Hitzewellen der Vergangenheit

26. Juni 2026von 2,5 Minuten Lesezeit

Erste Hitzewelle des Jahres und die Klimapropaganda kennt keinen Halt mehr. So viele heiße Tage gibt es in Mitteleuropa nicht, deshalb müssen die paar Tage für das politische Marketing genutzt werden. Neu sind Hitzewellen dieser Art aber nicht.

Hitzewellen und extreme Sommerhitze sind in Deutschland kein Phänomen der jüngsten Zeit. Es genügt ein kleiner Blick ins Archiv, um Jahre aus dem 20. Jahrhundert mit außergewöhnlich heißen und trocknen Perioden zu finden, die mit dem aktuellen Wetter vergleichbar sind. Extreme Hitze hat eine lange Tradition in Mitteleuropa – weitaus mehr Tradition als die Klimapolitik.

Freilich könnte man noch weiter zurückgehen. Doch man soll es ja nicht übertreiben. Der Klima Kanal Sturmwetterblog hat einen Überblick erstellt. Eine der frühesten dokumentierten starken Hitzewellen ereignete sich 1911. Rund zwei Wochen lang herrschten Temperaturen vielfach zwischen 30 und 35 Grad Celsius, örtlich wurden bis etwa 38 Grad erreicht. Die Hitze ging mit einer schweren Dürre einher, die mit den Trockenperioden von 1976 und 2003 vergleichbar war und die Landwirtschaft erheblich belastete.

Noch extremer war der Sommer 1947. Er zählt zu den heißesten und trockensten des gesamten 20. Jahrhunderts in Deutschland. Der Deutsche Wetterdienst veröffentlichte dazu einen eigenen Sonderbericht. Die Kombination aus anhaltender Hitze und extremer Trockenheit führte zu großen Problemen in der Landwirtschaft – besonders schwer in der Nachkriegszeit.

1976 folgte eine lange Hitzewelle von Ende Juni bis weit in den Juli. In weiten Teilen West- und Südwestdeutschlands gab es gebietsweise mehr als zwei Wochen am Stück Temperaturen von 30 Grad und mehr. Extreme Trockenheit verursachte erhebliche Ernteausfälle, Felder verdorrten, und es kam teilweise zu Schäden an Infrastruktur wie Autobahnen.

Ein historischer Meilenstein war der Sommer 1983. Am 27. Juli wurde in Gärmersdorf in der Oberpfalz mit 40,2 Grad Celsius erstmals die 40-Grad-Marke in Deutschland erreicht – ein neuer nationaler Temperaturrekord.

Auch in den 1990er Jahren traten heiße Sommer auf. 1994 verzeichnete das Deutschlandmittel rund 16 Hitzetage mit mindestens 30 Grad. Im Folgejahr 1995 waren es im Mittel über zehn solcher Tage.

Nach der Jahrtausendwende setzten sich die extremen Ereignisse fort. Der „Jahrhundertsommer“ 2003 brachte eine außergewöhnlich lange Hitzeperiode in ganz Europa; in Deutschland wurden erneut bis 40,2 Grad gemessen.

2015 gab es mehrere starke Hitzewellen mit 35 bis 38 Grad vielerorts; ein neuer Rekord von 40,3 Grad wurde aufgestellt. 2018 war einer der heißesten und trockensten Sommer seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. 2019 erreichten die Temperaturen Spitzenwerte von bis zu 41,2 Grad. Und 2022 traten erneut mehrere Hitzewellen mit über 40 Grad in einzelnen Regionen auf. Aber Achtung, die letzten Beispiele waren dann schon Beleg für die „Erderwärmung“, die mittlerweile zum „Klimawandel“ umgetauft wurde (wodurch man auch Starkregen, Kälteperioden oder andere Extremwetterereignisse dem CO2 und dem Menschen unterschieben kann.)

Bild „02024 1205 Wasservorhang – Hitzewelle in Bielsko-Biała“ by Silar is licensed under CC BY-SA 4.0.

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12 Kommentare

  1. rudifluegl 26. Juni 2026 um 22:19 Uhr - Antworten

    Auch zum wiederholtesten male bei TKP!
    Über die Feuchtkugeltemperatur nachlesen!
    Die Orfler sind zum lesen ohnehin zu belesen. Hat ev.mit der Weinlese zu tun. Und Ex-Naheverhältnissen zum entsprechenden Meister unter Bürgern.
    Die kapieren nicht mal warum die Action in der Sauna erst beim Aufguss losgeht.
    Mit 99%iger Gentherapie im Hirn eigentlich bewundernswert das der Rundfunk noch Geräusche „weinlesernde“- und Bilder“ bergerende“_ liefert. Eventuell sind da auch ungestochene, bestochene, ausgelagerte Handwerker verantwortlich?

    • rudifluegl 26. Juni 2026 um 22:25 Uhr - Antworten

      ….., dass…………_____ wer bitte hat die „Rechts“schreibung erfunden? Der gehört von Rechts wegen abgeurteilt!

  2. therMOnukular 26. Juni 2026 um 14:50 Uhr - Antworten

    Warum ist das überhaupt schon eine Hitzewelle?
    Ich bin einfach nur froh, dass sich das Klima langsam von einem der tiefsten Werte in den letzten x-Millionen Jahren erholt und hoffe, dass dieser Trend noch eine Weile anhält….;))

    Als ich zum ersten Mal in Griechenland war, war es heiß. Trotzdem schleppten mich meine Eltern von Ausgrabung zu Ausgrabung. Mich faszinierten die alten Griechen, aber nach 4 Wochen wollten wir alle nur noch an den Strand. Griechenland eben, dachten wir.
    Nach 7 Wochen wieder daheim – Lehrerfamilie – waren unsere Verwandten froh, dass wir die schwere Hitzewelle heil überstanden, wo doch in allen Zeitungen von etlichen Hitzetoten in Griechenland berichtet wurde. Wir haben davon nichts mitbekommen. Es war 1980 (oder 81), es gab weder Handy noch Internet und für uns war es schlicht Sommer im Süden. Auch die Griechen haben sich nie beschwert.

    Solange diese Erfahrung nicht übertroffen wird, ist es für mich keine Hitzewelle. Ich habe daher bisher/seither keine erlebt, auch jetzt nicht.
    BTW: als ich schon etwas älter im Sommer teilweise allein daheim bleiben durfte, war meine 1. Entscheidung dieser „Verantwortung“, den Rasen eben NICHT zu mähen – und so blieb unser Garten von da an immer der einzige in der Nachbarschaft, der nicht austrocknete und verbrannte. Kurz bevor meine Eltern Ende August heimkamen habe ich erst gemäht und hatte einen saftig grünen Rasen, davor eine Blumen-reiche Wiese. Es ginge alles so viel einfacher…..

    PS: Das stört den ORF freilich nicht – täglich permanent mindestens 5 „Artikel“ zur Hitzebelastung und selbstverständlich der absolute Beweis der Klimaapokalypse. Nicht zu ertragende Blödheit.

    • Hello 26. Juni 2026 um 15:27 Uhr - Antworten

      Auch ich war oft im Sommer in Griechenland. Die Luft dort ist allerdings viel trockener als bei uns und oder auch in Italien und deshalb viel leichter zu ertragen. Das habe ich bemerkt, als ich das erste Mal in Italien war. Es war weniger heiß als in Griechenland, aber feucht-warm und daher unangenehmer.

      • therMOnukular 26. Juni 2026 um 16:48 Uhr

        Hello, Hello!
        Die Feuchtigkeit ist ein Argument. Aber wo soll die Feuchtigkeit auch sein, wenn der Rasen gemäht wird…..? Im Boden ist sie nicht mehr, das Gras kann keinen Sonnenschutz mehr bieten – sie ist also in der Luft, aber dafür füllen wir ja künstlich nach, dass im kahlen Boden noch mehr Feuchtigkeit verdunsten kann. Und in der Stadt sind es zusätzlich die Pfützen auf Asphalt & Beton, die zu 100% in die Luft entweichen, sobald es mal geregnet hat. Wir sind also selbst Teil dieses Problems….;)) Und so ein klassisches Ausgrabungsgelände im Landesinneren kann ein schöner Backofen sein…. Die langen Autofahrten über Land (Klimaanlage gab es damals nicht) waren aber mein Problem. Im selbst umgebauten Lieferwagen zum Camping-Bus gab es hinten keine Fenster, die während der Fahrt geöffnet werden konnten….;))
        Alles andere war einfach nur heiß, dann am Meer war es sogar einfach nur herrlich….(und ich kann Hitze eigentlich nicht ausstehen, aber mit Wind am Meer geht’s)

        Ich finde es in Summe also sehr bezeichnend für unsere Gesellschaft, dass ausgerechnet die „Naturschützer“ am wenigsten Erinnerung daran haben, was Natur bedeutet (und dass sie mitunter ganz schön ungemütlich sein kann).

    • Daisy 26. Juni 2026 um 15:40 Uhr - Antworten

      Btw, feucht warm, den Andy I hat man leider hier auch schon lange nicht mehr gesehen…

  3. Daisy 26. Juni 2026 um 12:25 Uhr - Antworten

    Da hams wieder was manipuliert. Trump ist ja nun machtlos, worüber sich besonders die WEF-Kirche freut. Jetzt läuft Haarp wieder auf Hochtouren. Die Hitze macht mir nix, denn ich bin südländisch, aber die Trockenheit ruiniert langsam meinen Garten, die Bäume sind durstig.

  4. VerarmterAdel 26. Juni 2026 um 12:02 Uhr - Antworten

    Hör ich Klima, bin ich weg.

  5. palman 26. Juni 2026 um 12:01 Uhr - Antworten

    … und unter „Dürre und Hitze in Europa 1540“ (!!!) gibt es just einen großen Wiki-Artikel !?! – man kann auch nach „Megadürre 1540“ googeln – „KI“ – wohl „Kein Idiot“ – reicht dazu eine schöne „ÜBER-Sicht“ … ;-)))

  6. W. Baehring 26. Juni 2026 um 11:56 Uhr - Antworten

    Zu der alten „Weisheit“ der Herrschenden, also der Aufgabenteilung zwischen kirchlichen und weltlichen Fürsten darüber, wie erfolgreich über die Masse geherrscht wird: „Wir halten sie dumm, ihr haltet sie arm“, kommt in der Neuzeit noch die außerordentlich wirkungsvolle Ergänzung durch die (Partei-) Politiker und ihre prostituierenden „Experten aus DER Wissenschaft“ hinzu: „und letztere halten sie in ständiger (lähmender) Angst“.

  7. mattes 26. Juni 2026 um 11:53 Uhr - Antworten

    Selbst Schuld, wer sich diese Marionette anhört

  8. Konrad Kugler 26. Juni 2026 um 11:44 Uhr - Antworten

    Gerade lese ich: „Sven Plöger, Deutschlands bekanntester Meteorologe >>>Kein Unwetter fordert so viele Opfer wie die Hitze<<<<.
    Er will aber nicht über das Wetter, sondern über das Klima sprechen.

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