König Djokovic

28. Juni 2022von 3,3 Minuten Lesezeit

Während sich andere Stars und Superreiche das Impfzertifikat kaufen, steht der serbische Tenniskönig zu seiner Haltung: Er bleibt ohne Impfung. Jetzt droht ihm deshalb auch noch der Ausschluss aus Wimbledon, weil er mit einem geimpften positiven Spieler trainiert hat. 

Die Frage, wer der größte Tennisspieler unserer Zeit ist, war lange ein Dreikampf: Roger Federer, Rafael Nadal oder Novak Djokovic. Entschieden hat dann nicht der Tennisplatz, sondern die Haltung. Am Rande des aktuellen Wimbledon-Turniers bekräftige der serbische Nationalheld seine Entscheidung zur Covid-19-Impfung: Er nimmt sie definitiv nicht.

Schikanen gegen Superstar

Damit wird er beim letzten Grand-Slam des Jahres, den US Open in New York, erneut fehlen. Schon Anfang des Jahres in Australien durfte er nicht teilnehmen, obwohl er dort seinen Titel zu verteidigen gehabt hätte. Djokovic war sogar vorübergehend festgehalten worden, bis er zur Ausreise gezwungen wurde. Ein groteskes Medienspektakel inklusive heftiger Anschuldigungen gegen den Athleten folgte.

Seit Monaten rückt Djokovic auf Pressekonferenz nicht von seinem Standpunkt ab. Er will über seinen Körper selbst entscheiden, und er, der zweifellos eine Menge gut bezahlter Ärzte hinter sich hat, erachtet es als besser, auf die Impfung zu verzichten. Nach fast jeder Pressekonferenz bei der er dies immer wieder wiederholen muss, weil die Journalisten immer wieder dieselbe Frage stellen, kommt der Shitstorm des Mainstreams. Doch wie heftig der Sturm auch ist, der „Djoker“ bleibt einfach stehen und wartet, bis dieser vorübergezogen ist.

In der radikal konformistischen Welt der Gegenwart ist das eine echte Seltenheit. Djokovic, in seiner Stellung, könnte sich ganz einfach, um sich die Medienkampagnen gegen sich zu ersparen, ein Impfzertifikat kaufen. Dass das viele Stars und Sportler machen, zeigt die Geschichte aus Spanien. Auch der Australier Alex de Minaur, immerhin Top 20 der Tennisweltrangliste, war auf der Liste der Liste der spanischen Impfpass-Käufer. Oder man erinnere an den Österreicher Dominic Thiem, der nach der ersten medialen Entrüstung, weil er auf die Impfung verzichten wollte, schon nach wenigen Tage eingeknickt war.

Es ist der Weg des geringsten Widerstandes für Reiche und Schöne, die an der Impfpropaganda zweifeln. Aber eben auch der konformistische Weg. Und Djokovic, einer der größten aktiven Sportler weltweit, verzichtet auf diesen Weg. Immer wieder macht er den Journalisten deutlich: Er geht nicht impfen und gibt die Autonomie über seinen Körper nicht auf.

Wer ist verrückt? Djokovic oder die Welt?

Im Rennen um die meisten Grand-Slam-Titel im modernen Tennis gegen Rafael Nadal dürfte das ein nicht aufzuholendes Handicap sein. Im Herbst, bei den US Open wird Djokovic es wieder spüren. Doch seine Antwort: „Ich würde sehr gerne in die Staaten fliegen. Aber zum heutigen Zeitpunkt ist das nicht möglich.“ Dann ist es so. Die Impfung habe er für sich ausgeschlossen.

Mittlerweile wird diese Position von einem Berg an Fakten bestätigt. Es wäre wahrlich unvernünftig, wenn einer der größten lebenden Athleten der Welt seine Fitness und seine Gesundheit dem Risiko eines Impfschadens aussetzen würde. Und er sagt es auch. Als Draufgabe sprach er sich noch gegen die Agitation gegen russische Tennisprofis aus. Diese sind in Wimbledon von der Teilnahme ausgeschlossen. Für Djokovic „verrückt“.

Was noch verrückt ist? Er trainierte in Wimbledon gerade mit dem geimpften Kroaten Marin Cilic. Cilic ist jetzt positiv getestet, was auch das Turnierende für Djokovic bedeuten könnte, weil man ihn nun in Quarantäne steckt. Verrückt, zweifellos.

Auch wenn er nun auch von Wimbledon ausgeschlossen werden würden: Der Kampf um den Titel des „Größten aller Zeiten“ gegen Nadal und Federer hat Djokovic mittlerweile für sich entschieden. Und überraschenderweise nicht am Tennisplatz.

Bild Carine06 from UK, Novak Djokovic Queen’s Club 2018CC BY-SA 2.0

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19 Kommentare

  1. Steve Acker 8. Juli 2022 at 12:52Antworten

    Djokovic imponiert mir total.
    Kann ihn auch voll verstehen. Einfach mal schauen wie es seinem Kollegen Jeremy chardy nach der Spritze erging.

  2. Al 29. Juni 2022 at 11:05Antworten

    Ich sehe da eine Haltung – leider ist dieses Wort heute missverstanden. Deshalb sollte ich besser anders formulieren: ich sehe da Ehrgefühl und Souveränität, Realitätssinn und eine klare Überzeugung für das Richtige.

    Mein Respekt. Mehr von solchen Leuten. ich hoffe, dass Djokovic schon genug Geld verdient hat, und ich gönne ihm das Geld vollauf, und hoffe, dass er damit auch umgehen kann und nicht wie ein „BummBummBoris“ falschen Freunden und Beratern aufsitzt.

  3. Johannes+Schumann 28. Juni 2022 at 19:47Antworten

    Djokovic kauft sich keine Falschbeurkundung. Ich vermute, dass das sehr, sehr viele Sportler tun. Die sind doch nicht bescheuert. Es wäre aber besser, wenn sich mehr wie Djokovic einfach auflehnen würden, anstatt zum Schein mitzumachen. Denn wer eine Falschbeurkundung kauft, der stützt den herrschenden Narrativ genauso wie jene, die sich das Zeug verabreichen lassen. Ich bin zwar kein Star wie Djokovic, aber es waren meine Gedanken schon vor Monaten, dass ich mir kein gefälschtes Zertifikat oder sowas kaufe.

  4. PS 28. Juni 2022 at 18:37Antworten

    Guter Beitrag, aber leider katastrophale Grammatik. Lässt sich so nicht teilen!

  5. Hans-Peter Rauber 28. Juni 2022 at 18:29Antworten

    Der einzige mit Rückgrat ist definitiv Novak. Die anderen sind Schleimer.

  6. Andreas N 28. Juni 2022 at 15:58Antworten

    Nicht weniger als seine charakterstarkes Verhalten gegen die Impfung finde ich seine Einstellung zur Ernährung vorbildlich, er bevorzugt die pflanzliche. Wäre durchaus eine Erwähnung wert, da dies im Kontext Gesundheit – Sportlichkeit – Leistungsfähigkeit für ihn ebenso logisch erscheint.

  7. 1150 28. Juni 2022 at 15:36Antworten

    nach lauterbach und anderen experten müsste ich als ungespritzter seit märz tot sein……..
    sonderbarerweise hat mich noch niemand für tot erklärt und den entlassungsschein unterschrieben.

    • Peter Pan 28. Juni 2022 at 17:31Antworten

      Spahn hatte dieselbe Behauptung verbreitet wie sein Nachfolger Lauterbach. Die haben alle einen an der Waffel und werden ferngesteuert.

  8. Jens Tiefschneider 28. Juni 2022 at 15:34Antworten

    Nicht nur Promis kaufen sich ein solches Zertifikat, mit Sicherheit auch viele Politiker. Ist schon auffällig, dass aus den Reihen der Polit-Kaste keine Nebenwirkungen gemeldet werden. Deswegen können sie auch den Mund so weit aufreißen. Haben ja nichts zu riskieren.

  9. Ruth 28. Juni 2022 at 14:57Antworten

    Danke für diesen Bericht. Es gibt vieles was noch aufgedeckt werden muss.
    Eines ist ganz sicher, dass nicht alle Impfnebenwirkungen dokumentiert werden. Die Wahrheit fürchte ich wird grausamer ausfallen. Das ist sicher. Genau so sicher wie die wichtigen Daten nicht an den wichtigen Stellen übergeben werden. Es gibt keine Sicherheitsberichte die vollständig und richtig sind und taucht auch nicht auf.
    Daher haben wir ein Bild über die Impfung die von die Regierung so gewollt ist. Schaut alles harmloser aus als andere behaupten. Von wegen. Genau hier lauert die Gefahr. Erschreckendes lahmes Meldesystem. Jede Aussage wird so zurechtgelegt damit es passt. Wenn die Daten Nebenwirkungen nicht übergeben werden, dann müssen wir und Geimpfte Sorgen machen.

  10. Fritz Madersbacher 28. Juni 2022 at 14:30Antworten

    „Den Kampf um den Titel des „Größten aller Zeiten“ … hat Djokovic mittlerweile für sich entschieden“, nämlich wie ein anderer „Größter aller Zeiten“ gegen Diskriminierung, Diffamierung und Wettkampfverbote durch Machthaber, die sich in ihren Interessen gestört sehen bzw. sahen. War es bei Muhammad Ali der Vietnamkrieg der USA, den er mutig und standhaft abgelehnt hat, so ist es heute die „Pandemie“-Tyrannei, von der sich Novak Djokovic nicht versklaven läßt – ein leuchtendes Vorbild für den Widerstand gegen diese international akkordierte Diktatur …

  11. F. Stolze 28. Juni 2022 at 14:19Antworten

    So genau weiß keiner wer ein Impfzertifikat gekauft hat. Es ist sein Recht, wenn er sie definitiv nicht nimmt. Anders sieht es schon bei den Feiglingen aus die sich hinter einen gekauften Impfzertifikat verstecken anstatt dazu zu stehen. Rückgrad Fehlanzeige.Wer der Weg des geringsten Widerstandes geht hat bereits verloren.

    Hut ab für diese absolute Ehrlichkeit und seine Aussage die ich Zitiere: Immer wieder macht er den Journalisten deutlich: Er geht nicht impfen und gibt die Autonomie über seinen Körper nicht auf.

    Man muss zu seiner Entscheidung stehen. Ich stehe dazu und werde mich nicht einschüchtern lassen. Alles andere kratzt nur an den eigenen Charakter. Kurz gesagt: Gesichtsverlust.

  12. Clara Verdross 28. Juni 2022 at 13:43Antworten

    Das ist ein selten guter Artikel Herr Oysmüller)
    Many thanks.

    • Thomas Oysmüller 28. Juni 2022 at 15:05Antworten

      Herzlichen Dank. Das freut mich sehr!

  13. Sebastian 28. Juni 2022 at 13:16Antworten

    War früher mehr ein Federer Fan und hab den djoker eher als unsympathisch empfunden. Aber die P(l)andemie hat mir auch da die Augen geöffnet.

    • Eva-Maria 28. Juni 2022 at 14:54Antworten

      Die Serben haben Rückgrat, auch ihr Präsident.

    • Thomas Oysmüller 28. Juni 2022 at 15:06Antworten

      In dieser Hinsicht geht es mir gleich.

  14. Frühling 28. Juni 2022 at 13:07Antworten

    Mir gefallen Menschen, die nach reiflicher Überlegung der Pros und Cons zu ihrer Entscheidung stehen.

  15. Slobodan Covjek 28. Juni 2022 at 12:21Antworten

    Nole hat ja als Kind erlebt, wie Deutschland und die USA „Friedensbomben“ auf Belgrad abgeworfen haben. Eine Idee von Joe Biden.

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