
Die Welt macht Fortschritte – fünf Nachrichten, die Hoffnung machen
Die Nachrichtenflut kann erschöpfend sein. Kriege, Krisen, Katastrophen – sie dominieren die Schlagzeilen, weil Dramatisches nun mal Aufmerksamkeit erzeugt und Medien beflügelt, Klickzahlen generiert. Dabei passiert gleichzeitig, still und beharrlich, etwas anderes: Wissenschaftler lösen Probleme, die Jahrzehnte lang unlösbar schienen. Ärzte heilen, was als unheilbar galt. Hier sind fünf Nachrichten aus den letzten Wochen, die das belegen.
Plastik wird zu sauberem Treibstoff – mit Sonnenlicht: Zwei der hartnäckigsten Probleme unserer Zeit könnten bald gemeinsam gelöst werden. Wissenschaftler nutzen Sonnenlicht, um Plastikabfall in saubere Brennstoffe wie Wasserstoff umzuwandeln – ein Durchbruch, der gleichzeitig das Verschmutzungsproblem und die Energiefrage angeht. (Quelle: ScienceDaily)
Forschende der University of Adelaide untersuchen die sogenannte solarbetriebene Photoreformierung als gangbaren Weg, Plastikabfall in Wasserstoff, Synthesegas und hochwertige industrielle Vorprodukte umzuwandeln. Die Welt steckt derzeit zwischen zwei sich verschärfenden Krisen: der Produktion von über 460 Millionen Tonnen Plastikabfall pro Jahr und dem dringenden Bedarf, von fossilen Brennstoffen wegzukommen. Der Prozess ist dabei energieeffizienter als andere Wasserstoff-Produktionsmethoden, weil Kunststoffe leichter oxidierbar sind als Wasser. Aus Müll wird Ressource – das ist das Prinzip einer echten Kreislaufwirtschaft, und es funktioniert.
Kein einziger Rückfall: Der Durchbruch gegen Darmkrebs
Manche Meldungen aus der Medizin klingen zu gut, um wahr zu sein. Diese hier ist es trotzdem. Patienten mit einem bestimmten Typ von Darmkrebs, die mit einer kurzen Immuntherapie vor der Operation behandelt wurden – statt mit monatelanger Chemotherapie danach – sind nach fast drei Jahren Nachbeobachtung weiterhin krebsfrei. (Quelle: MedicalXpress)
Die Studie umfasste 32 Patienten mit Darmkrebs im Stadium zwei oder drei und einem spezifischen genetischen Subtyp. Die Teilnehmer erhielten bis zu neun Wochen lang das Immuntherapiemittel Pembrolizumab vor ihrer Operation, anstatt wie üblich nach dem Eingriff mehrere Monate Chemotherapie zu absolvieren.
Nach 33 Monaten hat keiner der behandelten Patienten einen Rückfall erlitten – weder diejenigen, die nach der Behandlung keine Krebszeichen mehr hatten, noch jene, bei denen noch geringe Mengen verblieben waren und die weder wuchsen noch streuten.
Zum Vergleich: Bei der Standardbehandlung mit Operation und anschließender Chemotherapie erleiden erwartungsgemäß etwa 25 Prozent der Patienten innerhalb von drei Jahren einen Rückfall.
Die Lachse kommen zurück – nach 30 Jahren
Manche Erfolge brauchen Jahrzehnte Geduld. Dieser ist einer davon. In der Saison 2024–2025 wanderten gefährdete Coho-Lachse an die Küste von Mendocino in Nordkalifornien zurück – in einer Zahl, die kaum jemand noch für möglich gehalten hatte. Wissenschaftler schätzten über 30.000 zurückgekehrte Erwachsene, doppelt so viele wie im Rekordjahr davor. Im Vergleich dazu waren es vor zehn Jahren gerade einmal 3.000 Fische pro Jahr.
Noch bewegender: Im Oberlauf des Russian River im Mendocino County wurden juvenile Coho-Lachse gesichtet – die erste bestätigte natürliche Reproduktion in diesem Gewässerabschnitt seit 1991. Entdeckt wurden sie von einem Gewässerspezialisten der Pinoleville Pomo Nation, einem indigenen Stamm, der den Fluss seit Generationen als Teil seiner Kultur betrachtet.
Der Erfolg ist das Ergebnis einer langfristigen Erholungsstrategie für Lachse, verbesserter Habitatrestaurierung und der engen Zusammenarbeit mit Stämmen, Naturschutzgruppen und staatlichen Partnern. Mehr als 100 Restaurierungsprojekte wurden allein an der Mendocino-Küste finanziert. Es ist ein Beweis dafür, dass Naturschutz funktioniert – wenn man es durchhält.
Wasserstoff ohne Platin: Saubere Energie wird erschwinglicher
Ein weiterer Energiedurchbruch aus dem Mai: Forscher haben einen langlebigen neuen Katalysator entwickelt, der sauberen Wasserstoff erzeugt, ohne auf teure Platinmetalle angewiesen zu sein. Der Durchbruch könnte erneuerbaren Wasserstoffkraftstoff billiger, effizienter und leichter skalierbar für den realen Einsatz machen.
Wasserstoff gilt als einer der Schlüssel zur Dekarbonisierung von Industrien, die sich nicht einfach elektrifizieren lassen – Stahl, Schifffahrt, Schwerlastverkehr. Bisher war die Produktion teuer, weil die dafür benötigten Katalysatoren seltene Edelmetalle erforderten. Das ändert sich gerade.
Das Wissenschaftsjahr 2026: Medizin der Zukunft denkt den Menschen neu
Nicht jeder Fortschritt ist ein einzelner Durchbruch – manchmal ist es eine veränderte Denkweise. Im Wissenschaftsjahr 2026 unter dem Motto „Medizin der Zukunft“ zeigen Forschende, wie sie mit ihren Ideen und Lösungen schon heute die Medizin von morgen formen – eine Medizin, die präventiv, personalisiert, digital und partizipativ ist. Ein besonderer Fokus liegt auf geschlechtersensibler Forschung, die dafür sorgt, dass Behandlungen künftig besser auf individuelle Bedürfnisse zugeschnitten werden. Hoffen wir, dass sich die Geschlechtersensibilität auf die vorhandenen eindeutigen biologischen Geschlechter beschränkt.
Ein letzter Gedanke
Die schlechten Nachrichten sind laut, weil Krisen dringend sind. Die guten Nachrichten sind leise, weil Wissenschaft geduldig ist. Aber sie sind da – in Laboren, Kliniken und Windparks. Jeden Monat. Die Welt verbessert sich nicht trotz ihrer Probleme, sondern weil so viele Menschen daran arbeiten, sie zu lösen. Allerdings gibt es da ein kleines Problem. Forschung wird heute getrieben durch Profiterwartungen. Aber China gibt Anlass zur Hoffnung. Dort wird Wissenschaft staatlich unterstützt, wenn es der Gesellschaft hilfreich ist. Und immer mehr Forscher auch im Westen fordern eben dies, und erhalten Unterstützung aus der Politik.
Bild: Wikipedia (Auszug)
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CO2-Messungen im 19. Jahrhundert: Was Chemiker fanden und warum es die Klimaforschung ignoriert
USA stoppen Gain-of-Function-Forschung
Windparks? Welche guten Nachrichten gibt’s zu Windparks? Werden die bestehenden wieder abgerissen und die Hersteller müssen für die Kosten der Entsorgung aufkommen?
Es gibt sehr viele interessante Forschung, auch in der Vergangenheit.
Leider sind sie mit dem aktuellen Systemprinzip nicht vereinbar und auch ein Problem aus der Sicht der Machtpyramide das ja von Abhängigkeit zu Ihnen lebt, warum sie stetig unterdrückt werden.
Wenn die eine Seite vom Schatten lebt, wird sie den Sonnenschein fern halten wollen. Wieviele der technologischen Entwicklungen, die ganz klar funktioniert hatten und haben, sind verschwunden, oder haben niemals das Wissen der Menschen erreicht?
Aber ich finde diese Sektion der positiven Nachrichten schon eine solide Basis, wenn sie nicht in zu kitschigen Dingen abdriftet, die alle Außenstehenden generell, weil keine emotionale Teilhabe, kaum tangiert.
Positive Nachrichten, mit Bezug auf ein besseres Systemmodell, sind vielleicht sogar noch gefährlicher für die bestehenden Verhältnisse, weil die Menschen dann permanenten ihre Niederhaltung erleben und verstehen..
Und der Russian River ist wunderschön, mit Mammutbäumen zwischen denen sich Häuser schmiegen. Zumindest war das 1991 noch so…
„Wasserstoff ohne Platin: Saubere Energie wird erschwinglicher“
Ob es dann wirklich billiger sein wird, wenn man die Patentverwertung mit berücksichtigt?
Ich bleibe da bei der etablierten einfachen Methode mit Platin, das ja eingesetzt wird, weil diese Elektroden nicht zersetzt werden, d.h. Nanopartikel abgeben, wie es z.B. bei der Herstellung von kolloidalem Silberwasser passiert, das ja auch Wasserstoff generiert, solange der Stromfluß anhält.
“ Kein einziger Rückfall: Der Durchbruch gegen Darmkrebs“
Mich würde da, auch und vor allem, die Vergleichsgruppe mit Ivermectin interessieren…
„Die Welt steckt derzeit zwischen zwei sich verschärfenden Krisen: der Produktion von über 460 Millionen Tonnen Plastikabfall pro Jahr und dem dringenden Bedarf, von fossilen Brennstoffen wegzukommen.“
Selten so gelacht! LOL! Plastik wird bekanntlich aus fossilen Brennstoffen produziert. Wem der Widersinn nicht auffällt, darf sich gerne als strohdumm bezeichnen…
Die Probleme der Menschheit sind doch eher in der Anwendung des vorhandenen Wissens begründet.
habitatrestaurierung? das klingt aber schon sehr rechtsextrem
Ich muss hier leider den Miesepeter spielen. Die Wissenschaft wurde über Jahrzehnte immer mehr an die Ideologie- und Geld-Leine genommen. Wissenschaftler müssen daher Ergebnisse verkaufen, auch wenn keine da sind. Wenn man den einschlägigen Kanälen folgt, kann man jeden Tag von fantastischen Durchbrüchen lesen, von denen man danach nie wieder etwas hört. Und falls es ausnahmsweise doch einen echten Durchbruch gibt, dann findet sich schnell ein Konzern, der die Patente aufkauft und die Erfindungen in der Schublade verschwinden lässt.
Gerade die Krebsforschung ist so ein Modethema. Jeder Wissenschaftler versucht, die Erfolgsaussichten seiner Forschungsanträge dadurch zu erhöhen, dass er irgendwas mit Krebs und Klima/Dekarbonisierung in seinen Antrag schreibt, am besten gleich noch was mit Gender, nur um ganz sicher zu gehen.
Ich kann nicht so recht daran glauben, da man die Macht und finanziellen Mittel der global agierenden Verbrecher-Sekte nicht unterschätzen sollte…
„Wissenschaftler nutzen Sonnenlicht, um Plastikabfall in saubere Brennstoffe wie Wasserstoff umzuwandeln“
Mein Tipp: Da sollten sie sich aber beeilen, denn es gibt mit Millarden unterstützte Bemühungen, die Sonne zu dämpfen: Ein US-Startup plant, 50.000 Weltraumspiegel einzusetzen, um nachts Sonnenlicht auf die Erde zu lenken und so Energiegewinnung, Industrie und Landwirtschaft zu unterstützen…:
https://transition-news.org/50-000-weltraumspiegel-fur-sonnenlicht-auf-abruf-wissenschaftler-warnen-vor
Auch die irren Briten planten für April 2026, die Sonne zu verdunkeln…
Und natürlich: Die EU will gemeinsam mit Bill Gates die Sonne verdunkeln
https://tkp.at/2023/08/08/verdunklung-der-sonne-eu-unterstuetzt-die-plaene-von-bill-gates/
Weltraumspiegel sind Blödsinn, sollen doch lieber gleich richtige Weltraumagrarfarmen in den Sonnenorbit bringen…
Danke für die guten Nachrichten.
Da verzeiht man auch mal so ein Gender-Unwort wie „Forschende“ …