Kernschmelze in der Paketauslieferung der Post – nichts geht mehr

Die Paketzustellung der Post funktioniert nach wie vor weitgehend nicht. Pakete bleiben wochenlang verschollen, Nachforschungen ergebnislos, eine Normalisierung ist nicht absehbar. Und das trotz der Unterstützung durch das Bundesheer in den Verteilzentren Inzersdorf und Hagenbrunn.

Wegen der Infektionen einer relativ großen Zahl von Mitarbeitern mit dem Coronavirus,  mussten alle heim oder in Quarantäne geschickt werden. Da die Post als Universaldienstleister systemrelevant ist, sprang das Bundesheer ein und sorgte für die Fortsetzung des Betriebs.

Bundesheer im Paketverteilzentrum

Dabei kam es in Hagenbrunn gleich mal zu Ärger, denn die anrückenden Soldaten fanden vor dem Verteilzentrum stapelweise Pakete im Regen vor den Toren abgestellt. Eine sofort angefertigte Fotodokumentation ließ Vorwürfe der Post abprallen, das Bundesheer sei schuld. Betroffene Absender berichten von völlig aufgeweichten und zerstörten Sendungen.

Der Bundesheer Einsatz lief bis 30. Mai. Um 5.30 Uhr endete am Samstag die letzte Schicht der Bundesheersoldaten in Hagenbrunn. Um 6.00 Uhr übernahmen wieder Postmitarbeiter beziehungsweise Leiharbeiter alle Schichten. Am 15. Mai begann der zwei Wochen dauernde Einsatz, der auch genauso lang geplant war, wie es seitens des Bundesheers gegenüber noe.ORF.at hieß.

Nach einer Recherche von Addendum hat die Post keinerlei Vorkehrungen getroffen um die vom Gesundheitsministerium verordneten Maßnahmen zum Schutz der Mitarbeiter umzusetzen. Es wurde weder Abstand gehalten, die Maskenpflicht wurde erst verspätet umgesetzt und es gab keine Hygienie Maßnahmen. Verantwortlich dafür ist Paket- und Logistikvorstand Peter Umundum, einst Kurzzeit-Geschäftsführer der Die Presse.

Nach wie vor Probleme mit Auslieferungen

Warum aber Sendungen noch immer nicht zugestellt werden können ist rätselhaft, da doch jetzt offenbar wieder Normalbetrieb herrschen sollte. Wie in dem Screenshot oben von der Sendungsverfolgungsseite der Post zu sehen ist, ist eine Sendung am 28. Mai im Paketverteilzentrum eingelangt und sollte am 29.5. zugestellt werden. Das wird auch heute noch auf der Webseite der Post so angezeigt, die Sendung ist offenbar im postalischen Nirwana gelandet.

Ebenso ärgerlich ist dann die Seite für Nachforschungen nach verloren gegangenen Sendungen. Man kann das Land des Absenders auswählen, allerdings wird als einzige Option Österreich angegeben. Diese Sendung wurde aber aus Holland via DHL an die Post zur Zustellung übergeben. Die Nachforschung wird nur dann akzeptiert, wenn eine österreichische Absenderadresse eingeben wird, die auch in den Postverzeichnissen existiert.

Auch hier herrscht offenbar Unwissenheit und Chaos im Vorstandsbereich Paket und Logistik von Peter Umundum.

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