Unrechtmäßige Entfernung einer wichtigen Studie zu Säuglingstodesfällen nach Impfungen

27. Juni 2026von 4,1 Minuten Lesezeit

Peter C. Gøtzsche, einer der schärfsten Kritiker des Einflusses der Pharmaindustrie auf die Medizin und Mitbegründer der Cochrane Collaboration, hat auf seinem Substack einen brisanten Fall von Zensur in der wissenschaftlichen Publikationspraxis aufgearbeitet. Er spricht von „ernstem redaktionellem Fehlverhalten“ und einer „unrechtmäßigen Entfernung“ einer peer-reviewed Studie.

Im Jahr 2021 veröffentlichte der unabhängige Forscher Neil Z. Miller in der Elsevier-Zeitschrift Toxicology Reports die Arbeit „Vaccines and sudden infant death: An analysis of the VAERS database 1990-2019 and review of the medical literature“. Miller analysierte die US-amerikanische Datenbank VAERS (Vaccine Adverse Event Reporting System) zu gemeldeten Todesfällen bei Säuglingen.

Die zentrale, statistisch hochsignifikante Beobachtung: Von 2605 gemeldeten Todesfällen bei Säuglingen in den Jahren 1990–2019 traten 58 % innerhalb der ersten drei Tage und 78 % innerhalb von sieben Tagen nach einer Impfung auf (p < 0,00001). Miller betonte ausdrücklich, dass seine Analyse keine Kausalität beweist, die zeitliche Häufung jedoch „stark auf einen kausalen Zusammenhang hindeutet“ und weitere Untersuchungen erfordere. Er verwies zudem auf übereinstimmende Daten der CDC (medianer Abstand Impfung bis Tod: zwei Tage) und auf vertrauliche Berichte von Impfstoffherstellern, in denen ebenfalls eine starke Häufung früher Todesfälle beschrieben wurde.

Die Studie wurde nach dem üblichen Peer-Review-Verfahren veröffentlicht und war seit Jahren online zugänglich.

Die Entfernung der Arbeit durch Elsevier

Im Dezember 2025 wandte sich der Herausgeber der Zeitschrift, Lawrence H. Lash, an Miller. Es lägen „Bedenken mehrerer Parteien“ vor – tatsächlich stammten die Einwände von einer einzigen Person, der Aktivistin Magdalen Rose Wind-Mozley (X-Account @Rosewind2007). Diese hatte auf PubPeer und in sozialen Medien die Studie scharf angegriffen und deren Entfernung gefordert.

Im Februar 2026 entschied dann Francesco Papi von Elsevier, die Arbeit komplett zu entfernen. Die Begründung: methodische Mängel, Forschungsfehler, Fehlinterpretation der Daten, verzerrte Auswahl und Analyse sowie die Gefahr, dass die Ergebnisse in der klinischen Praxis Schaden anrichten könnten. Es sei zu „Bedenken von Lesern“ gekommen. Weder gab es eingegangene Leserbriefe noch eine formelle Retraction-Notice auf PubMed. Die Arbeit bleibt in manchen Archiven weiterhin lesbar – ohne jede Warnung.

Miller legte Widerspruch ein und verwies auf die Richtlinien von COPE (Committee on Publication Ethics) und ICMJE. Es lägen keine nachgewiesenen Fehler oder wissenschaftlichen Integritätsverstöße vor, sondern lediglich Meinungsverschiedenheiten über die Interpretation der Daten.

Gøtzsches Vorwürfe: Zensur statt Wissenschaft

Peter Gøtzsche bezeichnet das Vorgehen als „abstoßend“ und als klassisches Beispiel für redaktionelles Fehlverhalten. Weder Elsevier noch der Herausgeber hätten konkrete Fehler in der Studie benannt. Die statistische Häufung der Todesfälle in den ersten Tagen nach der Impfung sei nicht widerlegt worden – sie entspreche sogar Daten, die von der CDC und Herstellern selbst stammen.

Gøtzsche kritisiert scharf, dass eine einzelne Aktivistin mit extremen Ansichten ausreichte, um eine peer-reviewed Arbeit zu unterdrücken. Die offiziellen Begründungen von Elsevier seien irreführend („mendacious“). Es handle sich nicht um wissenschaftliche Korrektur, sondern um Schutz von Dogmen, Reputationen und wirtschaftlichen Interessen. Solche Eingriffe in die wissenschaftliche Publikationsfreiheit seien gefährlich – nicht nur für die Forschung, sondern auch für die Demokratie.

Er weist darauf hin, dass Miller die bekannten Limitationen von VAERS (passives Meldesystem) in seiner Arbeit selbst thematisiert und berücksichtigt habe. Die Methode der Cluster-Analyse zeitlicher Zusammenhänge sei in der Pharmakovigilanz etabliert und werde bei anderen Impfstoffen ebenfalls angewendet.

Ein Muster von Zensur

Der Fall Miller ist kein Einzelfall. Gøtzsche und andere Kritiker dokumentieren seit Jahren ein Muster, bei dem Studien, die mögliche Risiken von Impfstoffen aufzeigen, unter Druck geraten oder zurückgezogen werden – oft nach öffentlichen Kampagnen in Medien oder auf Social Media. Gleichzeitig werden methodisch schwache Studien, die die offizielle Linie stützen, kaum hinterfragt.

Besonders problematisch ist, dass große Verlage wie Elsevier stark von der Pharmaindustrie abhängig sind – sowohl durch Werbung als auch durch Reprint-Verkäufe und Sponsoring. Wenn Redakteure und Verlage sich derart leicht von einzelnen Aktivisten oder „Bedenken“ beeinflussen lassen, ist die Unabhängigkeit der wissenschaftlichen Publikation ernsthaft gefährdet.

Wissenschaft braucht Schutz vor Zensur

Die Entfernung der Miller-Studie durch Elsevier ist ein weiteres Beispiel dafür, wie der wissenschaftliche Diskurs über Impfstoffrisiken systematisch eingeschränkt wird. Statt offener Debatte und weiterer Forschung wird mit Entfernung und Diffamierung gearbeitet. Solche Vorgänge schaden nicht nur der Wissenschaft, sondern auch dem Vertrauen der Bevölkerung in Institutionen.

Es liegt aber umgekehrt im Interesse von Industrien (Pharma, Krieg und Rüstung sowie generell der Finanzindustrie), deren Produkte den Menschen eher schaden als nützen. Zensur, Unterdrückung von wissenschaftlichem Diskurs und finanzielle Kontrolle über die Medien erhöht den Profit der Unternehmen und die Gewinne der Milliardärs-Aktionäre sowie des Finanzkapitals. Das ist völlig normale Geschäftsgebarung in der kapitalistischen Wirtschaftsordnung.

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