Yanis Varoufakis: aus dem Kapitalismus wird gerade ein Techno-Feudalismus

Die Ankunft er Mikroprozessoren und damit der PCs und Smartphones hat die Welt ähnlich stark verändert wie der Einschlag des Meteoriten in Yucatan vor 65 Millionen Jahren. Die Digitalisierung und das Internet haben mit der Ablöse des Kapitalismus durch den Techno-Feudalismus begonnen, wobei die Corona Pandemie und die weltweit abgestimmten Maßnahmen als Brandbeschleuniger wirken.

Wissenschaftler wie wie Fabio Vighi, Analysten wie Ernst Wolff und Ökonomen und Politiker wie Yanis Vaouvaikis sehen eine radikale Änderung der ökonomischen und gesellschaftlichen Verhältnisse vor sich gehen.

Vorbereitet wurden die Veränderungen durch die Entwicklung des Überwachungskapitalismus und der Plattformökonomie, wie sie die Harvard Ökonomin Shoshana Zuboff beschreibt. Schon im Klappentext des Buches „Das Zeitalter des Überwachungs-Kapitalismus“ wird die Menschheit am Scheideweg gesehen: „Bekommt die Politik die wachsende Macht von Google, Facebook und Co. In den Griff? Oder überlassen wir uns der verborgenen Logik des Überwachungskapitalismus? Wie reagieren wir auf die neuen Methoden der Verhaltensauswertung und -manipulation, die unsere Autonomie bedrohen?“

Die Antwort auf die Fragen kann nur lauten: So gut wie gar nicht. Google, YouTube, Facebook, Twitter nutzen die Gelegenheit der von der WHO ausgerufenen Pandemie um ihre Macht in bisher noch nicht dagewesenem Ausmaß zu stärken. Meinungsmanipulation und Zensur sind an der Tagesordnung und selbst hochrangige US-Politiker wie US-Senatoren oder Gouverneure von Bundesstaaten sind davor nicht gefeit.

Eine nur durch Technologie mögliche Neuerung ist die Plattformökonomie. Weltweit Hotels buchen über Booking.com. Privatzimmer über AirBnb, Taxis über Uber, Einkaufen über Amazon usw. Die Plattformen sahnen am meisten dabei, ab, ihre Mitglieder haben die Arbeit und die größten Kosten. Gehen sie weg, bedeutet es in vielen Fällen das Aus.

Der Wandel zum Techno-Feudalismus

Auf seiner Webseite schreibt Varoufakis über Kommunikation mit seinem Vater:

Wie viele seiner Generation hatte sich Vater mit dem Ehrgeiz abgefunden, dass wir, da wir dazu verdammt sind, noch lange im Kapitalismus zu leben, ihn auch zivilisieren könnten.

Dennoch spekulierte er hin und wieder darüber, wie der Kapitalismus enden könnte. Ich erinnere mich, dass er sich wünschte, er würde nicht mit einem Knall sterben, weil Knalle dazu neigten, gute Menschen in schrecklicher Zahl zu töten. Etwa zur gleichen Zeit bat mein Vater mich um Hilfe, um seinen ersten Desktop-Computer zum Laufen zu bringen. Zunächst bestaunte er ihn als eine Mischung aus verherrlichter Schreibmaschine und beeindruckendem Taschenrechner. Doch als ich ihm eines Tages half, sich mit dem noch jungen Internet zu verbinden, fragte er: „Wird dieses Netz den Kapitalismus unumstößlich machen? Oder wird es endlich seine Achillesferse offenbaren?“

Erst jetzt habe ich eine Antwort für ihn: „Papa, es war doch die Achillesferse des Kapitalismus. Die digitalen Technologien, die er hervorgebracht hat, waren die Quittung für den Kapitalismus. Und das Ergebnis? Die Menschheit wird jetzt von etwas übernommen, das ich dir nur als eine technologisch fortgeschrittene Form des Feudalismus beschreiben kann – ein Technofeudalismus, der nicht das ist, was wir uns als Ersatz für den Kapitalismus erhofft hatten.“

 

So endet der Kapitalismus: nicht mit einem revolutionären Knall, sondern mit einem evolutionären Übergang – wobei, die Pandemie ist schon ein ziemlicher Knall. So wie er den Feudalismus allmählich und schleichend verdrängte, bis eines Tages der Großteil der menschlichen Beziehungen marktbasiert war und der Feudalismus hinweggefegt wurde, so wird der Kapitalismus heute durch eine neue Wirtschaftsform gestürzt: den Techno-Feudalismus.

Dies ist eine große Behauptung, die auf viele voreilige Prognosen über den Untergang des Kapitalismus folgt, insbesondere von der Linken. Doch dieses Mal könnte sie durchaus wahr sein, meint Varoufakis nun.

Die Anzeichen sind schon seit einiger Zeit sichtbar. Die Kurse von Anleihen und Aktien, die sich eigentlich in entgegengesetzte Richtungen bewegen sollten, sind im Gleichschritt in die Höhe geschossen, gelegentlich gefallen, aber immer im Gleichschritt. Auch die Kapitalkosten (die Rendite, die für den Besitz eines Wertpapiers verlangt wird) sollten mit der Volatilität sinken; stattdessen sind sie gestiegen, da die künftigen Erträge unsicherer geworden sind.

Das vielleicht deutlichste Zeichen dafür, dass etwas Ernstes im Gange ist, erschien am 12. August letzten Jahres. An diesem Tag erfuhren wir, dass das Nationaleinkommen des Vereinigten Königreichs in den ersten sieben Monaten des Jahres 2020 um mehr als 20 % eingebrochen war, was selbst die schlimmsten Prognosen übertraf. Wenige Minuten später sprang die Londoner Börse um mehr als 2 % in die Höhe. Etwas Vergleichbares hatte es noch nie gegeben. Das Finanzwesen hatte sich vollständig von der Realwirtschaft abgekoppelt.

Im ersten Teil des Videos sieht Varoufakis den Übergang bereits erledigt, gegen Ende relativiert er die Entwicklung jedoch.

Der Kapitalismus hat seit dem späten neunzehnten Jahrhundert mindestens zweimal eine extreme Umgestaltung erfahren. Seine erste große Umgestaltung – von der Wettbewerbsform zum Oligopol – fand mit der zweiten industriellen Revolution statt, als der Elektromagnetismus die großen vernetzten Unternehmen und die zu ihrer Finanzierung erforderlichen Megabanken hervorbrachte.

Die Große Depression, der Zweite Weltkrieg, die Große Rezession und die Lange Stagnation nach 2009, änderten nichts an den Hauptmerkmalen des Kapitalismus: ein System, das von privatem Profit und Renten angetrieben wird, die durch einen Markt extrahiert werden.

Nach 2008 änderte sich dann alles. Seitdem sich die Zentralbanken der G7-Staaten im April 2009 zusammengeschlossen haben, um ihre Gelddruckkapazitäten zu nutzen, um das globale Finanzwesen wieder in Schwung zu bringen, ist eine tiefe Diskontinuität entstanden. Heute wird die Weltwirtschaft durch die ständige Erzeugung von Zentralbankgeld angetrieben, nicht durch private Gewinne. Inzwischen hat sich die Wertschöpfung zunehmend von den Märkten auf digitale Plattformen wie Facebook und Amazon verlagert, die nicht mehr wie oligopolistische Unternehmen, sondern eher wie private Lehen oder Ländereien funktionieren.

Dass die Bilanzen der Zentralbanken und nicht die Gewinne das Wirtschaftssystem bestimmen, erklärt nach Varoufakis, was am 12. August 2020 geschah. Als sie die düsteren Nachrichten hörten, dachten die Finanziers: „Großartig! Die Bank of England wird in ihrer Panik noch mehr Pfund drucken und sie an uns weiterleiten. Zeit, Aktien zu kaufen!“ Überall im Westen drucken die Zentralbanken Geld, das die Finanziers den Unternehmen leihen, die es dann zum Rückkauf ihrer Aktien verwenden (deren Kurse sich von den Gewinnen abgekoppelt haben). Inzwischen haben digitale Plattformen die Märkte als Ort der privaten Vermögensbildung abgelöst. Zum ersten Mal in der Geschichte produziert fast jeder kostenlos den Kapitalstock großer Unternehmen. Das ist es, was es bedeutet, Dinge auf Facebook hochzuladen oder sich mit Google Maps zu bewegen.

Es ist natürlich nicht so, dass die traditionellen kapitalistischen Sektoren verschwunden sind. Jahrhunderts blieben viele feudale Verhältnisse intakt, aber die kapitalistischen Verhältnisse hatten begonnen zu dominieren. Heute sind die kapitalistischen Verhältnisse noch intakt, aber die technisch-feudalistischen Verhältnisse haben begonnen, sie zu überholen.

Varoufakis erwartet, dass jedes Konjunkturprogramm gleichzeitig zu groß und zu klein sein wird. Kein Zinssatz wird jemals mit Vollbeschäftigung vereinbar sein, ohne eine Reihe von Unternehmenspleiten auszulösen. Und die klassenbasierte Politik, in der Parteien, die das Kapital begünstigen, gegen Parteien, die der Arbeit näher stehen, antreten, ist am Ende.

Was mich etwas überrascht ist, dass Varoufakis sich zur völligen Wandlung und Abschaffung des Geldes nicht oder nur sehr am Rande äußert. War er es doch, der für Griechenland im Jahr 2015 genau das als Ausweg aus der Finanzkrise vorgeschlagen hatte. Wolff und andere Ökonomen sehen das Zentralbankgeld für Private samt Universellem Grundeinkommen als ein Kernstück der Umgestaltung und des Ziels der Pandemie Maßnahmen. Gekoppelt daran und Voraussetzung ist das, was jetzt als Impfpass eingeführt wird und das auch nach dem Willen der WHO, der Gates und Rockefller Stiftung und auch der EU-Bürokraten zu einem universellen Ausweis werden soll, ähnlich dem, der in China schon für die Totalüberwachung genutzt wird.

Aber Varoufakis, sein griechische Parlamentspartei und seine paneuropäische DiEM25 Bewegung stehen ganz auf der Seite des finanziell-digitalen Komplexes und der Pharmaindustrie. Die totalitären und faschistischen Maßnahmen der griechischen Regierung haben Varoufakis und seine MERA25-Partei billigend zur Kenntnis genommen.

Bild von Michael Schwarzenberger auf Pixabay

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18 Kommentare zu „Yanis Varoufakis: aus dem Kapitalismus wird gerade ein Techno-Feudalismus

    1. Sklaverei trifft es deutlich besser. Unsere Poitiker stellen gerade die letzten Weichen. Ich frag‘ mich aber, was passiert, wenn die düsteren Prognosen über die Schädlichkeit des „Impfstoffes“ wahr werden? Nicht die ganz düsteren (alle Versuchstiere starben innerhalb weniger Monate bei Konfrontation mit dem Wildtyp) sondern die mittelgruseligen wie „90% der Gespikten tot in 2 Jahren“ oder „alleine an Myokarditis 50% tot in 10 Jahren“.

    2. Frechs Virerl sagt, es wird heut hart
      jetzt sitz ich auf der Kundenkart
      und wart bis ich ein Opfer find,
      unds kommt und kommt kein Wind.
      Wär ich auf der Spritz geblieben
      wäre ich schon im Himmel sieben.

  1. Techno-Feudalismus ist das falsche Wort. Google, Facebook und Co. sind nur Mittel zum Zweck. Es ist stattdessen so, dass eine Handvoll Mega-Reicher von den meisten unbemerkt zu neuen Feudalherren aufgeschwungen haben. Dazu benutzen sie die Medien (Beispiel: Der Spiegel erhielt gerade wieder 2,9 Mio von der Bill&Melinda Gates Stiftung), so genannte NGOs und die Politik.
    Horst Seehofer, ehemaliger bayrischer Ministerpräsident und jetziger (Noch-)Bundesinnenminister, drückte es einmal so aus: „Diejenigen, die entscheiden, sind nicht gewählt, und diejenigen, die gewählt werden, haben nichts zu entscheiden.“

  2. Ich denke, es gibt zwei Dinge, mit denen die Eugeniker und Tech-Psychos nicht gerechnet haben. Die Delta-Variante, die sich dem „Impfstoff“ entzieht und die Stäke der Nebenwirkungen. Sie versuchen jetzt mit allen Mitteln noch irgendwie die Kurve zu kriegen, aber der Laden wird ihnen schon bald dermaßen um die Ohren fliegen, dass sie sich in ihre Löcher verkriechen werden. Wenn die Gespritzten merken, und immer mehr merken es, dass sie nicht nur verarscht worden sind, sondern auch ihrer Gesundheit beraubt, denn die Schäden der Gen-Spritzen sind irreparabel, dann haben wir allein in Deutschland 70 Millionen potentielle Rebellen. Und das sind Menschen, die nichts mehr zu verlieren haben, denn sie haben bereits alles verloren. Ihre Gesundheit ist schwerstens ruiniert und die, die ihre Kinder haben spritzen lassen, werden obendrein noch mit der Gewissheit zurückgelassen, dass sie auch das Leben ihrer Kinder ruiniert haben. Viele, die sich haben Spritzen lassen, waren zwar naiv und leichtgläubig, aber das sind nicht alles Blöde. Ich kenne hochintelligente Menschen, die sich haben Spritzen lassen. Zum Teil, weil sie dazu erpresst wurden, aber auch, weil sie einfach unpolitische Menschen sind, die Merkel irgendwie knuffig fanden und ihr daher alles geglaubt haben. Wenn die Gespritzten ihre Rebellion starten, dann Gnade den Spahns, Drostens und Wielers Gott! Das Merkel wird sich dann bereits in ihre Wolfsschanze zurückgezogen haben. Aber auch die hat Koordinaten.

    1. Das sehe ich als Teil unserer Aufgabe: Die Geimpften aufzuklären, was ihre Impfung wirklich Wert ist. Da sehe ich dann oft in ganz große entsetzte Augen und einige beginnen schon zu begreifen, wie sehr sie getäuscht wurden.

      Klar, das ist ein längerer Prozess und nicht jeder wird den Verlust seines Trugbildes akzeptieren. Dies ist für die Betroffenen tatsächlich eine große emotionale Erschütterung, die Zeit benötigt.

      MfG Toni

    2. Der mRNA ist kein eugenischer Stoff, weil die Spike-Proteine synthetisch sind und daher keinen Bauplan des Virus enthalten können.
      Der Totimpfstoff enthält den Bauplan des Virus, das ist ein eugenischer Impfstoff.

    3. @Toni: Eine Zeitlang habe ich die Aufklärung Geimpfter auch als meine Aufgabe gesehen. Ergebnis war, dass ich keine Geimpften traf, die darüber etwas hören wollten. Es sei nun mal ihre Entscheidung, die ich zu respektieren habe, kam zum Beispiel. Das war noch das Mindeste.

      Mein freundschaftlicher Hinweis an eine jahrzehntelange Freundin, dass sie sich im Herbst zum dritten Mal wird impfen müssen, diesmal voraussichtlich mit BioNTech, das dann wahrscheinlich stärkere Nebenwirkungen auftreten werden als nach den bei den Astrazeneca-Injektionen (die sie offenbar gut vertragen hatte) wurde damit von ihr gekontert, dass ich verantwortungslos sei, gegenüber der Gesellschaft, meiner Familie und meinen Freunden gegenüber und auch mir selbst(!) . Ich solle mich lieber selbst impfen lassen. Sie lehnte jede weitere Diskussion darüber ab. Damit war dann eine langjährige Freundschaft beendet.

      Ich habe beschlossen, mich mit niemandem mehr darüber zu unterhalten. Jeder soll selber sehen, ob seine Entscheidung richtig war oder nicht. Mag sein, dass die oben Genannte inzwischen gemerkt hat, dass ich recht hätte. Ich werde es nie mehr erfahren.

  3. Der Herr Varoufakis träumt auch den Traum des ewigen Sozialisten. It’s not the economy, stupid, it’s the politics. Und es ist auch nicht das Virus, sondern die Politik 🙈🙉🙊🥃🇮🇱

    1. Aber was braucht die Politik? Anhänger. Das bist du, das bin ich, das ist deine Nachbarin, dein Kumpel, deine Arbeitskollegin.
      Im Endeeffekt sind es wir. Auch hier unter der Kommentarfunktion gibt es die Möglichkeit mich bei Google, Facebook oder Twitter einzuloggen. Hm. Einerseits diesen Artikel hier veröffentlichen, aber andererseits genau diese Medien bedienen. Aber auch das ist eine freie Wahl. Logge ich mich ein oder nicht.
      Es ist unsere Entscheidung. Solange wir in unseren Köpfen frei bleiben und auch danach handeln und nicht an unseren bequemen Gewohnheiten festhalten, Weil ich halt auf Facebook 1234 Freunde habe und nur so mit Ihnen Kontakt halten kann, oder ich so coole Fotos auf Instagram hochgeladen habe, etc. und so weiter. Und wenn es um eine Technokratie geht, sind wir schon längst mitten drin. Wir brauchen keine Spritze, die uns „Mikrochips implantiert“. Wir tragen freiwillig unsere Smartphones Tag und Nacht an unserem Körper. Wir haben diese Apps. Wir kaufen bei Amazon. Wir suchen über Google. Wir schauen auf YouTube. Es wäre so einfach. Aber die Menschheit ist, um einen Term von Lisa Eckhart zu verwenden, ein phlegmatisches Moosgeflecht, das erst aktiv wird, wenn es schon zu spät ist. Fürchte ich. Ich bin überzeugt davon, dass es auf diesem Planeten genug fähige Leute gibt, die faire und transparente Plattformen und online System entwickeln können ohne digitale Sklaverei, die brauchbare Medizin entwickeln können, die großartige Ideen haben. Nur bringen wir sie momentan zum Schweigen. Mit dem Öffnen von Instagram, mit dem Blick auf Facebook und so weiter. Es wäre so einfach. Und wir sind so bequem.

      Jedes Mal wenn ich eine Amazon Anzeige sehe, stelle ich mir vor, wie ich mit einem Klick Jeff Bezos einen weiteren Dollar in sein A“@&€)loch drücke und er einem ausgebeuteten Mitarbeiter auf den Kopf spuckt. Dann geht’s leichter darauf zu verzichten. („ach Gott, schon wieder dieses links versiffte unnötige Gewäsch.“)

      (Sorry dass lief hier aus dem Ruder, das geht dich nicht unbedingt persönlich an. Ist alles nur momentan zum kotzen. Liebe Grüße.)

  4. Es ist der Amtsappart, der den Despoten die Macht gibt. Mit einem perfiden Gesetz kann der Apparat radikal umgestellt werden. Und die Despotie ist da. Die Beamten befolgen ja nur Befehle. Tun sie es nicht, werden sie brotlos.

    Die Revolution in Rußland richtete sich gegen den Amtsapparat. In einer schwachen Stunde beklagte Lenin, daß man nun genau das wieder aufgebaut habe, was man bekämpft hat, den Amtsapparat.

    Stalins erste Tat war der Ausbau des Amtsapparates.

    Mit der Digitaltechnik ist nur ein weiteres Terrorinstrument dazu gekommen. Die Menschen werden die Technik anbeten und ihre Unterdrücker lieber, warnte Aldous Huxley in Schöne neue Welt. Interessanterweise hat Huxley die Hauptstadt der schönen neuen Welt nach Berlin verlegt.

    Ich finde das sehr nützlich, daß auf Smartphones mehr krankmachende Keime zu Hause sind als auf der Klobrille.
    Mit Zureden und Aufklärung werden wir die Millionen Anbeter der Digitaltechnik nie erreichen.

  5. Techno-Feudalismus? Das greift nicht tief genug, denn hier steht mehr als Kapital auf dem Spiel. Hier geht es um unser aller Biologie. Daher würde ich es eher als “K.O.-Evolution“ bezeichnen, sprich, Biologie in der Sackgasse:

    „Wie der Mensch die Evolution k.o. geschlagen hat und nicht müde wird, weiter auf sie einzuprügeln – Teil 1“ (guidovobig) – einfach Zeile in Suchmaschine eingeben

  6. Diese Weltanschauung teile ich bei höchster Adäquatheit.

    Wieviele junge Menschen „mögen“ und „mochten“ „Technoparties“ als „ihren Gott“?

    Der Rattenfänger von Hameln war schon früh unterwegs …

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