
Deutschland bekommt das größte Windrad der Welt
Mit einer Gesamthöhe von 285 Metern wird in der Oberpfalz ein Windrad der Superlative aufgestellt. Die Windindustrie ist stolz, Gefahren für Mensch und Umwelt werden ignoriert. Je größer die Windräder, umso stärker der erzeugte und potenziell gefährliche Infraschall.
Ende Juli 2026 wurde der untere Betonturm mit rund 108 Metern Höhe fertiggestellt. Das Fundament (Durchmesser 26,5 Meter) war bereits im Frühjahr gegossen worden. In den kommenden Monaten folgen die Stahlsektionen des Hybridturms, die Gondel und der Rotor. Die Inbetriebnahme ist für Herbst 2026 geplant. Die Nabenhöhe allein beträgt 199 Meter und das größte Onshore-Windrad der Welt sein.
Innerhalb der Windindustrie jubelt man. Solche Monster sind die Windräder der nächsten Generation. Niemand sollte glauben, dass dies in der Pfalz das erste und letzte sein wird. Mit höheren Nabenhöhen wolle man den Ertrag steigern. Die Anlage soll jährlich 17 bis 18 Millionen Kilowattstunden erzeugen.
Über die Gefahr für Mensch und Umwelt schweigt die Windindustrie. Dabei gibt es wissenschaftlich immer mehr Skepsis über die Auswirkungen von Windrädern. Eine Mainzer Forschungsgruppe legte in ihrer bisher nicht veröffentlichten Arbeit nahe, dass Infraschall von Windrädern sogar das menschliche Herz schädigen könnte. TKP hat berichtet.
Gerade immer größere Windräder könnten gefährlichen Infraschall (Frequenzen unter 20 Hz) verstärken. Die langen Wellenlängen (bei 1 Hz rund 340 Meter) dämpfen kaum und breiten sich über 10–20 Kilometer aus, durchdringen Gebäude und koppeln sich in den Boden. Größere Rotoren und Nabenhöhen verstärken die periodischen Druckimpulse beim Blatt-Turm-Durchgang, was zu chronischem Stress, Cortisol-Anstieg, Schlafstörungen, Tinnitus, kognitiven Problemen und dem „Windturbinen-Syndrom“ führen könnte.
Je größer die Windräder sind, umso mehr gefährliche PFAS („Ewigkeitschemikalien“) werden freigesetzt. Diese per- und polyfluorierten Alkylsubstanzen stecken in Rotorblattbeschichtungen (Fluorpolymere gegen Erosion, Vereisung und UV), Schmierstoffen und Hydraulikflüssigkeiten. Durch den hohen Abrieb an den Blattspitzen – bei Geschwindigkeiten über 300 km/h wirken Regen und Partikel wie Schmirgelpapier – lösen sich Mikro- und Nanopartikel permanent und verteilen sich über Luft und Boden auf mehrere Kilometer.
Größere Rotoren und höhere Nabenhöhen verstärken die Erosion proportional durch mehr Oberfläche und Extrembelastung. Die Stoffe reichern sich in Boden, Grundwasser und Nahrungskette an. Behörden und Industrie bagatellisieren die Emissionen systematisch als „irrelevant“, obwohl ECHA das Vorhandensein bestätigt und keine vollständige Zerstörung möglich ist. Bei Anlagen dieser Dimension steige die Belastung daher massiv.
Zu den Baukosten und einer möglichen staatlichen Förderung liegen keine konkreten öffentlichen Angaben vor. Spezielle Zuschüsse, wie sie etwa für das parallele Höhenwindrad-Projekt in Schipkau (Brandenburg, geplant bis ca. 365 Meter) über die Agentur SPRIND in Höhe von 20–30 Millionen Euro genannt werden, sind für die neue Riesen-Anlage nicht dokumentiert. Jedoch wird die „Energiewende“ von Deutschland massiv mit Steuergeld gefördert, die neuen Monsterwindräder vermutlich auch.
Bild „Windpark ‚Halde Nierchen‘ – Eschweiler“ by PHOTOGRAPHY Toporowski is licensed under CC BY 2.0.
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