Über das Irren bei Corona und Vergeben von autoritärem Verhalten

4. Dezember 2022von 8,4 Minuten Lesezeit

„Errare humanum est“ – „[Sich] Irren, ist menschlich“, ist eine Redewendung, die wohl jeder schon einmal gehört oder gelesen hat und die gern im Zusammenhang mit den Themen Fehlerkultur und/oder Vergebung zitiert wird. Nur wenige wissen, dass dieser klassischen Redewendung noch ein „aber“ beigefügt ist: „Errare humanum est, sed in errare perservare diabolicum“, „Irren ist menschlich, aber im Irrtum zu verharren [ist] diabolisch.“

In dieser Form wurde das Zitat u.a. bereits 2015 als Aufhänger gebraucht, um über Fehlerkultur in der Medizin zu diskutieren.

Eine Fehlerkultur setzt Fehler voraus. Dementsprechend ging der Autor hier mit gutem Beispiel voran, indem er das Zitat fälschlicherweise dem römischen Gelehrten Seneca zuschrieb und damit einen Irrtum zementieren half, der schon seit vielen Jahren im Internet kursiert.

Doch dies soll keine altphilologische Abhandlung über lateinische Redewendungen werden. Wer wissen möchte, wie dieses Zitat zustande kam, mag es hier nachlesen.

So kurz diese Redewendung auch sein mag – die Unterscheidung, die darin getroffen wird, erschließt sich jedem Leser intuitiv: „[Sich] Irren“ und „im Irrtum verharren“ sind zwei grundverschiedene Dinge und daher auch vollkommen unterschiedlich zu bewerten. Ersteres gehört zur menschlichen Natur, zum Leben dazu, Letzteres steht dazu in krassem Widerspruch. Das Wort „diabolisch“, leitet sich ab vom griechischen diaballein (διαβάλλειν), was man wortwörtlich mit „durcheinanderwerfen“ übersetzen könnte. Es steht für ein über den Haufen werfen der bestehenden Ordnung, einer Umkehr der Maßstäbe von richtig und falsch, gut und böse. Dementsprechend kann dieses Wort auch die Bedeutung „verwirren“, „verdrehen“ oder auch „entzweien“, „entfremden“ haben.

Das Diabolische begegnet uns bereits im dritten Kapitel der Bibel. Sie wissen schon: Die Sache mit der Schlange und dem Apfel (Die Bibel erwähnt zwar an keiner Stelle, dass es sich um Äpfel handelte. „Apfel“ heißt jedoch, genau wie das „Böse“, auf Latein „malum“ – ein klassisches Teekesselchen. Damit wird vielleicht klar, weshalb christliche Künstler keine Walnüsse gemalt haben, wenn sie die Früchte des Baumes der Erkenntnis darstellten…).

Wichtig ist hier: Die Schlange nötigt den „Apfel“ keineswegs auf, sie stopft ihn dem Menschen auch nicht gewaltsam in den Mund. Stattdessen manipuliert sie die Wahrnehmung des Menschen, verdreht dessen Bezug zur Realität, so dass der Mensch eine Tat für erstrebenswert hält, die ihm letztlich zutiefst schadet. Kommt Ihnen das bekannt vor?

Es sollte Ihnen bekannt vorkommen, denn genau diese Manipulation, dieses Verdrehen der Wahrnehmung haben wir in den letzten Jahren am Beispiel der Coronapolitik und hier ganz besonders der „Impf“kampagne beobachten können: Viele Menschen hielten subjektiv etwas (die Spritze) für sinnvoll und gut, das sich jedoch nun, objektiv betrachtet, als unsinnig und schädlich erweist, wie wir an den zahlreichen Meldungen erkennen können, die mittlerweile auch den Mainstream erreicht haben.

Auch in anderen Bereichen wurde Einiges durcheinander, um nicht zu sagen: über den Haufen geworfen. Vor Corona bedurfte es eines Attests, um nachzuweisen, dass man das regelmäßige Tragen von Masken vertrug.

Nach Corona wurden alle Menschen ab dem Schulkindalter zum Maskentragen verdonnert und benötigten ärztliche Atteste, wenn sie sich diesem Zwang, aus gesundheitlichen Gründen, entziehen wollten.

Vor Corona galt ein symptomloser Mensch als gesund, nach Corona dagegen, sofern ungetestet, als potentiell tödliches Gesundheitsrisiko für andere. Die Regeln zur Zulassung und Kontrolle von Arzneimitteln, die vor Corona noch galten, wurden nach Corona über den Haufen geworfen. Ebenso erging es der Überzeugung, dass man im Umgang mit gentechnischen Produkten eine gewisse Vorsicht walten lassen müsse. Diese war vor Corona noch gegeben, nach Corona galt Skepsis bezüglich potentiell genverändernden Substanzen geradezu als asoziales Verhalten, dem man u.a. mit Beugehaft meinte begegnen zu müssen.

Die Liste ließe sich noch lange fortsetzen: Polizei, Justiz und Behörden, die sich vor Corona eigentlich noch zur Verhältnismäßigkeit verpflichtet sahen, pfiffen, angesichts der „Pandemie“ auf eben diese. Die institutionalisierte Wissenschaft, die vor Corona doch eigentlich der Wahrheit, oder zumindest einer größtmöglichen Objektivität hätte dienen sollen, biederte sich nun verstärkt den Interessen der Mächtigen an. Ärzten, denen es vor Corona oblag, Krankheiten bei ihren Patienten zu diagnostizieren und zu behandeln, riss Corona diese Kompetenzen aus der Hand und speiste sie stattdessen mit billigen Plastikstäbchen und Genspritzen ab, über deren mögliche Schäden für die Gesundheit viele erst jetzt nach und nach erfahren, da auch die Medien, in ihrer ureigensten Aufgabe, die Bevölkerung umfassend zu informieren, zu oft sträflich versagten.

Sozialverbände, Glaubensgemeinschaften und insbesondere die Kirchen, die sich vor Corona für ein empathisches Miteinander einzusetzen vorgaben, vergaßen inmitten der „Pandemie“ ihre ehernen, zum Teil schon Jahrtausende alten Grundsätze: Sterbende wurden allein gelassen, Kranke nicht besucht, der Umgang mit den Kleinsten unserer Gesellschaft, würde, rein aus biblischer Perspektive, so manchen Mühlstein um den Hals rechtfertigen.

Viele, die sich vor Corona „gläubig“ nannten, ergaben sich nun der Furcht vor dem Tod und ließen sich in ein rein materialistisches, rein diesseitig orientiertes Gedankengefängnis sperren. In diesem zählte nicht mehr das Leben an sich, sondern die Krankheiten, die es – möglicherweise – mit sich brachte. Es galt nicht mehr der Satz: „Ich werde am Du“ (Martin Buber), sondern „Ich werde an Dir krank.“ oder: „Bleib mir vom Leib!“.

Der Mensch, der so sehr auf ein liebevolles Miteinander angewiesen ist, wurde vereinzelt und zum Gefährder der Volksgesundheit stilisiert, sollte er sich nicht damit abfinden, isoliert zu sein.

Den höchsten Preis all dieser Verirrungen und des diabolischen Durcheinanders zahlten die Kinder – und sie zahlen ihn immer noch.

Nimmt man all dies zusammen, wird schnell klar: Corona stellt eine Zäsur dar, wie es sie in der menschlichen Geschichte wohl noch nie gegeben hat – und wir beginnen erst langsam zu realisieren, was das heißt.

Aktuell erleben wir eine sehr surreale Situation. Die schlimmste „Pandemie“ aller Zeiten scheint vorbei – aber nicht ganz. Die fatalen Schäden der Coronapolitik und der vielen anderen menschengemachten Krisen unserer Zeit, beginnen, sich abzuzeichnen – aber noch nicht so umfassend, dass sie von einem Großteil der Bevölkerung wahrgenommen würden. Viele Menschen sind bemüht, wieder in ihr altes Alltagsleben zu finden und sehen nicht, dass die Struktur desselben bereits geplatzt ist wie ein mit Wasser gefüllter Ballon, wo das Wasser noch ganz kurz, für wenige Augenblicke, die Form behält, ehe es zerfließt.

Ausgerechnet in dieser Situation beginnen diejenigen, die am lautesten schweigen sollten, von Vergebung zu sprechen, diese sogar regelrecht einzufordern. Schließlich könne sich jeder einmal irren, und überhaupt: Ist Irren nicht menschlich?

Was diese Damen und Herren vergessen, ist zweierlei: Ein Versöhnungsprozess kann nur dann wirklich stattfinden, wenn die, die an anderen schuldig geworden sind, diese um Vergebung bitten.

Mit dieser Bitte geben sie gleichzeitig das Heft des Handelns vollständig aus der Hand.

In dieser Hinsicht unterwirft sich der um Vergebung Bittende ganz und gar dem freien Willen des Geschädigten. Ob dieser der Bitte dann entspricht oder nicht, ist, meiner Ansicht nach, die freieste (und befreiendste) Entscheidung, die ein Mensch in seinem Leben treffen kann. Als Geschädigter wechselt er so von einer vormals passiven in eine nun vollkommen aktive Rolle, denn: Niemand kann die Entscheidung zu Vergeben erzwingen. Wenn daher prominente Stimmen in Politik und Medien behaupten, dass man vergeben müsse, zeigt dies nur, wie wenig sie von diesem Thema verstanden haben.

Hinzu kommt, dass viele vergessen zu haben scheinen (oder gerne vergessen haben möchten), dass sie in den vergangenen Jahren ein Verhalten an den Tag legten, dass mit einem einfachen Irren nicht zu rechtfertigen ist. Es ist z.B. eine Sache, eine genexperimentelle Injektion zu bewerben, aber eine ganz andere, die Menschen zu diffamieren und auszugrenzen, die sich gegen diese Spritze entscheiden. Hier wurden grundsätzliche Normen des menschlichen Miteinanders in einem Ausmaß über den Haufen geworfen (διαβάλλειν), das jeder Beschreibung spottet. Auch hier stellt Corona eine Zäsur dar. Ein ungezwungenes gesellschaftliches Miteinander scheint in weiten Teilen nicht mehr möglich. Viele Menschen haben das Vertrauen in Politik, Medien und andere öffentliche Einrichtungen verloren – vom Vertrauen in ihre Mitmenschen ganz zu schweigen.

Vor Corona gab es Institutionen, die in Aussöhnungs- bzw. Versöhnungsprozessen eine Vermittlerrolle einnahmen, die von allen Beteiligten akzeptiert werden konnte. Normalerweise kam diese Aufgabe den Gerichten zu, ersatzweise den Glaubensgemeinschaften und Kirchen oder anderen Institutionen öffentlichen Lebens.

Jetzt, drei Jahre nach Corona, zeigt sich, dass sämtliche öffentliche Institutionen so zerrüttet sind (oder wurden), dass ihnen keine glaubhafte Vermittlerrolle mehr zugesprochen werden kann. Das Versagen des Rechtsstaates war zu offensichtlich, die Haltung vieler Institutionen derart menschenverachtend und abstrus, dass sie nicht mehr in der Rolle eines unbeteiligten Dritten erscheinen können.

Von daher ist eine gewisse Skepsis angebracht, wenn es um das Thema Versöhnung geht. Diese mag sich im privaten Rahmen durchaus ereignen, dort wo Menschen gutgläubig übernommen hatten, was sie in den Medien sahen, nun aber erschrocken sind über sich selbst und aufrichtig Reue zeigen.

Auf gesellschaftlicher Ebene jedoch wird ein Versöhnungsprozess durch das derzeitige Verhalten der prominenten Akteure eher erschwert als befördert. Viele ihrer Äußerungen erwecken den Eindruck, sich möglichst gesichtswahrend aus der Affäre ziehen zu wollen, anstatt wirklich zu einer Versöhnung beizutragen. Dieser Schuss kann gewaltig nach hinten losgehen, denn das Zeitfenster zur Versöhnung steht nicht unbegrenzt offen. Je mehr die Schäden der Coronapolitik (und anderer Krisen) ins öffentliche Bewusstsein rücken, desto weniger wird die Bevölkerung bereit sein, zu verzeihen, da ihr das Diabolische des Ganzen langsam aufzugehen beginnt. Noch kann aufrichtige Reue, verbunden mit der (ehrlich gemeinten!) Bitte um Vergebung einen Unterschied machen. In ein paar Monaten ist es vielleicht schon zu spät dazu.

Bild von Alexa auf Pixabay

Die in diesem Artikel geäußerten Ansichten spiegeln nicht unbedingt die Ansichten der fixen Autoren von TKP wieder.

Ulrich Jarzina ist ein historisch sehr beschlagener TKP-Leser.


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63 Kommentare

  1. Klaus 9. Dezember 2022 at 10:02Antworten

    „Ein Versöhnungsprozess kann nur dann wirklich stattfinden, wenn die, die an anderen schuldig geworden sind, diese um Vergebung bitten. “

    Nein. Schuld und Sühne. Wo bleibt die Bestrafung?

  2. Gerald Ehegartner 6. Dezember 2022 at 19:49Antworten

    Herzlichen Dank für diesen inhatlich und sprachlich äußerst gelungenen Artikel.

  3. jhampe2 5. Dezember 2022 at 12:38Antworten

    Was unbestreitbar ist: die Verantwortlichen, die impfenden Ärtze, viele Wissenschaftler, die Gesundheitsbehörden, die Politiker welche die Massnahmen unterstützten: die haben sich alle zumindest als in Gesundheitsfragen gemeingefährlich inkompetent erwiesen. Vergebung ist möglich, ersetzt aber nicht ein Abtreten und nie wieder eine Position mit Verantwortung einzunehmen. Es ist fahrlässig, wenn diese Personen weiter in Gesundheitsfragen eine verantwortliche Position einnehmen. Das ist gefährlich. Sie haben das Leben von zu vielen Menschen aufs Spielt gesetzt. Ob es vorsätzliches gemeingefährliches Handeln war, das müssen die Gerichte entscheiden. Vergebung kann soweit gehen, dass man den Verantwortlichen gegenüber kein Groll entgegenbringt, keine revanchistische Haltung einnimmt und ihnen für das entstandene Leid vergibt. Man mache gute Wünsche, dass sie „geläutert“ aus der Sache herauskommen, ihre Lektion dabei gelernt haben und in Zukunft helfen werden, die guten Kräfte zu unterstützen.

    • Dr. No 5. Dezember 2022 at 15:07Antworten

      Bin ganz Ihrer Meinung, Ärzte die geimpft haben sind entweder inkompetent oder kriminell, eine dritte Sorte gibt es hier nicht, die inkompetenten müssen aus der Ärzteliste für immer gestrichen werden und ihnen einen lebenslänglichen Berufsverbot erteilt, die kriminellen kommen vor Gericht. Vergeben soll ihnen Gott, ich kann es nicht.

  4. I.B. 5. Dezember 2022 at 11:27Antworten

    Es gibt schon so viele Kommentare über diesen Artikel, dass ich mich darauf beschränken möchte, mich für den Hinweis:
    Literarische Korrespondenz
    Marcel Looser: Sehr geehrter Herr Walcher!
    Betrifft:
    Geschichte eines Zitats
    zu bedanken.

    Diese Geschichte eines Zitats ist spannend, aufschlussreich und amüsant. Es gäbe so vieles, womit ich mich mehr beschäftigen wollte. Leider hat der Tag nur 24 Stunden und einen beachtlichen Teil davon verschlafe ich.

  5. Dr. No 4. Dezember 2022 at 23:30Antworten

    Es gibt zwei Arten von Tätern, die die aus Überzeugung handeln, weil sie einfach zu dumm um zu verstehen was geschieht, sie sind sogar geimpft und geboostert und sehen ihre Aufgabe darin der Rest der Bevölkerung dazu zu zwingen, der wahre Beweggrund dahinter ist jedoch purer Neid; warum sollten sie sich das antun während die anderen immer noch frei herum laufen? Diese werden den Prise dafür mit ihrer Gesundheit und ein Teil ihrer Lebenserwartung bezahlen. Die anderen sind die Eingeweihten, die Lenker, die Mitwisser und die Profiteure, die selber nie in der Nähe einer Impfung kommen würden aber diese den anderen aufzwingen wollen, für denen sollte ein Volksgericht geben, es soll nur schuldig oder unschuldig geben, für den schuldigen gibt es lebenslänglich, wie alle anderen auch, jedoch mit dem kleinen Unterschied der regelmäßigen mRNA-Impfung inklusive zeitgerechte Auffrischung und dann werden wir sehen, wie sicher und wirksam diese Präparate wirklich sind.

    • SchauGenau 5. Dezember 2022 at 8:32Antworten

      @DrNo: Ich glaube, es gibt noch eine dritte Art: Diejenigen, die aus nicht nachvollziehbaren Gründen immer noch der C-Religion anhängen, und nicht bereit sind, über neue Erkenntnisse zu reflektieren.
      Ein prominentes Beispiel ist A.Unterberger, welcher sich in seinem Blog immer noch an jenen abarbeitet, die nicht der Mainstreammeinung gefolgt sind, und gegen die alleinseligmachende Spritze waren und, Gott behüt‘, immer noch sind.
      Dummheit möchte ich mal ausschliessen, vielleicht Altersstarrsinn?

      • Pfeiffer C 5. Dezember 2022 at 18:02

        @SchauGenau „es gibt noch eine dritte Art: Diejenigen, die aus nicht nachvollziehbaren Gründen immer noch der C-Religion anhängen, und nicht bereit sind, über neue Erkenntnisse zu reflektieren“:

        Dazu gehört auch das Revolverblatt derstandard:

        Heute gelöscht, wegen Verstoßes gegen die Forenregeln:

        „Kritische Wissenschaftler, Ärzte, Journalisten ff wurden herunter- bzw. lächerlich gemacht oder verloren ihren Arbeitsplatz, „Audiatur et altera pars“ – postings wurden entfernt, Demonstranten wurden pauschal als Rechtsextreme, Schwurbler, Covidioten desavouiert.

        Die Verfassungsministerin sprach kurz nach Verkündigung des Impfzwanges in einem Interview davon, daß Nichtgeimpften freistünde, die Republik zu verlassen.

        Alles im Lichte selbstgewisser „Wahrheiten“, die nach 2 1/2 Jahren Zug um Zug in sich zusammenfielen“.

  6. Angermann 4. Dezember 2022 at 20:56Antworten

    Die wollen zwei Dinge von uns: AMNESTIE UND AMNESIE!

    • Hanna 5. Dezember 2022 at 13:47Antworten

      Ergänzend zu dem ausgezeichneten Beitrag von Ulrich JARZINA auch diese beiden Artikel:

      ~ rubikon.news/artikel/amnestie-amnesie-apathie

      ~ transition-news.org/das-andere-wort-zum-sonntag-oder-vergeben-und-vergessen

  7. Angermann 4. Dezember 2022 at 20:53Antworten

    Es würde mich nicht wundern, wenn spätere Chronisten einmal die Verheerungen dieses Corona-Crimes auf eine Stufe mit dem Holocaust stellen würden. Es kommt dabei nicht nur auf die Anzahl der Ermordeten an, sondern auch auf die Perfidie und die niederen Beweggründe, die hinter diesen Handlungen standen. Es ging nicht um Gesundheit – dafür hätte man ganz andere Maßnahmen ergreifen müssen. Es ging um politische Ziele, um Machterhalt und Machtausübung, zu welchem Zweck auch immer. Dass es dabei Zehntausende (wenn die Chronisten berichten, vielleicht sogar schon Millionen) Tote zur Folge hatte, spielte bei den Überlegungen der WHO und ihrer Schergen in vielen Ländern der Welt keine Rolle.

  8. rudi & Maria fluegl 4. Dezember 2022 at 19:58Antworten

    Danke für diesen Artikel!
    Ein Artikel den wir sehr gerne weiter verbreiten!!!

  9. Fritz Madersbacher 4. Dezember 2022 at 19:48Antworten

    „Der Schwache kann nicht verzeihen. Verzeihen ist eine Eigenschaft des Starken. Mahatma Gandhi“
    Zwei Kommentatorinnen haben das unten zitiert (@Andrea Drescher 4. Dezember 2022 at 11:55 und @Rosa 4. Dezember 2022 at 14:19).
    Das ist eine ungeheuer harte, ja verletzende Aussage für viele Menschen, die damit an die Grenzen des ihnen Zumutbaren, vielleicht sogar jenseits davon versetzt werden. Es bleibt aber trotzdem vorrangig, nicht in erster Linie (noch so verhasste) Personen aufs Korn zu nehmen, sondern die Umstände zu analysieren, die zu einem Mißstand wie z.B. der „Pandemie“ geführt haben, um die Ursachen davon erkennen und abstellen zu können. Diese beschränken sich gewöhnlich nicht auf die charakterlichen Eigenschaften und das Fehlverhalten einzelner Personen (es können auch viele sein wie im vorliegenden Fall). Sie sind in unserer Gesellschaft aufgewachsen, also muss da Einiges faul sein. Wenn das nicht geändert wird, „bleibt der Schoß fruchtbar noch, aus dem dies kroch“ …

  10. Gerhard 4. Dezember 2022 at 19:27Antworten

    Die anschließenden Sätze enthalten auch das Original „sancta simplicitas“, der „heiligen Einfalt“. Hieronymus schätzt sie – und das bedeutet, dass heilige Einfalt für ihn, den Urheber dieses Ausdruck, noch etwas anderes bedeutete als ein billiger Spott auf scheinbar ungebildete Gläubige. Die „verbosa rusticitas“, wortreiches Hinterweltlertum und Bildungslosigkeit kennen wir dagegen von unseren Ministerialbeamten, welche den so genannten „Bullshit“ auf höchste verehren und lehren:

    „Das gängige Sprichwort trifft auf mich zu: „Wer einen Ochsen für die Leichtathletik abrichtet, verliert Öl und Geld“. Trotzdem ist nicht derjenige schuldig, der nur die Maske aufsetzt und die Tragödie für einen anderen spielt: seine Lehrer sind die wahren Schuldigen; denn sie haben ihn um einen hohen Preis gelehrt – nichts zu wissen. Ich denke von keinem Christen schlechter, nur weil er sich nicht auszudrücken weiß; und ich wünsche mir von Herzen, dass wir alle mit Sokrates sagen könnten: „Ich weiß, dass ich nichts weiß“ und das Gebot eines anderen Weisen befolgen: „Erkenne dich selbst“. Ich habe immer eine heilige Einfachheit (sancta simplicitas) geschätzt, aber keine wortreiche Bildungslosigkeit.“

  11. Gabriele 4. Dezember 2022 at 18:18Antworten

    Diese Vergebungsmasche erinnert mich an gewisse prseudochristliche Strömungen in der Psychologie, die selbst von schwer missbrauchten Kindern später verlangen, den Tätern zu “verzeihen, um die eigene Seelenruhe zu finden” (auch wenn diese Verbrecher nie Strafe erleben, geschweige denn ihnen etwas leid tut). Das ist doppelter Missbrauch. Hier ist es ähnlich – wer sich über 2 Jahre hat bedrohen und verhöhnen lassen, soll jetzt sagen, ach ja, Schwamm drüber (die Suizid begangen haben, können eh nicht mehr). War ja alles nicht “so schlimm” – man muss nach vorne schauen…
    Und überhaupt lernt die großartige “Wissenschaft” ja nur durch Versuch und Irrtum, dann gibt es halt Kollateralschäden. Wer drankommt…Pech gehabt.
    Ja, so ist er, “der” Mensch – und so war es wohl schon immer.
    Vollzogene gerechte Strafen und das Gefühl für die Opfer, wenigstens nicht lebenslang den Schaden, samt den seelischen Demütigungen ertragen zu müssen, ist das Einzige, was jemals geholfen hat. Ob nun “Gott” oder Mensch, der hier das süßliche Verzeihen fordert, wäre wohl selbst ein Satan zu nennen. Geistig modellierte Gutmenschen, die dieses Verzeihen üben und damit angeblich “Frieden” finden, sind eher zu bedauern, als zu loben, denn ihr innerer Kompass hat wohl längst auf stumm geschaltet. Was für eine Art “Leben” ist das dann – und wie lange dauert es bis zum nächsten Mal? Während die Täter grinsend und selbstzufrieden weitermachen…

  12. Jakob 4. Dezember 2022 at 17:40Antworten

    Hier wird viel darüber geredet dass Verantwortliche um Verzeihung bitten sollen.

    Ich halte es für ein Wunschdenken dass jemand von den Verantwortungsträgern um Verzeihung bitten wird.
    Diese sehen sich noch immer im Recht, was die Impfwerbung usw. klar und deutlich zeigt.
    Wenn niemand um Verzeihung bittet braucht auch niemand Vergeben.
    Für die Masse ist die Sache abgehakt.
    Auf eine Entschuldigung zu hoffen wird ein Wunschtraum bleiben.
    Die Spaltung bleibt, vielleicht auch so gewollt.

    • Hans im Glück 4. Dezember 2022 at 18:22Antworten

      @Jakob

      ich stimme ihnen zu 100 Prozent zu!
      Der Original Beitrag ist sehr geistreich verfasst und beleuchtet zahlreiche interessante Aspekte.
      Aber er ist im Grunde aus der Opfersicht verfasst. Das Opfer leidet unter echtem oder auch nur gefühltem Unrecht, das ihm angetan wurde.
      Die Täter, in diesem Fall die Corona Täter, sind sich nicht nur keiner Schuld bewusst! Im Gegenteil! Die halten sich für großartige Macher, welche größeren Schaden abgewendet haben.
      Das mag weit weg von Realität sein, aber das ist Täterdenken.

      Um Schaden für die Zukunft abzuwenden – was ich nebenbei bemerkt für unmöglich halte, da die Menschheit nicht lernfähig ist – wäre eine Sache von zentraler Bedeutung: Der Zweck heiligt niemals die Mittel! Wer sich auf diesen Pfad begibt, öffnet schon die Tore zu den schlimmsten Verbrechen.
      Die Nazis fanden Euthanasie eine großartige Idee. Keiner der Täter hatte m.E. Schuldgefühle. Im Gegenteil! Man hat die Arbeit erledigt, was viele andere nicht geschafft hätten. Heinrich Himmlers „Posener Rede“ gibt eine eindringliche Vorstellung davon. Der Zweck, in diesem Fall die „Volksgesundheit“ rechtfertigt(e) dann eben diese Maßnahmen.
      Die Spur der Verbrechen, die im Namen einer berechtigten, „guten“ Sache begangen wurden und werden, lässt sich von den Krematorien der Vernichtungslager bis zum millionenfachen Verbrennen von Zivilisten im Napalmregen von Vietnam spannen.
      Der Zweck heiligt nicht die Mittel! Und dualistisches Denken ist der Anfang des Verderbens.

      • Hans im Glück 4. Dezember 2022 at 18:31

        Und noch ein literarischer Nachtrag, um vielleicht noch ein wenig zu verdeutlichen, warum ich mit dem Dualismus meine Bauchschmerzen habe und einen Aspekt der Corona Hysterie noch ein wenig auszuleuchten.

        „Wer bin ich denn, daß ich mir Urteile über das Wirken des Bösen erlauben dürfte? Zumal in Fällen« – und auf diesem Gedanken schien William insistieren zu wollen – »in denen jene, die das Inquisitionsverfahren eröffnet haben, der Bischof, die Richter der Stadt und das ganze Volk, vielleicht sogar die Beschuldigten selbst den Nachweis einer Präsenz des Bösen offenbar sehnlichst wünschen? Vielleicht ist das überhaupt der einzige wahre Beweis für das Wirken des Teufels: die Intensität, mit welcher alle Beteiligten in einem bestimmten Augenblick danach verlangen, ihn am Werk zu sehen . . .«

        Aus Umberto Eco: „Der Name der Rose“
        (Hervorhebung von mir)

      • baltiMOre ravens 4. Dezember 2022 at 19:54

        An diese Himmler-Rede musste ich die vergangenen 2,5 Jahre auch oft denken. Ich stimme Ihnen da zu: die glauben tatsächlich, dass sie Großes geleistet hätten – und wir sind aus deren Sicht nur zu dumm und asozial, um es zu verstehen und unseren Teil beizutragen.

        Freilich Lichtjahre von der Realität entfernt – aber das hat eine handfeste Psychose noch nie gestört.

      • Jakob 4. Dezember 2022 at 20:31

        Hans im Glück
        4. Dezember 2022 at 18:22Antworten

        Außer bei den Nazi Vergleich kann ich ihnen nicht zustimmen. Das sind schon zwei paar Schuhe.
        Zur Masse:
        Ich verstehe nicht warum man sich immer an der schlafenden Masse aufreibt.
        Die ist weder dumm, noch schläft sie.
        Das ist der Teil der Gesellschaft, der im Grunde genommen sehr tolerant und kompromissbereit ist.
        Die sind glücklich so wie sie leben und das ist zu akzeptieren.
        Die lassen sich auch durch alternative Medien nicht umdrehen. Ganz im Gegenteil.
        Vergebung und Vergeltung will daher nur der, viel kleinere Teil der Kritiker.
        Das wird nicht stattfinden.
        Es werden ein paar Sachen relativiert werden und das war‘s dann.
        Wie bereits erwähnt, für die allermeisten ist Corona abgehakt.

    • Fritz Madersbacher 4. Dezember 2022 at 19:02Antworten

      @Jakob
      4. Dezember 2022 at 17:40
      @Hans im Glück
      4. Dezember 2022 at 18:22
      „Die Täter, in diesem Fall die Corona Täter, sind sich nicht nur keiner Schuld bewusst! Im Gegenteil! Die halten sich für großartige Macher, welche größeren Schaden abgewendet haben“ (@Hans im Glück)
      „Ich halte es für ein Wunschdenken dass jemand von den Verantwortungsträgern um Verzeihung bitten wird“ (@Jakob)
      „Wenn niemand um Verzeihung bittet braucht auch niemand vergeben“ (@Jakob)
      Sehen das alle so, auch jene, die zu Schaden gekommen sind? In erster Linie müßten ja sie das so sehen.
      „Für die Masse ist die Sache abgehakt“ (@Jakob)
      Das wissen weder Sie noch ich. Es könnte Wunschdenken der Täter/-innen sein. Vieles deutet darauf hin, dass sich dieselbigen ihrer Sache nicht sicher sind …

  13. Bettina 4. Dezember 2022 at 16:13Antworten

    eh schon 2015 … na dann …
    wie alt ist denn das Buch von Herrn Dr Reuther „Heilung Nebensache“? Hab mal nachgesehen, er behandelt ca. 2500 Jahre …

  14. Rex Cramer 4. Dezember 2022 at 15:53Antworten

    Weiland, lange vor der Zeitenwende und dem Merkel’schen Zeitalter, sind Menschen von den Ämtern und Funktionen, in denen Sie massiv gefehlt hatten, an der Stelle, wo sie ihren Fehler er- und bekannten als Allererstes und Mindestes von diesen Posten zurückgetreten. Wohlgemerkt aus eigenem Antrieb.

    Ist irgendwer irgendwo zurückgetreten im Kontext „Corona“ ? Mir ist niemand bekannt. Weder im RKI, PEI, BMG, STIKO, „Ethik“rat, noch irgendwelche Medienverantwortliche oder überhaupt irgendwer derer, die sich seit 2020 nicht gerade nur in homöopathischer Dosis als Nötiger, Hetzer, Spalter, Diffamierer, etc pp schuldig gemacht haben.

    Von irgendeiner Art von Einsichtsfähigkeit kann also in keiner Weise die Rede sein. Da fehlen selbst minimalste Voraussetzungen – was auch nicht wundert, da es sich hierbei beim überwiegenden Teil nicht um Irrtümer und Fehler handelt, sondern um vollen Vorsatz. Denen ist nur peinlich damit nicht vollständig durchgekommen zu sein, was jetzt zu diesen Versuchen führt, sich billig aus der Verantwortung für das eigene Handeln zu stehlen

  15. Klaus O.-V. 4. Dezember 2022 at 14:45Antworten

    Ein sehr schöner Artikel – wie viele andere auch – und kluge Kommentare. Es ist immer wieder eine Freude auf tkp.at vorbeizuschauen. Allen eine besinnliche ( Vor- ) weihnachtszeit und Ihnen, Herr Meyer, tausend Danke für Ihre unermüdliche Arbeit und die unschätzbaren „links“ zu aktuellen Studien.
    Für das kommende Jahr wünsche ich allen genug Kraft und Ausdauer, den Täuschungen des „arymanischen Zeitgeistes“ nicht nachzugeben.

  16. Georg Uttenthaler 4. Dezember 2022 at 14:32Antworten

    Entschuldigung ist gut aber reicht bei weitem, ob der Schwere des „Menschheitsverbrechens“ bei Weitem nicht aus.
    Was können Sie/WIR tun?
    Immer mehr Menschen auf der ganzen Welt wachen nun auf und erkennen, dass die unter dem Deckmantel des Schutzes der öffentlichen Gesundheit eingeführten Beschränkungen bestehen bleiben werden. Sie sind Teil eines viel größeren, langfristigen Plans, und das Endziel besteht darin, eine neue Lebensweise einzuführen, die unsere bisherigen Freiheiten einschränkt. Sie wollen uns knechten und zu Roboter umfunktionieren. Das bedeutet, dass letztendlich jeder entscheiden muss, was wichtiger ist: persönliche Freiheit oder falsche Sicherheit?

    Um den Plan der Technokraten zum Scheitern zu bringen, müssen wir das Justizsystem zuerst die politischen Besetzungen austauschen und den Rechtsstaat voll ausschöpfen. Deshalb klagen der US/deutsche Anwalt Fuellmich und sein Team, um den Betrug aufzudecken, den Beschränkungen durch die Pandemie ein Ende zu setzen und unsere Menschenrechte wiederherzustellen. Haftungs- Sammelklagen werden derzeit in den USA und Kanada vorbereitet, um die Gewinne der Profiteure zu minimieren. Somit können sich Geschädigte diesen Sammelklagen anschließen, um wenigstens finanziell entschädigt zu werden.
    Therapeutenliste zur Schadens Feststellung: https://www.mwgfd.de/
    Auch in Deutschland sind Erfolg versprechende Klagen gegen die Impfstoff Hersteller möglich.

    • Jakob 4. Dezember 2022 at 17:21Antworten

      Georg Uttenthaler
      4. Dezember 2022 at 14:32Antworten

      Das sind sie falsch informiert.
      Fuellmich hat keine Klage am Laufen, bzw. hatte selbst noch nie eine Klage in den USA oder Kanada eingereicht.
      Die Klagen von seinen Kollegen in Kanada und USA wurden abgewiesen.
      Es sind auch keine in Vorbereitung weil er keine Anwälte gefunden hat die dies machen möchten.
      Sein Spezi, Swinwood ist nach Peru abgehauen.
      Südafrika Sammelklage – geplatzt
      Indien Klage – geplatzt
      Fuellmich selbst könnte in Kanada gar nicht klagen (keine Zulassung)
      Und in den USA nur in Kalifornien.
      Der Mann ist ein Blender, der seit mehr als 2 Jahren nur verspricht dass in zwei bis 3 Wochen……
      Und als Krönung, verliert er jede Klage ( die er führt und die gegen ihn geführt werden) in Deutschland.
      Auf den Mann sollten sie nicht bauen.
      Es ist ganz simpel:
      Hätte eine Klage in USA oder Kanada, Aussicht auf Erfolg, hätte sich schon lange ein namhafter Amerikanischer/Kanadischer Anwalt der Sache angenommen weil da Unmengen Kohle zu machen wäre.

  17. Michael R 4. Dezember 2022 at 14:30Antworten

    Ich versuche es noch einmal. Aus mir nicht erfindlichen Gründen wurde mein Beitrag von heute Vormittag nicht freigeschaltet. Wegen Verstoss gegen die Netiquette kann es nicht gewesen sein. Leider ist mir das in letzter Zeit schon ein paar Mal passiert. Wenn meine Beiträge nicht mehr gewünscht sind, verzichte ich künftig darauf und spare mir die Zeit.

    Hier mein Kommentar zum Artikel:

    Ich sehe das ganz anders als der Autor. Corona ist keineswegs vorbei, es ist noch immer präsent, und es bleibt vermutlich für immer.
    Wenn zum Beispiel die G20 gerade erst beschlossen haben, dass Reisen in Zukunft nur mit einem aktuellen Impfzertifikat möglich sein soll, bleibt eine wesentliche Einschränkung der Freiheit bestehen.
    Wenn nach wie vor Impf-Dosen bestellt werden und eine Impfung anempfohlen wird, gerade erst mit personalisierten Anschreiben, ist nichts vorbei.
    Wenn immer mehr Menschen vorzeitig, ja sogar in Ihrer Jugend, plötzlich und unerwartet sterben, aber angeblich niemand weiß warum, kann uns das nicht unberührt lassen.
    Wenn Verwandte und Freunde einem freudestrahlend verkünden, dass sie sich gerade wieder haben nachimpfen lassen, dann wirkt die Impfpropaganda offenbar nach wie vor stärker, als die Schreckensbilder im Film „Died suddenly“ oder die täglichen Nachrichten über plötzlich und unerwartet Verstorbene.

    Mit solchen Menschen kann es keine Aussöhnung geben, schon gar nicht, wenn diese entsetzt oder gar feindlich reagieren würden, wenn sie erfahren würden, dass man noch immer nicht geimpft ist und es auch bleiben will.

    Bislang hat noch niemand um Entschuldigung gebeten. Alle tun so, als sei nie etwas gewesen und wollen wieder Kontakt haben, einfach so. Als ob sie einem noch vor einem Jahr nicht klipp und klar mitgeteilt hätten, was sie von einem so „asozialen, verantwortungslosen“ Benehmen halten, sich nicht impfen zu lassen und einen wie einen Aussätzigen behandelt hätten.

    Nein, es ist nichts vorbei. Es herrscht momentan nur eine Art Waffenstillstand. Ein Einsehen, dass man geirrt hat, fand und findet nirgendwo statt, nicht in der Gesellschaft, nicht in den Medien und schon gar nicht in der Politik. Solange nicht offen und ehrlich die Wahrheit erzählt wird, und das wird nicht geschehen, weil man sonst das Gesicht verlieren würde und sogar bestraft werden könnte, bleibt die Spaltung bestehen.

    • Dr. Peter F. Mayer 4. Dezember 2022 at 15:16Antworten

      Es gibt in WordPress Spam-Detektions Routinen, die wir verwenden müssen (außer es mag uns irgendwer eine völlig neue und unabhängige Webseite finanzieren). Es landet relativ viel im Spam, Signale sind zb Wiederholung von Texten. Es sind 2 (zwei) Redakteure, die Texte freigeben können. Es sind meist erheblich über 100, die freizugeben sind. Und am Wochenende machen wir das nur einmal am Tag und das ist mühsam genug. Deshalb steht auch über dem Kommentarfeld der Hinweis: „Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.“ Mit Doppelpostings, die als Spam markiert werden, erschweren Sie uns die Arbeit.

      • Michael R 4. Dezember 2022 at 15:26

        Vielen Dank für Ihre ausführliche Erklärung!

      • Jakob 4. Dezember 2022 at 17:46

        Dr. Peter F. Mayer
        4. Dezember 2022 at 15:16Antworten

        „Es sind meist erheblich über 100, die freizugeben sind“

        Bedeutet dies dann, dass ein erheblicher Teil der Texte nicht freigegeben werden, und was sind die Gründe für die Zensur

      • Dr. Peter F. Mayer 4. Dezember 2022 at 18:27

        Worum vermuten Sie Zensur ohne zu wissen was nicht freigegeben wird? Haben Sie gelesen was als Erklärung vor der Kommentar Box steht? Dem können Sie entnehmen, was nicht freigegeben wird.

    • Die hören nicht auf... 4. Dezember 2022 at 15:37Antworten

      @Michael R

      DANKE für Ihren Kommentar.

      Weihnachten und Neujahr wird dieses Jahr w i e d e r ungemütlich. Aber nicht, weil die Ungespritzten vom eigenen Staat per Dekret für 3 Monate „weggesperrt“ werden, sondern weil die Ungespritzten MIT den Gespritzten die gesegnete Zeit dieses Jahr verbringen DÜRFEN. Da wird einiges untereinander „aufpoppen“. Wie von Ihnen anschaulich geschrieben.

      Die zwischenmenschlichen Schäden, die von den Regierungen weltweit angerichtet wurden, sind enorm…

  18. Fritz Madersbacher 4. Dezember 2022 at 14:09Antworten

    Toller Artikel!

  19. Veron 4. Dezember 2022 at 14:08Antworten

    Meine Erfahrungen aus der Kindheit sind, dass Verzeihen dazu gut ist, dass der Täter wieder ruhig schlafen kann, oder die Tat hat ihm ohnehin nicht den Schlaf geraubt und die Bitte um Verzeihung war nicht ernst gemeint, geschah vielleicht auf Druck anderer (der Eltern). Wie es dem Geschädigten ging, danach wurde nicht gefragt. Später las ich von Verzeihen als psychologisches Heilmittel, mag sein, dass es bei manchen so wirkt. Sicher nicht bei jedem .. .. und für mich bleibt ein Täter ein Täter, der eine gerechte Strafe bekommen sollte, auch wenn ich keinen Hass pflege.
    Bei der Corona-Problematik sehe ich Vielschichtigkeit. Wer hat bewusst gelogen und Menschen geschädigt? Wer ist „mitgelaufen“, um nicht seine Existenz zu verlieren? Und wer hat wirklich geglaubt, was er sagte bzw. einfach nicht darüber nachdenken wollen? Und wer ist ehrlich entsetzt darüber, was er getan hat?

    • Die hören nicht auf... 4. Dezember 2022 at 14:58Antworten

      Leonardo da Vinci’s „Drei Arten von Menschen“:

      Es gibt drei Arten von Menschen:
      Diejenigen, die sehen
      Diejenigen, die sehen was ihnen gezeigt wird und
      Diejenigen, die nicht sehen

      Täter bleiben Täter, werden zu Serientätern, sie haben am eigenen Volk ein Unrecht begangen.
      Dieses Unrecht wird gesühnt werden. Wenn nicht diesseits, dann jenseits.

      Alle, die seit Jahrzehnten dieses nun umgesetzte Unrecht geplant haben und seit Jahren für ein paar Silberlinge dabei mitwirken – wir befinden uns erst am Anfang dieser Umsetzung, es wird noch viel Unrecht dazu kommen – laden immense universelle Schuld auf sich, die nur einer bewerten und verzeihen kann.

      Die Menschheit, unsere Gesellschaft wurde mit falschen Versprechungen, üblen Machenschaften in eine ganz miese Falle gelockt. Es ist noch lange nicht vorbei, weder für Geimpfte, noch für Ungeimpfte.

      Die EUabgeordneten haben in ihrem „Kampf gegen Covid“ besonders die schwer Erreichbaren (die Ungeimpften) für 2022/2023 im Fokus – es gibt ein Video (Herbst 2022) des EUparlaments davon.

      Es wird noch ganz dick kommen, standhaft bleiben!

  20. Rumpelstilz 4. Dezember 2022 at 13:39Antworten

    Verehrter Herr Jarzina,

    ein ganz unglaublich guter Aufsatz, der mehr als zutreffend das teuflische, diabolische, eingeflüsterte dieser Handlungen und Meinungen in den Mittelpunkt der Beobachtung rückt! Und Alle, Alle sind sie dem verfallen! Und das ist jeder Dimension noch weitaus übler, als die meisten Menschen bis heute begriffen haben.

    Aber das braucht Zeit; denn das Verbrechen ist schnell, die Folgen sind lang.

    Ich möchte dazu noch eine Winzigkeit ergänzen:

    Nicht nur hatten die als „Menschenfeinde“ gebrandmarkten, so genannten Schwurbler und Querdenker in fast jedem einzelnen Punkt nun doch erwiesenermaßen recht – und man könnte übertriebenermaßen sagen, wo nicht, ist es nur noch nicht erwiesen, und es hat sich in weiten Teilen auch noch als weitaus schlimmer herausgestellt – ihre Motivation war es obendrein, Menschen vor den üblen Folgen üblen Tuns zu bewahren und, wo das nicht mehr ging, zu retten.

    Die andere Seite hat dagegen nicht nur ebenso erwiesenmaßen gelogen und betrogen, sondern das auch noch aus Gewinn- und Machtsucht.

    Da hilft auch die Verteidigung „aus Ahnungslosigkeit“ nicht weiter.

  21. Marcus Junge 4. Dezember 2022 at 13:09Antworten

    Bei „Corona“ gab nie einen Irrtum. Seit März / April 2020 lagen die offiziellen Zahlen auf dem Tisch, sofern man willig war diesem im Internet aufzusuchen. Zahlen, die nicht vom Lügensystem verdreht / interpretiert waren. Die Aussage war eindeutig bezüglich Menge und Alter der „Corona-Toten“. Und wer es wollte, der wußten schon damals, daß selbst diese lächlichen Zahlen gefälscht waren, weil die „Test“ keine sind und keine Aussagekraft haben.

    Kein Irrtum, sondern Vorsatz, Betrug, Absicht.

  22. Carolus 4. Dezember 2022 at 12:54Antworten

    Danke für den Artikel!
    Bitte jedoch korrigieren: „in errare perservare diabolicum“ –> „in errore perseverare diabolicum“
    LG

  23. federkiel 4. Dezember 2022 at 12:45Antworten

    Da Sie Buber erwähnen, ist Ihnen ja sicher bekannt, daß es in seiner Bibelübersetzung nicht Apfel, sondern Frucht des Baumes heißt. Von der Frucht des Baumes essen, befähigt, zwischen Gut und Böse zu unterscheiden. Dazu braucht es aber ein Empfinden. Viele Menschen haben keinen Zugang mehr zu ihrem Empfinden. Die Staatenlenker haben den Menschen den Kantschen kategorischen Imperativ verordnet, das Credo eines Moralisten.
    Um sich zu entschuldigen, braucht es einer Einsicht seitens der Täter und Mitläufer, das würde schon reichen, denn dann könnte der ganze Spuk sofort aufhören. Das wird aber nicht passieren, denn dann landeten sie auf dem Schafott, metaphorisch gesprochen.

  24. Peter Ruzsicska 4. Dezember 2022 at 12:39Antworten

    Warum kann das brandwichtige Thema Vergebung nicht in aller Klarheit und Kontroverse hier bei tkp nicht ohne Zensur diskutiert werden?

  25. Peter Ruzsicska 4. Dezember 2022 at 12:30Antworten

    Warum werde ich zensuriert? Was soll das?
    Entspricht das nicht der Blattlinie – oder was?
    Auch in den letzten Tagen wurden von mir Kommentare hier zensuriert…
    Sollte ich keine Antwort von tkp erhalten, werde ich mich in aller Höflichkeit von der Kommentierung weiterer Inhalte gerne vollständig zurückziehen.

    Zur Erinnerung sei – Mythos der Vergebung – das Positionspapier von Norbert Denef, den 23.01.2012 voll zitiert, dem ich mich voll anschließe:

    Immer wieder taucht im Zusammenhang mit der Aufarbeitung und Heilung von traumatischen Kindheitserlebnissen das Stichwort „dem Täter vergeben“ auf.

    Es ist Zeit, mit verschiedenen Mythen aufzuräumen, die sich darum ranken.

    Mythos 1

    Vergebung/Verzeihung/Versöhnung gegenüber dem/der Täter_in bewirke eine Heilung bei erwachsenen Betroffenen von Gewalt in der Kindheit.

    Viele Psychotherapierichtungen und leider auch einige Traumatherapierichtungen sehen es als krönenden Abschluss einer gelungenen Therapie an, wenn der/die Betroffene dem/der Täter_in vergibt. Oft wird auch von „Frieden schließen“ gesprochen. Doch was bedeutet diese Vergebung für die Betroffenen?

    Aus Sicht des misshandelten Kindes im Erwachsenen bedeutet es, dass das Kind, das gerade zu reden begonnen hat wieder schweigen soll. Das ist besonders bei innerfamiliärer Gewalt verheerend, da nach Vergebung oft wieder, bzw. weiterhin Täterkontakt stattfindet, der erneut traumatisiert.

    Aus Sicht der erwachsenen Betroffenen kann eine Vergebung zunächst eine gewisse Erleichterung verschaffen. Weil er/sie sich gegenüber dem/der Täter_in und leider auch gegenüber der Mehrheit der Gesellschaft nicht mehr schuldig dafür fühlen muss, dass er/sie nicht verzeihen “kann“. Die „Fähigkeit“ des Verzeihens wird als Tugend dargestellt. Und vielleicht ist es genau das Gegenteil: mangelnder Mut bzw. Fähigkeit, dem Druck des/der Täter_in und des Umfelds zu widerstehen. Einer tiefgreifenden Heilung aber steht die Vergebung im Wege, denn sie bedeutet eine Wiederholung des Traumas, weil durch die Vergebung genau die Machtverhältnisse wiederhergestellt werden, die während der Tat gegeben waren: ein/e Täter_in, der/die nicht belangt wird und kein schlechtes Gewissen haben muss und ein ohnmächtiges, schweigendes Opfer.

    Diese Retraumatisierung wird dann noch verstärkt, wenn der/die Täter_in uneinsichtig ist und keine Reue zeigt. Das Opfer, das einem/r solchen Täter_in vergibt, erleidet enormen Schaden. Es muss alle Schuld auf sich nehmen. Und da die meisten Kindesmisshandler_innen uneinsichtig sind und schon gar keine Reue zeigen, ist es unverantwortlich, das „Heilmittel“ der Vergebung Opfern von Gewalt in der Kindheit zu empfehlen.

    Mythos 2

    Vergebung/Verzeihung/Versöhnung mache unsere Welt besser.

    Hintergrund des Vergebungsmythos sind religiöse Traditionen (nicht nur des Christentums), die Masochismus idealisieren. Haltungen wie „die Welt ist ein Jammertal“, „Schlägt dir jemand auf die eine Wange, so halte ihm auch die andere hin“ oder die Verehrung von masochistischen Märtyrern haben sich trotz der Aufklärung in unsere Zeit hinübergerettet.

    Der Mythos der Vergebung findet sich auch in allen spirituell/esoterischen Weltanschauungen, ist sogar ein wesentlicher Bestandteil derselben, weil durch Vergeben – vor allem den gewalttätigen Eltern – die alte Weltordnung und die bestehenden Machtverhältnisse wiederhergestellt, bzw. aufrecht erhalten werden. So bleiben die Gläubigen und Jünger bei der Stange.

    Derartige religiöse/spirituelle/esoterische Weltanschauungen sind zu einer Zeit entstanden, als das Individuum noch nicht die Chance hatte, ein eigenständiges, selbstgestaltetes und unabhängiges Leben zu führen.

    Das hat sich zwar grundlegend geändert, doch es gibt natürlich auch in der heutigen Zeit noch Menschen, die ein Interesse daran haben, dass andere Menschen durch Vergebung Opfer bleiben. Es ist nützlich für machtgierige Politiker_innen, wenn Menschen ihr Leben lang Opfer bleiben. Opfer lassen sich ausbeuten und begehren nicht auf. So nützt die Religion der Politik und umgekehrt.

    Mit anderen Worten:

    Vergebung unterstützt unterdrückende, ausbeuterische Machtverhältnisse
    Vergebung nützt nur den Kindesmisshandler_innen und schadet den Opfern

    Das ist keine Verbesserung für die Welt. Im Gegenteil.

    • Peter Ruzsicska 4. Dezember 2022 at 18:07Antworten

      Mythos 3

      Vergebung vermindere Wut, Hass und Rache.

      Das kindliche Gewaltopfer, das zur Vergebung und damit zum Schweigen gezwungen wird, kann die zur Misshandlung gehörigen Gefühle wie Wut, Hass und Rache nicht verarbeiten, es spaltet sie ab. Vergebung ist hier also gleichbedeutend mit Verdrängung.

      Das Opfer speichert sie so lange in sich, bis er/sie dann als Erwachsene/r die Möglichkeit hat, Kindern Gewalt zuzufügen und sich somit an ihnen für die Gewalt seiner/ihrer Täter_innen zu rächen.

      Folglich werden Wut, Hass und Rache durch Vergebung nicht vermindert, sondern nur auf die nächste Generation verschoben. So wird durch Vergebung die Gewalt und die Traumatisierungen in jeder Generation neu produziert.

      Bestes Beispiel hierfür sind die pädokriminellen Priester, die schon aufgrund ihres Berufs allen vergeben mussten, die ihnen jemals Leid zugefügt haben. Sie haben ihren Täter_innen vergeben und rächen sich dafür an ihnen anvertrauten Kindern.

      Natürlich findet die Weitergabe der Gewalt von Generation zu Generation vor allen Dingen in der Familie statt. Dort wird sie durch ein dichtes Netz von Vertuschung, hierarchischen Strukturen, Empathielosigkeit gegenüber Kindern und natürlich mit Hilfe religiöser Mythen wie dem der Vergebung ermöglicht.

      Vergebung vermehrt also Wut, Hass und Rache.

      Auch das ist keine Verbesserung der Welt. Genauso wenig wie die Neuproduktion von Traumaopfern in jeder Generation.

    • Dr. Peter F. Mayer 4. Dezember 2022 at 18:31Antworten

      Es gibt in WordPress Spam-Detektions Routinen, die wir verwenden müssen (außer es mag uns irgendwer eine völlig neue und unabhängige Webseite finanzieren). Es landet relativ viel im Spam, Signale sind zb Wiederholung von Texten. Es sind 2 (zwei) Redakteure, die Texte freigeben können. Es sind meist erheblich über 100, die freizugeben sind. Und am Wochenende machen wir das nur einmal am Tag und das ist mühsam genug. Deshalb steht auch über dem Kommentarfeld der Hinweis: “Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.” Mit Doppelpostings, die als Spam markiert werden, erschweren Sie uns die Arbeit.

      • Peter Ruzsicska 4. Dezember 2022 at 19:05

        Vielen herzlichen und aufrichtigen Dank für Ihre Mühen und die Ihrer Redaktion und Mitarbeiter!
        Schon allein daß es tkp gibt, ist nicht selbstverständlich, sondern klar und deutlich zu würdigen, besonders in Zeiten wie diesen!

  26. baltiMOre ravens 4. Dezember 2022 at 12:12Antworten

    Nachtrag, weil ich wieder mal zu vorschnell meine grundlegende Haltung hinausposaunen „musste“, bevor ich den Artikel las….;))

    Ich, als Absolvent eines humanistischen Gymnasiums inkl 5 Jahren Altgriechisch als Hauptfach, stehe einfach d’rauf, wenn Menschen sich einer Sache gedanklich nähern, indem sie zu Beginn einmal die Geschichte der zentralen Termini erörtern. AmS ist das Vorraussetzung, wenn man Dingen wirklich auf den Grund gehen will.

    Darum noch einmal extra ein herzliches Danke an den Autor. Wunderbarer Artikel, spricht mir aus der Seele!!!
    Und das sage ich nicht nur (voller Stolz), weil wir uns un grundlegenden Dingen zu diesem Thema einig sind. ;))

  27. anamcara 4. Dezember 2022 at 11:58Antworten

    “Nimmt man all dies zusammen, wird schnell klar: Corona stellt eine Zäsur dar, wie es sie in der menschlichen Geschichte wohl noch nie gegeben hat – und wir beginnen erst langsam zu realisieren, was das heißt.”

    Und was machen wir jetzt?

    Die Republik ist beschädigt. Das Land zeigt zunehmend Züge eines korrupten Parteienkartellstaats mit repressivem Meinungsregime.

    Mich ängstigt die Erkenntnis, dass meine Familie, Freunde und ich Opfer politischer Willkür geworden sind. Die Verfassung wurde vom gesamten Staatspersonal verraten, nicht nur von Politikern.
    Der Machtgebrauch wurde medial berichtet, der Machtmissbrauch duckmäuserisch ignoriert – so als lebten die Akteure in einer Art Staatsräsonkommune von Politköchen und Schreibkellnern zusammen, die bestimmt, was dem Bürger vorgesetzt wird.

    War dies möglich, so ist alles möglich. Konnte so mit uns verfahren werden, so kann man beliebig mit uns umspringen.
    Können Panikmache, Gehorsamspropaganda und staatliche Diskriminierung bei einem Thema so widerstandsarm veranstaltet werden, dann sind sie bei jedem Thema möglich.

    Können Kinder, Alte, „Ungeimpfte“ und Oppositionelle gegängelt, faktisch eingesperrt, vom öffentlichen Leben ausgeschlossen werden, dann ist das bereits uns allen passiert.
    Denn wir alle waren Kinder und werden alt, und wir alle können auch mal eine ganz andere Meinung haben als die meisten anderen.

    Und was wird dann aus uns?
    Bist du oder bin ich der Nächste, der verunglimpft und staatlich vom Leben ausgeschlossen wird? Gestern die „Ungeimpften“, heute die „Russlandversteher“ (d. h. Leute mit Geschichtswissen wie G. Krone-Schmalz und H. Ritz)?

    Und morgen dann alle, die gewisse „Klimaschutz-Maßnahmen“ nicht „alternativlos“ finden?

    So wie unsere Institutionen jetzt agieren, sind wir nicht verlässlich rechtsstaatlich vor Willkür geschützt. Das Kartell der Parteien samt Gefolge in staatsnahen Medien und politisierten Behördenhierarchien (wie z. B. in den 17 Inlandsgeheimdiensten) ist zu stark, der Mut der Justiz, Grundrechte konsequent zu verteidigen, ist zu schwach.

    Ein Beleg dafür ist die unsägliche einrichtungsbezogene Impfpflicht. Immer noch wird sachgrundloser Psychoterror gegen Angestellte und Soldaten ausgeübt.
    Man nötigt sie zu einer Behandlung, die zum Tod führen kann. Diejenigen Journalisten, deren Arbeitgeber als Dank für ihre unverbrüchliche Solidarität mit den Mächtigen von diesen „Qualitätsmedien“ genannt werden, bauen kaum Druck auf. Die Behörden setzen eine Grundrechtsverletzung um, als wäre es eine Parkraumkontrolle, Gerichte stützen das.

    Und was jetzt?
    Der Bundespräsident hat sich endlich aufrichtig bei den Ausgegrenzten zu entschuldigen. Lauterbach und Buschmann müssen sofort zurücktreten. Ich erneuere die Forderung nach einem Untersuchungsausschuss zur Pandemiepolitik, live im Fernsehen.

    Wir Bürger müssen erst mal wieder lernen, angstfrei und ergebnisoffen zu diskutieren. Dann kommen die Ideen, wie wir unser Gemeinwesen wieder vertrauenswürdiger machen können, von ganz allein. Ich schreibe jetzt ein kurzes Buch über Spaltung und Versöhnung, um mitzuhelfen.

    Ein Kommentar “War dies möglich, so ist alles möglich” von
    Dr. Michael Andrick veröffentlicht in der Berliner Zeitung.

    Die beim Autor eingehenden Reaktionen und die lang andauernde Diskussion in den sozialen Medien sagen mir: Wir sind gesamtgesellschaftlich wieder dabei, eine sträfliche Verdrängungsleistung zu versuchen.

    • Frühling 4. Dezember 2022 at 17:03Antworten

      Ein guter und flüssig geschriebener Artikel. Danke an den Autor.

      • anamcara 4. Dezember 2022 at 18:48

        Auch lesenswert der Beitrag von heute in der Berliner Zeitung „Corona: Der Staat sollte sich bei den Ungeimpften entschuldigen!“

  28. Andrea Drescher 4. Dezember 2022 at 11:55Antworten

    Danke für diesen Artikel. Ich schrieb heute nur kurz auf telegram:

    Der Schwache kann nicht verzeihen. Verzeihen ist eine Eigenschaft des Starken.
    Gandhi

    Den Verantwortlichen verzeihe ich nie.
    Die Mitläufer tun mir leid.

    Wir, die ohne Spritze geblieben sind, werden uns relativ leicht tun mit dem Verzeihen. Denn wir haben „nur“ Stress, Diffamierung, Ausgrenzung und Hetze erlebt. Aber das geht dem Ende zu.

    Diejenigen, die „denen“ vertraut haben und jetzt nach und nach unter den Konsequenzen leiden, haben ein viel größeres Problem. Sie hätten es wissen können so wie wir, haben aber trotzdem geglaubt und merken jetzt nach und nach, was man ihnen bzw. ihren Angehörigen angetan hat. Sie haben ein dumpfes Gefühl im Hinterkopf, was in ein, zwei, fünf Jahren vielleicht auf sie zukommen könnte. Das hört nie auf.

    Nur gemeinsam können wir „die“ zur Verantwortung ziehen!

    • Peter Ruzsicska 4. Dezember 2022 at 12:47Antworten

      Grundlegende Begriffsbestimmungen:
      Herrschaft = Gewalt über Lebewesen und/oder Gegenstände;
      Gewalt = angewendete Kraft zur Erreichung eines Ziels, (jur. Definition);
      Macht = Möglichkeit von Gewaltanwendung = Kontrolle

      Ich möchte Sie nur daran erinnern, daß Verzeihen nur auf der pesönlichst individuellen Ebene wenn überhaupt funktioniert. Schon in der etwas erweiterten Umgebung der Familie etc. funktioniert das kaum.
      Bitte unterscheiden Sie die persönliche Herstellung von Gewaltgleichgewichten von der Gewaltgleichgewichtsherstellung in größeren Beziehungsräumen bis zu politischen Interessensräumen.
      Es ist leider immer höchst problematisch in politischen und ähnlichen Herrschaftsszenarien ethisch moralisch zu argumentieren…
      Der persönliche Friedenswunsch ist nie und nimmer mit Herrschaftsinteressen vereinbar – Das war und ist es zu keiner Zeit.

    • Andreas N 4. Dezember 2022 at 13:29Antworten

      Ein wesentlicher aspekt, warum die einsicht und die entschuldigung vielen gar so schwer fällt: von beginn an war widerstand politisch rechts geframed, obwohl er quer durch alle lager ging (was denn sonst, die rechte hätte aich niemals so stark mobilisieten können).

      Und jetzt haben wir den salat: wird sich ein linker (sich für intellektuell und gebildet haltend) jemals bei anderen entschuldigen die er fix in die schublade der rechten depperl gesteckt hat? Ich habe es bis dato nicht erlebt und ich mache es wahrlich familie und freunden nicht schwer einsicht zu zeigen. Die Kränkungen schmerzen unverändert. Solange der mainstream, vom orf abwärts, diese Welle der Einsicht nicht unterstützt werden die gesellschaftlichen Schäden ein unvorstellbar nachhaltiges Ausmaß erreichen.

    • Rosa 4. Dezember 2022 at 14:19Antworten

      „Der Schwache kann nicht verzeihen. Verzeihen ist eine Eigenschaft des Starken. Gandhi“

      Und Sanftmut darf nicht mit Schwäche verwechselt werden.

    • Michael R 4. Dezember 2022 at 14:40Antworten

      „… Denn wir haben „nur“ Stress, Diffamierung, Ausgrenzung und Hetze erlebt. Aber das geht dem Ende zu.“

      Nein, das tut es nicht. Die G20 haben beschlossen, dass international nur noch reisen darf, wer ein gültiges(!) Corona Impfzertifikat besitzt.

  29. Peter Ruzsicska 4. Dezember 2022 at 11:46Antworten

    Zur Erinnerung:

    Vergessen, Vergebung, Entschuldigung etc. dient ausschließlich Tätern und zu solchen sich wandelnden Opfern!

    Schon alleine deshalb kein Vergessen, keine Entschuldigung, kein Verzeihen und keine Vergebung – und schon gar keine Gnade.

    Angemessene Verantwortung kann nur nach (sic!!!) Unterbrechung der Gewalteskalation erfolgen und soll nie in Rache münden, weil das bloß die Umkehr vom Herrscher (= Der Gewalthabende) zum Unterjochten (= Der Gewaltduldende) darstellt.

    Den jederzeit gewaltüberdehnenden Herrschaftshabenden inklusive deren Geschränz keine Gnade und Vergessen – Selbig diese sind ausnahmslos zur angemessenen Verantwortung zu ziehen:
    Völlige Enteignung, Aberkennung sämtlicher Titel, lebenslängliche Haft mit Sozialdienstpflicht etc….

    Zum „Mythos der Vergebung“ hat z. B. Norbert Denef folgenden aufschlussreichen Artikel als Positionspapier verfasst (24.01.2012):
    https://netzwerkbplus.de/2012/01/24/mythos-der-vergebung/

    • Thomas Tulpe 9. Dezember 2022 at 8:26Antworten

      Wie kann man einem Täter verzeihen, der seine Tat noch nicht vollendet hat? Verzeihen bedeutet in diesem Fall, dem Täter weiterhin die Gelegenheit zu geben, sein schändliches Tun ungehindert fortzusetzen. Hier stehen wir in der Pflicht, nachfolgende Generationen vor den gefährlichen Ideologen der Agenda 2030 zu schützen. Wir befinden uns mitten in einem Krieg, den die Eliten uns einseitig erklärt haben, weil sie sich zum einen in ihrer unermesslichen Gier an unserem Eigentum bereichern, uns gleichzeitig unserer Freiheit berauben und die mit dem Begriff unnütze Esser bezeichnete überwiegende Mehrheit der Menschheit auf eine Zahl von 500 Millionen reduzieren wollen. Mit solchen Menschen, die inzwischen die weltweite Politik mit Vertretern ihrer Ideologie durchseucht haben, können sie weder Frieden schließen, noch Kompromisse aushandeln, sie müssen sie schlichtweg gesagt besiegen, es sei denn Sie sind so naiv, einem hungrigen Krokodil zu vertrauen und ihm den Kopf in Rachen zu stecken in der Annahme, das wird schon gut gehen.-

  30. Petzold 4. Dezember 2022 at 11:34Antworten

    Ich halte nichts von Redewendungen aber manche treffen ins Schwarze. Die Redewendung: Irren ist menschlich, aber im Irrtum zu verharren diabolisch. Hat sich die ganze Zeit bestätigt.
    Ärzte werden übers Kopf getreichelt wenn sie einen Fehler begehen und erhalten „Kunstfehler“ als Pfusch.
    Politiker stopfen sich die Taschen voll und handeln gegen die Bevölkerung. Wohlernährt stehen sie vor dem Redepult während viele Menschen Hungern müssen.
    Unwissende werden als Experten bezeichnet und begehen einen Fehler nach dem anderen. War nie anders gewesen. Nur jetzt fallen sie ins Raster. Coronapolitik ist ein Witz. Ja die Liste ließe sich noch lange fortsetzen. Geschweige von der vielen anderen menschengemachten Krisen unserer Zeit die uns die Luft nehmen wird.
    Diese ganzen verdreher und Gierlappen braucht keine Sau.

  31. baltiMOre ravens 4. Dezember 2022 at 11:10Antworten

    Zum Thema Vergeben, Vergessen, Amnestie möchte ich nur eines sagen:

    Für Vergebung sind folgende Grundvoraussetzungen zu erfüllen:
    Der Bittsteller muss (aufrichtig und selbst-aktiv) um Verzeihung bitten.
    Dazu muss der Bittsteller sein Vergehen vortragen um mitzuteilen, was genau verziehen werden möge.
    Weiters muss der Bittsteller glaubhaft und aufrichtig begründen, warum sein Handeln Unrecht war, um zu schildern, dass er auch wirklich die notwendigen Lehren aus seinen Fehlern gezogen hat.

    Dann, und NUR DANN, kann eine Vergebung beginnen. Vorher fange zumindest ich nicht damit an. Kein bisschen.

  32. Michael R 4. Dezember 2022 at 11:07Antworten

    Ich sehe das ganz anders als der Autor. Corona ist keineswegs vorbei, es ist noch immer präsent, und es bleibt vermutlich für immer.
    Wenn zum Beispiel die G20 gerade erst beschlossen haben, dass Reisen in Zukunft nur mit einem aktuellen Impfzertifikat möglich sein soll, bleibt eine wesentliche Einschränkung der Freiheit bestehen.
    Wenn nach wie vor Impf-Dosen bestellt werden und eine Impfung anempfohlen wird, gerade erst mit personalisierten Anschreiben, ist nichts vorbei.
    Wenn immer mehr Menschen vorzeitig, ja sogar in Ihrer Jugend, plötzlich und unerwartet sterben, aber angeblich niemand weiß warum, kann uns das nicht unberührt lassen.
    Wenn Verwandte und Freunde einem freudestrahlend verkünden, dass sie sich gerade wieder haben nachimpfen lassen, dann wirkt die Impfpropaganda offenbar nach wie vor stärker, als die Schreckensbilder im Film „Died suddenly“ oder die täglichen Nachrichten über plötzlich und unerwartet Verstorbene.

    Mit solchen Menschen kann es keine Aussöhnung geben, schon gar nicht, wenn diese entsetzt oder gar feindlich reagieren würden, wenn sie erfahren würden, dass man noch immer nicht geimpft ist und es auch bleiben will.

    Bislang hat noch niemand um Entschuldigung gebeten. Alle tun so, als sei nie etwas gewesen und wollen wieder Kontakt haben, einfach so. Als ob sie einem noch vor einem Jahr nicht klipp und klar mitgeteilt hätten, was sie von einem so „asozialen, verantwortungslosen“ Benehmen halten, sich nicht impfen zu lassen und einen wie einen Aussätzigen behandelt hätten.

    Nein, es ist nichts vorbei. Es herrscht momentan nur eine Art Waffenstillstand. Ein Einsehen, dass man geirrt hat, fand und findet nirgendwo statt, nicht in der Gesellschaft, nicht in den Medien und schon gar nicht in der Politik. Solange nicht offen und ehrlich die Wahrheit erzählt wird, und das wird nicht geschehen, weil man sonst das Gesicht verlieren würde und sogar bestraft werden könnte, bleibt die Spaltung bestehen.

  33. Stefan Ochsner 4. Dezember 2022 at 11:03Antworten

    In meinem privaten Umfeld von Reue keine Spur. Viel mehr Borniertheit und immer noch Spott auf meine Sichtweise.

    Also das Aufdecken der (eh logischen) Wirkungslosigkeit der Spikung zieht gar nix nach sich.

    Man tut so weiter wie bisher behauptet aber auf den 4. Stich zu verzichten.

    Wie man so roh sein kann wenn man doch schon immer wußte das man selbst die Nazizeit nie zugelassen hätte. Pfui Mitläufer! Und jetzt?

    Der Mensch ändert sich nicht!

  34. Heiko B. 4. Dezember 2022 at 11:00Antworten

    Danke für diesen Artikel.

  35. Franz M 4. Dezember 2022 at 10:57Antworten

    Ein ganz großes Danke für diese wohlgesetzten und überzeugende Worte (auch wenn die, dem Thema und der sehr präzisen Schlußfolgerung geschuldet, länger als 8 min bei diesem Artikel verweilte).
    Ich stimme überein, daß nur ein sehr großer Schritt der Verantwortlichen für die Zerstörung von Gesundheit, Gesellschaft und Wirtschaft ein Vergeben oder gar Verzeihen ermöglichen würde.
    Das dürfte aber nicht oder nur viel, viel zu spät erfolgen. Allein die aktuellen Trotzhandlungen in allen politischen Bereichen, die Verleugnung der Niedertracht im medizinischen Bereich, vor allem aber auch die verbohrte, verblendete Rechtsbeugung durch die Rechtsinstitutionen und der Lust der Medien, Lügen und Fehlinformationen als alltäglich zu verfestigen, werden für diese organisierte Horde krimineller Protagonisten nur mit einem sehr harten Ende geahndet werden können.

  36. Raldl 4. Dezember 2022 at 10:48Antworten

    Vielen Dank für diesen aufklärenden Beitrag.
    Aus meiner Sicht ist die Frist jedoch bereits verstrichen, wo ein Verzeihen möglich ist. Da allgemein die Folgewirkungen bereits in den mainstream-Medien angekommen sind und kein lautes Halt zu hören war, bestätigte sich mir das Verharren im Irrtum. Die von Leid geplagten sollten jetzt nicht im Irrtum verharren, dass Verzeihung auch nur irgendjemanden weiter bringen wird. Eine sachliche Klärung des Schadens und möglicher Schuld ist unumgänglich. Aufklärung hat nichts mit unter-den-Teppich-kehren zu tun; Ein überaus beharrlich begangener Irrtum in unseren Breiten.

  37. Ocho 4. Dezember 2022 at 10:46Antworten

    Der Artikel beschreibt sehr gut, wie sich viele von uns fühlen, danke. Bezüglich Bitte um Vergebung geht mit ein zentrales Element ab: eine aufrichtige Entschuldigung mit klarem Fehlereingeständnis. Vielleicht wirken die Aufrufe zum Verzeihen auch deshalb unecht, weil eben die Entschuldigung fehlt (zumindest ich habe sie noch nicht gesehen). Dazu gehört dann auch eine rechtliche Aufarbeitung.

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