Nächste Raffinerie ging in Rauch auf

11. Mai 2026von 1,5 Minuten Lesezeit

Heftige Explosionen kritischer Energieinfrastruktur gehen weiter: Am Freitag kam es zu einem Zwischenfall in einer Raffinerie in Louisiana.

TKP hat zuletzt mehrfach über seltsam regelmäßige Zwischenfälle an kritischer Energieinfrastruktur weltweit berichtet. Gerade dort, wo eine Energiekrise drohen soll, explodieren Raffinerien und Häfen. Zuletzt hat man wieder weniger davon gehört, aber es scheint weiterzugehen. Am Freitag ereignete sich eine heftige Explosion in der Chalmette Refinery in Chalmette, Louisiana.

Es brach ein Feuer aus, das dichte schwarze Rauchwolken in den Himmel schickte. Die Detonation war weit in der Umgebung spürbar. Verletzte gab es keine. Das Feuer wurde recht schnell unter Kontrolle gebracht und war am Abend vollständig gelöscht. Über die Ursache ist noch nichts bekannt, sie wird derzeit untersucht.

Die Chalmette Refinery, eine Raffinerie aus dem Jahr 1915, zählt mit einer Kapazität von rund 190.000 Barrel Rohöl pro Tag zu den bedeutenden Anlagen am Golf von Mexiko. Seit 2015 gehört sie dem US-Unternehmen PBF Energy (zuvor ExxonMobil/PDVSA). Sie verarbeitet leichte bis schwere Rohöle zu Benzin, Diesel und anderen Produkten und ist der größte private Arbeitgeber in St. Bernard Parish. Mindestens ein Teil der Produktionsstätte ist aktuell stillgelegt. Der größte Teil der Raffinerie arbeitet jedoch weiter.

Jedenfalls handelt es sich um einen weiteren Zwischenfall an einer Raffinerie. Solche Vorfälle haben seit Beginn des Iran-Kriegs verdächtig zugenommen.


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6 Kommentare

  1. Jurgen 11. Mai 2026 um 20:19 Uhr - Antworten

    Wird interessant, ob sowas bald auch in Deutschland oder den Niederlanden passieren wird? In USA werden ja die Privaten immer weggeräumt, das ist typisch seit Rockefeller…

  2. local.man 11. Mai 2026 um 19:54 Uhr - Antworten

    Ja interessant.
    ALs vor ca. 300 Jahren die Bauern in die Fabrikarbeit gezwungen wurden, hat man diese Operation Cleaning genannt.
    Dabei wurden die Bauern mit Gewalt aus ihrem Hausern getrieben und diese zerstört durch Feuer z.B. Auch die Felder wurden umzäumt und gingen in den Besitz der Leute über, die dann die Menschen in ihre Frabriken schickten beo 80h/Woche, und Lohn der für nichts reichte, außer zum Überleben.
    Die Ansagen der Besitzenden war, euer Leben dient nur meinem Profit. Alles von eurer Zeit ist nur verschwendet und man könnte zum Nachdenken kommen, daher rund um die Uhr arbeiten, mit Betrug an der Uhrzeit, um auch noch 15 Minuten mehr rauszuholen.
    Mehr Geld versauft ihr nur und ihr kommt dann nicht mehr, also bleibt es beim Mindesten.

    Es nimmt heute für den Systemumbau der Besitzenden, wieder diese Züge scheinbar an.
    Einerseits wird das neue Gefängnis vorbereitet, dazu Narrative erfunden und Lösungen angebunden, die unsere modernere Verskalvung ist und andererseits zerstört man die Substanz die bisher da war, um das alte Modell der Niederhaltung, über Wirtschaft, Arbeit und Geldsystem(Steuern, Zinseszins, Lohn inkl. usw.) zu beenden und die nun immer mehr überflüssigen Esser, in ihre Ghettos zu sperren und sie dann langsam zu dezimieren.

    Wie immer ist das Systemkonstrukt selbst das Problem, war es immer und wird es auf dieser pyramidalen Basis auch bleiben.

  3. Biggy 11. Mai 2026 um 16:44 Uhr - Antworten

    Wir sehen, dass Energie-Infrastruktur, Nahrungsmittel-Produktionskapazitäten, Lieferketten zerstört werden. Gleichzeitig den Ausbau von 5G/6G …-Infrastruktur, Verifizierungspflicht im Netz, die Einführung Digitaler Währungen. Sei es nun diese Explosion, ein Brand in einem Zentrallager für Nahrungsmittel, Abbau von landwirtschaftlichen Kapazitäten (z.B. Windräder/ Solar auf Ackerland/ die Verknappung von Düngemitteln und Treibstoff für Landmaschinen), die Reduzierung von Viehbeständen. Die Anlässe reichen von ungeklärten Unfällen über die Vogelgrippe, CO2-Reduzierung u.v.m. bis hin aktuell zum Iran-Krieg. Ist es Zufall, dass die Auswirkungen all dessen in die gleiche Richtung weisen?

    • local.man 11. Mai 2026 um 19:56 Uhr - Antworten

      Die Frage stellt sich, wer dies tut bzw. veranlasst?

      Also meine Mitmenschen sind es nicht. Ich tippe auch darauf, dass es in den USA, wie in dem Falle, nicht die Bevölkerung selbst ist, die sich ihre Lebensgrundlagen zerstören.
      Wenn dann sind es mal wieder Opfer im System, die man leicht kaufen kann, niedergehalten und ausgebeutet wie sie sind.
      Aber wer es wirklich orchestriert und warum diese Leute überhaupt die Macht dazu haben, dass ist der eigentliche Kern und dort liegt auch die Lösung.

  4. Jan 11. Mai 2026 um 15:15 Uhr - Antworten

    Diese Vorfälle haben nicht erst seit dem Iran-Krieg zugenommen, sie laufen die ganze Zeit – es berichtet nur niemand, auch „die Alternativen“ nicht. Ohne die Zahlungen der Selbstvergöttlichten könnte der Schneekönig kaum die europäische Energieinfrastruktur zerstören. Es geht nicht um Entflechtung für einen Krieg mit Russland, kasachisches Öl gehört ebenso dazu. Es geht auch nicht darum, dass die USA ihren Markt erweitern, wie tkp ständig falsch wiederholt – sie haben gar nicht die Mengen dazu, auch nicht, wenn Kanada zuliefert. Nach meiner (vergleichsweise ungenügenden) Rechnung hat Putin 3,5 Mio bpd zerstört – das ist mehr als Norwegen und UK zusammen liefern, mehr als Nahost liefert.

    Vor dem Irankrieg hat das Pentagon beim Rand-Institut eine Studie über die Auswirkungen bestellt. Vor dieser wissen wir nur durch Zitate:

    „Up to 40 % of specialized industrial capacity may not return after a 12-month disruption, due to irreversible supply chain fragmentation and loss of technical workforce.“
    – IEA, Energy Security Report, Feb 2026, S. 33

    „Under a 12-month disruption scenario, up to 40 % of specialized manufacturing capacity (particularly in high-precision and chemical sectors) may not be restored due to loss of skilled workforce, degradation of equipment, and irreversible supply chain fragmentation.“

    „Resilience of U.S. Industrial Supply Chains Under Prolonged Disruption Scenarios“
    – Prepared for the U.S. Department of Energy by RAND Corporation, 2025 Seite 47

    Es geht nicht um Mengen, sondern um den Verlust von Technologie. Ein Spiel mit dem Feuer!

    Die pessimistischen Peakoiler haben Szenarios für einen race to the bottom entwickelt, die aufgrund der natürlichen Gesetzmäßigkeiten entstehen, aber nicht aufgrund einer absichtlichen Verknappung. Alle rationalen Erklärungen wie: höhere Preise gleich mehr Förderung oder mehr Regenerative Energie laufen ins Leere.

    Es bleibt nur die Möglichkeit, dass man die Energieentwicklung einer absehbaren Bevölkerungsentwicklung anpasst oder dass Energieknappheit einer von mehreren Wegen zur Bevölkerungsreduktion ist. Die Dumpfbacken werden es nicht merken, sondern sich brav „du bist so RRÄÄCHTSS“-kreischend in den Tod trollen.

    Alle Ideen wie: Rothschild möge Öl bringen, in Notzeiten würden die besten Erfindungen gemacht, Malthus sei böse, daher brauche man keine Energie, Freie Energie könne innerhalb von 23 Sekunden in jeden Haushalt deployed werden, die Bebölkerungsgröße sei NICHT energieabhängig, Wind und Solar könnten Öl ersetzen und anderer Unsinn mehr werden nicht helfen.

  5. Pusteblume 11. Mai 2026 um 15:10 Uhr - Antworten

    Ohne, dass ich hierfür den faktenfesten Beweis liefern kann, habe ich den Eindruck, dass, genau so, wie vor paar Jahren Häuser in kurzer Zeit abgebrannt waren, hier menschliche Hand angelegt worden sein könnte, weil Dritte die Erdölraffinerien nicht mehr haben wollen.

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