Die Zerstörung der westlichen Wirtschaft mit der Erdöl-Politik

10. September 2022von 5,8 Minuten Lesezeit

Seit zweieinhalb Jahren beobachten wir mit Erstaunen, wie der Westen durch die rücksichtslose Politik seiner Führer Selbstmord begeht. Zuerst mit den Lockdowns oder der Energiepolitik und dann mit den Sanktionen. Die Frage lautete von Anfang an: Dummheit oder Absicht? Jetzt haben wir die Antwort.

Am 2. September beschloss die G7, eine Preisobergrenze für russisches Öl einzuführen. Die Maßnahme soll am 5. Dezember in Kraft treten. Mitten im Winter. Wenn es im globalen Norden bereits kalt und dunkel ist. Werden wir also Zeugen der kontrollierten Zerstörung des Westens.

Erklärtes Ziel des G7-Beschlusses ist es, zu verhindern, dass Moskau, ein bedeutender Erdölexporteur, vom Krieg in der Ukraine und der durch die westlichen Sanktionen gegen Russland ausgelösten Energiekrise profitiert.

US-Finanzministerin Janet Yellen erklärte, wie das funktioniert:

Die Obergrenze würde es ermöglichen, dass russisches Öl weiterhin auf die internationalen Märkte „fließt“ und die Preise niedrig bleiben. Gleichzeitig würden jedoch die Einnahmen Russlands aus dem Ölverkauf sinken, was seine Wirtschaft und seine Fähigkeit, in der Ukraine Krieg zu führen, schwächen würde.

Wie stehen die Chancen, dass dieser G7-Plan umgesetzt wird? Der Bloomberg-Energieanalyst Javier Blas brachte die Situation auf den Punkt:

Meine Freunde und ich haben uns darauf geeinigt, eine Preisobergrenze für das Bier in unserer örtlichen Kneipe einzuführen. Allerdings haben wir eigentlich nicht vor, dort Bier zu trinken. Der Besitzer der Kneipe sagt, dass er an niemanden, der sich an die Preisobergrenze hält, Bier verkaufen wird, und andere Gäste, die dort viel trinken, sagen, dass sie sich der Preisobergrenze nicht anschließen. Erfolg“

Russland hat genau das getan. Es hat angekündigt, dass es seine Ölverkäufe an die G7-Länder und andere Länder, die sich an die Obergrenze halten, einstellen wird. Genau dasselbe hat es getan, als es ankündigte, Gas nur noch in Rubel zu verkaufen. Und das Manöver war ein Erfolg.

Die Einnahmen Russlands aus den Gasexporten sind in die Höhe geschnellt, und der Rubel wurde zur „Währung des Jahres“ gekürt. Und der Westen importiert endlich russisches Gas über China.

Dies gab Kreml-Sprecher Dmitri Peskow unmittelbar nach dem G7-Beschluss bekannt:

Unternehmen, die eine Preisobergrenze auferlegen, werden nicht mehr zu unseren Nutznießern gehören. Wir werden nicht mehr mit ihnen nach Prinzipien zusammenarbeiten, die der Marktfreiheit zuwiderlaufen.

Unter diesen Umständen ist es offensichtlich, dass die Preisobergrenze nur funktionieren kann, wenn die Zahl der Länder und Unternehmen, die sie unterstützen, groß genug ist, um Russland daran zu hindern, Öl zu dem von ihm gewünschten Preis zu verkaufen.

Weder China noch Indien, bedeutende Importeure von Erdöl und anderen Energierohstoffen und Verbündete Russlands in den BRICS, sind Teil der G7.

Andererseits verhängten die G7-Mitglieder, die Vereinigten Staaten und das Vereinigte Königreich zwei Wochen nach dem Einmarsch in der Ukraine ein Verbot von Ölimporten aus Russland, und zwar lange vorher.

Und ein drittes G7-Land, Japan, hat angekündigt, dass russisches Öl, das über die Sachalin-2-Pipeline eingeführt wird, von der Obergrenze ausgenommen wird.

Eine weitere Bedingung für das Funktionieren der G7-Maßnahme war, dass genügend Öl auf dem internationalen Markt vorhanden sein musste, um einen Preisanstieg zu verhindern und damit Putin zu begünstigen.

Mitte Juli besuchte Joe Biden Saudi-Arabien und bat Kronprinz Mohammed bin Salman, seinen Einfluss geltend zu machen, um die OPEC-Länder zu einer Produktionssteigerung zu bewegen.

Daraufhin kündigte die OPEC am 5. September an, die Produktion um 100.000 Barrel pro Tag zu senken. Die US-Presse nannte diesen Schritt eine „Demütigung für Biden und die Europäische Union“.

Infolgedessen werden die Ölpreise nicht sinken, sondern steigen. Als die G7-Staaten im Juni die Möglichkeit einer Obergrenze erörterten, warnten Experten davor, dass diese Maßnahme die Preise in die Höhe treiben würde.

Was das bedeutet hat der Energieminister von Saudi Arabien kürzlich erläutert:

In einem Interview mit Energy Intelligence am Dienstag erläuterte der saudi-arabische Energieminister Prinz Abdulaziz bin Salman die Überlegungen, die hinter den jüngsten politischen Entscheidungen der Opec-Plus stehen, sowie seine Aussichten für die globalen Ölmärkte.

F: Warum wurde die Förderung um 100 000 Barrel pro Tag gekürzt?

A: Wie auf dem Opec-plus-Treffen eindeutig festgestellt wurde, handelt es sich bei dieser Maßnahme um eine Rückkehr zum Produktionsniveau vom August. Die Hinzufügung der 100.000 Barrel im September war immer nur als Maßnahme für diesen Monat gedacht.

F: Gibt es Ihrer Meinung nach Anzeichen für eine drohende weltweite Rezession?

A: Wir sehen gemischte Signale in Bezug auf das Wirtschaftswachstum aus verschiedenen Teilen der Welt, und es gab eine Tendenz zur Übertreibung in einigen der negativen Analysen der globalen Wirtschaftslage. Diesbezüglich sind wir der Meinung, dass die Entscheidung noch nicht gefallen ist, aber das unterstreicht nur die Notwendigkeit, dass wir bereit sein müssen, alle Instrumente unseres Instrumentariums einzusetzen. Es ist auch wichtig zu betonen, dass historische Daten zeigen, dass es Rezessionen mit einem begrenzten Rückgang der Ölnachfrage geben kann und dass die Nachfrage in Rezessionsjahren sogar steigen kann, wie es 1991 der Fall war.

F: Was sind die Hauptursachen für die derzeitige Marktvolatilität?

A: Wie ich bereits gesagt habe, gibt es auf dem Papiermarkt einen sich selbst verstärkenden Teufelskreis aus extremer Volatilität und sehr geringer Liquidität. Dies hat die wesentliche Funktion des Marktes zur effizienten Preisermittlung untergraben, mit unerschwinglichen Kosten für die Nutzer von Absicherungs- und Risikomanagementtechniken bei Öl und anderen Rohstoffen, wodurch neue Arten von Risiken und Instabilität entstehen. Dieser Kreislauf wird durch spekulative Berichte und Analysen über die Zerstörung der Nachfrage, die mögliche Rückkehr großer Liefermengen und Maßnahmen im Zusammenhang mit Preisobergrenzen, Embargos und Sanktionen noch verschärft.

Auch Abdulaziz bin Salman spricht vom „Papiermarkt„, dem Casino-Kapitalismus wo Wetten auf Preise abgeschlossen werden und Derivate ge- und verkauft werden, die mit der realen Ware Öl nicht mehr das Geringste zu tun haben. Der Ölpreis von 90 Dollar pro Fass liegt erheblich unter dem von 2008, trotzdem sind die Treibstoff- und Heizölpreise um rund 80% höher als damals.

Gut möglich, dass die Spekulanten den Preis von weniger als 90 US-Dollar pro Barrel, wie es jetzt der Fall ist, auf 200 US-Dollar pro Barrel hochtreiben. Ein Anstieg von mehr als 100 %. Wie wird sich das dann auf die Preise an der Zapfsäule auswirken.

Das ist ein Preis, den Biden, Macron, Scholz oder Von der Leyen nicht zahlen werden.

Die Menschen im Westen – wir – werden die Kosten dafür tragen. „Build Back Better“ wird auch „The Great Reset“ genannt.

Bild von IADE-Michoko auf Pixabay

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Der Energie Suizid von Deutschland und der EU

Geplante Zerstörung der Wirtschaft in der EU durch überhöhte Energiepreise

Der Great Reset ist keine Planwirtschaft, sondern Raubtierkapitalismus

20 Kommentare

  1. Lehmann 12. September 2022 at 9:25Antworten

    Die Zerstörung hat bereits vor fast drei Jahren sich gesteigert. Mit Sanktionen wurde die Lage befeuert. Viel Wissen ist Mangelware bei der Politik. Die politische Geisterfahrer, ob bei Pandemie, Energiepolitik oder der Migrationspolitik. Nur solange der Deutsche für die ganze Welt zahlt ist alles gut. Aber irgendwann ist jedes Portemonnaie Gähnenleer, aber das kapieren die rot-grünen ja nicht. Die meisten Politiker haben nie im Leben ihr Geld selber verdienen müssen mit harter Arbeit, sie kennen nur Kreißsaal, Hörsaal, Plenarsaal oder viel Urlaub. Alle Krisen sind hausgemacht. Das Verblödungs Potential liegt viel höher. Die rechtsnationalen Schwedendemokraten könnten zweitstärkste Kraft werden . In Italien ist es ähnlich und Dänemark setzt auf Null Asylzuwanderung und starken Sanktionen bei Arbeitsunwilligkeit. Herrman in Bayern will keine weitere Asylzuwanderung aus anderen EU-Ländern nach Deutschland . Wann will Merz sich endlich dieser Themen annehmen, die hier dringlicher sind als die Frauenquote? Wenn Merz es nicht tut, dann machen es die Bürger auf der Straße, denen diese Politik ihr eigenes Land und die eigene Kultur zerstört. Und durch die rücksichtslose Politik vielen in die Arbeitslosigkeit treiben durch fehlendes Wissen und falschen Handlungen.

  2. F. Stolze 12. September 2022 at 8:56Antworten

    Hier kommt Dummheit mit Absicht zusammen. Und im globalen Norden bereits (20:15Uhr laut Sommerzeit) trotzdem schon dunkel ist. Auch die Zeit lässt sich nicht manipulieren. Es wäre klüger gewesen von Anfang an, die Politiker hätten die richtige Leute für eine Verhandlung gehabt. Am Sonntag zählte man nun den 200. Kriegstag. Nicht kommt voran außer die Inflation.

  3. Hans im Glück 11. September 2022 at 18:14Antworten

    Ich bin ja zusammen mit meiner Frau mittendrin uns auf einen spannenden Winter vorzubereiten. Dabei ist mir noch ein Teilaspekt eines längeren Stromausfalls bewusst geworden, aber vielleicht irre ich mich auch.
    Ohne Strom gibt es auch kein Wasser, so mein Kenntnisstand.
    Ohne Wasser gibt es aber auch keine Toilettenspülung.
    Gut, wir haben einen großen Garten und demnächst eine Handpumpe. Das wird nicht wirklich lustig, aber es geht.
    Aber in einer Stadt wie München in einem Wohnblock mit 6 Stockwerken wird das interessant.
    Soviel Dixie Klos gibt es in ganz Bayern nicht, um auch nur eine Großstadt abzufangen.
    Dazu kommt, dass wegen der in der Luft hängenden „AdBlue“ Krise eventuell die Laster fehlen würden, um die Häuschen vor Ort zu bringen und anschließend zu leeren.

    Es wird spannend im besten Deutschland aller Zeiten.

  4. Fritz Madersbacher 11. September 2022 at 0:01Antworten

    „Am 2. September beschloss die G7, eine Preisobergrenze für russisches Öl einzuführen. Die Maßnahme soll am 5. Dezember in Kraft treten“
    „G-7 countries are still trying to recruit more countries to join a Russian oil price cap before they enter more detailed discussions about the policy’s specifics, according to U.S. and European officials“ („CNBC“ [Consumer News and Business Channel – the world leader in business news and real-time financial market coverage], published Fri, Sep 9 2022)
    „The White House called on India and China to implement the G7’s price restrictions on Russian oil exports. Since the West started to curb energy exports from Moscow in response to the war in Ukraine, India and China have significantly increased their imports of Russian energy. On Tuesday, Moscow and Beijing signed a new agreement to trade oil in yuan and rubles. US Deputy Treasury Secretary Wally Adeyemo said he hopes China and India will join the G7’s price cap on Russian oil. “Our hope is that countries like China and India will join the price cap coalition, or take advantage of the price cap coalition, to lower the amount of money” that Russia makes from oil exports,” the official said on Tuesday … Analysts believe India and China are unlikely to implement the Western price caps. New Delhi and Beijing have been able to buy Russian oil at a discount since the start of the war, and the two nations will not want to risk their good deal with Moscow. The Kremlin says any company or state that institutes the G7’s price restrictions will be cut off from Russian energy exports“ („The Libertarian Institute, Sep 6, 2022)
    „Seit zweieinhalb Jahren beobachten wir mit Erstaunen, wie der Westen durch die rücksichtslose Politik seiner Führer Selbstmord begeht. Zuerst mit den Lockdowns oder der Energiepolitik und dann mit den Sanktionen. Die Frage lautete von Anfang an: Dummheit oder Absicht? Jetzt haben wir die Antwort“

  5. G. Kanten 10. September 2022 at 20:04Antworten

    Zwangsläufig werden sie erkennen müssen, dass das nicht die Lösung ist. Hoffe nur rechtzeitig.

  6. Hans im Glück 10. September 2022 at 19:37Antworten

    Ich möchte den Mitlesern einen Artikel auf multipolar ans Herz legen:

    „Katastrophenwinter 2022/23 – Fiktion oder bald Wirklichkeit?
    „Wir können die Realität ignorieren, aber nicht die Konsequenzen einer ignorierten Realität.“

    Ein kurzer Auszug aus dem umfangreichen Artikel:

    „Strommangellage
    Eine mögliche Strommangellage gilt bereits seit Längerem als wahrscheinlichste vernetzte Krise. In dieser vernetzten Dimension hat sich das aber wohl noch niemand wirklich vorstellen können. Denn eine eskalierende Gasmangellage würde unmittelbar dazu führen, dass durch den sinkenden Druck die für die Stromnetzstabilität erforderlichen Gaskraftwerke nicht mehr
    ausreichend versorgt werden können.21 In den ersten Monaten 2022 wurden in Österreich bis zu 30 Prozent des Stromes aus
    Gaskraftwerken bereitgestellt. Zusätzlich ist Österreich im Winter großer Stromimporteur.22 Ohne Stromrationierung („Energielenkung“) wäre ein Winter mit zu wenig Gas kaum beherrschbar.
    Alldem nicht genug, zeichnet sich bereits im Sommer 2022 eine schwere Strommangellage für den kommenden Winter in
    Frankreich ab. Hier sind die Strompreise für das 4. Quartal 2022 im Futuremarkt bereits auf bis zu 1.800 EUR pro Megawattstunde (MWh) explodiert. Letztes Jahr lag der Preis dafür unter 100 EUR.
    Mit dem aktuellen europäischen Strommarktdesign, das für stabile Zeiten mit großen Überkapazitäten konzipiert wurde,
    werden nun auch noch große physische Lastflüsse provoziert. Der Stromhandel versucht definitionsgemäß dorthin zu verkaufen, wo am meisten bezahlt wird. Dafür wurde die Stromversorgungsinfrastruktur jedoch nie ausgelegt und stößt bereits
    heute immer häufiger an Limits. Durch die fehlende Netzinfrastrukturanpassung muss mit steigenden Aufwänden („Redispatch-Eingriffe“) die Netzstabilität entgegen den Marktwünschen aufrechterhalten werden.23
    Auch in Deutschland zeichnet sich eine Strommangellage ab, vor der der deutsche Bundesrechnungshof bereits im März
    2021 gewarnt hat [Bundesrechnungshof (2021)]. Damals wurde jedoch nur der Atom- und Kohleausstieg in die Problembeurteilung einbezogen. Jetzt kommen auch noch eine mögliche Gasmangellage und ein möglicher Kohleengpass hinzu. Denn es
    sollten neben den letzten drei Kernkraftwerken auch eine Reihe von Kohlekraftwerken bis Jahresende stillgelegt werden.
    Andere wurden bereits ein Jahr davor im großen Stil vom Netz genommen. Gleichzeitig wurde ein Kohleembargo auf die
    russische Steinkohle verhängt, welche jetzt erst aus Brasilien oder Australien beschafft werden muss.
    Daher hat auch die Betriebssicherheit drastisch abgenommen, weil niemand in Anlagen investiert, die ohnehin in Kürze stillgelegt werden. Zum anderen fehlt jetzt vielerorts die Kohle, welche ebenfalls aus Russland importiert wurde. Diese muss
    jetzt erst in anderen Weltregionen beschafft und nach Deutschland transportiert werden. Hier kommt das nächste Problem
    ins Spiel: durch die extreme Trockenheit kann die Kohle wahrscheinlich nur eingeschränkt auf den Flüssen zu den Kraftwerken transportiert werden. Alternative Lieferwege oder Transportkapazitäten gibt es kaum.“

    P.S.
    @Mia, Mirko oder wie auch immer der Tagesnick lautet: Für Sie ist das eher nix. Schalten Sie wie gewohnt die Tagesschau ein, um sich mit seriösen Informationen zu umgeben.

    • Mia 10. September 2022 at 21:02Antworten

      Hans im Glück
      10. September 2022 at 19:37Antworten

      Keine Sorge. Ich lese auch den Schwachsinn der Alternativen Medien. Ist nicht leicht aber das halt ich schon aus.

    • Taktgefühl 10. September 2022 at 22:20Antworten

      Da kommt ja einiges zusammen. Beim Blackout fällt auch das Internet aus, Wasserversorgung, Fahrstühle, Geldautomaten (nur Bares ist Wahre!) Supermärkte bleiben zu, dann geht nichts mehr. Und das Internet kann man nicht einfach anschalten. Das kann Wochen dauern, bis das wieder funktionstüchtig ist.

      Der Spiegel schrieb, daß bis 2025 wohl 25.000 Windräder abgeschaltet würden. Zum einen ist die Energiedichte ohnehin äußerst gering, zum anderen laufen bis dahin die Fördergelder aus.

      In Kalifornien, dem windreichsten Gebiet, waren schon 2011 14.000 Windräder abgeschaltet worden, weil es keine Fördergelder mehr gab. Wartung, Reparatur und so weiter sind zu teuer.
      In Kürze erwartet uns eine Geisterlandschaft zyklopischer Windmonster.

      Liquiditätsengpässe sind meist die Vorzeichen von Kreditklemmen.

  7. Carlo 10. September 2022 at 19:22Antworten

    Wir haben nicht nur rücksichtslose Politik, sondern die unfähigsten Politiker aller Zeiten. Die verstehen das Handwerk der Zerstörung.

  8. Heiko 10. September 2022 at 18:45Antworten

    Leider wollen die meisten Menschen nicht akzeptieren, dass hier Kräfte am Werk sind, die die Vision von Helmut Kohls „blühenden Landschaften“ für ganz Westeuropa realisieren wollen. Nur so ist es z.B. zu erklären, dass Frau Wagenknecht im Bundestag von der dümmsten Bundesregierung aller Zeiten spricht. Dabei ist es nur verbrecherischste aller Zeiten, eben im Auftrag des US-Finanskapitals.

  9. Dr. No 10. September 2022 at 17:12Antworten

    Die Erhöhung der Energiepreise in Europa ist absichtlich und gewollt. Egal was für Mechanismen die von den Politikern als Ursachen dafür aufgetischt werden, die Preise werden weiter steigen bis der Zweck davon erfüllt wird, nämlich die Bevölkerung zum großenteil zu enteignen und die Einführung eines digitalen Grundeinkommens damit als einzige Lösung zu erzwingen, danach läuft alles automatisch Richtung Ökofaschismus. Wer nicht glaubt soll nur warten was der Winter noch mit sich bringt, Deindustrialisierung, Wirtschaftskollaps, Massenarbeitslosigkeit, Entvölkerung durch Auswanderung bzw. Kollaps des Gesundheitswesens. Wer all das noch nicht kommen sieht, dann soll sich lieber mit was anderem beschäftigen als Kommentare hier zu schreiben.

  10. federkiel 10. September 2022 at 16:57Antworten

    Also, wenn ich es recht verstehe, wollen sich die G7 Staaten selbst eine Preisobergrenze setzen, zu dem sie Rohöl kaufen, das heißt vermutlich, die Nachfrage wird sinken.
    Entweder wird dann weniger Öl geschürft, oder die Preise sinken.
    Dazu ist zu sagen, daß z.Z Deutschland den Vorsitz bei den G7 hat, die EU-Kommission nur Beobachterstatus.
    “Die EU-Maßnahmen sollen am 5. Dezember für Rohöl und am 5. Februar nächsten Jahres für raffinierte Rohölprodukte in Kraft treten.
    Obwohl die EU-Kommission ihre Unterstützung für das System signalisiert hat, müssen die Mitgliedstaaten den Plan noch unterstützen, da er eine Änderung oder Ergänzung des sechsten EU-Sanktionspakets erfordern wird.”

    https://www.euractiv.de/section/eu-aussenpolitik/news/g7-einigt-sich-auf-obergrenze-fuer-russisches-oel-einzelheiten-noch-unklar/

  11. Veron 10. September 2022 at 16:24Antworten

    Über die Aussage zur Preisobergrenze bei Öl hätte ich mich gewundert, wenn mich noch was wundern würde. Sie könnte aus einer schlechten Komödie sein, leider ist es Realität und kein Grund zum Lachen. Wie schaffen es die Politiker bloß, ernsthaft einen solchen Blödsinn von sich zu geben ohne rot zu werden .. .. der Vergleich mit dem Bier ist sehr treffend.

  12. MOonwalker 10. September 2022 at 16:04Antworten

    Es ist, wie es Kern in der ZIB zusammenfasste: da sitzen jetzt politische Ideologen Tradern gegenüber, die sich wiederum nur für nackte Zahlen in Form von Renditen interessieren.

    Wir alle wissen, wie dieses Match ausgehen wird.

  13. A-w-n 10. September 2022 at 15:30Antworten

    Kann Ihre Analyse nicht nachvollziehen. Die brent und crude oil futures stehen um 90 USD pro barrel. Mangelnde Liquidität dort, von der bin Salman spricht, heisst eben nicht viel Spekulatives Geld, sondern das Gegenteil. Öllieferanten wollen sich absichern und gehen dafür short, die Risktaker, welche Liquidität zur Verfügung stellen sollen, würden die Longposition eingehen. Wenn die Liquidität fehlt, dann funktioniert die Absicherung nicht und Preisfindung, weil sich die Öllieferanten zu höheren Preisen absichern wollten, als die Risktaker eingehen wollten. Wenn es Berichte über Nachfrageeinbrüche und Preisgrenzen gibt, wird dies verstärkt. Also die Ölförderer wollten sich absichern, aber das ist schwer, weil die Liquidität fehlt und niedrigere Preise erwartet werden, nicht höhere. So habe ich bin Salman verstanden. Warum dann Heizöl und Benzin teurer sind, als der Rohölpreis notwendig macht, das ist wohl eine andere Frage.

    • Mia 10. September 2022 at 15:55Antworten

      A-w-n
      10. September 2022 at 15:30Antworten

      Richtig. Danke.
      Ein paar gibt es anscheinend noch die nicht auf jede Panikmache hereinfallen,

      • A-w-n 10. September 2022 at 17:48

        @Mia: ich schätze die Infos hier auf tkp, habe nur sachlich kommentiert, ich hatte den Artikel nicht als Panikmache verstanden und etwas ergänzt, um gemeinsam ein besseres Verständnis zu erlangen. Dr. M hat Expertise wohl auf anderem Gebiet, ich habe ohne in dem Gebiet tätig zu sein, auch Commodity Trade mit Hochschulzertifikat studiert. Aus meinem Kommentar folgt übrigens, Dr. No mit seinem Kommentar – hier am Artikel der erste – könnte auf der richtigen Fährte sein…

    • A-w-n 10. September 2022 at 20:47Antworten

      Oben habe ich das von bin Salman gesagte kommentiert, was aber eine Momentaufnahme ist und von ihm vor der Einführung des price cap gesagt wurde. Wie das price cap den Ölpreis erhöhen könnte oder schlicht nicht funktioniert, wurde hier vorab gut zu lesen auf Englisch dargestellt: https://streetwiseprofessor.com/hey-janet-heres-a-deal-buy-a-russian-toaster-for-5-mil-and-igor-will-throw-in-100k-barrels-of-oil-for-an-additional-5-mil/

  14. Tony V 10. September 2022 at 15:16Antworten

    Russland war ja überhaupt dämlich, dem Westen so lange nach den Sanktionen überhaupt noch Öl und Gas zu liefern. Das war ihr erster Fehler.
    Und der zweite war es, dass sie nicht auf Waffenlieferungen aus dem Westen an die Ukraine reagiert haben.
    Das könnte sich für sie noch rächen. Und wohl auch für die Bevölkerung im Donbass.
    Auf unz.com ist dazu ein guter Meinungs-Artikel erschienen.

  15. Wolfgang Mayer 10. September 2022 at 15:07Antworten

    @admin Telegram:

    Warum bin ich immer noch gesperrt in den Kommentarfunktionen bei Telegram?

    Ich habe jetzt schon zum 10. Mal versucht irgendeinen Verantwortlichen zu finden, der mir die Sperrung erklären könnte. Wollen wir uns jetzt gegenseitig das Wort verbieten.

    Wolfgang Mayer

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