Die Wissenschaft und ihre Lehre sind nicht mehr frei – zumindest auf der MedUni Wien

Gestern hat der offenbar offizielle Twitter Account der MedUni Wien ein nahezu unglaubliches Statement abgegeben. Es passt allerdings gut zu der Welle von Zensur, die schon seit einiger Zeit gegen die Wissenschaft, Medien und vor allem in jüngster Zeit massiv verstärkt in sozialen Medien von der Digitalindustrie im Silicon Valley betrieben wird.

Dazu ein Zitat von Edward Snowden auf Twitter:

Es ist tatsächlich ein Wendepunkt wer die Kontrolle über Meinungsfreiheit aber auch Freiheit ausüben kann und darf.

Über zurück zur Zensur der Wissenschaft durch die MedUni Wien. Hier zunächst die wesentlichen Teile des Statements:

Es stimmt schlicht und einfach nicht, dass es der wissenschaftlichen Freiheit entspricht, dass man noch persönliche Meinungen äußern darf das ist ein Ausdruck des Grundrechtes der Meinungsfreiheit es geht vielmehr darum, dass der wissenschaftliche Diskurs unterschiedliche Standpunkte ermöglichen muss, soll es Fortschritt in der Erkenntnis geben.

Die MedUni versucht hier die Wissenschaft zu ersticken, indem sie gegen angeblich falsche Meinungen vorzugehen behauptet. Wissenschaft entsteht aber nicht dadurch, dass man im Koran, der Bibel oder der Thora nachliest was Sache ist. Und übrigens auch nicht bei der WHO, denn es gibt keine endgültig bestätigten Wahrheiten in der Wissenschaft.

Karl Popper über wissenschaftliche Erkenntnis

Ich habe schon seit längerem den Eindruck, dass es in der heutigen Schulmedizin nicht mehr weit her ist mit Wissenschaftlichkeit und habe gerade mit der MedUni Wien auch persönlich negative Erfahrungen gemacht. Deshalb wollen wir lieber dem folgen, was Poppers Theorie des Wissenserwerbs uns sagt, die er in der Logik der Forschung entwickelt und die Kants Primat des theoretischen Denkens folgt.

In Logik der Forschung vollzog Karl Popper eine Abkehr von der bislang üblichen Wissenschaftstheorie. Diese hatte immer versucht, Hypothesen oder Theorien zu verifizieren und so zu begründen. Dem stellte Popper sein Prinzip der Falsifizierbarkeit entgegen, das bis heute in der Forschung verwendet wird: Nur die Theorie, für die im Prinzip ein Gegenargument oder ein Gegenbeispiel gefunden werden kann, ist eine wissenschaftliche Theorie. Wenn ein Forscher also einen Satz wie „Alle Raben sind schwarz“ formuliert hat, dann muss er beginnen, Gegenbeispiele zu suchen. Findet er sie, so ist das gut, denn darüber entwickelt sich die Wissenschaft weiter: Sie hangelt sich von Vermutung zu Widerlegung und wieder zu neuer Vermutung. Nur Theorien, die viele Falsifizierungsversuche überstehen, bewähren sich – für immer gültig sind sie dennoch nicht, denn vielleicht findet sich ja doch noch ein Gegenargument.

Wir sehen also, dass wissenschaftliche Erkenntnis geradezu erfordert, dass Gegenpositionen zu etablierten Thesen gesucht und geäußert werden. Und zwar als Teil des Wissenschaftsbetriebes und nicht nur als „private Meinung“. Und selbst diese will die MedUni Wien unterbinden durch Androhung dienstrechtlicher Konsequenzen. Professor Sönnichsen ist wie kaum ein anderer an der MedUni qualifiziert Aussagen zur Pandemie zu machen, da diese ein Problem von Public Health ist, also der öffentlichen Gesundheit. Er soll aber zum Schweigen gebracht werden via Dienstrecht. Damit zeigt die offizielle Medizin nur die traurige Schwäche der herrschenden Meinung auf.

Das Problem ist die Finanzierung durch die Pharma Industrie

Medizinische Forschung wird mittlerweile leider zu einem Großteil von der Pharmaindustrie finanziert. Damit bestimmen deren Profitinteressen die Ergebnisse und nicht mehr die Interessen der öffentlichen Gesundheit und die der Patienten. Medikamente werfen den höchsten Gewinn ab, wenn sie patentierbar sind und die Krankheit nicht heilen, sondern nur die Symptome lindern.

Der Arzt Gunter Frank berichtet in einem Artikel vom 15.4.2020:

„Ich habe in den letzten Wochen sehr viele Gespräche geführt mit ganz hervorragenden Kollegen aus der Immunologie, Pathologie, Inneren Medizin, Epidemiologie, Pneumologie und vielen mehr. Sie sind Institutsleiter, Praktiker, aktiv in Fachgesellschaften, oft führende Persönlichkeiten ihres Fachs.

Viele gehen mit ihrer Kritik nicht exponiert an die Öffentlichkeit, weil sie aus der jüngeren Vergangenheit wissen, dass das öffentliche Schwimmen gegen den Mainstream akademisch mit Nachteilen verbunden ist. Stellen Sie sich vor, Sie sind ein universitärer Institutsleiter, eingebunden in die Bürokratie, und haben Verantwortung für 100 Mitarbeiter. Wenn Sie sich persönlich exponieren, hat das Auswirkungen nicht nur auf Ihr Renommee, sondern auch auf die Zukunft ihrer Einrichtung, Mitarbeiter und Forschung.“

Das ist exakt der Grund, warum das Rektorat der MedUni Wien gegen Andreas Sönnichsen vorgeht. Und auch warum Markus Müller, Rektor der MedUni Wien, einen Werbebeitrag zur Impfung macht, der im TV ausgestrahlt wird und auf der Facebook-Seite des Bundeskanzleramtes zu finden ist. Müller erklärt darin, dass die „Impfung sehr sicher und wirksam ist“. Was allerdings nicht im Einklang mit dem steht, was in den Zulassungsunterlagen der der EMA über Risiken und Nebenwirkungen steht. (Auf die bei jedem Hustenmittel hingewiesen werden muss, der Arzt Markus Müller es aber in einer Werbesendung unterlässt.)

© Foto: Universität Wien

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7 Kommentare zu „Die Wissenschaft und ihre Lehre sind nicht mehr frei – zumindest auf der MedUni Wien

  1. Wenn ein hoher Arzt von dem ein Normalsterblicher annehmen können muss dass er das was er sagt auch wirklich nach bestem Wissen und gewissen kommuniziert , öffentlich erklärt dass die Impfung sehr sicher ist, so frage ich mich wirklich wessen Kind so jemand ist, wenn sogar vom Erzeuger und von der EMA bekannt ist welche Wirkungen bzw. Nebenwirkungen möglicherweise zu erwarten sind.
    Ausserdem gibt es für diverse Altersgruppe gar keine Daten da diese gar nie erhoben wurden.
    Ich halte dies in höchstem Maße unverantwortlich Menschen gegenüber die absolut keine Ahnung haben und sich dem Vertrauen eines Arztes ausliefern müssen.

    Dann auch noch Menschen bzw. Professoren anzugreifen die eine abweichende Meinung haben finde ich gerade für wissenschaftliche Stellen empörend. Da kann man sich nur mehr fragen wohin gehen die UNIS wenn so etwas passiert????

  2. Danke für den Ansatz bezüglich „Wissenschaft“

    Allerdings muss der viel strenger und ungemütlicher für unsere Wissenschafter gefasst werden!
    Falsifikation und Verifizierung sind Instrumente, die gut bei Forschungsarbeiten eingesetzt werden können, wenn man Teilaspekte einer Theorie im Rahmen von Experimenten betrachten kann!
    Daraus ergeben sich eben die Naturwissenschaft, die Geisteswissenschaft und so etwas wie Mathematik mit deren Spezialitäten, deren Titulierung als Hilfswissenschaft uns gut gefällt. Und eventuell die geschürte Angst davor mindert.
    Es gibt auch den Begriff der „Wertefreiheit der Wissenschaft“. Der kollidiert sehr schnell mit den finanziellen Möglichkeiten, die gebraucht werden um heutzutage Experimente oder was immer man dafür hält, ausführen zu können!!
    Weiters ist die Diskussion bezüglich des „Freien Willens“ keine Unwichtige.
    Wir sind überzeugt das sich Möglichkeiten, Fähigkeiten und damit Freiheiten steigern lassen, aber Reste von Selbstbetrug sich nicht endgültig ausmerzen lassen.
    Die Geisteswissenschaften würden wir noch in Pseudo und Geisteswissenschaften aufspalten.
    Literaturforscher werden nicht einmal versuchen in der Nähe von grundlegender Naturwissenschaft zu sein.
    Wirtschaftswissenschafter allerdings schon!
    Es ist keine Frage, dass auch der “ Pseudowissenschaft“ wenn es um die Verbesserung der Lebensumsumstände aller Lebewesen geht, eine wichtige Rolle zukommt.
    Das Bewusstsein eigentlich ein Pseudowissenschafter zu sein und die Verdoppelung alles vorhandenen längst unüberschaubaren Wissens, vor allem zu beschleunigen könnte uns allen helfen! Hybris hilft nicht!

    Das ausgeliefert sein an Ideologien, Werten, freien Willen,gesellschaftlichen Abhängigkeiten etc. haben diese Wissenschaften aber mit zu fühlen und mit zu erforschen und immer „dazu“ zu bedenken!!!
    Wir würden auch die gründliche Auseinandersetzung mit Pierre Bordieu und Michael Hartmann (Eliten) empfehlen!
    Und auch der Ausspruch von Erwin Chargaff “ Unsere Kollegen wissen alles von nichts, aber nichts von allem“,
    setzt dem immer schädlicher werdenden Spezialistentum, etwas entgegen!!

    Wir sind mit allen Fasern unseres Herzens begeistert von neuen Erkenntnissen, die auf bewährtes gelegt werden.
    Vor allem „Die Evolutionstheorie der Erkenntnis“ nimmt uns in Anspruch.
    Wenn aber die Gesellschaft gespalten wird von so Aussprüchen (dem Sinn nach) „wir verzeihen quasi den abgefallenen der Wissenschaft, wenn sie bereuend in deren Schoss zurückkehren–(Florian Aigner, vormals Physiker nun Wissenschaftsjournalist-Gespräch Uni-Linz) regen wir uns auf!
    Gemeint sind damit auch alle, die Kritik an den jetzigen vor allem „selbst“ermächtigten Monokausal-erklärern und -handelnden, üben,
    Mit solchen „selbst“überhöhenden, eventuell in aller „Selbst“begeisterung auch gutgemeinten, Aussagen werden wir Spaltungen in der Gesellschaft nicht aufhalten! Und die Dramen, die sich außerhalb des eingeschnürten Berichterstattungsrahmens abspielen, auch nicht!
    Die Anführungszeichen bei „Selbst“ meinen, was frei ist betrifft in aller „Selbst“reflektion uns selber!
    Und Freiheit bestimmen nicht irgendwelche Uni Leiter, Verwalter oder sonstige Diener und Minister!
    Die haben gefälligst für Möglichkeiten, für die Vermehrung unser aller Freiheit, Gedankenfreiheit und das Leben jedes einzelnen zu sorgen. Darüber hinaus können und müssen sie auch noch ihre Ideologien verkünden.

    Maria & Rudi Fluegl

    1. Der Wissenschafts-Journalismus ist der endgültige Tod der Wissenschaften.

      Wissenschafts-Journalisten zeichnen sich dadurch aus, dass sie zwar mit Wissenschaft in Berührung gekommen sind, aber darin nicht reüssieren konnten und dann meinten ihr angeeignetes Halbwissen müsste aber allemal dafür reichen, dem dummen Volk Wissenschaft zu predigen.

      Das allererste was dabei auf der Strecke bleibt sind die unzähligen Fragezeichen in den Wissenschaften, denn dem Volk soll etwas Hehres, Gutes, Wahres vermittelt werden. Diese mythologische, ja religiöse Sicht auf die Wissenschaften hat sich in die Köpfe der Europäer herausgebildet spätestens seit „Gott tot ist“ (Nietsche). Da der Menschen glauben will und muss, befriedigte er mit dem Verlust des Glaubens an höherer Mächte dieses Bedürfnis mehr und mehr durch den Glauben an die absolute Weisheit der Wissenschaften. Eine der Blüten dieses Vorgangs ist die Apotheose des Albert Einstein zum Genie. Ein Kult um diese Person heute, wie um keine andere geschichtliche Person. Jedes Medium, vom Kinderkanal bis zum Kultursender, vom Bilderbuch bis zur Enzyklopädie, vom Kinderhort bis zum Uni-Studium egal welchen Faches ist bald durchsetzt von dieser angeblichen Geistesgröße der in Wahrheit nichts weiter war als der erste gezielt aufgebaute bürgerliche Weltstar der Geschichte. Das was da angerichtet wurde wird dereinst noch Jahrzehnte beschäftigen um den versauten Stall wieder auszumisten.

  3. ich glaube dass eines der gefährlichsten säulen für eine freie wissenschaft die drittmittel sind.
    damit ist man oftmals von denen abhängig die diese mittel zur verfügung stellen und da ist die gefahr zum gelenkten sklaven zu werden extrem gross

  4. Was derzeit abläuft ist schon unglaublich und wie in einem Albtraum. Man könnte meinen, man lebt in einem von der Mafia regierten Land. Die Mafia geht bekanntlich über Leichen.
    Meinungsfreiheit wird unterdrückt, man wird gegängelt mit einem Maskenzwang, eingesperrt wie Vieh. Vermutlich kommt irgendwie durch die Hintertür eine Impflicht.
    Wüsste im Moment nicht, wie sich ein Land aus den Fängen der (Pharma)Mafia befreien soll.
    Regierende erst absetzen, oder …. ?

  5. Es gibt gerade einen massiven Druck aus Politik und Medien, welche Meinungen zu gelten haben. Dazu kommt ein extremes Framing – es erinnert an stalinistische Kampagnen zur Feindbilderzeugung – dass gewisse Begriffe wie z.Bsp. „Skepsis“ sehr negativ auflädt. Der menschliche Herdentrieb tut das seinige, niemand will ausgeschlossen sein, jede/r will für das richtige Verhalten und die richtige Meinung gelobt werden. Im universitären und medizinischen Großbetrieb kommen sicher große Verlustängste und Verantwortungsgefühl für die Mitarbeiter/innen dazu, den Kopf einzuziehen. Ingesamt ist es eine ungute Suppe; einige verstehen sich zu gut auf die menschlichen Schwächen und nutzen dies weidlich aus. Vielleicht sind viele auch einfach froh, dass es endlich einmal vorbei ist mit der Ambivalenz unserer „westlichen Werte“, dass ein kein Grau mehr gibt, dass so unendliches mühevolles Nachdenken und Ringen um die eigene Haltung erfordert, sondern ein klares, vorgegebenes Schwarzweiß.
    P.S.

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