Datenzentren als Blackout-Fallen

8. Juni 2026von 2,2 Minuten Lesezeit

Ein texanischer Netzbetreiber warnt vor einem neuen Risiko für die Stromversorgung: Massive Datenzentren könnten zu einem Blackout wie in Spanien führen.

In Texas setzen die Datenzentren und Krypto-Mining-Anlagen dem Stromnetz zu. Der Betreiber ERCOT warnt, dass diese Anlagen schon bei kleinen Spannungsschwankungen schlagartig vom Netz gehen – und damit einen Kaskadeneffekt auslösen könnten, ähnlich wie beim großen Blackout in Spanien im April 2025.

In einem internen Bericht vom 21. Mai 2026 teilte ERCOT mit, dass vier Gruppen von Großverbrauchern bei simulierten Störungen jeweils mehr als 5.000 Megawatt (MW) Last abrupt abschalten würden. Das entspricht dem Stromverbrauch einer Großstadt wie Frankfurt. Das Problem ist konkret: Seit 2023 hat ERCOT bereits mindestens 26 solcher Abschaltungen von Datenzentren oder Krypto-Farmen registriert. Die Anlagen schützen bei Spannungseinbrüchen ihre Server und Mining-Rigs durch sofortiges Abschalten – im Gegensatz zu traditionellen Industriebetrieben, die Spannungsschwankungen „durchreiten“. Das führt zu einem plötzlichen Überangebot an Strom, einem Frequenzanstieg und potenziell weiteren Ausfällen.

Fachzeitschriften melden, dass ERCOT derzeit rund 20 Gigawatt (GW) neue Großkundenanträge prüft, darunter mehrere Gigawatt, die noch vor Juli 2026 ans Netz gehen sollen. Die Nachfrage durch Datenzentren explodiert: Von derzeit etwa 7,4 GW soll sie bis 2032 auf über 228 GW steigen – ein Anstieg, der die gesamte bisherige Spitzenlast Texas (85,5 GW im Jahr 2023) bei weitem übertreffen könnte. In manchen Prognosen wird sogar von einer Vervierfachung der Stromnachfrage gesprochen. Allein im ersten Quartal 2026 gingen 198 GW neue Großlast-Anfragen ein. Die Warnung erinnert an Spanien: Dort führte ein Spannungsanstieg durch unzureichende Spannungsstützung von Erneuerbaren (Solar- und Windkraftanteil bei 78 Prozent) zu einer Kettenreaktion von Generator-Abschaltungen.

In Texas liegt das Problem auf der Lastseite: hyperskalige, elektronische Verbraucher verhalten sich anders als die klassischen Synchronmaschinen, für die das Netz ausgelegt war. Inverterbasierte Erzeuger und sensible Lasten bieten weniger Trägheit und reagieren empfindlicher auf Störungen. ERCOT will neue Regeln für Spannungs- und Frequenzdurchhaltevermögen (Ride-Through) einführen und plant eine Abstimmung dazu. Das texanische Gesetz SB 6 verpflichtet neue Großverbraucher ab 2026 zur Fernabschaltbarkeit im Notfall und zum Vorhalten von Notstromaggregaten.

Im Winter 2026 nutzte ERCOT bereits eine Notverordnung des US-Energieministeriums, um Backup-Generatoren von Datenzentren zwangsweise einzusetzen. Trotz aller Warnungen bleibt der Boom ungebrochen. KI- und Cloud-Rechenzentren boomen besonders in Texas, doch die Infrastruktur hinkt hinterher. Das führt dazu, dass Routine-Störungen plötzlich zu systemweiten Blackouts führen – genau wie Spanien es bereits erlebt hat. Die Physik des Stromnetzes lässt sich nicht mit Rechenpower überlisten.


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Blackout in Spanien – ein Erlebnisbericht

3 Kommentare

  1. VerarmterAdel 8. Juni 2026 um 16:22 Uhr - Antworten

    „Von derzeit etwa 7,4 GW soll sie bis 2032 auf über 228 GW steigen“

    Wenn das passiert, sinkt das Grundwasser um 20 Meilen, und Wasser und Strom wird mit Gold aufgewogen werden. Man findet keine Worte mehr für den unfassbaren Irrsinn.

  2. VerarmterAdel 8. Juni 2026 um 16:15 Uhr - Antworten

    Bald wird es überall heißen: Kein Wasser, kein Strom, und wenn doch, dann unbezahlbar. Hauptsache, die Data-Center brummen [-> Link] für die totale Kontrolle und Manipulation des Viehs namens Mensch, aller Tiere, aller Lebewesen und aller Dinge. Eine kleine Bande von völlig durchgeknallten superreichen Psychopathen, die meinen über Gott zu stehen und von einer unstillbaren Raff- und Machtgier getrieben sind, zerstört völlig skrupel- und gewissenlos die gesamten Lebensgrundlagen um jeden und alles bis auf das letzte Atom kontrollieren und manipulieren zu können: „Sie können Ihnen Krankheiten geben und wieder nehmen“ [-> Link], und sie brauchen dafür nicht mehr als ein Smartphone mit dem Programm. Warum merken so wenige, was hier passiert und treten diesen amoklaufenden Irren und ihren ferngesteuerten Polituhren dahin, wo es richtig weh tut?

    — „Die KI-Blase wird platzen, und zwar gewaltiger als alles, was wir bisher erlebt haben.“ – https://coronistan.blogspot.com/2026/01/die-ki-blase-wird-platzen-und-zwar.html

  3. Varus 8. Juni 2026 um 15:58 Uhr - Antworten

    Mittlerweile denken Jugendliche im Wertigen Wertewesten kaum noch selber, das Denken wird offenbar an KI ausgelagert. Damit landen die alle irgendwie in der „Matrix“ – nur noch virtuelle Realität hinzu, um sich zu sedieren. Und wer VR-Telescreen abschaltet, kriegt irgendwann das Konto gesperrt?

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann.

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