
Raketen mit Mehrfachsprengköpfen oder Streumunition?
USA und Israel bemühen sich mit Fake News nach der Bombardierung einer Mädchenschule wieder Boden gutzumachen. Die Verwendung von Mehrfachsprengkörpern in fortgeschrittenen iranischen ballistischen Raketen wurde versucht als verbotene Streumunition darzustellen. Das Bild zeigt die Submunition eines Mehrfachsprengkopfes nach der Freigabe.
TKP hat kürzlich über die israelische Propaganda berichtet. Wie nahezu alle deutschsprachigen Leit- und Qualitätsmedien übereinstimmend berichten™, so habe der Iran bei seinen Angriffen auf Israel u.a. international geächtete Streumunition eingesetzt. Hier als pars pro toto aus dem ORF-Beitrag, der mehr oder minder unverblümt eine Agenturmeldung der Deutschen Presseagentur wiederkäut (meine Hervorhebung):
Bei rund der Hälfte aller auf Israel abgefeuerten Raketen hat der Iran israelischen Angaben zufolge Streumunition, die international weitgehend geächtet ist, eingesetzt. Das teilte das israelische Militär heute auf dpa-Anfrage mit.
Streumunition überzieht große Flächen unkontrolliert mit Sprengkörpern und ist besonders gefährlich für Zivilisten.
Im Gegensatz zur israelischen und westlichen Propaganda verwendet der Iran aber keine Streubomben, sondern unter anderem die intelligente Rakete Khorramshahr-4. Dabei handelt es sich um eine Mutterrakete, die 80 Submunitionen aufnehmen kann, wobei jede Submunition die Fähigkeit besitzt, Ziele auszuwählen oder zu wechseln. Dies unterscheidet sich von Israels ungelenkten Streubomben, die hauptsächlich gegen Zivilbevölkerung in besiedelten Gebieten wie etwa in Gaza eingesetzt werden.

Der MIT-Physiker und Pentagon Berater Professor Theodore Postol zeigt in einem Video ein nicht explodiertes Exemplar von Submunition.
Sie muss offenbar von einem anderen Raketentyp als der Khorramshahr-4 stammen, denn sie enthält nur 3 kg Sprengstoff, so Postol im Video.

Das Military Watch Magazine berichtet über einen israelischen Pilot, der gefilmt hat, wie Submunitionen einer iranischen ballistischen Rakete über Israel herabfällt.
Warum Angriffe mit Mehrfachsprengköpfen große Herausforderungen darstellen
Aufnahmen, die von einem israelischen Kampfpiloten veröffentlicht wurden, der während der laufenden Luftangriffe gegen den Iran das Staatsgebiet seines Landes überflog, zeigen deutlich, wie eine iranische ballistische Rakete bei einem Angriff auf Israel Submunitionen abwirft (Bild ganz oben).
Obwohl bereits in der Vergangenheit mehrere Bilder von Raketen veröffentlicht wurden, die Submunitionen abwerfen, verdeutlicht dieses besonders klare Filmmaterial, wie die Fortschritte in der iranischen Raketentechnologie neue Herausforderungen für die israelischen und US-amerikanischen Raketenabwehrbemühungen darstellen.
Die Integration mehrerer Wiedereintrittskörper ist bei neueren Raketentypen zunehmend üblich geworden, wobei schwerere Raketentypen wie die Khorramshahr 4 besonders große Mengen an Sprengköpfen tragen können, wie oben zu sehen.
Der Transport von Submunitionen bietet zahlreiche Vorteile: Er ermöglicht es iranischen Raketen, die ohnehin schon stark belasteten Raketenabwehrsysteme Israels und der Vereinigten Staaten zu überfordern und Ziele in größeren Gebieten anzugreifen. Solche Raketen wurden nur in begrenzter Anzahl eingesetzt, als der Iran im Juni 2025 Angriffe auf israelische Ziele durchführte. Während der aktuellen Feindseligkeiten, die am 28. Februar begannen, wurden sie jedoch deutlich häufiger gefilmt.
Iranische Raketen mit Hyperschall-Gleitkörpern, namentlich die Fattah 2, wurden bisher nur mit einem einzigen Gleitkörper beobachtet. Ob der Iran einen Raketentyp wie die neue russische Oreshnik entwickelt hat, der mehrere Gleitkörper transportieren kann, ist unklar. Es soll eine Fattah 4 geben, deren Spezifikationen noch unklar sind.

Schäden in Tel Aviv nach begrenzten iranischen Raketenangriffen im Juni 2025
Israel hat ein extremes Zensurregime gegen das Filmen von Schäden durch ballistische Raketenangriffe verhängt. Israelische Streitkräfte haben in der Vergangenheit auch kommerzielle Satelliten daran gehindert, ihre Flugplätze zu beobachten, nachdem von großflächigen Schäden durch iranische Angriffe berichtet worden war.
Dennoch haben Journalisten vor Ort berichtet, dass iranische Raketenangriffe in großen Städten massive Schäden verursacht haben und dass Raketen mit Durchschlagskraft, darunter solche mit Hyperschall-Gleitkörpern, in der Lage waren, befestigte unterirdische Bunker und Schutzräume zu zerstören, auf die sowohl die Streitkräfte als auch die Zivilbevölkerung in hohem Maße angewiesen sind.
Der Mangel an Abfangraketen gegen ballistische Raketen und die Unfähigkeit, dem iranischen Arsenal an ballistischen Raketen ausreichenden Schaden zuzufügen, waren die größten Herausforderungen für die Kriegsanstrengungen der USA und Israels, wobei die USA Raketenabwehrsysteme aus der ganzen Welt abgezogen haben, darunter strategisch positionierte THAAD-Systeme aus Südkorea, um die Verteidigung in Israel zu verstärken.
Über Israel hinaus haben iranische ballistische Raketenangriffe Berichten zufolge mindestens 17 US-Militäreinrichtungen im gesamten Nahen Osten getroffen, wobei die Unfähigkeit, Schäden durch Raketenangriffe zu verhindern, Berichten zufolge ein Hauptfaktor war, der die USA dazu veranlasste, auf einen Waffenstillstand zu drängen.
Kurz nachdem die USA und Israel die Feindseligkeiten aufgenommen hatten, zerstörte das iranische Korps der Islamischen Revolutionsgarden das einzige außerhalb der USA stationierte AN/FPS-132-Radar, das sich in Katar befand, sowie zwei AN/TPY-2-Radare von THAAD-Systemen in Jordanien und den Vereinigten Arabischen Emiraten und mehrere Radarsysteme geringerer Bedeutung. Dadurch sind die israelischen Streitkräfte sowie Einheiten der US-Armee und der US-Marine, die das israelische Territorium schützen, stark auf begrenztere Frühwarninformationen von Radaranlagen in der Türkei und von E-3-AWACS-Flugzeugen der US-Luftwaffe über der Region angewiesen.
Die Zerstörung des bodengestützten Radarnetzwerks außerhalb der Türkei und Israels selbst hat die Wirksamkeit der iranischen Angriffe verstärkt, da sie die Zeit minimierte, die israelischen Soldaten und Zivilisten zur Suche nach Schutz zur Verfügung stand.
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Sogar WP sagt:
„Sogenannte Punktzielmunition (auch „intelligente“ Bomblets bezeichnet) fallen nicht unter das Verbot des Übereinkommens über Streumunition, darunter Submunitionen, die über elektronische Selbstzerstörungs- und -deaktivierungseigenschaften verfügen. “
Damit wären die Berichte in den Qualitätsmedien als Fakenews einzuordnen.
Unsere Faktenchecker da sicher bald aktiv. ;)
Bei dem Begriff „Mutter-Rakete“ wird mir speiübel. Es ist in meinen Augen ein Frevel, mütterliche Qualitäten für Kriegsgerät-Bezeichnungen zu benutzen. Einfach nur deplaziert und unüberlegt … (Ich weiß, hier war es eine Übersetzung).
Ich möchte daran erinnern, dass besonders Mütter unter solchen grausamen und gewaltsamen Auseinandersetzungen leiden. Schließlich haben SIE den beteiligten Kämpfern sowie auch den oft unschuldigen Betroffenen das Leben geschenkt und diese meist aufopferungsvoll, unter Zurückstellung ihrer eigenen Bedürfnisse groß gezogen. Es ist eine Schande, wie mit dem Leben umgegangen wird, mit allem Leben, nicht nur dem menschlichen … .
Und dann haben „Bibis“ Mami und Papa (einst Sekretär des zionistischen Fürrers Jabotinsky) ihn zum Massenm@rd erzogen… Ob die eigene M@rdlust zurückstellen mussten, soll wer erst mal nachweisen.
Na endlich! Bei dem ganzen Tod und Sterben, der Männer – natürlich, sind es selbstverständlich die Frauen, die Mütter, die am – meisten – zu leiden haben. Nun die Mutter aller Fragen: Was haben denn die lieben Muttis und die Kindergartentanten falsch gemacht, dass die Söhne sich dem Leben gegenüber so schändlich verhalten?
Nur am Rande: Ein bloßer Sapiens kann kein Leben schenken! So eine unsinnige Begrifflichkeit … Und großziehen musste man – zumindest mich – nicht. Ich bin von allein gewachsen, ohne dass jemand aufopferungsvoll, unter Zurückstellung der eigenen Bedürfnisse an mir herum zerren musste.
sie bestreiten, dass das israelische militär die wahrheit sagt? die sind doch ganz bibelfest!