
Hitzewelle in Brüssel: EU-Kommission dreht Klimaanlagen in den unteren Stockwerken ab
Die Hitzewelle hat Europa im Griff, und die EU-Kommission dreht im Hauptquartier die Klimaanlagen ab – allerdings nur von Stock 1 bis 7. Ursula von der Leyens Büro befindet sich im 13. Stock und ist bestens klimatisiert. Ein Symbol für den Umgang der EU mit heißem Wetter.
Die Europäische Kommission erklärte am Freitag, die Klimaanlage in ihrem Hauptquartier, dem Berlaymont-Gebäude, teilweise abzuschalten. Mitarbeiter erhielten am Mittag eine dringende SMS mit folgendem Wortlaut: „URGENT – Due to extreme weather conditions, forced shut down of air cooling system from floor 1 to 7 for the rest of the day.“ Die Kühlung wurde auf den unteren sieben Stockwerken für den Rest des Tages zwangsweise heruntergefahren. Die normalen Mitarbeiter sollen offenbar schwitzen.
Das Berlaymont-Gebäude beherbergt Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (13. Stock), ihre 26 Kommissare (meist ab dem 8. Stock) und rund 3.000 Mitarbeiter. Während die unteren Etagen ohne Kühlung auskommen mussten, durften die oberen Stockwerke weiter klimatisieren. Das sorgte für deutlichen Unmut. Ein anonymer Kommissionsbeamter aus den unteren Etagen sprach gegenüber Politico von „Feudalismus“, ein anderer nannte es eine „Schande“.
Immerhin hatte die Kommission den Mitarbeitern bereits zu Wochenbeginn Verhaltensempfehlungen gegeben: früher mit der Arbeit beginnen, die Mittagshitze meiden und viel trinken. Offenbar geht man davon aus, dass die Mitarbeiter auf dem geistigen Niveau von Kleinkindern sind und sich an Hitzetagen nicht selbst versorgen können.
Das Kommissionsgebäude verfügt immerhin über Klimaanlagen. In den mitteleuropäischen Städten – ob Wien, Berlin oder Brüssel – gibt es dagegen viel zu wenige Klimaanlagen. Ein nachträglicher Einbau ist zudem schwierig, weil es an ausreichend Strom fehlt. Die Energiewende hat in vielen Regionen zu knappem und teurem Strom geführt. Auch das Europäische Parlament hatte in dieser Woche mit Stromausfällen zu kämpfen, die durch den hohen Energiebedarf der Kühlsysteme verursacht wurden.
Doch selbst dort gibt es zumindest Klimaanlagen. Während die EU-Kommission mit ihren bestehenden Anlagen kämpft, ist der Einbau einer Klimaanlage für normale Bürger in Städten wie Wien oder Berlin ein echtes bürokratisches Hindernisrennen.
In Wien gilt:
- Im Gemeindebau (Wiener Wohnen) werden Split-Klimaanlagen grundsätzlich nicht genehmigt. Ausnahmen gibt es nur in sehr seltenen medizinischen Härtefällen.
- Bei Privatwohnungen braucht man die Zustimmung des Vermieters bzw. aller Miteigentümer, eine baurechtliche Prüfung durch die MA 37 (Baupolizei) und oft auch die MA 19 (Architektur und Stadtgestaltung). Das Außengerät darf in den meisten Fällen nicht vom öffentlichen Raum aus sichtbar sein. Zusätzlich gelten strenge Lärm- und Kältemittel-Vorgaben.
In Berlin ist die Lage ähnlich kompliziert:
- Mieter brauchen die schriftliche Zustimmung des Vermieters für jede Split-Anlage mit Außengerät.
- In einer Wohnungseigentümergemeinschaft (WEG) ist in der Regel ein Mehrheitsbeschluss der Eigentümerversammlung erforderlich – das Außengerät gilt als bauliche Veränderung am Gemeinschaftseigentum.
- Besonders streng ist es in denkmalgeschützten Gebieten (die es in Berlin massenhaft gibt): Hier muss oft das Landesdenkmalamt zustimmen, was häufig abgelehnt wird.
Die Abschaltung der Klimaanlage im Berlaymont zeigt symbolhaft, wie überfordert die EU bereits bei heißem Wetter ist. Man diskutiert über riesige Klimapolitikpakete, verweigert aber gleichzeitig Klimaanlagen für das „Fußvolk“ (weil sie angeblich schlecht für das Klima sind), betreibt Panikpropaganda und redet von „Hitzetoten“ – doch für eine unmittelbare Kühlung fehlt es an der notwendigen Infrastruktur. Glücklicherweise ist eine Hitzewelle nicht das Ende der Welt und für die allermeisten Menschen gesundheitlich auch nicht wirklich gefährlich. Den Sprung ins kühle Nass schafft man spätestens nach Feierabend, und kalte Duschen sind glücklicherweise nicht von der Energiewende abhängig.
Unsere Arbeit ist spendenfinanziert – wir bitten um Unterstützung.
Folge TKP auf Telegram oder GETTR und abonniere unseren Newsletter.
Links zu früheren TKP-Beiträgen zum Thema finden Sie unterhalb 👇
Unterstützt El Niño die kommende Abkühlung des Klimas?
Das Berlaymont-Gebäude wurde 1963 bis 1967 errichtet und erst 1992 wegen Asbestbelastung gesperrt und aufwändig bis 2004 renoviert. Damals war der Klimawandel doch schon längst bekannt. Daher hätte die Renovierung des Gebäudes dieses wohl auch „klimafit“ machen müssen. Da gab es schon damals ausreichend Architekten, die das hinbekommen hätten!
Natürlich drehen die den eigenen Leuten die Hähne ab. Das sind doch keine Menschen, sondern eine billige Horte von Tieren. Das sind charakterlose Individuen die sich leicht von einer Lobby steuern lassen.
Der 13. Stock, dort wo die Engel Gerechtigkeit vorbe/verb/reiten, lässt schon erahnen, wohin die Reise der VdL letztlich geht…
Bin neugierig, in welchem Kellergeschoss sich das Schwimmbad und die Sauna befindet?
Schwimmbad im Keller ist von gestern – ich würde auf einen Infinity-Pool auf dem Dach wetten. ;))
Noch etwas drastischer: EU und Deutschland schreiben den Erwerb und die Installation von Wärmepumpen = Klimaanlagen vor. Wenn es dann heiß oder auch kalt wird, verbieten sie deren Benutzung. So geht Demokratie….
Tipp fürs Büro: Fußbad mit kaltem Wasser. Weiters Flussbaden…Zu Mittag nicht im Freien rackern, drinnen bleiben oder im Wasser. Ich habe heute ausnahmsweise kein Sonnenbad genommen. Es ist heute wirklich extrem heiß. Rausgehen nur bis zum Pool und platsch.
Eine Klimaanlage habe ich nicht. Das Haus ist kühl. Tipp, in der Nacht Fenster offen lassen. Dann kommt kalte Luft herein. Tagsüber lasse ich die schweren Außenrollos bei sonnenbestrahlten Fenstern runter und ziehe Chenillevorhänge zu.
Heute habe ich ausnahmsweise nicht auf dem Griller gekocht. Fliegt nur ein Fünkchen davon, brennt der Wald.
Es hat heute 40° gehabt als ich zu Mittag einkaufen war. Die haben da irgendwas gemacht. Vom CO2 kommt das nicht.
Normalerweise benütze ich im Auto die Klimaanlage nicht. Heute schon….
„Die haben da irgendwas gemacht.“
Es ist das ganze Metall in der Luft. Damit können sie jedes Wetter machen.
Weltraumschrott?
Ich glaub, die haben Haarp gestartet. Aber auf jeden Fall ist es die Sonne. Die Indianer sagen, die Erdachse hat sich verschoben, was zu einer Änderung der Jahreszeiten führt.
An den Beobachtungen der Inuit ist sicher was dran.
https://www.alexmiller.de/2022/02/15/die-warnungen-der-inuit-ueber-die-erdachsenverschiebung/
Das wird auch mittlerweile bestätigt, das hören nur die Klimajünger nicht so gern. Es gibt natürlich viele Ursachen. Das Wetter ist ein vielfach unbestimmtes System, eine Gleichung mit vielen Unbekannten.
https://duckduckgo.com/?q=erdachse+verschiebt+sich&t=ofa&ia=web
@Daisy: die Erdachse ist erst verschoben, wenn nicht mehr der Polarstern (Deichsel im kleinen Bär) in der Mitte des Himmelskreises liegt. Bis dahin geht es „nur“ um die Manipulation des Erdfeldes über Nanometalle in der Atmosphäre, die von fast jedem Flugzeug auf Knopfdruck von aussen versprüht werden.
Da aber zur Zeit der Erdkern scheinbar nicht mehr oder nur mehr langsam rotiert, kann es auch ziemlich leicht zu einer Verschiebung der Aussenschale kommen, wenn genug (oder eine ganz große) A-Bomben irgendwo zünden. Danach läge vielleicht sogar die Antarktis wieder am Äquator…
Ahm, die Rotationsachse der Erde liegt geneigt zur Erdbahn – der Umlaufbahn um die Sonne in einem Jahr. Dadurch gibt es den nördl. und südl. Wendekreis und die Jahreszeiten, wobei nicht die Sonne sich wendet. Die Erde mit ihrer geneigten Achse dreht sich um die Sonne ein Jahr und um sich selbst 1 Tag. Die Neigung der Achse hat sich geändert. Man vermutet u.a. durch Massenverlagerungen durch Wasser. Sie wird auch durch die Gravitation von anderen Planeten und unserem Mond beeinflusst.
zu Jürgen…um mich herum findet grad eine Ameisenhochzeit statt und mir rinnt der Schweiß herunter, unangenehm. Ich denk mir machmal, Daisy passt eigentlich nicht zu mir. Ist mir nur mal spontan eingefallen, weil ich Donald sehr mag…
In Takatuka-NRW wurden heute von 13 bis 19 sämtliche RegionalExpress-Züge von National Express stillgelegt – davor fuhren sie überfüllt mit nur halber Traktion. Also praktisch das Regionalverkehr-Rückgrat von Rhein-Ruhr.
Der Grund könnte sein, dass die Schienen sich bei starker Hitze verformen. Das könnte zu Entgleisungen führen…
Naja, im 13. Stock hat frau halt Angst vor einer Hexenverbrennung …
„Klimaanlagen“ heißen seit etwa dem Jahr 2002 „Luft-Luft-Wärmepumpen“ Sie haben aktuell COP Werte vo ca. 4,75 bis 6,0, EER Werte von 5,0 – 6,0. Aktuelle Klimaanlagen sind energieeffizienter als Luft-Wassr Wärmepumpen.
Dass selbst die 3000 EU Verantwortlichen nebst Kommissiariat (fitfor55) für den Wärmepumpenzwang in Deutschland nicht wissen, was eine Wärempumpe ist, zeigt meines Erachtens, dass die Energiegesetugebung von Lobbyisten gelenkt wird. Schöne EU, armes Deutschland (oder herkömmlich: prost, Gemeinde, der Pfarrer säuft)
Statistisch gesehen, kann man sich mit mRNA-Spritzen gegen den Hitzetod „impfen“!
Man stirbt dann deutlich weniger an der Hitze, liebe Ungewählte, wie wärs?