Omikron im südlichen Afrika bedeutungslos

30. November 2021von 2,8 Minuten Lesezeit

Die internationalen, deutschen und österreichischen Panikpäpste haben wieder ein beliebtes Thema gefunden: eine neue Variante und zwar Omikron, die wieder aus dem südlichen Afrika kommen soll. Dort weiß man aber nicht wirklich etwas davon.

Sehen wir uns kurz die Häufung von neuen Fällen an. Ziemlich Spitze in Europa sind die Länder mit der höchsten Impfquote wie Irland. Portugal holt auf, als südlicheres Land ist man später dran, da die Vitamin D Spiegel später abfallen, da der Sonne noch länger hoch genug am Himmel steht, dass UVB Strahlung durchkommen kann. Der unterschiedliche Beginn der Grippesaison ist jedes Jahr zu beobachten.

In Afrika, egal ob Norden oder Süden gibt es praktisch keine Infektionen mehr. In den beiden südlich des Äquators gelegenen Nachbarländern Südafrika und Namibia fragen sich die Menschen, warum es in Europa schon wieder Panik gibt wegen einer Variante, die angeblich aus ihrer Region kommt.

Interessant ist, dass in der Region aber Grippe zu einem völlig ungewöhnlichem Zeitpunkt auftaucht, nämlich zu Sommerbeginn im Oktober/November. Die großen Peaks in den Vorjahren waren in den Wintermonaten Juni, Juli.

Gute Nachrichten aus dem südlichen Afrika: Die Grippe ist zurückgekehrt (auf ein beispielloses Niveau für Oktober/November), was darauf hindeutet, dass Covid die Grippe für anfällige Wirte in dieser Region nicht übertreffen konnte.

Wenn es in dieser Region eine erhebliche Omikron-Welle gibt, würde dies auf eine Immunflucht hindeuten.“

Auch bei den Behörden gibt es wenig Aufregung:

„Es mag hochgradig übertragbar sein, aber bisher sind die Fälle, die wir sehen, extrem mild.“ —schreibt der Vorsitzende der südafrikanischen Ärztekammer.  „Das macht viel Sinn. Weniger virulente Mutationen haben einen größeren evolutionären Vorteil. Genau so endete die Spanische Grippe.“ 

Die South African Medical Association (SAMA) erklärte, die neue Omicron-Variante des Coronavirus führe zu einer milden Erkrankung ohne auffällige Syndrome, und wies den Hype um das Virus zurück, als mehrere Länder Flugverbote für afrikanische Länder verhängten.

Ja, es ist übertragbar, aber im Moment wissen wir als Mediziner nicht, warum so viel Wirbel darum gemacht wird, da wir es noch untersuchen“, wurde Angelique Coetzee, die Vorsitzende der SAMA, von der Nachrichtenagentur Sputnik zitiert.

Namibia, das nur zu 10 % geimpft ist, vernichtet jetzt wie Reuters meldet aufgrund der geringen Nachfrage abgelaufene Impfstoffe. Zufällig gab es in Namibia seit drei Monaten im Wesentlichen keine Covid-Fälle oder Todesfälle mehr. Wird die Immunität der Bevölkerung gegenüber einer massiven Welle die Auswirkungen von Omikron dämpfen?

Jedenfalls sind die Menschen in Südafrika verwundert vom Hype der bei uns wegen Omikron herrscht.

Bild von Heinrich Botha auf Pixabay

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11 Kommentare

  1. Gökhan Güner 8. Dezember 2021 at 20:01Antworten

    Vielleicht haben die Afrikaner zuviel Vitamin-D oder kein RKI? https://pusulainfo.wordpress.com/2021/12/08/pandemie-die-deutsche-staatsraeson-ist-hilflos-aber-perfide/

  2. Bernd A. 30. November 2021 at 20:52Antworten

    https://ourworldindata.org/explorers/coronavirus-data-explorer?yScale=log&zoomToSelection=true&time=2021-08-08..latest&facet=none&pickerSort=desc&pickerMetric=new_cases_smoothed_per_million&Metric=Confirmed+cases&Interval=7-day+rolling+average&Relative+to+Population=true&Align+outbreaks=false&country=GBR~DEU~FRA~ZAF~PRT

    Es nervt schon ein wenig wenn man offensichtlich falsche Darstellungen macht.

  3. Bernd A. 30. November 2021 at 20:49Antworten

    Bitte stell beim ersten Diagramm von linear auf Log um, dann siehst man den Anstieg besser.
    Man sollte schon ehrlich bleiben.

  4. Bernhard 30. November 2021 at 20:43Antworten

    Was ist mit Epsilon bis Xi passiert? Omikron erinnert schon stark an Omega. Mikro statt mega.
    Vielleicht herrscht insgeheim schon Sehnsucht nach dem Ende. Und sie dürfen das nur noch nicht so offen zeigen. Wie österreichische Politiker im Staatsfernsehen. Aus Versehen.

  5. Nina 30. November 2021 at 12:56Antworten

    Ein Facharzt spricht offen aus, was viele Ärzte nur hinter vorgehaltener Hand zu sagen wagen. Ein renommierte Facharzt für Virologie und Infektionsepidemiologie sagt, Prognosen zu Wirkung und Nebenwirkungen seien aktuell nicht machbar – Geimpfte stehen für ihn „auf einer Tretmine.“ Wir befinden uns ihm zufolge nicht in einer schwerwiegenden Pandemie, sondern in einem Zustand der Illegalität. Mit gerade einmal zehn Monaten effektiver Impfzeit könnten gar keine validen Prognosen über deren Wirksamkeit gemacht werden.
    Die Menschen seien praktisch Studienteilnehmer. Bislang habe die Zulassungszeit von Impfstoffen immer durchschnittlich vier Jahre betragen. „Von daher kann ich nicht nachvollziehen, wie man aus voller Überzeugung sagen kann, das sei sicher.
    In „gespikten“ Personen würden zwar bestimmte Virus-Mutationen aufgehalten, anderen werde dafür aber Vorschub geleistet.“ Er gibt zu bedenken, dass sich am Ende diese Mutationen durchsetzen und alle Menschen, ob „geimpft“ oder ungeimpft, angreifen würden. Mittlerweile ist die Booster-Impfkampagne in vollem Gange – allen sich dadurch potenzierenden Risiken zum Trotz.
    Und so könnte das Narrativ der Politik am Ende endgültig kollabieren. Was Sie machen, hat mit Medizin und Gesundheit nichts zu tun, Gesundheitsminister Mückstein.

  6. Martin H. 30. November 2021 at 12:50Antworten

    Der gut nachvollziehbare Weg und Ursprung, den die „Omikron-Variante“ aufweist, entlarvt Fehler und Halbwahrheiten des Corona-Narrativs. Die ersten sechs Überträger waren doppelt und somit „vollständig“ mit der „Schutzimpfung“ gestochen worden. Dies hat nicht nur nichts gegen die Weiterverbreitung geholfen, möglicherweise war die Impfung der Auslöser der Mutation – wie es bis 2019 in der Virologie als gesichertes Wissen galt. Der Fall zweier Reisender wurde bekannt, welche von Südafrika per Flugzeug nach Hongkong unterwegs waren. Menschen mit detektivischem Spürsinn wussten sofort: Beide mussten „vollständig“ geimpft sein, denn die Einreise nach Hongkong ist aus einer Reihe von Ländern – darunter Südafrika – nur mit Impfung erlaubt. Das autoritär-totalitäre China kennt da keine Ausnahmen. Der Impfstatus der Reisenden wurde bestätigt – es soll sich um die Pfizer-Impfung gehandelt haben. Auch vier weitere Erstinfizierte in Botswana sind vollständig mit Pfizer-geimpft.
    Sogar im Januar wurde bereits diskutiert, dass Impfungen die Mutationsfreudigkeit von Viren besonders anregen. Dies galt bis 2019 als gesichertes Wissen in der Virologie, so wie der Grundsatz, dass man niemals in eine Pandemie „hineinimpft“. Im September erklärte auch die WHO, dass Impfungen eine Pandemie nicht beenden können. Dies wird von Politik gerne vorsätzlich völlig ignoriert. Die Impfung sorgt also für eine „natürliche Selektion“, nur die Angepassten bleiben übrig. Impfungen, speziell wenn es sich um unausgegorene Experimente handelt, die nie zuvor versucht wurden, dürften die so genannte Pandemie noch verlängern. Bislang hat sich kein Mainstreammedium getraut, die Frage zu stellen, was aus den 200.000 Grippekranken im Frühjahr 2020 wurde (nur in Österreich), die nahtlos durch Covid-19-Kranke ersetzt wurden. Mit Herdenimmunität verdient Pfizer/Biontech aber keine Milliarden und Ugur wäre sehr traurig.

  7. Dr. Bernd Schnappinger 30. November 2021 at 12:12Antworten

    Omikron beinhaltet, allen Unkenrufen zum Trotz, eine große Hoffnung. Eine rasche Verbreitung (sieht ganz so aus) einer harmlosen Variante würde alles verändern, Impfungen völlig überflüssig machen.

    Übrigens schreibt man nicht „Pabst und Päbste“, sondern „Papst und Päpste“!

  8. magerbaer 30. November 2021 at 11:33Antworten

    Es war von den ehrlichen Kennern vorhergesagt, dass diese neuen „Impfmittel“ die Bildung von Varianten antreiben. Eines davon kann und wird nun relativ gleichzeitig in diversen Ländern an getrennten „Brutstätten“ Omikron ausgelöst haben, weshalb man inzwischen schon auf mehreren Erdteilen mehrfach vergeblich nach Auslandskontakten der Betroffenen gesucht hat.
    Mit der zufälligen oder willkürlichen Erstverortung nach Südafrika wollte die Propaganda ein bisher wenig geimpftes Land zum Variantenantreiber abstempeln, um weiteren Behauptungssdreck gegen die Umgeimpften und für eine Impfpflicht zu erzeugen. Dabei wird aber nach der faktischen Hinweislage gerade ein immer häufigeres Impfen und erwartbares Impfversagen die nächsten Variantenbildungen explosiv anregen.
    Impfpflicht gehen Variantenbildung zu fordern entstammt deshalb einer schieren Betrugslogik, die immer mehr Menschen an dubiose Interessen hinter einer aus dem Ruder gelaufenen Pharamaindustrie ausliefern soll. Wer dabei geistesverlassen mitspielt, der gefährdet nicht nur Demokratie und Grundrechte, sondern zumindest längerfristig auch all seine eigenen gesundheitlichen Interessen.

  9. Fritz Madersbacher 30. November 2021 at 11:16Antworten

    Eine taube Nuss hat eine grosse Erkenntnis:
    „Von Laer hatte am Montag im Ö1 Morgenjournal gemeint, dass sie es für „extrem unwahrscheinlich“ halte, dass Omikron stärker krank macht. „Das wäre ganz untypisch“, begründete von Laer ihre Aussage gegenüber der APA, „denn durch eine höhere Pathogenität ergibt sich kein Selektionsvorteil für das Virus“. Viren würden sich eher „dahin gehend entwickeln, dass sie ansteckender werden, und die Immunantwort besser umgehen können“ („Tiroler Tageszeitung“, 29/11/2021)
    Also: Pathogenität und Infektiosität von Viren korrelieren negativ – muss ein „virologischer“ ABC-Schütze schon wissen. Im Vorjahr war es für von Laer noch eine Art Verschwörungstheorie, die tödliche „Pandemie“ als saisonales Atemwegsviren-Infektionsgeschehen zu bezeichnen. Fürwahr eine Meistervirologin, vor allem für unsere „Wissenschafts“-Journaille.
    Und ihre Schlussfolgerung? „Fest stehe allerdings, dass Geimpfte besser vor der neuen Mutante geschützt seien, als noch ungeimpfte Personen.“ Grossartig!

  10. Johanna 30. November 2021 at 11:02Antworten

    Scheinbar haben die Politici dort keine finanzielle Beziehungen zur Pharmaindustrie. Oder sie wissen, dass sie mit dem Booster etc doch keinen Wähler interessieren.

    • Eva-Maria 30. November 2021 at 12:36Antworten

      Omicron ist extrem mild, es fällt keinem auf, die lassen es durchlaufen, alle sind immunisiert und die Sache ist erledigt.
      So wie man mit Viren halt umgeht, wenn nicht gierige Verkäufer, besserwisserische „Experten“ und leicht minderbemittelte Politiker dazwischengrätschen.

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