Der Great Reset ist keine Planwirtschaft, sondern Raubtierkapitalismus

8. September 2022von 4,5 Minuten Lesezeit

Die Angriffe auf unseren Wohlstand und unsere Gesundheit durch Lockdowns, Impfkampagnen, massive Erhöhungen der Energiepreise, Lockdowns zum Strom sparen und ähnlichem werden gerne in Kommentaren und manchen Medien mit Planwirtschaft und Sozialismus verwechselt.

Sind die, die unsere Zustände als „Planwirtschaft“ punzieren, wirklich der Ansicht, dass Spotmärkte für Gas, Erdöl, Strom und landwirtschaftliche Produkte Planwirtschaft sind? Ökonomen schreiben mittlerweile bereits von der „Austrian Economy“ nach Hayek und Mises.

Die Spekulationen mit Erdgas der Wien Energie und von Uniper waren nur möglich, weil die EU seit 2016 den Gasmarkt bis 2019 völlig dereguliert hat. Statt durch langfristige Verträge mit Gazprom wird der Preis im deutschen THE (Trading Hub Europe) bestimmt. Wetten auf zukünftige Preise und der Handel mit Derivaten hat die enormen Verluste beschert. Das ist das exakte Gegenteil von Planwirtschaft. Es handelt sich eher um Roulette und einarmige Banditen in Casinos. Und es gewinnt immer die Bank, der einzelne Spieler verliert. Das Geld ist zwar nicht weg, aber es hat jemand anderer.

Geplante Zerstörung der Wirtschaft in der EU durch überhöhte Energiepreise

Der Neoliberalismus setzt sich derzeit durch wie seit Margret Thatcher nicht mehr. Private-Paublic-Partnerships feiern fröhliche Urständ. Die WHO ist eine einzige PPP, wir zahlen, die Oligarchen kassieren.

Gesundheit wird immer weiter privatisiert, was unrentabel ist, wird geschlossen – das exakte Gegenteil von staatlicher Planwirtschaft wie das in China oder der Sowjetunion der Fall war. Insbesondere dort, wo das Gesundheitswesen schon weitgehend privatisiert ist, regiert der Rechenstift und nicht der Wunsch zu helfen.

Die Zentralbanken setzen die Zinswaffe ein um den Mittelstand weiter in Bedrängnis zu bringen. Wer überlebt, entscheiden „die Märkte“ und kein Plan. Der Mittelstand ist der Garant der Demokratie, wie schon Aristoteles in seiner Staatstheorie von 2500 Jahren geschrieben hat. Deshalb und um sein Geschäft übernehmen zu können, wird er angegriffen von den multinationalen Konzernen und dem digital-finanziellen Komplex.

Der Analyst und Autor Ernst Wolff erklärt diese Zusammenhänge immer sehr anschaulich:

Der militärisch-industrielle Komplex war im 1. und im 2. Weltkrieg der größte Kriegstreiber und Kriegsgewinner. Das ist heute auch so.

Westliche Oligarchen wie Rockefeller, Ford, Rothschild, Warburg, Gates etc. sind unser Problem und nicht Mao oder Fidel Castro. Der Lockstep Plan stammt von Rockefeller, nicht von Mao. Rockefeller und Ford haben die Entwicklung von Saatgut, das Dünger und Herbizide braucht, schon in den 1950-er Jahren finanziert und haben „Botschafter“ und Green Berets in die Welt ausgeschickt, um das Zeugs den Bauern und in Afrika und Indien und …. zu verkaufen:

Das Programm des „Great Reset“ für die weltweite Landwirtschaft in den USA der 1960er

Darunter leidet auch unsere Landwirtschaft. Gleichzeitig hat die CIA Programme zu Schaffung des WEF finanziert und Kissinger hat Schwab in Harvard angeheuert:

Das Young Global Leaders Programm des WEF und sein Ursprung in den USA

Die Diesel Krise

Diesel ist der Treibstoff der Logistiker, der Landwirtschaft, der Baubranche und von kostenbewussten Autofahrern. Ein genauerer Blick auf den Zustand der weltweiten Versorgung mit Dieselkraftstoff ist alarmierend. Der Generaldirektor von Fuels Europe, das zum Verband der europäischen Erdölraffinerien gehört, erklärte kürzlich: „… es gibt eine klare Verbindung zwischen Diesel und BIP, weil fast alles, was in eine Fabrik hinein und aus ihr heraus geht, mit Diesel betrieben wird.“

Deshalb haben die Lockdowns von März 2020 bis zum Frühjahr 2021 die Nachfrage nach Diesel um einige Prozentpunkte gesenkt. Angebot und Nachfrage müssen sich in der Wirtschaft immer halbwegs die Wage halten. Als die Nachfrage zurück ging, wurden wenig rentable Produktionskapazitäten geschlossen. Diese fehlen jetzt, weshalb die Preise seit Herbst 2021 im Höhenflug sind. Bei Benzin waren die Rückgänge nicht so dramatisch, denn LKW fahren nun mal mit Diesel. Die Kapazitäten wurden nicht so stark reduziert. Benzin ist deshalb derzeit um 20 bis 25 Cent billiger. Alles ebenfalls kein Anzeichen von Planwirtschaft.

Deckung der Grundbedürfnisse sichern

Nochmal: Das Desaster, das sich gerade im europäischen Energiemarkt entfaltet, ist der neoliberalen Deregulierung der Energiemärkte sei 20 Jahren geschuldet und nicht Putin oder sonst irgendeiner höheren Macht. Weder Politik noch die Konzern- und Staatsmedien und schon gar nicht die Twitteria verstehen was los ist.

Derzeit platzt offenbar eine riesige Spekulationsblase, die durch die Deregulierung erst möglich gemacht wurde. Energie, öffentlicher Transport, Wasserversorgung, der Sicherheit, Grundnahrungsmittel, Pensionen und Krankenversicherung sind Services, die ein moderner Staat seinen Bürgern zur Verfügung stellen muss. Sie eignen sich weder zur Privatisierung noch für Spekulationen. Immer dort wo es versucht wird, werden am Ende die Steuerzahler zur Kasse gebeten und es werden Milliarden zu den Oligarchen verschoben.

In Frankreich wurde die Wasserversorgung privatisiert, mit dem Ergebnis eines schlechteren und teureren Produktes. Die EU hätte es aber noch immer gerne. In England hatte Thatcher die Eisenbahnen privatisiert, mit dem Ergebnis, dass das Service schlechter wurde und die Infrastruktur verrottete. Wieder durfte der Steuerzahler einspringen, nachdem vorher Extraprofite gezogen werden konnten.

Was es in diesen Bereichen braucht, ist sogar mehr Planung als irgendwo anders.

Bild von meineresterampe auf Pixabay

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Das Young Global Leaders Programm des WEF und sein Ursprung in den USA

Das Programm des „Great Reset“ für die weltweite Landwirtschaft in den USA der 1960er

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Imperium der Inflation – Die selbstzerstörerische Natur des Finanzkapitalismus

Yanis Varoufakis: aus dem Kapitalismus wird gerade ein Techno-Feudalismus

32 Kommentare

  1. majestyk74 22. September 2022 at 14:20Antworten

    Nö, der Great Reset ist schon Kommunismus. Der war noch nie etwas anderes als eine Variante Menschen zu verwalten. Im realen Leben gab es noch nie eine Ideologie die zur Befreiung von wem auch immer diente. Nur ist der Great Reset gleichzeitig ein riesiges Betrugsmanöver, damit eben vermeintlich elitäre Kreise ihren Besitzstand und damit ihren Einfluß retten können. Gewinnen die anderen nämlich ihre derzeitige Wirtschaftsrebellion, dann ist der westliche Hegemonieanspruch beendet, die Superreichen sitzen dann auf einem Haufen von nichts.
    Im Grunde hat der Westen so oder so fertig. Entweder es vollzieht sich die Wachablösung oder das westliche Imperium höhlt sich innerlich derart aus, daß vom einstmaligen westlichen Denken nichts mehr übrig bleibt. Die westlichen Errungenschaften, die ja durchaus exostent sind werden dann eben von den anderen fortgeführt. Westen ist aber eh relativ, von den USA aus betrachtet liegen China und Rußland westlich. Alles immer nur eine Frage der Perspektive.

  2. Taktgefühl 20. September 2022 at 6:20Antworten

    Die Oligarchen verstärken die Widersprüche und Parolen der Straße und schaffen es damit, ihre feudalen Ansprüche wie Sozialismus aussehen zu lassen.
    Die Oberen sind ganz schön primitiv und verwahrlost, aber was will man machen?
    Die Reste der bürgerlichen Mittelschicht müßten eine andere Haltung einnehmen, aber das wird wohl nicht mehr passieren.

  3. Bernd 19. September 2022 at 13:36Antworten

    In diesem Artikel wird sehr gut beschrieben was in den korrupten Mainstream-Medien niemals auch nur ansatzweise thematisiert werden darf. Der CIA hält Beuteland und Vasallenstaat fast vollständig unter Kontrolle.

  4. Andreas I. 10. September 2022 at 11:49Antworten

    Hallo,
    es gibt da auch no0ch den Begriff Korporatismus, Verschmelzung von Staat und Hochfinanz im In teresse der Hochfinanz, sprich der dreistelligen Milliardäre.

    (Und ich betrachte Korporatismus als die zwangsläufige Endform des freien Marktes.)

    • Taktgefühl 20. September 2022 at 6:39Antworten

      Das ist Korporatismus. Da müßte man Mussolini lesen, um die Abgründe zu verstehen. Pinochet hat sich auf ihn berufen, er hat die chilenische Wirtschaft mit dem Staat verschmolzen. Man kann sich auch Dokus über Chile angucken. Chile war der Prototyp für England, Deutschland und die USA. Um den Mauerfall haben alle ihre Wirtschaftspolitik umgestellt.
      Pinochet hatte die Chicago-Boys aus den USA geholt und zu Ministern gemacht.
      Aber den Leuten fällt nicht mal die unglaubliche Tyrannei der Reklame auf. Wir leben in einer reinen Reklamewelt.

  5. Klaus C. 9. September 2022 at 13:25Antworten

    So ist es. Das ist also die Situation. Das Schneeballsystem braucht neues Kapital. Man bildet dazu zunächst über Jahrzehnte indoktriniert Kader aus (YGL), deren Loyalität proportional zu ihrer Dummheit und politischen Unfähigkeit ist. Diese „Armee“ wird auf allen strategischen Positionen der ersten, zweiten und dritten Reihe relativ unbemerkt von der Öffentlichkeit über Jahre in Stellung gebracht: Von der Exekutive, über die Legislative bis zur Judikative in den Parteien, NGO, Redaktionsstuben, sonstige Behörden der Exekutive. Der finale Zug und die Demaskierung zur Institutionalisierung wird mit einer erfundenen Pandemie und weiteren sog. liberalen Werten (z.b. Transgender) zur Zersetzung und Zerteilung der Gesellschaft exekutiert. Das Ergebnis ist ein „Staat“:
    – in dem sich der Einzelne ohnmächtig und hilflos fühlt und ist
    – in dem Angst und Missgunst vorherrscht
    – in dem es zwar mehrere Parteien gibt aber nur eine „Wahrheit“ und „Weg“
    – Wahlen sinnlos geworden sind
    – ein Austausch der Personen genau Null Effekt auf das Problem hat
    – YGL in dem System beliebig austauschbar sind und ausgetauscht werden
    – im Hintergrund jede Anweisung gegeben werden kann, die dann von oben nach unten durch die YGL exekutiert wird. Egal wie grausam sie ist…z.B.: Töten von Kindern durch Impfungen
    – es keine öffentlichen offenen Debattenraum mehr gibt, bzw. dieser so eng gefasst ist, dass innerhalb des Raumes gefasste Meinungen letztlich immer zur Stärkung des Vorgehens des WEF dienen, selbst wenn manche Äußerungen wie Kritik aussehen.
    – ein schleichender Genozid durchgezogen wird, ohne das dies auf Widerstand stößt und zwar durch a) direkte und indirekte tödliche Auswirkungen durch das (Zwangs-)Verabreichen von Gift b) durch (Zwangs-)Verabreichen von Gift induzierte Unfruchtbarkeit c) Auflösung der Familie und des Kinderwunsches über die Zerstörung des Geschlechts bereits in jungen Jahren

    Im Endeffekt haben wir dann einen Neo-Feudalismus. Das ist das Ziel. Nicht umsonst werden die oben genannten Mittel nun eingesetzt, um die Mittelschicht zu zerstören. Neben der Zerstörung ist nämlich noch etwas zu beobachten: Es werden Abhängigkeiten über sog. Hilfspakete geschnürt. Und man muss sich schon fragen, wo eigentlich die ganzen Cassandrarufer der Vergangenheit bleiben, die solche Pakte und Verschuldung immer verbannten. Nein, es wird verteilt als gäbe es kein Morgen. Wir (bzw. die nach dem Genozid noch übrig sind) sollen uns dran gewöhnen, abhängig und dankbar zu sein.

    Was ist als nächstes zu erwarten? Ich prophezeie:
    – massive Armut und zunächst auch gewaltsame Proteste
    – massiven Einsatz von Polizei und Militär
    – weitere steil ansteigende Übersterblichkeit
    – weiterer massiver Geburtenrückgang
    – Kriege und Konflikte innerhalb der EU zwischen EU Staaten

    Was können wir tun? Wenig. Der Psychoterror ist derart ausgefeilt, dass man über Jahrtausende der Evolution hinwegsehen müsste und zwar alle Betroffenen. Das wird nicht passieren. Es ist leider dpFakt, dass die Masse Recht einfach manipulierbar ist, wenn man wie aktuell die Kontrolle über die heutigen Informationskanäle hat. Letztlich ist der Mensch als Masse in diesem Korsett gefangen. Das haben die WEFs längst erkannt. Und sie haben auch die Chance erkannt, mit den Mitteln von heute, das Risiko der letzten verbleibenden Tür einzugehen und zu überstehen: Revolution. Wenn es allen so beschissen geht, dass ihnen alles egal ist, wird es auch für die YGL eng. Dann hört die Masse nicht mehr zu, sondern folgt einem simplifiziertem Weg basierend auf einer wutgenährten Entscheidung. Z.B. entfernen aller YGL aus allen Ämtern , Institutionen etc. Zerstörung sämtlicher Thinktanks, physische Gewalt gegen jede Ausprägung des Korporatismus. Ist dieser Kipppunkt erreicht, ist es mit dem WEF erstmal vorbei. Sie glauben halt, durch die heutigen Mittel der Informationsanalyse und Disinformationsverbreitung dieses Punkt zu verhindern oder so früh zu erkennen, dass mit rechtzeitigen partiellen Aktionen gegen Einzelne erfolgreich gegengesteuert werden kann.

    • Dr. med. Veronika Rampold 9. September 2022 at 15:04Antworten

      „Revolution überstehen“ könnten diese Figuren, indem sie eigene Kader an die Spitze sogenannter Oppositionsbewegungen setzten, denen das Volk dann in aller Unschuld nachläuft und die ihre Versprechen nach dem Sieg ebensowenig halten wie die vorherigen „Regierungs“-Schauspieler. Der wEF hat bestimmt auch viele Leute gebrieft oder ausgebildet, von denen man das nicht weiss.

      Parteien und Demos können uns also nicht retten.
      Die Gelegenheit, unsere Meinung im Rahmen solcher Einrichtungen zu äussern, sollten wir jedoch nutzen, sofern es nicht zu gefährlich ist (es lohnt m. E. nicht, für einen bloßen Spruch in einer speaker´s corner inhaftiert zu werden – ists so schlimm, hält man lieber den Mund und überlegt, was sich TUN lässt)

      Der effektivste Widerstand ist, den Verstand zu behalten und überall, wo man noch Entscheidungen treffen „darf“, nach Vernunft und Gewissen und nicht nach „dem-was-alle-machen“ zu entscheiden. Das können und müssen wir, und seien die Unterschiede, die wir machen, auch noch so klein! Dieser Klüngel lebt davon, dass Menschen aus Schwäche wider besseres Wissen handeln. Sie wollen unseren Willen immer weiter schwächen, damit wir nicht unserem Wissen oder Gewissen folgen, sondern wie Schafe werden, die man erst mästet und dann abmetzgert.

      Wir haben einen Dorfbäcker, der mitm Bulli über die Weiler fährt, um in jeder Straße Brot zu verkaufen. Bei dem kaufte ich mehr als nötig seit Beginn der Corinnazeit, denn er brauchte jeden Cent. Ich glaube, das haben viele so gemacht, und jetzt während der Gas-Inflation werden sie es wieder tun, um diesen seit Generationen bestehenden Betrieb, der früher sogar eine eigne WAssermühle hatte, zu erhalten. Schaue sich jeder nach einem gesunden lokalen Kleinbetrieb um, den er durch Kaufen, Aufträge oder einen Privatkredit unterstützen kann! Damit können wir den WEF wirklich „ärgern“. Tun wir es.

    • Taktgefühl 20. September 2022 at 6:43Antworten

      Während wir immer mehr schreiben, greifen die auf immer billigere Parolen zu.

  6. Heiko 9. September 2022 at 9:59Antworten

    Der Kapitalismus ist immer ein Raubtier, nicht nur seine neoliberale Ausprägung. Leider erschöpft sich auch dieser Artikel in der Aufzählung der Symptome und einem zarten Hinweis auf die Diagnose. Die Therapie wird dafür komplett verschwiegen, denn dann müsste das böse Wort mit S am Anfang ins Spiel kommen.

    • Joachim Rammer 9. September 2022 at 10:57Antworten

      Sehr geehrter Herr Mayer,
      vielen Dank für diesen Artikel!

  7. Germann 9. September 2022 at 8:43Antworten

    Raubtierkapitalismus. Sie treffen den Nagel auf dem Kopf, Herr Dr. Peter F. Mayer. Dies wuchert in Dimensionen die niemand mehr vertragen kann.

  8. hintermbusch 9. September 2022 at 8:35Antworten

    Ein Beitrag im „Forum Freie Gesellschaft“ von 2020 zur Unterscheidung von Sozialismus und Etatismus:
    Falsche Flagge: Etatismus nicht Sozialismus
    „Die Verwendung des falschen Begriffs ist ein folgenreicher Kategorienfehler…
    In einer bei Cambridge University Press erschienenen Studie bezeichnet der amerikanische Ökonom Randall G. Holcombe diese Ordnung als eine extreme Form des Politischen Kapitalismus. Zu den Wesensmerkmalen gehört ein institutioneller Rahmen, der es der Elite ermögliche, das System zum eigenen Vorteil zu gestalten und dabei Produktivität vom Gewinn zu entkoppeln. Die politische Elite werde von der ökonomischen getragen, der wiederum Privilegien eingeräumt werden. Andere Analysten nennen das Neofeudalismus“

    • Heiko 9. September 2022 at 10:00Antworten

      Marxisten nennen das den staatsmonopolistischen Kapitalismus.

      • hintermbusch 9. September 2022 at 10:31

        Genau das dachte ich mir auch, als ich den Artikel erstmals gelesen habe.
        Ich betrachte den Feind aber lieber von einem freiheitlichen Standpunkt aus als von einem marxistischen. Der realexistierende Sozialismus ist nämlich aus Sicht eines Untertanen nur schwer vom staatsmonopolistischen Kapitalismus zu unterscheiden.

  9. Jens Tiefschneider 9. September 2022 at 8:34Antworten

    Am 14.07.20 notierte ich in meinem Blog:

    „Wenn die Wirtschaft am Boden liegt und das Geld nichts mehr wert ist, werden die superreichen 1 Prozent, die ihr Geld in Eigentum gesichert haben, die Scherben zu Spottpreisen aufkaufen und am Ende Alles besitzen. Das wird das Ende der Freiheit sein! Die, die nichts mehr besitzen, werden dann endgültig zu Sklaven der alles besitzenden Elite.“

    Wir sind auf dem besten Weg dahin.

  10. Toni 9. September 2022 at 8:21Antworten

    Eigentlich ist es auch egal, ob man die aktuellen Pläne als Planwirtschaft oder Raubtierkapitalismus bezeichnet. Es gibt jedenfalls einen Plan der lautet: Profit- und Machtmaximierung für einige wenige Menschen.

    Klar hat die EU den Gasmarkt liberalisiert. Aber warum? Weil es in Brüssel mehr Lobbyisten als Politiker gibt und Unternehmen die Gesetze schreiben. Nicht die Politiker, wie manche vielleicht noch immer glauben. Politik ist die Fassade, die dem Volk vorgeführt wird.

    Märkte gibt es nicht. Es gibt nur Unternehmen, die von Menschen geführt werden und Eigentümern gehören, auch wenn diese Blackrock, Vanguard oder State Street heißen. Diesen Unternehmen gehört schon jetzt (fast) die ganze Welt.

    China, oder genauer gesagt die Kommunistische Partei Chinas KPCh, mischt hier sehr prominent mit. Nicht umsonst hat Klaus Schwab die sehr selten verliehene Chinesische Reform-Freundschafts-Medaille erhalten. Wofür? Für seine Unterstützung der „Bemühungen Chinas zur Neugestaltung der Weltwirtschaftsordnung“. Nicht umsonst sind auch alle Chinesischen Oligarchen Mitglieder der KPCh. Die Beziehungen von Bill Gates und anderen zur KPCh sind ebenso innig.

    Im übrigen: Den Wandel wählen.

    Glück auf, Toni

  11. Elisabeth 9. September 2022 at 6:51Antworten

    Das sehe ich auch schon lange so – was die Grundversorgung der Bürger betrifft, darf nicht privatisiert werden. Es muss verboten werden, dass mit diesen wichtigen Ressoucen an der Bôrse spekuliert wird. Überhaupt sollten Börsenspekulationen, die der Realwirtschaft schaden können, verboten werden. Dieses Spielergesocks, das ja zumeist sonst nichts gelernt hat im Leben, soll gefälligst ins Spielcasino gehen. Mit Menschenleben spielt man nicht.

  12. Stephanie Mahl 9. September 2022 at 0:51Antworten

    Noch ein Wurf: weder Planwirtschaft noch Raubtierkapitalismus sondern stamokap Neofeudalismus (Stamokap bedeutet staatsmonopolistischer Kapitalismus)

  13. niklant 9. September 2022 at 0:30Antworten

    Lasst das Volk hungern, lasst sie frieren, gebt ihnen kein Geld mehr und sie zeigen den Politikern wie man ohne diese Dinge zum Massenmörder in der Politik wird! Politiker wie Lauterbach, Lindner, Habeck und Scholz haben mit ihrer Intelligenz einen neuen Rekord erreicht: -50 IQ!!!!! Noch dümmer geht nicht mehr! Wer sich beim nächsten Mal fragt, was er wählen soll, dann wird er wohl nur eine Brücke als Schlafplatz wählen können! Denn die letzten Wahlen waren Fake und die nächsten sind nur noch Wahlen, wer Leben darf und wer nicht!

  14. Eugen Richter 8. September 2022 at 22:33Antworten

    Das ist kein Kapitalismus. Das ist Staatswirtschaft. Es fängt zuerst beim Staatsgeld an. Schaffung von Geld aus dem Nichts. FIAT-money. Das alles zum Vorteil derer die direkt an der Quelle der Zentralbank sitzen. Die FED ist noch nicht einmal eine staatliche Behörde. Letztenendes ist sie im Privatbesitz und der Staat darf so tun als dürfte er den chef der Fed bestimmen. Das hat mit Kapitalismus nichts zu tun. Einige werden noch reicher und noch mächtiger, weil die Staatsmarionetten ihnen dienen und nicht dem Volk. Das Volk stellt quasi die Energie für diese reiche und nimmersatte Matrix her. Kann man so sehen, muss man nicht.

    • Fritz Madersbacher 8. September 2022 at 23:40Antworten

      @Eugen Richter
      8. September 2022 at 22:33
      „Das ist kein Kapitalismus. Das ist Staatswirtschaft“
      Diesen Widerspruch gibt es nicht. In Staaten mit großen kapitalistischen Monopolen hat die sich aus diesen Monopolen rekrutierende herrschende Klasse die politische Macht, „der Staat“ ist „in letzter Instanz“ ihr Werkzeug. Die Politiker/-innen sind ihnen zu Diensten – oder sie können die Koffer packen und heimfahren (auch mit Super-Wahlergebnissen, die sie inzwischen ohnehin nicht mehr einfahren können wegen des Vertrauensverlustes bei vielen Menschen). In den USA oder in der EU ist das so, wobei kleinere („mittelständische“) Kapitalisten und ganze (vor allem kleinere) Staaten schwer unter die Räder kommen können, wie wir gerade (und wie während bzw. noch immer in der „Pandemie“) erleben müssen. Wenn wir uns dessen bewußt sind, dann erkennen wir auch, wer sich mit wem zusammenschließen muss, um seine existentiellen Interessen zu verteidigen bzw. zu wahren. Wenn wir das nicht erkennen, ist für viele die Gefahr groß, überrollt zu werden!

    • Georg Löding 9. September 2022 at 7:51Antworten

      Das ist keine „Staatswirtschaft“, sondern Kapitalismus in seiner letzten Etappe, nämlich Imperialismus = die Herrschaft des Finanzkapitals.

      „Staatsgeld“ – wo denn? „Staatsgeld“ gibt es im Kapitalismus doch überhaupt nicht.
      Das sind „gesetzliche Zahlungsmittel“ – auch Währungen genannt, die allein die PRIVATEN ‚Zentral‘-Banken – wie die Deutsche Bundesbank, die EZB usw. usf. – herausgeben und den ihnen unterworfenen „Staaten“ gegen Zins zur Verfügung stellen.

      Mit GELD hat das alles gar nichts zu tun!

      Denn GELD ist aus Gold oder Silber geprägte Münze:

      „Münze ist geprägtes Gold oder Silber und dient dazu,
      die Preise käuflicher oder verkäuflicher Dinge zu zahlen,
      je nach Festlegung durch das Gemeinwesen oder dessen Oberhaupt.
      Sie ist also gewissermaßen das Maß für Bewertungen.
      Nun muß aber das Maß eine feste Größe haben,
      sonst würde die Ordnung des Gemeinwesens zwangsläufig gestört.“
      — Nikolaus Kopernikus, bedeutender Astronom (*1473 †1543) in seiner
      lateinisch veröffentlichten Denkschrift „Monete Cutende Ratio“ von 1526 zur Münz-Reform,
      bereits 1517 formuliert und 1522 vor dem Preußischen Landtag vorgetragen.
      Zitiert aus Smart Investor, 9. Jahrgang 2011, Sonderausgabe “Gutes Geld”, S. 130

  15. Eugen Karl 8. September 2022 at 21:38Antworten

    Man muß nur Schwabs Buch lesen und sieht sofort, daß es um Planwirtschaft reinsten Wassers geht. Staatswirtschaft und Etatismus (Korporatismus) bestimmen ja sowieso schon lange das Bild in Westeuropa. Der Markt ist zu Tode stranguliert von Regulierungen (am meisten reguliert ausgerechnet das Bankengewerbe übrigens) – der Staat hängt überall drin. Das staatliche Geldmonopol war immer schon planwirtschaftlich. Und Kapitalismus ohne Privateigentum gibt es ebenfalls nicht. Schwabs Spruch: „Ihr werdet nichts besitzen, aber glücklich sein“, könnte auch direkt von Marx geschrieben sein. Die Große Transformation wird von oben diktiert, sie ist ein Programm der Eliten, das auf Zwangsentindustrialisierung zielt. Der Staat bestimmt zukünftig, korporativ mit den Konzernen, die zu Quasi-Staatsmonopolen zwangsläufig werden, was produziert werden darf; denn it’s Climate Change, stupid! Mit diesem Argument läßt sich die gesamte Wirtschaft politisch dirigieren. Nichts anderes ist gewollt. Die Freiheit ist tot, es leben der Plan der Experten, die wissen, was gut für uns ist, wie Marx/Engels dies schon zu wissen vorgaben. Daß wie bei jedem Kommunismus, es auch hier Profiteure gibt, das ist klar; denn das sind die Schweine (Orwell), die gleicher sind. Erst nach dem Zusammensturz der Schwabschen Utopie – wie alle Planwirtschaft wird auch dieses Modell scheitern – wird es wieder Freiheit und damit auch freien Markt geben. Das werde ich wohl nicht mehr erleben, aber bis ans bittere Ende auf der Seite des Kapitalismus gegen Schwab, gegen Gates und gegen die komplette korrupte Verstaatlichung unseres Lebens stehen.

  16. Mia 8. September 2022 at 18:46Antworten

    G.R.
    8. September 2022 at 18:21Antworten

    Jemand wählen bedeutet immer die Entscheidung dem zu überlassen, den man gewählt hat, sofern er die Wahl gewinnt. Und das im Regelfall 4 Jahre.
    Das ist halt das Kreuz in einer Demokratie.
    Wenn ihr Gruß „MFG“ die Partei MFG wählen bedeutet dann träumen sie ruhig weiter.
    Träumen darf man ja.
    Wo die MFG steht hat aber das Wahlergebnis in Krems mit 3 % ja deutlich gezeigt.
    Schuld an der Misere ist das Machtgehabe von Herrn Brunner.

    • OMS 8. September 2022 at 19:22Antworten

      In Krems gab es eine Gemeinderatswahl. Bürgermeisterwahlen sind reine Persönlichkeitswahlen wie bei einem Bundespräsidenten. Der dort für die MFG angetretene Kandidat war eben zu schwach. Daraus eine Schuld dem Herrn Dr. Brunner anzudichten ist mehr als fraglich. Die SPÖ hat in Krems 2 Mandate verloren und die ÖVP 1 Mandat. Wer trägt jetzt da die Schuld. In ihrer eigenen Welt die Bundesparteivorsitzenden?

      • Dr. No 9. September 2022 at 13:35

        Nach der Logik von Tante Mia: der Karli und die Pam 😁

    • Thomas Holzer 8. September 2022 at 19:27Antworten

      Mit Verlaub, it’s the politicians, who set the rules and create the „law“, not the economy. Die Politikerdarsteller versemmeln es und schieben die Schuld auf die verbliebenen Reste von (Markt)Wirtschaft. Bei einer Staatsquote von über 50% von Marktwirtschaft zu sprechen, erachte ich sowieso als pervers 🙈🙊🙉😎🥃🥃

    • Natascha 8. September 2022 at 22:28Antworten

      Ich lese hier wirklich gute Artikel! Vielen Dank für Ihre Arbeit!! Es gibt nur eine Kleinigkeit die mich allerdings immer wieder ziemlich stört, es sind leider sehr häufig Tippfehler/ Schreibfehler in den Texten.
      Lässt sich das eventuell ändern?
      Mit freundlichen Grüßen

    • Jens Tiefschneider 9. September 2022 at 8:38Antworten

      Welcher Demokratie?

  17. OMS 8. September 2022 at 18:34Antworten

    „Bestrafe einen, erziehe hundert.“ würde auch bei diesen Milliardären funktionieren.

  18. G.R. 8. September 2022 at 18:21Antworten

    Die einzige Möglichkeit: Diese Parteirn nicht mehr wählen und zu den Neuversuchen stehen! Die werden sicherlich auch Fehler machen – vielleicht sind es nicht die selben 🤑 ? Aber wenn wir sie nicht wählen, ihnen keine Chance geben, können die Neuen es nicht einmal versuchen. Aus der Opposition heraus geht fast gar nichts, zu ändern sowieso nichts. Alles besser als das ewig Gleiche! Demokratie funktioniert nicht, wenn wir Entscheidungen anderen überlassen. Also bitte wählen gehen, auch wenn’s fad ist oder die Sonne scheint, der Diwan grad so kuschlig ist, was auch immer… MFG

    • Vortex 8. September 2022 at 18:48Antworten

      Sofern es nur jedermann bewusst wird, kann die richtige Wahl unsere gemeinsame Zukunft auf einen positiven Weg bringen, es bleibt jedoch eine Art tinyurl.com/24jh9kpc kollektives Tauziehen …

      Besonders wichtig ist in Zukunft die berufliche Verwirklichung unserer Kinder, wo hoffentlich die Intuition die eigene Berufung ebnen wird, denn es beginnt bereits zu keimen, z. B. für neue Wege in der Landwirtschaft.

      Österreich: https://www.perspektive-landwirtschaft.at/
      Deutschland: https://www.hofsuchtbauer.de/

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