Politik machen mit Studien – am Beispiel Infektiositat bei PAMS

Die Frage ob gesunde Menschen ansteckend sind bewegt die Auseinandersetzung zwischen Wissenschaftlern seit Anfang 2020. Zunächst wurde der Begriff der asymptomatischen Personen erfunden, der sich aber aysmptotisch dem kompletten Unsinn nähert, denn bisher wurden Personen ohne Symptome als Gesunde bezeichnet.

Die falsche Behauptung der asymptomatische Infektiosität basiert vor allem auf den ersten Erkrankungsfällen in der deutschen Firma Webasto (Raum München), wo eine angeblich „asymptomatische“ Chinesin („Patientin 0“) ein Superspreading-Event verursacht haben soll. Dieser Vorgang wird beschrieben in der Studie von Prof. Drosten und anderen, die 5. März 2020 publiziert wurde. Bereits im April 2020 wurde jedoch klar, dass diese Patientin 0 bereits während ihres Aufenthaltes in München starke Medikamente zur Symptomlinderung einnahm.

In der Folge forderten mehrere internationale Journalisten und Wissenschaftler, die erwähnte Studie betreffend asymptomatischer Übertragung von Prof. Drosten zurückzuziehen, was bis heute aber nicht geschehen ist.

Drosten und Mitarbeiter der einst renommierten Berliner Charité haben nun nachgelegt um ihre falsche Behauptung aus dem Vorjahr wieder zu stützen. In einer Studie, die in Science veröffentlicht wurde, werden nun die Virenlasten wie mit PCR Test bestimmt untersucht. Dabei werden Ergebnisse von präsymptomatischen, asymptomatischen und mild-symptomatischen (PAMS) Probanden ausgewertet, aber nicht unterschieden.

Wir lassen uns das jetzt kurz auf der Zunge zergehen: Gesunde und Kranke werden in einen Topf geworfen um nachzuweisen, dass Gesunde ansteckend sind, weil sie ja in der gleichen Gruppe als PAMS genannt werden.

Im Abstract der „Studie“ heißt es in deutscher Übersetzung:

Zwei elementare Parameter zur Quantifizierung der viralen Infektion und des Shedding sind die Viruslast und die Frage, ob Proben ein replizierendes Virusisolat in Zellkultur ergeben. Wir untersuchten 25.381 deutsche SARS-CoV-2-Fälle, darunter 6110 aus Testzentren, die von präsymptomatischen, asymptomatischen und mild-symptomatischen (PAMS) Probanden besucht wurden, 9519, die hospitalisiert waren, und 1533 B.1.1.7-Linieninfektionen. Die jüngsten Probanden hatten eine mittlere log10-Viruslast, die 0,5 (oder weniger) niedriger war als bei den älteren Probanden, und eine geschätzte Replikationswahrscheinlichkeit von ~78 % der Spitzenwerte in der Zellkultur, was zum Teil auf kleinere Abstrichgrößen zurückzuführen ist und wahrscheinlich nicht klinisch relevant ist. Viruslasten über 109 Kopien pro Abstrich wurden bei 8 % der Probanden gefunden, von denen ein Drittel PAMS waren, mit einem Durchschnittsalter von 37,6 Jahren. Wir schätzen 4,3 Tage vom Beginn des Shedding bis zur maximalen Viruslast (8,1) und die Wahrscheinlichkeit einer Zellkulturisolierung (0,75). B.1.1.7-Patienten hatten eine um 1,05 höhere mittlere log10-Viruslast als Nicht-B.1.1.7-Patienten, wobei die geschätzte Zellkultur-Replikationswahrscheinlichkeit 2,6-mal höher war.“

Als gelernter Physiker versuche ich das Experimentiert mal in die Physik zu übertrgen. Mich interessiert die Größe der Erdbeschleunigung und möchte sie messen. Dazu nehme ich ein kleinen Block aus Blei, einen aus Balsaholz, ein Blatt von einem Kastanienbaum und ein Flaumfeder aus meinem Kopfpolster. Der Fallversuch liefert ganz unterschiedliche Werte für die Erdbeschleunigung und wir schließen, dass ihre Größe vom jeweiligen Material abhängt.

Das hat allerdings Galileo Galilei schon im 16. Jahrhundert widerlegt, macht sich aber damit und mit seinen anderen wissenschaftlichen Erkenntnissen bei der katholischen Kirche nicht sehr beliebt, die ihn erst im Jahr 1992 rehabilitierte.

Die Erkenntnis, dass Gesunde nicht krank sind und keine Viren in die Gegend schleudern, wird derzeit von Drosten & Co auf ähnliche Weise bekämpft wie das die „Wissenschaftler“ des Vatikan im 16. Jahrhundert gemacht haben.

Die Methode der PAMS „Studie“ ist ähnlich. Mischt man Gesunde mit Kranken, kommt man dann leicht zu dem Schluss, dass eine kleine Gruppe von 8,8 % als hochinfektiöse Probanden seien, wobei mehr als ein Drittel dieser Gruppe lediglich keine oder milde Symptome aufwiesen., wobei man es penibel unterlässt eben zwischen Gesunden (keine Symptome) und Kranken (Symptome vorhanden) zu unterscheiden. In einer Pressemitteilung legt Drosten nach, „dass sich hierunter so viele Menschen ohne relevante Krankheitssymptome finden, macht klar, warum Maßnahmen wie Abstandsregeln und die Maskenpflicht für die Kontrolle der Pandemie so wichtig sind“.

Bei den Kindern wird einfach ohne weiteren Beweis die geringere Virenlast auf „kleinere Abstrichgrößen“ zurückgeführt. Drosten wiederholt also einfach seine mehrfach widerlegte Behauptung der gleich hohen Infektiosität von Kindern. Das ist in Querschnittstudien widerlegt worden – Kinder sind nur ein Drittel so häufig PCR-positiv wie Erwachsene – und wir wissen auch warum das so ist, denn Kinder haben wesentlich weniger von dem Enzym, das die Viren brauchen um in Zellen einzudringen. Muss ein Virologe nicht wissen, Biochemie und Immunologie sind schließlich nicht sein Fachgebiet.

Nochmals: Die Mischung von Gesunden und Kranken wird benötigt zur Rechtfertigung von „Maßnahmen wie Abstandsregeln und Maskenpflicht“ und in weiterer Folge auch Lockdowns, Impfung von Kleinkindern und was auch immer die deutsche Regierung beim Umbau des Staates, die WHO und die Pharmabranche benötigen. Mit dieser Art von Studie wäre auch der Vatikan als Widerlegung von Galilei zufrieden gewesen.


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19 Kommentare zu „Politik machen mit Studien – am Beispiel Infektiositat bei PAMS

  1. Self-love

    Atoms love each other.

    We are only made up of atoms.

    They accept the first possibility from which a molecule grows.

  2. Der eigentliche Fehler, wie so oft in der modernen Betrachtung natürlicher Prozesse, ist die Unterteilung an sich. Ein Gesunder, neusprech Asymptomatischer, ist keiner, der keinerlei Viren in sich trägt und folglich auch keinerlei Viren in die Umwelt verteilt. Gleichfalls ist einer, der eine hohe Viruslast hat, nicht zwangsläufig ein (bereits) Erkrankter und führt nicht jede Verteilung dieser Viruslast im Umfeld zu gleichen Ansteckungsmustern. Wenn Gesundheit, einfach ausgedrückt, für jedes Lebewesen die langsamste Form des Todes ist, Krankheit aber für das Leben an sich der schnellste Weg zur Gesundheit ist, dann führen Vereinfachungen dieser einfachen Zusammenhänge mittels Unterteilungen IMMER zu Fehldeutungen und Missverständnissen. Wenn derart Vereinfachungen der Hobel sind, mit dem wir natürliche Prozesse glätten, dann fallen die Späne aus der Betrachtung, obwohl sie jene Zusammenhänge sind, die das Einfache von dessen Vereinfachungen unterscheiden.

  3. Es ist sehr gut dass Sie diese Hütchenspieler-Tricks demaskieren.

    Was noch bemerkenswert ist, in dem Zusammenhang, sind die Kriterien der Zulassungsstudie (beispielsweise von Biontech). Bei der ermittlung der postulierten relativen Wirksamkeit des Impfstoffs wurden Erkrankte nur als Erkrankte gezählt wenn ein positiver PCR test vorlag plus mindestens ein zusätliches ernstes Symptom! Das ist genau entgegengesetzt der Hyptothese von „kranken Symptomlosen“.

    ** die CDC hat aber vor kurzem die PCR-test Kriterien für Geimpfte geändert, Ct-Wert reduziert. Wodurch die Statistik im nachgang defacto verfälscht wird.

  4. Wenn Politik Erfahrungen und Offensichtliches nicht nur mit Füßen tritt, sondern mediales Herumschubsen politisch gewollt ist, dann lässt sich aufgrund von Unberechenbarkeit immer deutlicher erkennen, wohin das Geschubse führen soll – und warum neuerdings gesund zu sein immer weniger gesellschaftstauglich ist:

    http://guidovobig.com/2017/04/05/do-not-nudge-me-i-can-think-for-myself-fuzzylogik-fuer-fortgeschrittene-und-weiter-fortschreitende/

  5. … und wieder ein Versuch, die angesichts einer nicht vorhandenen Seuche völlig unnötige Diskussion über „aus Hochsicherheitstrakt ausgebrochenes Virus“ unter die Leute zu bringen. Reitschuster ist da vorne dran (Autor ist ein Christian Euler). Und dann stehen da so Sätze:


    Sie hätten Symptome gehabt, „die sowohl mit Covid-19 als auch mit gewöhnlichen saisonalen Erkrankungen übereinstimmen.“

    David Asher, ein früherer Mitarbeiter des Außenministeriums, der eine Taskforce zur Untersuchung des Virus-Ursprungs leitete, sagte dem „Wall Street Journal“, dass er eine gewöhnliche Grippe für extrem unwahrscheinlich halte. „Ich denke nicht, dass drei Personen unter strengen Labor-Bedingungen gleichzeitig erkranken.“

    https://reitschuster.de/post/die-hinweise-auf-die-labor-these-verdichten-sich/

    Das ist doch komplett lachhaft. Was haben denn Labor-Sicherheitsbedingungen mit dem saisonalen Erkranken von Mensche zu tun. Auch Labor-Mitarbeiter können sich eine Grippe fangen. (Im Labor oder außerhalb!)

    … und wer so etwas veröffentlicht macht sich doch mit lächerlich! Aber wenn es einfach um die Angst-Verbreitung geht, passen solche haltlosen Grusel-Stories bestens.

    Also, die Verarschung geht in eine neue Runde, fürchte ich.

  6. Man schaue sich in der „Drosten-Studie“ einfach mal die Fehlerbalken in Fig. 1b an: Die Daten und ihre Fehler sollten im „linearen Datenraum“ liegen und sich dort als Balken Symmetrisch um einen Mittelwert befinden… allerdings befinden sich die hier gezeigten Daten in Fig. 1b im „Log10 Datenraum“, womit die Balken „nach unten Verschoben“ um den Mittelwert liegen sollten.

    Ich bin auch Physiker — und finde das schon sehr sonderbar. Und als Betreuer eines Anfängerpraktikums hätte ich zumindest mal nachgefragt, warum das so ist — und das Protokoll daher erst einmal an die Studenten zurückgegeben. Vielleicht haben die ja eine Erklärung — mir fällt dazu aber erst einmal nichts ein. Und im Studientext findet sich dazu auch nichts.

    Wenn solch ein Stuss durch das Review geht, dann hat keiner der „ach so tollen“ Peers das Paper vorab gelesen und die korrekten Fragen gestellt.

    Alleine schon die obskur zu nennende visuelle Aufarbeitung in „Tannenbaum-Bildchen“ anstatt eine korrekte Kurve zu zeigen… ???

  7. Man mache sich klar: diese „Wissenschaftler“ MÜSSEN wissen, dass sie da völligen Bullshit zusammenschustern und verbreiten. Das ist Betrug, der Vorsatz ist offensichtlich, das ist schlicht kriminell. Warum kann so etwas durchgehen? Weil inzwischen das ganze System kriminell ist!

    Es gibt keine funktionierenden Kontrollinstanzen mehr, die hier ein klares Stopp-Signal zeigen würden. Alles zieht an einem Strang: das Verbrechen darf nicht offensichtlich werden! Denn inzwischen hängen sie alle mehr oder weniger mit drin.

    Übrigens fehlt noch ein wichtiges Klötzchen, das natürlich dem gemeinen Tagesschau-Seher nicht nahe gebracht wird, aber falls es doch irgendwo aufscheint wird sicher bald auch eine entsprechende Studie zusammengekloppt werden: anzüchtbare Viren bedeuten überhaupt noch lange nicht „Ansteckung“. Ohne Übertragungsmechanismen wird überhaupt nichts angesteckt. Und dass jemand durch eine Dosis Viren in einem Aerosol im Raum erkrankungswirksam angesteckt werden würde, kann von mir aus der Weihnachtsmann glauben.

    Eine Ansteckung erfordert zwingend
    a) Ausscheidung von Viren (nicht das schlichte Vorhandensein)
    b) eine ausreichend hohe Virenlast in der Ausscheidung (etwa lange Expositionszeit)
    c) Aufnahme einer hohen Virenlast
    e) Empfänglichkeit (eine Frage des Immunsystems)

    Wie bei so vielen Dingen: es braucht ZWEI dazu!

    Die Virologie tut so, wie wenn es nur eine Seite gäbe: den Virusträger.

    Jeder, der schon einmal einen mit einer Ansteckungskrankheit krank im Bett liegenden Angehörigen oder Lieben versorgt hat, weiß: man geht in das Zimmer, man sitzt neben dem Haufen gebrauchter Tempotaschentücher, der Kranke schnieft und hustet und niest – und deswegen muss man noch lange nicht krank werden. Ja, in der Regel wird der Pflegende eben NICHT KRANK!

    Dass die Mitmenschen diese völlig normalen Erfahrungen aus ihrem Alltagsleben hier nicht übertragen liegt natürlich an dem gezielt eingebrachten Märchen von dem „neuartigen Virus“ das ja völlig anders sei als die seit Millionen Jahren vorhandenen …

    Ja, die Welt ist krank. Aber nicht von einem Virus …

    1. “Jeder, der schon einmal einen mit einer Ansteckungskrankheit krank im Bett liegenden Angehörigen oder Lieben versorgt hat, weiß: man geht in das Zimmer, man sitzt neben dem Haufen gebrauchter Tempotaschentücher, der Kranke schnieft und hustet und niest – und deswegen muss man noch lange nicht krank werden. Ja, in der Regel wird der Pflegende eben NICHT KRANK!“

      Ganz schön verrückt, oder?! Da kann man mal sehen, wie ver-rückt manche Nudgeos so sind – verrückt von den einfachen Zusammenhängen der Natur.

      Nur am Rande: Nudgeos sehen auf den ersten Blick gar nicht wie solche aus. Anbei ein Beispiel:

      https://www.rnd.de/politik/karl-lauterbach-zu-corona-ich-glaube-die-grosse-zeit-der-pandemie-ist-vorbei-4TAU4M23VJBH7OSYV3G6XZJ3UI.html

  8. Österreichische Politiker und Ärzte argumentieren, dass bereits in Kanada und USA schon viele Kinder und Jugendliche geimpft worden seien ohne schwere Nebenwirkungen. Soviel ich weiß, wir in Kanada seit Anfang Mai und USA seit Mitte Mai diese Altersgruppe geimpft. Gibt es dazu Zahlen?

    1. Immer mehr hat man das Gefühl dass die ôsterr. Experten nicht ernst zunehmen sind. Die eine redn von -die impfungen sind in österreich sehr sichrr und risikolos, die anderen sitzen jede woche bei oe24, jeder kocht sein süppchen und glaubt er ist der oberexperte. und zum schluss haben wir noch unsere statistiker die mit ihren ergebnissen gleich den kaffeesud lesen können und dank dieser wir eingesperrt und in unseren freiheitsrechten beschränkt wurden.
      und zuletzt noch eine virologin die am liebsten ein ganzes bundesland gleich wieder abriegeln wollte.
      peinlich was bei uns möglich ist, aber kein wunder , man arbeitet ja eng mitvder deutschen elite zusammen, sind nichts besser.

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