischerei ist nicht nur ein Wirtschaftszweig, sondern Teil der kulturellen Identität ganzer Regionen: von Galicien über die Bretagne bis nach Sizilien und Griechenland. Wer diese zerstört, zerstört auch den Zusammenhalt der Gesellschaften.

Die EU-Kommission agiert wie eine Besatzungsverwaltung, die den Völkern Europas die Grundlagen ihrer Existenz entzieht. Zuerst die Energie, dann die Landwirtschaft, jetzt die Meere.

Links zu früheren TKP-Beiträgen zum Thema finden Sie unterhalb 👇

Bild von Dimitris Vetsikas auf Pixabay

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11 Kommentare

  1. UU89 27. Mai 2026 um 23:15 Uhr - Antworten

    Alleine aufgrund eines Kommentars eines Politikers, der offenbar Interessen der spanischen Fischer vertritt, Alarm zu schreiben ohne konkrete Primärquellen zu verwenden, nachzurecherchieren, das ist schon ein etwas dürftiger Journalismus.

    Wer im Internet recherchiert, wird keine Bestätigung dafür finden, dass ALLGEMEIN nur noch 27 Tage im Jahr gefischt werden kann, sondern Informationen über ein ziemlich komplexes Quotensystem finden, das je nach Fischart und Fanggebiet verschiedene Quoten vorsieht. Für manche Fische werden die Quoten sogar erhöht!

    https://www.euronews.com/2025/12/13/eu-agrees-on-fishing-quotas-for-2026-after-intense-negotiations

    Von nur 27 Tagen habe ich noch nichts gelesen, aber von 140 Tagen:

    „They managed to secure a hard-fought rollover of this year’s allowed fishing effort – around 140 fishing days.“
    https://www.euractiv.com/news/eu-ministers-secure-2026-fishing-quotas-after-marathon-talks/

    Die Original-Informationen zur EU-Fischereipolitik sind unter https://oceans-and-fisheries.ec.europa.eu/index_en zu finden.

    Einen Übersichtsbericht der EU unter https://www.parlament.gv.at/gegenstand/XXVIII/EU/24992

    Die Erreichung bzw. Sicherung eines „höchstmöglichen Dauerertrags“ wird darin klar als Ziel genannt. Dass zu wenig Rücksicht auf Kleinfischerei genommen wird, würde mich nicht wundern. Aber dass die Fischerei an sich komplett zerstört werden soll, dafür finde ich keine Belege. Dass Überfischung ein Problem ist, auch dank fortschreitender Verschmutzung der Meere, der Fischbestand zum Teil stark geschrumpft ist, sollte mensch nicht einfach ausblenden, nur weil es Fischer gibt, die wie gehabt weiter fischen wollen.

    Bezüglich Wale ist das Problem die industrialisierte Großfischerei, wo mit relativ geringen Kosten für „Separatoren“ vermieden werden könnte, dass zehntausende Wale völlig sinnlos jedes Jahr als „Beifang“ getötet werden.
    https://www.n-tv.de/wissen/Groenlandhai-kann-500-Jahre-alt-werden-und-stirbt-im-Netz-id30719679.html

    Da wäre die EU berufen das endlich zu ändern!

  2. VerarmterAdel 27. Mai 2026 um 19:27 Uhr - Antworten

    Und nun: die Privatisierung der Weltmeere, denn „you will own nothing and be happy“ (to die), Und „wir durchgeknallten Psychopathen besitzen alles. 200 Jahre Kontrolle des Geldsystems und Horden von Politparasiten, und die Welt gehört uns.“

  3. Glass Steagall Act 27. Mai 2026 um 12:00 Uhr - Antworten

    Dieses Muster der totalen Kontrolle in jedem Bereich, durchzieht die europäische Politik in ihrem Endstadium überall! Und ich sage bewusst „Endstadium“, weil der europäische freiheitlich demokratische Gedanke bereits mausetot ist! Immer mehr „Verwalter und Kontrolleure“ planen immer mehr Vorgänge, was weitere Kontrollen und weitere Zwangsmaßnahmen nach sich zieht, die wiederum weitere Verwalter und Kontrolleure benötigen. Dieser Moloch Brüssel ist ein Krebsgeschwür, welches die Demokratie restlos zerstören wird! Es ist nur noch ein Zentralstaat der Überwachung mit Planwirtschaft, so wie man es vom Sozialismus her kennt, sonst nichts!

    Eigentlich geht die Politik die Fischerei gar nichts an! Wenn aber die Politik zur einer Verwaltungsdominanz in allen Bereichen mutiert, dann ist die Demokratie bereits tot! Und mal abgesehen davon, Brüssel ist für den EU-Bürger ein viel zu hoher Kostenfaktor und ein Limitierter der Freiheit, der beseitigt werden muss!

  4. Hello 27. Mai 2026 um 11:06 Uhr - Antworten

    Ich bin seit einiger Zeit hier wohl persona non grata. Jeder noch so kleine Beitrag mus erst freigegeben werden.

    • local.man 27. Mai 2026 um 12:03 Uhr - Antworten

      Ich kann Ihnen aus Erfahrung heraus sagen, dass es hier kein echtes Muster gibt, bzw. kann ich keines erkennen.
      Manchmal geht es durch, manchmal wird jeder Beitrag der Vorab-Moderation unterworfen.
      Bisher wurde nur einer meiner Posts mal gesperrt, warum auch immer. Irgendwann habe ich aber aufgehört danach zu schauen.
      Ich mag Vorab-Moderation nicht, weil es im Grunde nichts weiter ist als eine Zensurmaßnahme.
      Dennoch habe ich das Gefühl, dass man Meinungsfreiheit noch lebt und die Kommentare freigibt, alles andere wäre hier eh schnell der Tod dieser Seite, da ich z.B. nicht mehr hier her gehen würde, wäre es anders.
      Man muss eben auch andere Ansichten aushalten, will man sich nicht selbst ein Bein stellen..

      Nur Video-Links sind generell verboten und werden vom System automatisch gefiltert. Da bleibt dann nur die Beschreibung des Videos und wo man es findet, wenn man es den Leuten ans Herz legen will.
      Ich tippe darauf, dass sich tkp.at damit selbst schützen will auch weil man sich nicht jedes verlinkte Video anschauen kann, ob da Problemfälle dabei sind, die dann mit dem aktuellen Recht kollidieren und dessen Folgen für die Betreiber.. Die Herrschenden haben ja schon ihre Fallen ausgeworfen über ihre Vorschriften und die Strafen…

    • Wonderwoman 27. Mai 2026 um 14:36 Uhr - Antworten

      Sie wurden gesp,rrt, weil sie wahrscheinlich einmal gegen linksextreme Ansichten argumentiert haben. Beim Autor steht z,B. Das Wort Ko,mu,nismus auf dem Wortf,lter. Das bedeutet, der ist ihm hl. und darf nicht kritisiert werden.
      Darum gibt es hier fast nur Linke und solche, die den hl. K. niemals kritisieren.
      Das bedeutet, Sie müssen IMMER auf Freischaltung warten. Mein Rat: werfen Sie Ihren Nick weg und machen Sie sich einen neuen.

      • Hello 27. Mai 2026 um 16:40 Uhr

        „Mein Rat: werfen Sie Ihren Nick weg und machen Sie sich einen neuen.“

        So wie Sie, Daisy? Dabei aber jeden, der Ihre Meinung kritisiert, als eine Person zu bezeichnen, die ständig andere Namen annimmt?

        Wissen Sie, so wichtig nehme ich mich und meine Meinung nicht. Ich finde es nur schade um die Zeit, die man vergeudet, und dass mit diesen Verzögerungen eine echte Diskussion oft nicht möglich ist. Ihre Ansicht teile ich übrigens nicht.

  5. Hello 27. Mai 2026 um 11:01 Uhr - Antworten

    „Wohin die Reise geht, sieht man in der Ukraine, die die evangelischen deutschen Ober-Kriegstreiber wie Kanzler Merz (siehe Emmanuel Todd) möglichst rasch trotz Krieg und massiver Korruption in der EU haben wollen:“

    Ach ja, da muss der EVANGELISCHE deutsche Kriegstreiber her, weil Herr Todd so großartig analysiert hat, wie sehr die (angebliche) Ablehnung der Kunst im Protestantismus die Zerstörung von Dingen, Menschen und Wirklichkeit sucht. Obwohl dem in den Kommentaren begründet widersprochen wurde, muss diese religiöse Spaltung aufrecht erhalten bleiben.

    Diese Spaltungs-Propaganda in dem Artikel hätte man sich sparen können, dann wäre der Bericht für mich glaubhafter. Ich bin mir jetzt jedenfalls nicht mehr so sicher, ob die Reduzierung der Fischfangs-Flotten wirklich auch die kleinen traditionellen Küstenfischer betrifft, oder ob das bewusste negative Propaganda ist. Wobei es diese gar nicht bräuchte, weil die Wirklichkeit der EU schon miserabel genug ist.

  6. Jurgen 27. Mai 2026 um 9:40 Uhr - Antworten

    Ich denke, die Bestände sollten sich auch mal erholen dürfen. Ich wäre mit ein Jahr Fangverbot alle 7 Jahre sofort einverstanden. Aber die EU plant halt große Versorgungskrise und nur bei Knappheit kann man die Orwell’sche Kontrolle der Menschenherde lange genug aufrecht erhalten…

    Oh Mann, da kommt ein langer Abschwung auf uns zu. Das wird selbst die Eliten kosten…

    • local.man 27. Mai 2026 um 11:44 Uhr - Antworten

      Würde ich zustimmen. Es ist durchaus machbar nach Jahren der „Ernte“ mal 1-2 Jahre auszusetzen. Natürlich haben wir dann entsprechend auf anderem Gebiet vorzusorgen und die Arbeiter in der Fischerei entsprechend zu schützen, wie auch immer sei erstmal dahingestellt.

      Aber wir wissen ja mittlerweile, dass es hier um etwas anderes geht und zwar flächendeckend, nicht nur im Gebiet der Fischerei.

      Die 17 Nachhaltigkeitsziele der UN als Werbung, wurden ja schon im Detail zuerpflügt und „übersetzt“. Und die Übersetzungen haben es in sich und zeigen genau auf, was damit wirklich angestrebt wird. Und dies passt wunderbar ins Bild und setzt sich schleichend um.
      Die Fischerei sowie die Landwirtschaft die systematsich erst per Subventionen beherrschbar gemacht wurde und jetzt komplett verdrängt und durch Konzerne der Machtsekte ersetzt werden soll, ist da nur eins dieser 17 Nachhaltigkeitsziele.

      Im Grunde ist es ganz einfach.. Diese Machtstruktur die immer bestand, hat durch immer mehr Fortschritt auch immer weiter ihre Krakenarme ausbringen können. Wo man früher noch eher lokaler und nationaler war, ist man heute global und ist aktuell schon weit fortgeschritten, sich die Weltmacht anzueignen.
      Die Strukturen werden immer weiter errichtet und die Kontrolle über die Leben der anderen Menschen steigt stetig immer weiter. Den Rest erledigt Manipulation unseres Denkens schon ab Kleinkind Alter, Bildung, Medien usw..
      Ein System uns alle zu knechten.. Next Step wäre dann in die Körper zu gelangen, was man ja auch schon losgetreten hat.
      Wir sind halt alle dermaßen verwoben und gleichzeitig vernebelt, dass wir diesen OMNIWAR der gegen uns geführt wird, nicht erkennen.

      Hier mal ein Link zu einem Text zu dem Thema OMNIWAR.. Am Ende wird man zustimmen..:
      https://www.konjunktion.info/2025/07/omniwar-der-gezielt-gefuehrte-allgegenwaertige-krieg-gegen-die-menschheit/

  7. Satya 27. Mai 2026 um 9:19 Uhr - Antworten

    Die Regierungen sind bestechlich und unterliegen dem Druck der EU-Diktatur und der Weltretter, die nichtmal sich selbst retten können. Es muss nicht so viel gefangen oder produziuert werden, das ein großer Teil davon vernichtet werden mus; dennoch muss Wohlstand gesichert bleiben, wenn die Entscheider sich einigermaßen sicher fühlen wollen.

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann.

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