Keine Beweise für Ansteckung durch asymptomatische Personen

Seit Anbeginn der Pandemie wird dem Erreger SARS-CoV-2 die besondere Eigenschaft zugeschrieben, er könne auch von Personen ohne Symptomen übertragen werden (sog. asymptomatische Übertragung). Auf der These bauen viele Maßnahmen der Regierungen und Behörden auf, obwohl dafür bis heute keine belastbare empirische Evidenz vorliegt.

Diese These basiert vor allem auf den ersten Erkrankungsfällen in der deutschen Firma Webasto (Raum München), wo eine angeblich asymptomatische Chinesin („Patientin 0“) ein Superspreading-Event verursacht haben soll. Dieser Vorgang wird beschrieben in der Studie von Prof. Drosten und anderen, die 5. März 2020 publiziert wurde. Bereits im April 2020 wurde jedoch klar, dass diese Patientin 0 bereits während ihres Aufenthaltes in München starke Medikamente zur Symptomlinderung einnahm.

Eine weitere Studie von Merle M. Böhmer u.a., die am 15. Mai 2020 in The Lancet veröffentlicht wurde, berichtete weiter, dass diese Patientin 0 bereits zum Zeitpunkt ihres Aufenthalts bei der Firma Webasto unter Müdigkeit, Brustschmerzen und Rückenschmerzen litt, weshalb sie Paracetamol zur Symptomlinderung einnahm und nach ihrer Rückkehr nach Shanghai positiv auf Covid-19 getestet wurde.

In der Folge forderten mehrere internationale Journalisten und Wissenschaftler, die hiervor erwähnte Studie betreffend asymptomatischer Übertragung von Prof. Drosten zurückzuziehen, was bis heute aber nicht geschehen ist. Außer dieser Einzelfallbeschreibung in der Firma Webasto sind bis dato keine weiteren Fälle einer asymptomatischen Übertragung wissenschaftlich dokumentiert.

Studie weist nach: keine Übertragung durch Personen ohne Symptome

Am 20. November 2020 hat eine breitangelegte Studie aus China für Aufsehen gesorgt, an welcher 9.899.828 Mio. Einwohner der Stadt Wuhan (rund 92,9% der Stadtbevölkerung) teilgenommen haben. Zusammenfassend kommen die Forscher aus Wuhan zu dem Ergebnis, dass es keine Hinweise darauf gibt, dass von den identifizierten asymptomatischen Fällen eine Gefahr für die allgemeine Bevölkerung ausging. Offensichtlich ist die Viruslast bei den gesunden Trägern der Corona Viren so gering, dass diese nicht ausreicht um bei anderen Menschen eine schwere Erkrankung auszulösen. Darüber habe ich hier berichtet.

Eine neuere Studie von Michael A. Johannsson et al. vom 07. Januar 2020 versucht wiederum erneut die These von der asymptomatischen Übertragung zu belegen. Im Gegensatz zur hiervor zitierten Wuhan-Studie handelt es sich bei der Studie von Johannsson nicht um eine empirische Studie, weil sie nicht auf der Untersuchung von Probanden samt Kontrollgruppe beruht. Vielmehr basiert sie auf einem Modell mit diversen Annahmen womit das Übertragungsrisiko asymptomatischer Personen mathematisch simuliert wird. Sie enthält daher zahlreiche Unsicherheiten, weshalb sie als empirischer Beweis für die These der Ansteckungsfähigkeit asymptomatischer Personen in keiner Weise geeignet ist.

Aus medizinischer Sicht sind Symptome der Ausdruck der Vernichtung von durch Viren befallene Zellen. Das sind Entzündungsreaktionen, die eben Symptome erzeugen. Dazu müssen befallene Zellen eine größere Menge Viren herstellen, die wieder andere Zellen infizieren und dann eben eine stärkere Reaktion des Immunsystems auslösen. Nur so kann eine höhere Virenlast entstehen, die eben dann ausgeschieden werden und andere Menschen anstecken kann. Symtpomfreiheit ist ein eindeutiges Zeichen für das Fehlen der Virenlast, die Voraussetzung für Infektiosität ist.

Die Folgen der These der asymptomatischen Ansteckung

Das wiederholt angeführte Risiko asymptomatischer Übertragung hat eine große Rolle gespielt für die Einführung der allgemeinen Maskenpflicht in öffentlichen Räumen sowie für die Verhängung von Lockdowns, Schulschließungen und ähnlichem. Es wird gerne auch als Drohgeste benutzt, dass Kinder Oma und Opa anstecken, weil sie nicht wissen, dass sie Viren übertragen.

Mit Blick auf die weitreichenden Konsequenzen die sich aus der These der asymptomatischen Übertragung von SARS-CoV-2 ergeben, sind an die Beweisgrundlage solcher dauerhaft freiheits- und potenziell existenzbedrohender Maßnahmen (Arbeitslosigkeit; Konkurse etc.) besondere Anforderungen zu stellen. Diese Anforderungen konnten bis heute von keinem Beratergremium oder Regierung erfüllt werden. Auf der Basis von unbestätigten Hypothesen dürfen der überwiegenden Mehrheit der Bevölkerung auf die Dauer keine signifikanten Einschränkungen des privaten und des wirtschaftlichen Lebens zugemutet werden. Das hat der österreichische Verfassungsgerichtshof in mehreren Urteilen festgelegt.

Nachdem bald ein Jahr nach Auftreten der Epidemie keine überprüfbaren Beweise für die These der asymptomatischen Übertragung von SARS-CoV-2 vorliegen, ist diese These als überholt fallen zu lassen. Sämtliche auf dieser These basierenden Maßnahmen sind aufzuheben oder zu lockern.

via Aletheia

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Gibt es Beweise für asymptomatische Ansteckung?

Immunität gegen Coronaviren auch bei asymptomatischen Personen

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11 Kommentare zu „Keine Beweise für Ansteckung durch asymptomatische Personen

  1. hoffentlich lässt man aufgrund dieser Erkenntnisse endlich viele Massnahmen fallen, aber ich befürchte das wird man nicht weil einige Politiker draufgekommen sind man kann die Menschen damit sehr gut unter Druck setzen und Massnahmen erzwingen.
    selbst so manche wissenschaftler behaupten thesen die von der politik aufgenommen werden.

  2. Da können wir uns noch so viel abstrampeln … !
    Die Suche nach medizinischer Evidenz müsste nach der Feststellung einer CFR von 0,14 (durch die WORLD HOAX ORGANISATION sich anderen Themen zuwenden.
    Es geht nicht um Krankheit. Auch um keine Übertragungen. Alles ist gut: wir sind in der hiesigen Grippesaison 20/21. Absehbar eine recht normale Saison in Anbetracht der Temperaturen. Es gibt noch eine Evidenz: alle Länder, über die ich in der Presse erfahre, sind im politischen Gleichschritt. Das ist unüblich. Das ist bedenklich! Falls Mediziner noch ihren Ruf (Vertrauensverhältnis) retten, und Wissenschaftler noch die unabhängige Wissenschafft erhalten wollen, sollten sie Tacheles reden und sich dagegen verwahren, dass Medizin und Wissenschaft als Vorwand missbraucht werden!

  3. Gibt es „Beweise“ dafür, dass die Ansteckung durch Symptomlose ausgeschlossen ist? Jedenfalls ein „starkes Argument“ FÜR die AnsteckungsFÄHIGKEIT einer Person, ob a-, prä- oder symptomatisch, ist aus meiner Sicht, wenn aus deren Nasenrachenabstrich im Kulturversuch vermehrungsfähiges Virus angezüchtet werden kann. Das gelingt im Labor der med.Uni Innsbruck „aus praktisch jeder Probe, in der signifikante Mengen des SARS-CoV-2 mittels PCR nachgewiesen wurde …“ (Kurier vom 8.1.2021, Interview m. Frau Prof. D. von Laer ). Lt. persönlicher Nachfrage bei Prof. von Laer sind Mengen bis zu einem ct Wert von 30 „signifikant“. Eine Studie, die neben der Korrelation von Anzuchterfolg und ct Wert auch eine Korrelation von Anzuchterfolg und klinischer Symptomatik feststellt ist jene von Victoria Gniazdowski et al. (Oxford University Press for the Infectious Diseases Society of America, 2020).

    1. Herr Schellenberger; Sie betrachten nur die eine Seite, die vermeintlichen Virenabgabe (glauben Sie allen Studien die so abstruses Zeug behaupten im Ernst?), die andere Seite ist aber die vermeintliche Virenaufnahme. Und genau an diesem Punkt gibt es das Immunsystem. Also selbst wenn vermehrungsfähige Viren signifikant abgegeben werden würden – ja und? Stärken Sie Ihr Immunsystem und alles ist gut.

      Übrigens widerspricht die Studie anderen Studien, nach denen in Proben von erst dann positiv testbaren, ich glaube über 25 Zyklen (oder waren es noch weniger?) , keine anzüchtbaren Viren mehr auffindbar waren. Auch sind nach Aussagen von Fachleuten PCR-Tests mit über 25 Zyklen eher fehldeutend und fehleranfällig.

      Eines würde ich gerne mal verstehen: wenn es viele Studien gibt, die den gesunden Menschenverstand bestätigen, und dann EINE Studie auftaucht, die angeblich anderes beweist – warum glaubt man dann immer der einen, einsamen, angstmachenden Studie?

  4. Es ist auch die Frage, ob sich symptomatisch und asymptomatisch so genau trennen lassen. Ob jemand, der mal in der Nacht mit Halskratzen aufwacht, wenn aber am Morgen alles vorbei ist, als symptomatisch oder aysmptomatisch eingestuft werden, je nachdem wie die Erinnerung oder die Bewertung des nächtlichen Halskratzens beim Betroffenen ist. Oder man hat mal einen „schlechten Tag“, an dem man einfach nicht so fit ist, wie man gerne möchte, oder wieder mal Kopfweh, wie so oft sonst auch …., die Liste lässt sich nocht fortsetzen.
    Anstatt der strikten Trennung zwischen symptomatisch und asymtomatisch würde ich eher von einer fließenden Grenze ausgehen. Der Arzt und Statistiker Zacharias Fögen nimmt hier eine Dreiteilung vor: „asymotomatisch, milde oder flüchtige Symptome“ (https://reitschuster.de/post/impfstoff-betrug-im-kleingedruckten/).
    Vermutlich sind die von mir oben aufgezählten Fälle die mit „flüchtigen“ Symptomen, aber je nach Wahrnehmung des Betroffenen, gehen die mal als als „symptomatisch“, mal als „asymptomatisch“ durch, wenn auch mit sehr geringer Viruslast.

  5. Heute muss ja das Selbstverständlichste erst wissenschaftlich nachgewiesen werden. Dass Wasser nass macht, dass der Mensch Luft zum Atmen braucht, dass der Apfel zum Boden fällt, …

    Das „sapere aude“ ist aber die Aufforderung, selbst zu denken. Und genau dafür bietet sich die Abwägung an, was man nur durch Studien heraus bekommen kann, und was man auch so wissen kann. Der Mensch hat durch Tradition und weitergereichte Erfahrungen kulturelles Wissen in einer Art Langzeitstudie über hunderte von Jahren angesammelt.

    Und daraus ergibt sich für jedes sein Kind pflegende Elternteil, jede Familie mit einem kranken Familienmitglied, für jeden sich im öffentlichen Leben Bewegenden, dass natürlich nur ein offensichtlich Kranker andere Menschen anstecken kann (ich schränke hier auf Atemwegserkrankungen ein, bei Durchfallerkrankungen wäre ich vorsichtiger).

    Nur ein offensichtlich Erkrankter zeigt die typischen Zeichen der Sekretion und und Sekretverbreitung durch extensives Husten, Niesen, Schniefen, Spucken.

    Die Behauptung, dass Aerosole von Gesunden in einem nennenswerte Maße Viren verbreiten könnten ist nachgerade lächerlich. Denn erstens werden gar keine Viren in nennenswertem Umfang produziert (sonst fühlt der Betreffende sich krank) und zweitens auch höchstens minimal ausgeschieden (ohne die entsprechenden Sekretionsvorgänge).

    Wir werden in einem unglaublichen Ausmaß mit Lügen betrogen.

  6. Sehr gut und ausführlich erklärt Herr Storz.

    In Ergänzung dazu und in Bezug auf die nimmer enden wollende und unsinnige Behauptung, das Asymptomatische ansteckend sein sollen, hier ein paar Verweise zu einer wahrhaftigen Geißel der Menschheit: Tuberkulose.

    Das begriffliche Äquivalent zum vermeintlichen „asymptomatischen Coronainfizierten“ wäre die latente tuberkulöse Infektion.

    Auch hier zeigen sich keine Symptome und es geht auch keine Ansteckungsgefahr vom Infizierten aus.

    TBC ist eine wahrhaftig tückische Krankheit, die bereits sehr lange bekannt, seit über 100 Jahren ausgiebig erforscht und deren Ausrottung bis heute erfolglos geblieben ist.

    Schätzungen gehen von ca. 1/3 der Weltbevölkerung aus, die mit TBC infiziert sind. Wenn es eine wirkliche Bedrohung für die Weltgesundheit gibt, dann ist es TBC und nicht Covid-19.

    Unten aufgeführt sind diesbezüglich ein paar interessante Links in deutscher Sprache.

    Diagnose und Tests bei Tuberkulosehttps://www.lungeninformationsdienst.de/en/forms-of-lung-diseases/tuberculosis/diagnose/index.html

    Tuberkulose – Grundlagen, Übertragungswege, Formenhttps://www.lungeninformationsdienst.de/en/forms-of-lung-diseases/tuberculosis/grundlagen/index.html#c181870

    Medikamentöse Therapie und Impfung gegen Tuberkulosehttps://www.lungeninformationsdienst.de/en/forms-of-lung-diseases/tuberculosis/therapien/index.html#c125186

    Tuberkulose: ohne Labortests keine Therapiehttps://www.vorsorge-online.de/vorsorgefinder/ipf-faltblaetter/tuberkulose-ohne-labortests-keine-therapie

    Alles in allem lesenswert.

    Ich frage mich wo binnen 12 Monaten plötzlich der wissenschaftliche und medizinische Sachverstand der Menschheit geblieben ist?
    Wäre Robert Koch heute noch am Leben entzöge er vermutlich dem RKI seinen Namen.

    1. Interessantes Beispiel. Spricht man bei TBC im infektiösen Stadium nicht von der „offenen TBC“?

      Heute mit Covid-19 soll plötzlich in der Infektiologie alles anders sein. Begründung: keine. Es werden nur Verdachte geäußert und per Triggerworte verbreitet: „neuartiges Virus“, „zoonotisches Virus“, … oder noch das Gemunkel von Viren aus Hochsicherheitsbiolaboren, …

      ja und? Jedes Virus mutiert stark (wegen der RNA-Gene), jedes mutierte Virus ist dann sozusagen „neuartig“, also praktisch jedes Jahr werden wir mit neuartigen Grippe-Viren konfrontiert. Der angebliche Nachweis der zoonotische Herkunft von SARSCOV2 steht auf sehr wackeligen Füßen – und wäre für sich auch nichts neuartiges, das gab es auch schon oft und gehört zum normalen mikrobiologischen Geschehen.

      Die angeblich Seuche lässt sich auf eine paar Fundamental-Lügen runterbrechen – und damit jede Grundlage entziehen:

      – kein außergwöhnliches Virenkrankheitsgeschehen
      – kein außergewöhnliches Sterbegeschehen
      – keine Veränderung des Durchschittssterbealters
      – ein sträflich schlecht aufgestellter Test der selbst korrekt aufgestellt keine Krankheit feststellen kann
      – kein außergewöhnliches Virus sondern seit Jahren unter das Grippegeschehen, dem saisonalen Atemwegserkankungsgeschehen subsumierter Corona-Virus (neben Influenza, Rhino, Adeno, …)

  7. In infektiösem Stadium ja, eine offene Tuberkulose.

    Mir ging es primär um den Vergleich mit dem nicht infektiösem Stadium, der latenten Tuberkulose.

    Auch interessant ist der Umstand, daß Kinder mit offener Tuberkulose weniger ansteckend sind als Erwachsene. Ich nehme an, daß dies durch die geringere Köpergröße bedingt ist: kleinere Lunge und Rachenraum = geringere Fläche und damit einfach in der Summe weniger emmitierbare Erreger.

    Dies dürfte der Logik gehorchend dann auch für alle durch Tröpfcheninfektion übertragbare Krankheiten gelten.

    Einfache Physik und Mathematik, dazu braucht es wirklich kein Medizinstudium.

    Ich vermute das einer der Mitgründe für diese globale Idiotie in mangelnder Allgemeinbildung der breiten Masse zu suchen ist, die umso mehr verbreitete Denkfaulheit erledigt wohl den Rest.

  8. Also, wenn ich asymptomatic transmission evidence in Google eingebe, ist der erste Link ein Artikel im Lancet, der mich zu einer Reihe weiterer Studien sowie einer Meta-Studie führt, die allesamt für eine asymptomatische Übertragung sprechen. Inwieweit der im Lancet Artikel unternommene Versuch, diese mit der Wuhan-Studie in Einklang zu bringen, die Wahrheit beschreibt, kann ich nicht beurteilen, ihn jedoch gänzlich unerwähnt zu lassen, schwächt Ihre Argumentation.

    Genervt bin ich auch darüber, wie unfassbar felsenfest sicher sich die Kommentatoren über die Übertragungsmodi von Covid-19 sind. Warum sollte eine asymptomatische Übertragung denn so unmöglich sein? HIV z.B. kann ja wohl auch in der latenten Phase übertragen werden. Ich habe in den letzten drei Tagen bestimmt zwei, drei Mal geniest, obwohl ich nicht erkältet bin. Ist es denn absolut ausgeschlossen, dass meine Nieser Viren enthalten haben können?

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