Das perfekte Alibi für Therapiekrankheiten

2. Februar 2026von 5,2 Minuten Lesezeit

„Long Covid“ ist nicht nur die Tarnbezeichnung für Gesundheitsschäden durch die Gengiftspritzen.

„Long Covid“ war auch das Pilotprojekt zur Vertuschung aller pharmakologischen „Nebenwirkungen“. Resultieren Symptome aus einer Krankheit – selbst lange nach deren Ende -, dann haben alle eingesetzten Medikamente ein gerichtsfestes Alibi. Krimiautoren wissen schon lange, dass die Präsentation eines vermeintlichen Schuldigen der beste Schutz eines Täters ist.

Framing: „Nebenwirkung“

Unerwünschte Auswirkungen von Behandlungen wurden in der Lesart des medizinisch-industriellen Komplexes schon frühzeitig als „Nebenwirkungen“ verharmlost, obwohl positive und negative Effekte für Kranke gleichermaßen spürbar sind. Eine Hierarchie von Effekten besteht nur im Auge des Behandlers und der Medizinindustrie. Wirksamkeit und Schädigungspotential sind untrennbar miteinander verbunden.

Für die Medizinindustrie sind „Nebenwirkungen“ kein Problem wegen der daraus resultierenden Personenschäden, sondern weil sie die Akzeptanz für ihre Produkte gefährden. Daher versucht man schon länger, diese auf verschiedene Weisen zum Verschwinden bringen:

  • die Beschwerden werden in Abrede gestellt,
  • die Beschwerden werden nicht registriert und falsch dokumentiert (Status „geimpft“ erst nach der zweiten Injektion),
  • die Beschwerden werden auf eine individuell genetisch bedingte Reaktion von Einzelpersonen zurückgeführt („Allergie“, „überschießende Reaktion des Immunsystems“),
  • die Beschwerden werden der behandelten Grundkrankheit zugeschlagen oder
  • nach Genesung von der Grunderkrankung zur Folge der überstandenen Krankheit („Postinfektionskrankheiten“) erklärt.

Alle diese Vorgehensweisen sind seit Jahrhunderten in der Medizin eingeübt. „Covid-19“ wirkte wie ein Prisma, das die Schäden der Gengiftspritzen auf allen genannten Wegen bis heute unsichtbar machen will. Mit der Erfindung von „Long Covid“ pushte man medikamentöse Gesundheitsbeeinträchtigungen als vermeintliche Krankheitsfolgen. Jedes Krankheitssymptom lässt sich als Folge einer früheren Krankheit erklären. Eine anstrengende Suche nach Krankheitsursachen oder gar das leidige Eingeständnis eines Behandlungsschadens kann entfallen.

Diagnostische Alchemie auf Auftrag

Lange vor „Long Covid“ hatte man dies schon für eine potentiell tödliche Gehirnentzündung behauptet, als man diese ohne wissenschaftliche Grundlage auf eine oft viele Jahre zurückliegende Masernerkrankung zurückführte. Dabei wird diese Gehirnentzündung für bestimmte Medikamente, die auch bei den Masern eingesetzt werden, und Impfungen sogar als „Nebenwirkung“ von den Pharmafirmen zugestanden. Eine Kausalität der Masern ist bis heute nicht nur unbewiesen, sondern mehr als zweifelhaft, obwohl gerade damit die Masernimpfung sogar unter Zwangsverpflichtung begründet wird.

Das Modell zur Vertuschung von Behandlungsschäden ist ausbaufähig. Die deutsche Forschungsministerin Dorothee Bär hat wohl auf Zuruf aus der Industrie eine „Forschungsdekade gegen postinfektiöse Erkrankungen“ gestartet und spendiert gleich einmal 500 Millionen Euro.i „Long Covid“ soll keine Einzeldiagnose bleiben. Das als Impffolgen bekannten Syndrom „Chronic Fatigue“ und „Myalgische Enzephalomyelitis“ sind einfach als „ME/CFS“ postinfektiös eingenordet worden! Die Wissenschaft® wird liefern, so wie sie schon Viren als vermeintliche Ursachen bei Vergiftungen bereitstellte. Finanzielle Zuwendungen, Wissenschaftspreise und Professorenstatus garantieren Gefolgschaft.

Immer, wenn Symptome bei einer Krankheit unter Behandlung nicht enden oder neu auftreten, wird ein schwerer Verlauf ausgerufen, der noch bis weit in die Zukunft andauern kann. Alle therapeutischen Bemühungen sind dann bestenfalls erfolglos, aber auf jeden Fall frei von unerwünschten Wirkungen, weil jede Gesundheitsstörung auf die Grundkrankheit zurückgeführt wird. Der Kranke wird sich auch bei schlimmsten Symptomen bis hin zum Tod nie über die Behandlung beschweren, sondern seinen unglücklichen Verlauf möglicherweise gar noch infolge eines eigenen Gendefekts bedauern. Haftungsfragen für Medikamentenhersteller und Ärzte gehören der Vergangenheit an.

Das Damoklesschwert jeder Therapie

Dabei sollte jedem Kranken und jedem Therapeuten immer klar sein, dass mit einer Behandlung immer neben der Erfolglosigkeit eine Zustandsverschlechterung drohen. Deutschlands bekanntester Arzt im ersten Drittel des 19. Jahrhunderts, Christoph Wilhelm Hufeland (1762-1836), hatte schon darauf hingewiesen, dass Behandlungen zusätzliche „künstliche Krankheiten“ hervorriefen, weshalb sich jeder Patient für seine Genesung zwangsläufig von „zwey Krankheiten“ erholen müsse.ii Es sei daher ratsam zu überlegen, ob man überhaupt eine Therapie verordne.

Die moderne Schulmedizin hat diese Gleichrangigkeit der Symptome in den Köpfen von Ärzten und Patienten aufgehoben. Spätesten mit einem Handbuch von 1881, als die Pharmaindustrie Fahrt aufnahm, wurde die Verharmlosung von Therapiekrankheiten als „Nebenwirkungen“ zum Narrativ.iii

Ausblick

Mit der stetigen Zunahme von Behandlungsschäden in den letzten Jahren durch immer tiefer in unsere physiologischen Stoffwechselwege eingreifende Pharmaka, ist eine prophylaktische „Beseitigung“ von Therapieschäden durch deren Rückführung auf die vorausgehenden Krankheiten bitter notwendig. Bevor die in zahlreichen Pipelines der Pharmaindustrie befindlichen „Gentherapeutika“ auf die Menschheit losgelassen werden, will man dieses Mal der Wut und den Klagen Geschädigter vorbeugen. Rätselhafte „Immundefekte“ sorgen notfalls für die Erklärung.

Gleichzeitig kann man mit den schädlichen Wirkungen von Behandlungen das Geschäft ausweiten: mindestens 5% stationärer Aufnahmen waren schon zu Beginn des 21. Jahrhunderts behandlungsbedingt.iv Jeder dritte Todesfall stand in Zusammenhang mit vorangegangenen Therapien.v Was in der Technik bisher Utopie geblieben ist, wird in der Medizin Wirklichkeit: das Perpetuum mobile. Behandlungen erzeugen aus jeder Krankheit vielfältige Folgekrankheiten, die den Moloch ernähren. Als Drehscheibe werden jetzt „Fatigue-Zentren“ aufgebaut, die bald wie Schmerzzentren aus der Medizin nicht mehr weg zu denken sein werden.

Referenzen

ii Hufeland CW: Die Kunst, das Leben zu verlängern. S. 633; Jena 1797

iii Lewin L: Die Nebenwirkungen der Arzneimittel. Pharmakologisch-klinisches Handbuch. August Hirschwald; Berlin 1881

iv Gahr M et al.: Unerwünschte Arzneimittelwirkungen. Warum Meldungen nicht erfolgen. Dtsch Arztebl 2016; 113(9):B-320-1

v Reuther G: Der betrogene Patient. 4. Auflage S. 137ff.; Riva; München 2019

 


Die in diesem Artikel geäußerten Ansichten spiegeln nicht unbedingt die Ansichten der fixen Autoren von TKP wider. Rechte und inhaltliche Verantwortung liegen beim Autor.

Univ.-Doz.(Wien) Dr. med. Gerd Reuther ist Radiologe, Medizinaufklärer und Medizinhistoriker. Er hat 8 Bücher veröffentlicht. Darunter „Hauptsache Panik. Eine neuer Blick auf Pandemien in Europa“, „Heilung Nebensache. Eine kritische Geschichte der europäischen Medizin“, „Hauptsache krank?“ und „Tatort Vergangenheit


Unsere Arbeit ist spendenfinanziert – wir bitten um Unterstützung.

Folge TKP auf Telegram oder GETTR und abonniere unseren Newsletter.



Verheerende Nebenwirkungen der Covid-Impfstoffe in weiterer Studie bestätigt

RSV-Impfungen mit über 200 Nebenwirkungen – darunter schwerwiegende neurologische, kardiale und Schäden in der Schwangerschaft

Studie: Nebenwirkung von RSV-Impfstoff sind Guillain-Barré-Syndrom, Frühgeburten und Todesfälle

„Kindliche Schlaganfälle“ als Impfnebenwirkung

Big Pharma will tödliche Nebenwirkungen der Covid-Spritze noch immer nicht eingestehen

Kampf um Veröffentlichung von Impfnebenwirkungen

7 Kommentare

  1. Informationsbefreier 5. Februar 2026 um 2:16 Uhr - Antworten

    Prima, dass Herr Reuther das Thema aufgreift! Ich fand es schon immer unplausibel, dass eine Masernerkrankung, manchmal sogar eine gar nicht stattgefunden habende („Stille Feiung“) noch Jahre später auf einmal eine Hirnhautentzündung hervorrufen können soll, während Ärzte eine heftige Reaktion schon 15 min nach dem Piks nicht mehr als Impfreaktion anzusehen bereit sind.
    Es ist wesentlich plausibler, dass die Fiebersenker, die zur Behandlung von Masern eingesetzt werden, die Hirnhautentzündung hervorrufen.

  2. Jan 3. Februar 2026 um 9:21 Uhr - Antworten

    „Müdigkeit“ ist auch so ein hochspezifisches Symptom, das sich gar nicht verwechseln lässt. Könnten wir nicht auch noch Kreuzweh als Virenfolgeerscheinung einordnen? Wenn wir dann noch Zipperlein als schweren Verlauf dazunehmen, muss die gesamte Bevölkerung medikamentiert werden.

    Ach je, das haben wir ja gerade hinter uns!

  3. local.man 2. Februar 2026 um 11:58 Uhr - Antworten

    Das ist alles so hart wahr.. Danke an Dr. Reuther.

    Bitter und die Propaganda läuft nonstopp…

  4. Gabriele 2. Februar 2026 um 8:22 Uhr - Antworten

    Und unsere geschätzte österreichische Gesundheitsministerin hat gerade festgestellt: Alles Schwurbelei, alles nicht bewiesen. Wer die „Impfungen“ anzweifelt, gefährdet die „Gesundheit der Bevölkerung“. Richtiger wäre wohl: …gefährdet den ewig fließenden Geldhahn der Pharmagiganten und ihrer willfährigen Handlanger. Es wird bis Ende nie so weitergehen…was immer auch gesagt oder getan wird von denen, die noch Augen im Kopf und ein Hirn zum Nachdenken haben.

    • 1150 2. Februar 2026 um 10:35 Uhr - Antworten

      @,
      ha, eine gesundheitsministerin, deren äusseres erscheinungsbild nur so vor gesundheit strotzt.
      fit, schlank, athletisch, flink wie ein windhund, zäh wie leder und hart wie kruppstahl …..

      • Gabriele 2. Februar 2026 um 14:08 Uhr

        Ja, wir hatten fast immer aussagefähige Persönlichkeiten auf diesem prominenten Sessel sitzen – darunter auch den hochgebildeten Mediziner, der meinte, „die Impfung bleibt eh im Arm“. Das braucht alles keinen Kommentar mehr. Vielleicht sollte als Nächstes mein Installateur den Posten kriegen. Der Mann ist so klug und bodenständig, er hätte es verdient und würde uns keine einzige Genspritze empfehlen, weil er von Beginn an wusste, was läuft.

      • Jan 3. Februar 2026 um 9:28 Uhr

        @Gabriele Das war nicht gelogen! (Was die Schwurbler immer haben?) Er hat gesagt, „die bleibt eh im Arm“ – das war völlig richtig. Dass sie auch noch in Herz, Hirn, Leber, Lunge und Knochenmark gegangen ist, dazu hat er sich nicht geäußert.

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann.

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann.

Aktuelle Beiträge