Wenn es um Neutralität geht, gibt es erfreulicherweise parteiübergreifende Unterstützung – so wie bei der Parlamentarischen Bürgerinitiative von Robert Glaubauf von der MFG Österreich gegen Sky Shield. Die Anliegen der Bürgerinitiative wurden am 25. Juni im Ausschuss für Petitionen und Bürgerinitiativen von Mag. PTH. Marie-Christine Giuliani von der FPÖ präsentiert.
Das besondere an der parlamentarische Bürgerinitiative „Austritt Österreichs aus der European Sky Shield Initiative (ESSI) (34/BI)“ ist, dass sie auf Basis eines 99-seitigen Verfassungsrecht-Gutachtens von Prof. Michael Geistlinger von der Uni Salzburg erarbeitet wurde.
In der Bürgerinitiative wird der Nationalrat daher ersucht, den Beitritt zur European Sky Shield Initiative (ESSI) in Form des Letter of Intent und des Memorandum of Understanding zu widerrufen, da sie gegen die Pflichten eines dauernd neutralen Staates verstoßen.
Im Rahmen der thematischen Auseinandersetzung und im Dialog mit der Bevölkerung hat der Initiator Eindrücke gesammelt, über die er den Ausschuss über die Bürgerinitiative hinaus, informieren wollte. Da er diese nicht selbst präsentieren konnte – das Verfahren lässt derartiges nicht zu – übernahm seitens der FPÖ Marie-Christine Giuliani als Mitglied des Nationalrats und als Leiterin des Ausschusses für Petitionen und Bürgerinitiativen diese Aufgabe und verlas den folgenden offenen Brief in seinem Namen vor den Mitgliedern des Ausschusses.
Damit nicht nur der Ausschuss von der Bürgerinitiative und den besonderen Interessen der Österreicher und Österreicherinnen erfährt, wird diese Ansprache hier als offener Brief an den österreichischen Nationalrat veröffentlicht.
Die Ansprache
Sehr geehrte Mitglieder des Ausschusses für Petitionen und Bürgerinitiativen,
sehr geehrte Abgeordnete zum Nationalrat,
nachfolgend möchte ich einige der im Dialog mit der Bevölkerung gewonnenen Eindrücke bezüglich Sky Shield an Sie weitergeben:
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Auf Sky Shield angesprochen reagierten die allermeisten Menschen verwundert und wussten mit dem Begriff nichts anzufangen. Die Erklärung, dass es sich dabei um ein Raketenabwehrsystem handelt, sorgte oftmals für die nächste Verwunderung:
„Österreich ist ein neutrales Land – wer sollte uns angreifen?“.
Das drückt die Grundstimmung der Österreicher bezüglich der Neutralität wohl am besten aus: diese ist gewissermaßen Teil des nationalen Selbstverständnisses. Sie drückt aber auch aus, dass viele Menschen die kontinuierlichen Neutralitätsverletzungen der letzten Jahrzehnte gar nicht in ihrem vollen Umfang erfassen.
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Menschen, die eine kritische Meinung zu Sky Shield (und anderen Themen) entwickelt hatten, beteiligen sich an unserer Bürgerinitiative mitunter trotzdem nicht:
„Womöglich hat es negative Folgen für mich, wenn ich hier unterschreibe!“‚
Auf die namentliche Unterstützung einer Bürgerinitiative und somit das Eintreten für seine Meinung aus Angst vor persönlichen Konsequenzen zu verzichten, ist keine Gleichgültigkeit. Das ist ein Befund über das Vertrauen der Menschen in diesen Staat.
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Eine andere Reaktion:
„Erschaffe künstlich eine Bedrohung (Russland) und verkaufe dann die Lösung (Raketenabwehr). Immer dasselbe Muster, leicht durchschaubar – tragisch nur, dass dabei unser Geld verschwendet wird!“.Zugegeben, diese Reaktion setzt eigene Recherche jenseits der Leitmedien voraus, denn wegen der konstanten Berichterstattung von der „Bedrohung Russland“ sind Menschen tatsächlich auch eingeschüchtert – und wollen beschützt werden. Um Menschen breiter zu informieren, habe ich die Erkenntnisse meiner persönlichen Recherche der letzten vier Jahre in dem Vortrag „Feindbild Russland – Sky Shield zwischen Angstpolitik und Realität“ zusammengefasst – und lade Sie ein, sich mit meiner sachlichen Zusammenfassung auf der Webseite www.mfg-oe.at/stoppt-sky-shield/ zu beschäftigen.
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Auch die Zusammenarbeit mit Bürgern und Organisationen der Zivilgesellschaft hat mich beeindruckt. Besorgte Menschen, die die Erkenntnisse ihrer aufwändigen thematischen Beschäftigung in Form selbstorganisierter Treffen und Veranstaltungen weitergeben, mit privat finanzierten Flyern zu Fakten über Sky Shield aufklären, oder – herausragend – mit einer 10-teiligen Artikelserie Sky Shield sicherheitspolitisch, militärisch, wirtschaftlich und technisch beleuchten, haben eine gemeinsame Aussage:
„Warum nehmen die Medien ihre Aufgabe als kritisches Auge nicht wahr?“
Abschließend: Gerade für so kleine Staaten wie Österreich stellt die Neutralität ein nicht zu vernachlässigendes Asset dar, das mehr Schutz bietet, als militärische Stärke das je vermag – das streichen internationale Militärexperten wiederkehrend hervor. Und das hat auch seinen guten Grund: welcher größeren Militärmacht könnte Österreich länger als über die vom BMLV eingeplanten 30 Tage militärischer Bevorratung Widerstand leisten? Gleichzeitig erhebt sich die Frage, was ein möglicher Aggressor überhaupt an Ressourcen in Österreich erobern könnte – außer seiner landschaftlichen Vielfalt und Schönheit?
Rechte und Pflichten dauerhaft neutraler Staaten sind im Völkerrecht eindeutig geregelt. Die beiden Grundprinzipien des Neutralitätsrechts, nämlich die Pflicht
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zur Nichtteilnahme (Abstinenzprinzip) und
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zur Unparteilichkeit (Paritätsprinzip)
sind das notwendige Gegengewicht zum Recht Österreichs, von Konflikten nicht beeinträchtigt zu werden. Dass es dabei zu Kollisionen mit der regelbasierten internationalen Ordnung kommen muss, die außerhalb der westlichen Welt gern als das „Recht des Stärkeren“ genannt wird, ist vermutlich unvermeidbar. Aber dass mit dem daraus resultierenden Druck auf Österreich schon in der Vergangenheit erfolgreich umgegangen werden konnte, beweist die Entspannungspolitik der 1980er und 90er Jahre. Solche mutigen Politiker braucht es heute wieder, und zwar dringlicher als je zuvor: Sie könnten sich damit einen Namen machen!
Die Verdrossenheit und das politische Desinteresse, das in der Bevölkerung breit angetroffen wird, lässt sich im kurzen Satz vieler Bürger ausdrücken:
„Die Politik macht ohnehin, was sie will – ohne Konsequenzen!“.
Beispielgebend dazu eine aktuelle Begebenheit: Laut Artikel 2 B-VG/Neutralitätsgesetz ist die Bundesregierung mit dem Schutz der Neutralität beauftragt. Dass Frau Beate Meinl-Reisinger als NEOS-Chefin für einen NATO-Beitritt Österreichs wirbt, ist unter der Meinungsfreiheit legitim. Dass sie dafür auch als Österreichische Außenministerin und somit als Teil der Bundesregierung eintritt und gleichzeitig Solidarität in Europa vor die Neutralität stellt ist nicht mehr nachvollziehbar. Wenn ich mich irgendwo als Nachtwächter bewerbe, und eine Woche nach Jobantritt verkünde: „Ich komme lieber tagsüber!“ – wie lange werde ich den Job wohl behalten?
In der beiliegenden Bürgerinitiative ist die mit Sky Shield entstandene Neutralitätsverletzung auf Basis eines 99-seitigen Verfassungsrecht-Gutachtens dargelegt. Bitte nehmen Sie sich die Zeit für die wesentlichen Stellen darin (siehe das PDF mit Hervorhebungen in meiner Stellungnahme für die MFG Österreich) und handeln Sie im Interesse und in der Erwartung der Österreicher. Zögern Sie nicht, mich zu Detailfragen zu kontaktieren und schützen Sie die Österreichische Neutralität: Fordern Sie die Bundesregierung auf, von Letter Of Intent und Memorandum Of Understanding zurückzutreten.
Hochachtungsvoll und mit besten Grüßen,
Robert Glaubauf
Obmann MFG Österreich
robert.glaubauf@mfg-oe.at
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6 Kommentare
Da hat doch eine natürlich nicht gewählte dafür als repräsentative erklärte Person für ein Raketenabwehrsystem einen 7 Milliarden Vertrag, selbstverständlich ohne Raketen, vor unterschrieben.
Da dies eine a priori als friedlicher verschriene Angehörige der weiblichen Gattung ist, hemmt das leider gewaltig meine Beißlust.
Allerdings käme ich ohne diese Hemmung eh schon wieder nicht durch die KI!
Verschieben wir die Kritik also lieber annähernd _ wie ich hoffe_ in Richtung des monty python flying circus.
Verwandeln wir die Person in einem gachblonden Herrn mit Schnattersyndrom.
Da diese Person ohnehin in jeder Massenansammlung herausleuchtet wird man sich die Lasermarkierung wie in jedem US Tschinn Bumm Film haarklein erklärt ersparen können.
Da hiesige Militär_ manche sagen Schädel_ Ihr Gold statt am Schädel an der Uniform tragen und dafür das Goldhauben System schufen, in Bunkern in die keine Staatsbürger mehr passen_ im Gegensatz zur Schweiz wo alle Bürger hineinpassen_ kann der quasi Goldhaubige ohne größeres Risiko fürs Staatsvolk auf den Gipfeln über den Tunnelsystemen, gleich Sysiphos, den hiesigen Arbeitsgesetzen entsprechend eine Styroporkugel in felsiger militärischer Tarnung, der dem Einstein von Albert entsprechender Größe, per Schlepplift transportiert werden. Herunter darf er dann mit Steingeißen Begleitung unter fröhlichem Paparazziapplaus, kugeln.
Das dafür damit sich die Leute am Zielgerät für die entsprechend ausreichenden Raketen der Fairness halber nicht all zu leicht tun. Und zwar nicht nur aus Gewissen Gewissensgründen. (Man schone die Hofnarren)!
Endlich bekommen traditionelle Verkleidungen, deren militärische Assoziationen, einen für jeden der tollen sich geschliffenst ausdrückendsten Ösi Militaristen leicht erklärbaren, soweit sie Frei/Genusszeit vom selber schleifen hiesiger stumpfer jünglichen Geschöpfe opfern, Sinn!
Karten für diese Vorführung bekommt jeder wegen des Restrisikos unter dem Titel „wie ich lernte die Raketen zu lieben“ gratis!
„Laut Artikel 2 B-VG/Neutralitätsgesetz ist die Bundesregierung mit dem Schutz der Neutralität beauftragt. Dass Frau Beate Meinl-Reisinger als NEOS-Chefin für einen NATO-Beitritt Österreichs wirbt, ist unter der Meinungsfreiheit legitim. Dass sie dafür auch als Österreichische Außenministerin und somit als Teil der Bundesregierung eintritt und gleichzeitig Solidarität in Europa vor die Neutralität stellt ist nicht mehr nachvollziehbar“
Sie unterscheidet sich darin nicht wesentlich von ihren Vorgängern/-innen, insbesondere seit dem EU-Anschluß Österreichs, der nie angestrebt werden und stattfinden hätte dürfen, wenn das erwähnte Neutralitätsgesetz als Vorschrift, nicht als Empfehlung ernstgenommen worden wäre.
Das Verhalten der österreichischen Regierungen zeigt unübersehbar, wer die Außenpolitik Österreichs bestimmt: nicht seine Bevölkerung und ihr Interesse, nicht in einen Krieg hineingezogen zu werden, sondern EU und NATO und die westlichen Interessen, für die sie stehen.
Stellt man sich nicht dümmer/naiver als man ist und schaut sich z. B. die parteienübergreifend westunterwürfige antineutrale Westasien-(„Nahost“-)Politik und die Propaganda fast sämtlicher Medien an, so kommt man unweigerlich zum Schluß, dass sich daran, an der Mißachtung der Neutralität, in naher Zukunft nichts ändern wird – es sei denn, die Bevölkerung meldet sich stärker zu Wort, was auch für die Stellung und Achtung Österreichs in der Welt sehr vorteilhaft wäre …
Es läuft seit 2023 bereits eine Petition – hat das bis jetzt irgendetwas verändert?
https://aufruf.selbstbestimmtes-oesterreich.at/petition-an-die-oesterreichische-und-schweizerische-regierung/
0,18 Prozent der 18-jährigen Deutschen wollen freiwillig zur Bundeswehr.
Bei uns geht trotz zwei Monaten mehr die Hälfte zum Zivildienst. Und reihenweise stellen sich Stellungspflichtige untauglich.
Wann kapieren endlich die Befehlsempfänger von NATOs Gnaden, dass kaum wer aus den jüngeren Generationen in einen sinnlosen Krieg ziehen will?
Die 20 Millionen Werbung für den UN0-Sitz hätte man in Österreich – bei aktiver Neutralitätspolitik- auch in die Bildung investieren können. Und so sicher noch mehr Stimmen aus der ganzen Welt gewinnen können.
Sehr gut, sehr, sehr, sehr gut!!!
Frage an Google AI:
„Welche Rolle spielt Israel bei der European Sky Shield Initiative?“
Antwort von Google AI:
„Israel spielt eine zentrale Rolle als technologischer Hauptlieferant bei der European Sky Shield Initiative (ESSI). Die von Deutschland initiierte europäische Luftverteidigung stützt sich maßgeblich auf das israelische Abwehrsystem Arrow 3, welches als oberste Schutzschicht gegen ballistische Raketen dient.
Die wichtigsten Aspekte der israelischen Beteiligung:
Lieferung von Arrow 3: Deutschland hat als erstes europäisches Land das in Israel entwickelte und gebaute System für die exoatmosphärische Abwehr (außerhalb der Erdatmosphäre) beschafft. Diese Beschaffung ist Teil des größten Rüstungsgeschäfts in der Geschichte Israels.
Schutz vor Langstreckenraketen: Innerhalb der mehrschichtigen Architektur von ESSI ist Arrow 3 dafür zuständig, Bedrohungen wie ballistische Mittel- und Langstreckenraketen in großen Höhen abzufangen.
Weitere Technologien: Neben Arrow 3 erwägen europäische Partner (wie beispielsweise Finnland) auch den Einsatz von Systemen wie David’s Sling für mittlere Reichweiten, die ebenfalls aus israelischer Entwicklung stammen. “
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Ja gut, aber kann man Israel vertrauen, kann man dem mit Abstand rassistischsten Land der Welt auch nur von jetzt bis gleich trauen?
Kim Iversen mit einem neuen YT-Video: „Israel Is Threatening to Use Nukes Against the World“, wenn es seinen Willen nicht bekommt. Dieses Land wird sich nie ändern, außer dass es immer schlimmer wüten wird.
Bundeswehr: 11 Mrd. teures System D-LBO „Gefahr für Leib und Leben“ dank ISrahell inside – https://coronistan.blogspot.com/2026/03/bundeswehr-11-mrd-teures-system-d-lbo.html
PS: Man schaue sich die Karte mit den ESSI-Mitgliedstaaten an ( https://de.wikipedia.org/wiki/European_Sky_Shield_Initiative ) und bedenke, dass ISrahell die Türkei als Feindstaat betrachtet. Wir gehirnamputiert müsste man sein um auch nur einer einzigen Technologie mit ISrahell inside zu vertrauen?
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