Das Programm des „Great Reset“ für die weltweite Landwirtschaft in den USA der 1960er

25. Juli 2022von 5,6 Minuten Lesezeit

Viele haben den Eindruck, dass der „Great Reset“ eine Idee und Erfindung des Weltwirtschaftsforums WEF und seines Vorsitzenden Klaus Schwab sei. Dem ist nicht so, es ist nur der Name neu, das Programm ist uralt und geht auf die Zeit unmittelbar nach dem zweiten Weltkrieg zurück.

Die Geschichte des WEF beginnt mit der Studienzeit von Schwab in Harvard, USA, in den 1960er Jahren. Das Weltwirtschaftsforum war – wie früher berichtet – nicht einfach die Idee von Klaus Schwab, sondern entstand aus einem von der CIA finanzierten Harvard-Programm, das von Henry Kissinger geleitet und von John Kenneth Galbraith und dem „echten“ Dr. Strangelove, Herman Kahn, vorangetrieben wurde.

Die Geschichte wurde recherchiert von Johnny Vedmore, der sie in Unlimited Hangout veröffentlicht hat.

Die aufgezeichnete Geschichte des Weltwirtschaftsforums wurde so gestaltet, dass der Anschein erweckt wird, die Organisation sei eine rein europäische Schöpfung, aber das ist nicht der Fall. Tatsächlich hatte Klaus Schwab ein amerikanisches politisches Eliteteam, das im Verborgenen arbeitete und ihn bei der Gründung, der in Europa ansässigen globalistischen Organisation, unterstützte.

Mit den jüngsten Maßnahmen zur Zerschlagung des Bauernstandes, der Anstrengungen zur Umwandlung der Landwirtschaft in industrielle Großproduktion sowie den weltweiten massiven Protesten dagegen, sind Landwirtschaft und Ernährung in den Blickpunkt der Öffentlichkeit gerückt. „Reset the Table“ ist Bestandteil des „Great Reset“ und man glaubt offenbar es im Windschatten der Corona Maßnahmen und der massiven Verwerfungen durch die Sanktionen gegen Russland rasch durchziehen zu können.

Mit welchen Methoden gearbeitet wird und was die Folgen sind, ist hier zu Indien und hier zum EU Green Deal nachzulesen.

Der Bestsellerautor, renommierte Ethnologe und Kulturanthropologe Wolf-Dieter Storl beschreibt in seinem Buch „Mein amerikanischer Kulturschock“ wie an der Universität in Ohio versucht wurde, ihn für einen Teil der Umsetzung des „Great Reset“ anzuwerben. Wegen seines ausgezeichneten Studienerfolgs sollte er zu Beginn der 1960er an einem Spezialprogramm teilnehmen. Er beschreibt die drei Maßnahmen, mit denen der damalige Präsident John F. Kennedy die Initiative ergriffen hatte:

„Dazu gehörte erstens das zivile Friedenskorps, das Peace Corps, jenes Entwicklungshilfeprogramm, das junge amerikanische Freiwillige in rückständige Länder entsendet um Brunnen zu graben, Windräder zu bauen, Kinder zu impfen, Medizin auszuteilen und andere gute Dinge zu tun, um die Herzen und Köpfe der Menschen zu gewinnen. ….

Als zweite Säule wurde die militärische Eliteeinheit, die Green Berets, aufgestellt, deren Aufgabe es war mit verdeckten Operationen die roten Guerillas zu neutralisieren, widerspenstige Bürgermeister, die dem Fortschritt im Wege stehen, umzulegen und Sabotageakte auszuführen.

„Und die dritte Säule werden die Fortschritte im Bereich der Landwirtschaft sein. Wir müssen – erklärte der Professor [der Storl in das Programm einwies] – die Hochertragssorten, das ‚Wundersaatgut‘ (miracle seed), das von dem Pflanzenzüchter Dr. Norman Borlaug in Zusammenarbeit mit der Rockefeller Stiftung und der Ford Stiftung entwickelt wurde, den rückständigen Bauern in Afrika, Asien und Südamerika zukommen lassen. … um das durchzuführen, braucht es eine junge Elite, die in dem Bereich forscht, unterrichtet oder in den Ländern selbst aktiv wird, um die Grüne Revolution (sic!) und die dazugehörige Bodenreform zu organisieren sowie die notwendigen Kredite für Saatgutbeschaffung, den Kauf von Bewässerungspumpen, Landmaschinen, Pestiziden, Herbiziden, und Kunstdünger zu managen.

In anderen Vorträgen wurden wir in die ‚Visionen‘ jener Weisen eingeweiht, deren Aufgabe es ist die Welt zu lenken. Wir erfuhren, dass weltweit, auch in den USA, die Landwirtschaft umstrukturiert werden müsse. Es gebe viel zu viele kleine Farmer. … Nur große Agrarkonzerne, Massentierhaltung und maschinengerechte Monokulturen würden den Anforderungen der Zukunft gerecht.“

Nochmal: Das war 1961, nicht 2015 oder 2020. Es ist auch weder überraschend noch unerwartet. Die kapitalistische Produktionsweise versucht sich überall durchzusetzen, auch die landwirtschaftliche Produktion soll industrialisiert werden. Und das weltweit unter der Führung der USA, die durch den Weltkrieg die dominierende Macht geworden waren. Und wenn sich jemand zu wehren versucht – dafür gibt es die ‚Green Berets‘ die mittlerweile schon in sehr vielen Ländern aktiv waren und noch immer sind.

Die Erfindung der Corona Pandemie, des Affenpocken Gesundheitsnotstandes, der Putsch gegen die Regierung der Ukraine im Jahr 2014 und die darauf folgenden Kriege, die jetzt in den Sanktionen gemündet sind, scheinen den Plänen, wie sie Storl schildert einen großen Sprung vorwärts zu ermöglichen.

Aber „die ‚Visionen‘ jener Weisen, deren Aufgabe es ist die Welt zu lenken“ gingen noch erheblich weiter.

„Ein weltweit vernetztes Produktions- und Handelssystem würde entstehen müssen. Wobei sich die Regionen auf jeweils eine Monokultur oder ein Agrarprodukt spezialisieren könnten, etwa Nordamerika auf die Mais- und Weizenproduktion, Frankreich auf Wein, Ghana auf Kakao, Brasilien auf Soja und so weiter. Durch die gegenseitige Abhängigkeit würden die Voraussetzungen für den Weltfrieden – selbstverständlich unter der Führung der USA – gewährleistet. …

Ein anderer Experte klärte uns auf über die Notwendigkeit die Weltbevölkerung zu begrenzen, wenn nicht gar zu vermindern.“

Nochmals: Das war 1960! Und es ist heute aktueller denn je. Die „Begrenzung“ der Weltbevölkerung, wenn nicht gar ihre Verminderung scheint jetzt ebenfalls in Schwung gekommen zu sein.

Klarerweise braucht man eine technokratische Elite, die auch die schnellen technologischen Innovationen umsetzen und steuern kann. Diese lässt sich nur von der „Wissenschaft“ und der Vernunft leiten, aber nicht von irgendwelchen Träumereien.

Die Vertreter der werdenden „technokratischen Elite“ die Storl in dem Programm kennenlernte, „waren auch nicht unbedingt mein Fall. Die Witze, die sie erzählten, fand ich gar nicht so lustig, sondern eher krank. Einer der Teilnehmer, der Sohn eines Agrarunternehmers, erzählte etwa, wie man am besten den Geschlechtsverkehr mit Schafen bewerkstelligte. …“ Weitere Details und das Beispiel eines anderem Kommilitonen will ich unseren TKP-Lesern gar nicht zumuten.

Storl stieg nach zwei weiteren Quartalen aus. Schwab machte offenbar weiter. Mit dem WEF, das er mit Hilfe der CIA gründete, ist er ja bisher durchaus erfolgreich.

Es ist ganz gut, sich von Zeit zu Zeit klar zu machen, dass das was jetzt abläuft, weder neu ist noch vom WEF erfunden wurde. Es beruht auf der Tendenz des Kapitalismus sich alle Produktionsbereiche unter die Fittiche zu nehmen und zu zentralisieren. Widerstand wird seit jeher niedergeschlagen. In der zentralisierten und von den neoliberalen Neocons in den USA dirigierten Form handelt es sich um Imperialismus.


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25 Kommentare

  1. Gabriele 26. Juli 2022 at 17:10Antworten

    Hätte diesen großartigen Artikel fast übersehen…Ja, am Beispiel von Storl sieht man, dass es auch immer Leute gibt, die die „Agenda“ ganz ohne Hilfe, wegen ihres aufrechten Charakters durchschauen. Er ist ja heute eine Ikone des natürlichen Lebens, der Kräutermedizin und Naturheilkunde, wie auch der so genannten „Esoterik“, denn er ist zugleich ein großer Mystiker. Seine Bücher zu lesen kann man jedem uneingeschränkt empfehlen!

    • Andreas I. 27. Juli 2022 at 11:16Antworten

      Hallo,
      beim Artikel „Fehlt uns ein Indianer-Gen?“ musste ich daran denken, wie Storl heutige indigene Kulturen in Amerika und keltische Kultur vergleicht, wo Gemeinsamkeiten bestehen.

  2. Andreas I. 26. Juli 2022 at 13:41Antworten

    Hallo,
    zum eigentlichen Thema des Artikels:
    Wolf Dieter Storl ist gleichzeitig ein Beispiel, wie man die Pläne der Oligarchen und Technokraten durchkreuzt:
    Storl lebt anders.

  3. Andreas I. 26. Juli 2022 at 12:45Antworten

    Hallo,
    hier wird ja mal wieder schwungvoll mit dem Begriff „Sozialismus“ jongliert.
    Ich kann nur vermuten warum, wahrscheinlich weil die politische und auch die mediale Umsetzung der wirtschaftlichen Ziele durchaus an das SED-Politbüro und an die Aktuelle Kamera erinnern.
    Damit ist schon angedeutet, was m.E. zu unterscheiden wäre:
    Was ist wirtschaftlich und was ist politisch?
    Ja das ist vielleicht zunächst verwirrend, weil die Wirtschaftsform letztendlich auch wieder auf einer Ideologie beruht, kommunistische Ideologie oder liberale Ideologie und man ins schwimmen kommt, wenn man „Ideologie“und „Politik“ synonym, denkt, also auch hier wäre zu unterscheiden.

    Sozialismus oder Kapitalismus ist der wirtschaftliche Teil. (basierend auf einer Ideologie)
    Sozialismus bedeutet Produktionsmittel (Betriebe, Unternehmen) in Gemeinschaftseigentum.
    Kapitalismus bedeutet Produktionsmittel (Betriebe, Unternehmen) in Privateigentum.

    Demokratie oder Diktatur ist der politische Teil.
    Wenn jetzt, um das bekannte Beispiel zu nehmen, ein Bill Gates seine Interessen mit diktatorischen Mitteln durchsetzt, ist das der politische Teil.
    Wirtschaftlich bleibt es bei Privateigentum.
    Also kapitalistische Diktatur.

    Was auch ans SED-Politbüro erinnern könnte, ist die Machtkonzentration in den Händen weniger. Nur handelt es sich in USA und EU um eine Machtkonzentration in den Händen weniger dreistelliger Multimilliardäre, also eine kapitalistische Oligarchie.

    Und Liberalismus ist die Ideologie vom freien Markt, nicht vom fairen Markt.
    Die Ideologie vom fairen Markt müsste vielleicht mal entworfen werden. Chancengleichheit aller Menschen würde m.E. zunächst mal bedeuten, dass alle Bereiche, die Grundrechte betreffen staatlich oder kommunal sein müssen. Wobei es bei Bildung schon wieder schwierig wird, wie man den letzten zwei Jahren sehen konnte, alles nicht so einfach.
    Jedenfalls sollten die Bereiche Markt sein, wo es zum Vorteil für die Menschen ist … kurz gesagt:
    dort wo Kooperation gut ist, muss es staatlich oder kommunal sein,
    dort wo Konkurrenz gut ist, muss es Markt sein.

  4. Vanindium 25. Juli 2022 at 17:09Antworten

    Ich möchte Anmerken, dass das was hier beschrieben wird nichts mit freier Marktwirtschaft oder echtem Kapitalismus zu tun hat. Das ganze nennt man kommunistische Langzeitstrategie! Unser System kennt keine echte freie Marktwirtschaft sondern nur Interventionismus. Diese globalistische Kabale sind in Wirklichkeit Kommunisten! LG

    • Dr. Peter F. Mayer 25. Juli 2022 at 22:57Antworten

      Es handelt sich um Neoliberalismus in Reinkultur, wobei Neoliberalismus die aggresivste Form des Finanzkapitalismus ist. Dem Staat wird praktisch alles weggenommen und vollständig privatisiert, also das genaue Gegenteil von Sozialismus. Es ist ziemlich unsinnig zu behaupten, dass Privatisierung Sozialismus ist.

  5. Heiko 25. Juli 2022 at 12:31Antworten

    Endlich mal ein Artikel, der das Problem beim Namen nennt. Wobei die Kommentare darunter unser Dilemma augenscheinlich machen, die politische Bildung. Wer Marx nicht verstanden hat, glaubt ihn widerlegen zu können oder faselt was von der Gleichheit von Kapitalismus, Sozialismus und Kommunismus. Wenn sich diese Experten mal überlegen würden, woher ihre Meinung stammt und wem sie nützt, wäre der erste Schritt zu Erkenntnis gegangen.
    Leider traut sich der Autor des Artikel nicht, auch den Ausweg auf dem Problem mit dem Kapitalismus zu nennen. Damit gleicht er einem Arzt, der zwar die Diagnose stellt, den Patienten bei der Suche nach einer Therapie aber allein lässt. Jede Gesellschaft wird durch die dominierende Eigentumsform determiniert. Wenn man also die Gesellschaft ändern will, muss man hier ansetzen. Die technologische Reife hat unsere Zivilisation längst erreicht. Der Kapitalismus kämpft um sein Überleben und setzt dabei das Leben von Milliarden Menschen aufs Spiel. Schon der Selbsterhaltungstrieb sollte die Menschen dazu bringen, sich vom tiefenindoktrinierten Antikommunismus zu lösen.

    • Fritz Madersbacher 25. Juli 2022 at 19:43Antworten

      @Heiko
      25. Juli 2022 at 12:31
      „Wer Marx nicht verstanden hat“ – uns ist eingebleut worden, uns ja nicht mit ihm zu beschäftigen. Blöderweise haben wir auch keine Notwendigkeit dafür gesehen, denn wir sind mit seinen „Widerlegungen“ indoktriniert worden. Und so faseln wir jetzt „von der Gleichheit von Kapitalismus, Sozialismus und Kommunismus“, was unsere herrschende Klasse sehr freut, weil das „unser“ (bürgerliches) „Zivilisationsmodell“ (auf Basis der kapitalistischen Produktions- und Eigentumsverhältnisse) unangetastet läßt. Außerdem sind wir – „unsere Zivilsation“ – in Ehren ergraut und nicht mehr zu revolutionären Experimenten aufgelegt. Solche wären aber notwendig, um ‚good old Europe‘ davor zu retten, zusammen mit dem amerikanischen Imperialismus in den Untergang gerissen zu werden. Vielleicht allerdings hat uns die Schwindelpandemie-Tyrannei noch rechtzeitig daran erinnert, dass wir keine Lemminge, sondern Menschen mit Verstand (und Kindern!) sind?

    • Andreas I. 26. Juli 2022 at 13:00Antworten

      Hallo,
      meiner Meinung nach haben beide Ideologien, die liberale genauso wie die kommunistische, die Schwachstelle, die Wirtschaftsform als bestimmend für alles andere anzusehen.
      Aber was wäre, wenn die Wirtschaftsform durch das Unterbewusstsein der Mehrheit der Menschen (in einer Gesellschaft) bestimmt wird?
      Das würde bedeuten, weder „das Sein bestimmt das Bewusstsein“, noch umgekehrt „das Bewusstsein bestimmt das Sein“, sondern „das Unterbewusstsein bestimmt das Sein“.
      Warum zum Beisiel gibt es so wenig Genossenschaften?
      Es braucht keine Revolution, um eine Genossenschaft zu gründen, es braucht genügend Leute mit der entsprechenden Haltung.

      • Fritz Madersbacher 26. Juli 2022 at 15:01

        @Andreas I.
        26. Juli 2022 at 13:00
        Das war schon die Meinung etlicher Sozialutopisten („Frühsozialisten“) im 18. und 19. Jahrhundert (Fourier etc.). Sie könnten ja wieder einmal Ihr Glück versuchen. Bis jetzt sind diese „Inseln“ im Kapitalismus immer untergegangen, Sie können einmal überlegen, warum das so sein muss (K. Marx hat auch schon darüber nachgedacht) …

      • Andreas I. 26. Juli 2022 at 17:54

        Hallo,
        wenn ich das überlege, kommt etwas anderes dabei heraus, als wenn das jemand überlegt, der voraussetzt, dass das wirtschaftliche alles andere bestimmt. Denn ich sehe es ja eher aus dem Blickwinkel der normopathischen Gesellschaft. Und da wäre die Antwort einfach ausgedrückt; wenn die Mehrheit krank ist, kann es nur wenige solcher „Inseln“ geben.
        (Und bis 2019 habe ich noch daran gezweifelt, dass die Mehrheit so groß ist, aber seit 2020 und der Massenpsychose …. )

      • Fritz Madersbacher 26. Juli 2022 at 20:58

        @Andreas I.
        26. Juli 2022 at 17:54
        Was nicht ist, kann ja noch werden, aber die ökonomische Basis dafür wird auch vorhanden sein müssen … eine Insel im kapitalistischen Meer?

      • Andreas I. 27. Juli 2022 at 11:42

        Hallo,
        eine Genossenschaft ist ja nicht „oder“ (Privateigentum oder Gemeinschaftseigentum), sondern eine Genossenschaft ist „und“ (Privateigentum und Gemeinschaftseigentum).
        Und wenn die Genossenschaftsanteile anderen Leuten gehören, als denen, die in der Genossenschaft arbeiten, und die Genossenschafter damit Gewinn machen, dann ist es die übliche Ausbeutung.
        Eine Genossenschaft bietet aber auch die Möglichkeit, dass a) jeder Beteiligte einen gleich großen Genossenschaftsanteile besitzt und b) alle auch in der Genossenschaft arbeiten,also die Früchte ihrer eigenen Arbeit …
        Das gibt es öfter in kleinerem Format als zwei- bis vier-Mann-GbR oder so, im Prinzip wie ein Zusammenschluss einiger Selbstständiger, mit einer Genossenschaft wären auch größere Projekte möglich.

    • brigbrei 27. Juli 2022 at 21:18Antworten

      @Heiko 25. Juli 2022 at 12:31
      „Schon der Selbsterhaltungstrieb sollte die Menschen dazu bringen, sich vom tiefenindoktrinierten Antikommunismus zu lösen.“

      Es geht auch um Freiheit – ein fundamentaler Satz aus dem kommunistischen Manifest ist: „Die freie Entwicklung eines jeden ist die Bedingung für die freie Entwicklung aller.“

      Interessanter Artikel auf der Seite des Deutschen Freidenker-Verbandes: „Der antikommunistische Kreuzzug“ – 17. Juni 2022 – von Prof. Dr. Anton Latzo (Historiker und Mitglied des Beirats des Deutschen Freidenker-Verbandes)
      https://www.freidenker.org/?p=13492

      „Marx geht es wie der Bibel: Er wird viel zitiert und kaum verstanden.“ Erich Fromm

  6. MA 25. Juli 2022 at 11:28Antworten

    Der Autor dürfte übersehen, dass zentral organisierte technokratische Bürokratien typischerweise SOZIALISTISCHER Natur sind, nicht kapitalistischer..

    Natürlich gibt es auch im Kapitalismus starke Tendenzen hin zu zentralen sozialistischen Bürokratien, nur konnten diese bisher durch demokratische Bewegungen gestoppt werden.

    Die 3. Welt ist ein Produkt des Sozialismus, und die ‚bösen bösen‘ Green Berets konnten wenig bis gar nichts dagegen tun, dass Russland, China, Indien, etc etc sozialistisch wurden und große Teile der arabischen Welt (zB Ägypten, Algerien, Syrien, der Irak ..) von Moskau abhängig wurden.

    Bestes zeitgenössisches Beispiel dieser sozialistischen Politik, die mittlerweile ergrünt sein dürfte, ist Sri Lanka, aus dem die Regierung ein grünes Bio-Paradies machen wollte und somit logischerweise Armut gesät und Revolution geerntet hat.

    • Dr. Peter F. Mayer 28. Juli 2022 at 17:20Antworten

      So einen Unsinn habe ich auch schon länger nicht gelesen. Die Rockefeller Foundation und die Ford Foundation sind das sozialistische oder schon kommunistische Organisationen? Wahrscheinlich auch die Vermögensverwalter BlackRock und Vanguard – alles Kommunisten oder?

  7. Elisabeth 25. Juli 2022 at 10:06Antworten

    👍

  8. Elisabeth H. 25. Juli 2022 at 9:58Antworten

    Visionen. Das Wort sagt schon alles. Frage mich wovon träumen diese Menschen nachts? Träume und Visionen gefolgt von Gier und Macht führen zur Zerstörung. Es wurde viel geplant und daraus wurde nichts, weil die Pandemie alles zum Stillstand brachte. Es wird immer sorgloser über die Köpfen hinweg geplant, bis die Katastrope vor der Haustür erscheint.

    So zerstört man alles. Und während sie alles zerstören machen sie Pläne die nie erfüllt werden, denn wir sind bereits am Rande des Abgrunds, dank immer mehr, immer schneller und immer mehr Gier.

    • Rosa 25. Juli 2022 at 10:39Antworten

      „Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen.“

      meinte einst Helmut Schmidt.

      Seinen Visionen-Spruch äußerte Schmidt im „Spiegel“ allerdings iZm dem Wahlkampf zum BT, es sei dies eine „pampige Antwort auf eine dusselige Frage“ gewesen, ergänzte er 2010 zum Hintergrund.

      Was aber bleibt, damals wie heute, mit Visionen ist das so eine Sache. Es können auch solche darunter sein, die den Blick trüben.

  9. eugen richter 25. Juli 2022 at 9:45Antworten

    Nochmals. Das ist kein Kapitalismus. Dieser benötigt Freiheit. Dies ist definitiv nicht mehr gegeben.
    Es handelt sich um Geldsozialismus. Die Ausgeburt der FED u. a. Zentralbanken zum Vorteil des Finanzadels.
    Die Deppen glauben tatsächlich die Welt zentral planen und steuern zu können. Der Schuh geht genau so nach hinten wie bei dem roten Sozialismus. Für mich war es damals interessant zu erfahren, dass zu Marx und Engels Zeiten ein US-Unternehmer sich so sehr für das Manifest von Marx interessierte und ihn mit finanzierte. z. B. Zentralbanken, staatliche Geldkontrolle und die kalte Steuerprogression sind eine von 14 Forderungen die Marx aufstellt um das Bürgertum zu vernichten.

    • Elisabeth 25. Juli 2022 at 10:08Antworten

      Da gehört es her … 👍
      Kapitalismus und Kommunismus haben am Ende die selbe Fratze.

      • Andreas I. 26. Juli 2022 at 13:32

        @ Elisabeth Hallo,
        „Kapitalismus und Kommunismus haben am Ende die selbe Fratze.“

        Ja, eine sozialistische/kommunistische Diktatur ist eine Diktatur und eine kapitalistische Diktatur ist eine Diktatur.
        Nur sind „Sozialismus“ oder „Kapitalismus“ die Bezeichnungen der Wirtschaftsformen und „Demokratie“ oder „Diktatur“ sind die Bezeichnungen für die politische Form.
        (und die rechtliche Form, denn Rechtsstaat und Diktatur schließen sich gegenseitig aus)

        Offensichtlich gibt es etliche Leute, die „Sozialismus“ oder „Kommunismus“ synonym für „Diktatur“ verwenden, aber das halte ich (aus schon einige Male genannten Gründen) für wenig hilfreich beim Meinungsaustausch.

    • Taktgefühl 25. Juli 2022 at 10:45Antworten

      Karl Marx war Redakteuer liberaler Wirtschaftszeitungen. Der Klassenkampf, den Marx postulierte, ist nichts anderes als ein Terror im Staat, um die natürliche Ordnung zu zerstören.
      Natürlich befinden wir uns im Kapitalismus. Das ist Kapitalismus in seiner extremsten Form: Faschismus. Die doofen Linken sind von den Rechtsextremen überrumpelt worden. Die Antifa ist stolz darauf, durchgeimpft zu sein. Willkommen bei den I.G. Farben. Ich glaube sowieso, daß diese linken Gruppen von V-Leuten unterwandert sind. Die sich sellbst zu überlassen, ist viel zu gefährlich. Die könnten sich gegen den Staat wenden.
      Kommunismus verstaatlicht, Kapitalismus privatisiert. Am Ende der Fahnenstange wird dann der Mensch als Ressouce privatisiert. Menschenverachtung, Unterdrückung, Kriege, Sklaverei sind typisch für den Kapitalismus. Die Mittelschicht wird bekämpft, um darüer das ganze Staatswesen zu zerstören und die Umverteilung noch schneller zu machen. Kapitalismus ist Gier in seiner reinsten Form.
      Soros besitzt ein Grundstück so groß wie die halbe Schweiz mit eigener Wasser- und Stromversorgung. Der Weg des Kapitalismus geht in die Feudalherrschaft mit Gates und Soros als Könige.
      Viel anders stellt sich Klaus Schwab die neue Ordnung auch nicht vor. Kapitalismus und Sozialismus zu verschmelzen, was der da rumdeliriert, ist Blödsinn. Auch seine komische Stockwirtschaft, oder wie das heißt, reiner Unfug.

    • Hollie 25. Juli 2022 at 11:00Antworten

      „‚Visionen‘ jener Weisen eingeweiht, deren Aufgabe es ist die Welt zu lenken“
      Die 3 Weisen/Könige aus dem Morgenland waren noch so weise, Gott zu suchen: „Liebt Gerechtigkeit, ihr Herrscher der Erde, / denkt in Frömmigkeit an den Herrn, / sucht ihn mit reinem Herzen!“ Buch der Weisheit, 1.Satz.
      Für die heutigen „Weisen“ dagegen findet Eugen Richter eine treffende Bezeichnung. Und Freiheit gehört wirklich nicht in deren Programm, sondern Unfreiheit. Vor allem durch permanente Anfeuerung einer Heidenangst, so wie schon immer die Hohenpriester der bedrohlichen Götzen vorgingen, um Opfer vom Volk einfordern zu können.

    • Andreas I. 26. Juli 2022 at 13:10Antworten

      @ eugen richter
      „Das ist kein Kapitalismus. Dieser benötigt Freiheit.“

      Wo soll da ein Widerspruch sein?!
      Werden Bill Gates oder George Soros oder Jeff Bezos in irgendetwas eingeschränkt?
      Der Kapitalismus hat doch absolute Freiheit.

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