Hat Putin Europa vor einer atomaren Katastrophe bewahrt?

4. März 2022von 6,6 Minuten Lesezeit

Auf meinen vorigen Beitrag hier habe ich positive Rückmeldungen erhalten, ich habe aber auch Widerspruch provoziert. Besonders der Satz „In der Vergangenheit ist von russischem Boden – von der Zurückdrängung des Osmanischen Reiches abgesehen – nie ein Krieg ausgegangen.“ wurde mit Hinweis auf den Hitler-Stalin-Pakt und Afghanistan als falsch bezeichnet. Hierzu scheinen Erläuterungen erforderlich zu sein.

Von Gastautor Prof. Dr. Werner Müller

Der Zweite Weltkrieg ging nicht von sowjetischem Boden aus. Der Einmarsch in Ostpolen, der nach der offiziellen Erklärung dem Schutz der dort lebenden Weißrussen und Ukrainer diente, war kein Angriff auf Polen, wie auch die Besetzung des Arva-Zirps-Gebiets durch die Slowakei auch kein slowakischer Angriff auf Polen war. Auch der deutsch-sowjetische Nichtangriffspakt mit seinem geheimen Zusatzprotokoll hatte eine Vorgeschichte. Im August 1939 scheiterte ein Bündnis zwischen Großbritannien, Frankreich, Polen und der Sowjetunion, weil Polen der Sowjetunion im Fall eines deutschen Angriffs kein Durchmarschrecht gewähren wollte. Es war logisch, dass die Rote Armee vor einem deutschen Angriff in Stellung gebracht werden musste um den strategischen Vorteil des Verteidigers zu erlangen, statt später verlustreich die deutschen Truppen in ihren Verteidigungsstellungen angreifen zu müssen. Eine militärische Unterstützung Polens wäre also nicht durchführbar gewesen und die Medien hätten Stalin des Vertragsbruchs bezichtigt, weil er seiner Beistandspflicht nicht nachgekommen wäre. Erst nach dem Scheitern ging Stalin auf ein Angebot Hitlers ein. Er versprach sich davon die Rolle des „lachenden Dritten“, der unbeteiligt zusehen konnte, wie sich Deutsche, Franzosen und Briten bekämpfen, statt nach den britisch-französischen Absichten seine Truppen als westliches Kanonenfutter zu verheizen. Natürlich wollte er seinen Vorteil.

Vor 1918 waren Finnland, das Baltikum, Polen und die Ukraine mit Ausnahme Posen-Westpreußens, West- und Ostgaliziens und der Bukowina sowie Moldawien, das 1918 rumänisch wurde, Teile des Zarenreichs. Die polnischen Bedenken, dass Stalin dieses Ergebnis revidieren wollte, waren nicht abwegig. Natürlich war das geheime Zusatzprotokoll zum deutsch-sowjetischen Nichtangriffspakt nicht die feine englische Art. Stalin wollte in Hitlers Windschatten segeln um die Gebietsverluste nach dem Ersten Weltkrieg ausgleichen.

Zu Afghanistan stellt sich die Frage, warum die Sowjetunion im Dezember 1979 ein Land angreifen sollte, in dem schon seit April 1978 eine kommunistische Regierung an der Macht war. Natürlich war diese Regierung von der Sowjetunion abhängig, wie auch die Regierung von Hamid Karzai ab 2001 von den USA abhängig war. Die sowjetische Militäraktion zur Bekämpfung der von der CIA aufgerüsteten Islamisten war in den deutschen Mainstream-Medien aber ein Angriffskrieg, und die NATO-Truppen waren friedliche Entwicklungshelfer. In Wirklichkeit hat die NATO 2001 das Taliban-Regime beseitigt, während die Sowjetunion kommunistische Regierung an der Macht hielt. Welche der beiden Militärinterventionen war also ein Angriffskrieg?

Es stellt sich die Frage, ob es Bin Laden & Co. überhaupt gegeben hätte, wenn die USA ab 1978 nicht in Kalter-Krieg-Logik die Islamisten unterstützt hätten. Spätestens die Besetzung die US-Botschaft in Teheran am 04.11.79 hätte einen Kurswechsel der USA bewirken müssen. Vielleicht spekulierte die Sowjetunion deshalb auf ein Stillhalten des Westens – die Russen spielen gern Schach. Hat Moskau seinerzeit ein logisches Denkvermögen im Weißen Haus unterstellt, das es dort nicht gab?

Den Beitrag auf tkp.at habe ich am Abend des 23.02.22 geschrieben, die Ereignisse des 24.02.22 konnte ich noch nicht kennen. Die Kernaussage gilt aber trotzdem: Der Frieden in Europa kann nur mit Russland, und nicht gegen Russland organisiert werden.

Der Krieg mit der Ukraine ist eine Reaktion auf die NATO-Osterweiterung. Die Pläne, Georgien und die Ukraine in die NATO aufzunehmen, waren konsequent zu Ende gedacht die Drohung, Abchasien, Südossetien, den Donbass und die Krim zurückerobern zu wollen. Niemand durfte erwarten, dass Russland diese Provokation tatenlos hinnehmen würde. Die NATO war also das Sicherheitsrisiko für die Ukraine, nicht die Sicherheitsgarantie. Wenn man die weitere Eskalation verhindern will, dann muss sich der Westen bewegen, nicht Russland. In meinem am 24.02.22 veröffentlichten Beitrag habe ich folgende vier Punkte als Kern einer Friedensregelung genannt:

  • Die Krim bleibt russisch! Mit ihr beherrscht Russland das Schwarze Meer, das schon seit Katherina II als russisch galt.
  • Die Volksrepubliken können in den ukrainischen Staat zurückkehren, wenn sie einen akzeptablen Autonomiestatus erhalten, z.B. wie vor 2014 in der ARK (Autonome Republik Krim). Das muss Kiew aber mit den Regierungen der Volksrepubliken aushandeln.
  • Die Entrussifizierung im Rest der Ukraine würde Russland tolerieren. Die slowakischen, ungarischen und rumänischen Minderheiten müssen von der Slowakei, Ungarn und Rumänien geschützt werden.
  • Die NATO darf die Ukraine und Georgien nicht aufnehmen. Dafür will Putin Garantien.

Es muss noch ein Ende der Sanktionen als fünfter Punkt hinzugefügt werden.

Wer ein Problem lösen will, muss es vorher verstanden haben. Hat Moskau den US-Präsidenten wieder überschätzt? Es ist zu beobachten, dass die westlichen Politiker kein Verständnis für Russland aufbringen, und deshalb auch das Problem nicht verstehen können. Man muss deshalb wohl befürchten, dass sie das Problem nicht lösen können.

Meine Großmutter verwendete in meiner frühen Kindheit gern das Sprichwort: „Was du nicht willst, dass man dir tu, das füg‘ auch keinem anderen zu!“ Daran habe ich mich auch noch erinnert, als meine Tochter 55 Jahre später unseren Kater kastrieren lassen wollte. Die USA wollten 1962 keine sowjetischen Atomraketen auf Kuba, und sie würden auch heute keine russischen Truppen in Amerika tolerieren. Auch beim Überfall auf Grenada 1983 haben die USA nicht lange diskutiert. 1962 hat Chruschtschow erst nach der Zusage Kennedys zum Abzug der amerikanischen Mittelstreckenraketen aus der Türkei einen Rückzieher gemacht. Für Russland war die NATO-Mitgliedschaft der Ukraine die rote Linie. Alle Aussagen der NATO-Mitglieder sagten, dass dies nicht ausgeschlossen wäre. Damit war auf der Seite der NATO niemand zu einem Deal bereit. Putin musste vor einem NATO-Beitritt der Ukraine reagieren, damit die NATO eine Rückeroberung der Krim nicht einmal diskutieren konnte, was am Ende einen Atomkrieg möglich gemacht hätte. Putin hat Europa also vor einer atomaren Katastrophe bewahrt.

Für die Eskalation seit Mitte Februar 2022 gibt es nur zwei logische Erklärungsansätze:

  • unsere Politiker sind dümmer als meine Großmutter, oder
  • die Eskalation war seitens der NATO Absicht und dem ukrainischen Präsidenten wurden unerfüllbare Hoffnungen gemacht, damit er seine Soldaten und die Bürger der Ukraine als Kanonenfutter missbraucht.

Die erste Erklärung erscheint plausibel, wenn man sich den Lebenslauf vieler Politiker ansieht. Sie gehen sofort nach der Ausbildung in die Politik, und viele von ihnen haben ihre Ausbildung sogar abgebrochen. So leben Politiker unter einer Käseglocke, abgeschottet von den normalen Menschen. Ihnen fehlt die Berufs- und Lebenserfahrung in der normalen Gesellschaft.

Wenn man aber glaubt, dass es mindestens in ihren Beraterstäben noch normaldenkende Menschen vom Schlage meiner Großmutter gibt, dann muss Russland absichtlich an die Wand gedrückt worden sein. Es hatte nur noch die Wahl, sich den USA unterzuordnen, oder sich dem Konflikt zu stellen. Die USA haben jetzt den Vorwand für einen Wirtschaftskrieg gegen Russland. Wie jeder Krieg wird auch der Wirtschaftskrieg auf beiden Seiten schweren Schaden anrichten und es wird auch Profiteure geben. Würde man sie benennen, wäre das nach dem Sprachgebrauch der Mainstream-Medien eine Verschwörungstheorie.

Bild von Sasin Tipchai auf Pixabay

Gastbeiträge geben immer die Meinung des Autors wieder, nicht meine. Ich veröffentliche sie aber gerne, um eine vielfältigeres Bild zu geben. Die Leserinnen und Leser dieses Blogs sind auch in der Lage sich selbst ein Bild zu machen.

Prof. Dr. Werner Müller, Fachbereich Wirtschaft der Hochschule Mainz


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54 Kommentare

  1. anamcara 4. März 2022 at 19:48Antworten

    @Pfeiffer C.
    Danke für die informative Ergänzung.

    Weil nicht mehr zugänglich nachfolgend der Artikel von Rt zu der Aussage von Lukaschenko

    Lukaschenko holte weit aus und erinnerte daran, dass die Wurzeln des Konfliktes bis in das Jahr 1991 zurückreichen.

    Der Westen hat seit den 1990er-Jahren die Sicherheitsinteressen Russlands und Weißrusslands missachtet.
    Das System der Kontrollen und Gegengewichte, das nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion noch vorhanden war, wurde schnell ausgehebelt.

    Der Abbau und die Entwertung internationaler Verträge und Vereinbarungen haben in der Region zu einer Eskalation der militärischen und politischen Situation geführt.

    Die zunehmende Militarisierung insbesondere Polens, der Ukraine und Litauens ging in den vergangenen Jahren unvermindert weiter.

    Seit langem liegt die Finanzierung der nationalen Streitkräfte dieser Länder über dem von der NATO geforderten Wert von 2 Prozent des Bruttoinlandsprodukts.

    Gleichzeitig erhöhten die USA selbst ihren Militärhaushalt im Jahr 2022 um fast 4 Prozent auf etwa 770 Milliarden Dollar, während die Ukraine ihn auf 6 Prozent des BIP erhöhte.

    In der Ukraine wurde parallel dazu eine forcierte Ukrainisierung durchgeführt, die nach 2014 durch radikale Elemente, die sich des Instrumentariums der Nazi-Propaganda bedienen, auch mit Gewalt durchgeführt wurde.

    Dies ging mit der Zerstörung der russischen Kultur, Sprache und des Geschichtsverständnisses einher.
    Auch in den von ethnischen Russen bewohnten Gebieten.

    In dieser Situation hat Weißrussland den Abschluss von Verträgen vermittelt, mit deren Hilfe der Konflikt im Donbass hätte beigelegt werden können.

    Hierzu erklärte Lukaschenko:
    „Um das Blutvergießen in der Ukraine im Jahr 2014 zu stoppen, haben wir uns von Anfang an in friedensschaffende Vermittlungsprozesse gestürzt.
    Wir setzten uns für eine friedliche Beilegung des Konflikts und für ein baldiges Ende der Verluste an Menschenleben und des Leids ein.
    Wir haben Minsk der Trilateralen Kontaktgruppe auf Ersuchen Russlands und der Ukraine als Verhandlungsort angeboten. Es waren die Minsker Vereinbarungen, die das Blutvergießen gestoppt haben.“

    Weißrussland war bereit, die Konfliktparteien im Donbass durch eigene friedenssichernde Truppen zu trennen.

    Lukaschenko:
    „Bereits im Oktober habe ich vorgeschlagen, weißrussische Militärangehörige, vor allem unsere Grenzsoldaten, als friedenserhaltendes Kontingent einzusetzen, um die Konfliktparteien im Donbass zu trennen.
    Damals gab es jedoch kein Interesse an diesem Vorschlag in der ersten Phase.
    Im Herbst 2017 haben wir dieses Thema im UN-Sicherheitsrat erneut aufgegriffen.
    Wieder herrschte Schweigen als Antwort.“

    Stattdessen verstärkte der Westen sein Bestreben zur Militarisierung der Region.
    Im Donbass wurden weiterhin Zivilisten getötet, wovor der Westen die Augen verschloss:

    „Und, wohlgemerkt, es war, als ob niemand im Westen diesen Krieg gesehen hätte.
    In der westlichen Presse gab es keine Bilder von Kindern, die während des Beschusses im Keller saßen, und von zahlreichen Opfern der ukrainischen Aggression gegen die Zivilbevölkerung.
    Waren diese Todesfälle kein ausreichender Grund für alle in Europa, sich zusammenzusetzen und angesichts der neuen Realitäten über Vertrauens- und Sicherheitsmaßnahmen in der Region zu entscheiden?“

    Auch die geopolitischen Spannungen verschärften sich.

    Die USA kündigten nacheinander alle Verträge auf, die bis dahin die Grundlage der Sicherheit in Europa bildeten.
    So auch den Vertrag über die Beseitigung von Mittelstrecken- und Kurzstreckenraketen (INF-Vertrag), den Vertrag über den Offenen Himmel und den Vertrag über konventionelle Streitkräfte in Europa.

    Weißrussland dagegen habe all diese Verträge weiter erfüllt, so Lukaschenko:

    „Wir halten uns an diese Verträge, obwohl gewisse Länder sie mit den Füßen getreten haben.“

    Mehrmals ist die russische Führung mit Vorschlägen zur Aufnahme eines offenen Sicherheitsdialogs an die USA und die NATO herangetreten.
    Diese Vorschläge wurden direkt oder indirekt ignoriert.
    Auch die Aufrufe des russischen Präsidenten Wladimir Putin, die Sicherheitsinteressen Russlands zu respektieren, blieben ungehört.

    Unterdessen wurde die Ukraine mit Waffen vollgepumpt und ermutigt, im Donbass Revanche zu nehmen.
    Rechtsradikale Extremistenorganisationen blühten auf.

    Im Jahr 2020 spielte die Ukraine eine bedeutende Rolle bei dem Versuch, Weißrussland zu destabilisieren.
    In der Ukraine befanden sich Ausbildungszentren für die „Freiwilligen“, die in Weißrussland aktiv werden sollten.
    Mindestens 15 Zentren weißrussischer Extremisten im Exil befinden sich dort. In den vergangenen Jahren wurden in Weißrussland 12 hauptberufliche Agenten festgenommen.

    Lukaschenko zufolge zeigen die Analysen, dass vor dem Angriff auf Russland in den Plänen des Westens die Beseitigung des sogenannten „weißrussische Balkons“ vorgesehen war.
    Es wurde eine „radikale Veränderung der Situation in den weißrussisch-ukrainischen Beziehungen“ angekündigt:
    Der zwischenstaatliche Dialog auf höchster Ebene wurde abgebrochen und die weißrussischen Fernsehsender stellten ihren Sendebetrieb ein.

    Kiew unterstützte den Westen in seiner Anti-Lukaschenko-Rhetorik und schloss sich den EU-Sanktionen gegen Weißrussland an.

    Der ukrainische Luftraum wurde für die weißrussische Luftfahrt gesperrt.
    Das ukrainische Parlament wurde zur wichtigsten Plattform für tendenziöse Rhetorik, weißrusslandfeindliche Äußerungen, Lobbyentscheidungen zur Unterstützung der radikalen weißrussischen Opposition und die finanzielle und materielle Unterstützung der Geflüchteten.

    Trotzdem, so Lukaschenko, hat Weißrussland in einer kritischen Phase, in der das gesamte Energiesystem der Ukraine hätte zusammenbrechen können, auf Ersuchen der ukrainischen Seite bei der Stromlieferung geholfen.
    Dies, obwohl die Ukraine zuvor den Stromimport aus Weißrussland verboten hatte.

    Lukaschenko:
    „Zwei Tage später begannen sie wieder auf Knien zu betteln.
    Wir haben die Lieferungen wieder aufgenommen.
    Nun weigern sie sich erneut.
    Es gibt noch viel mehr: Auf Anweisung des Westens stoppen sie den Transit unserer Kalidünger von BPC mit der Eisenbahn und ergreifen weitere Maßnahmen. Polen und Litauen zogen mit ihnen gleich.
    Wir reagierten mit der bekannten Entscheidung zu Litauen.
    Das Überraschendste jedoch ist, dass wir etwa 40 Prozent des Dieselkraftstoffs und Benzins von höchster Qualität an die Ukraine lieferten.“

    Unterdessen baute der Westen weiter eine militärische Drohkulisse auf, berichtete Lukaschenko:

    „Und was hat sich in unseren westlichen Nachbarländern getan?
    Sie haben ihre operative und militärische Ausbildung vervielfacht, und sie haben offensive Aktionen durchgeführt, keine defensiven, wie man uns weismachen wollte.
    Die Luftaufklärung entlang unserer Grenzen wurde mit einer Intensität von 15 bis 20 Flügen pro Woche durchgeführt.
    Offenbar mit dem Ziel, das Luftabwehrsystem aufzudecken und unsere Fähigkeiten zu bewerten.
    Sie haben unsere Ziele kartiert.
    Warum? Zu Verteidigungszwecken?“

    Unter dem Vorwand, das Problem der Migrationskrise zu lösen, wurde in den Nachbarländern eine Gruppe von Truppen aufgestellt, die angeblich die Grenzen vor dem illegalen Übertritt von Migranten schützen sollen. Ihre Zahl überstieg 30.000 Soldaten.
    Die Ukraine entsandte mehr als 6.000 Soldaten an die weißrussische Grenze.

    „All diese Tatsachen zusammengenommen weisen eindeutig auf die mögliche Vorbereitung des Westens auf eine Aggression gegen Weißrussland und Russland hin“,
    konkludierte Präsident Lukaschenko.

    In dieser Situation wurden gemeinsame Manöver russischer und weißrussischer Truppen anberaumt.
    Nach deren Beendigung war der Abzug der russischen Truppen geplant und wurde auch eingeleitet:

    „Am Ende der Manöver bereiteten sich die russischen Truppen auf die Rückkehr an die Orte ihrer regulären Stationierung vor und einige Truppen begannen abzureisen.

    Was der Westen jedoch wollte, war ein militärischer Konflikt, und Russland wurde beschuldigt, ihn zu schüren.
    Das zeigte sich auch in der Bereitstellung von 8.000 Soldaten für den Einsatz in Europa, von denen am 20. Februar bereits etwa zweitausend an unserer Grenze angekommen waren.

    Biden schickte schnelle Eingreiftruppen – die bestausgebildeten Truppen – von verschiedenen Kriegsschauplätzen zu uns.

    Die Frage ist, was wollen sie hier in der Nähe von Weißrussland?“

    „Die Überflutung der Ukraine mit Waffen nahm ungeahnte Ausmaße an.
    Jeden Tag trafen US-amerikanische Flugzeuge mit Panzerabwehr- und Flugabwehrraketen sowie weitere Waffen und Munition ein.
    Gleichzeitig hat die ukrainische Armee die Zahl der Angriffe mit Raketen und großkalibriger Artillerie auf zivile Objekte im Donbass deutlich erhöht, wobei unschuldige Menschen getötet wurden.“

    Diese Entwicklungen hat man mit Sorge verfolgt, erinnerte sich Lukaschenko. Besondere Sorge bereitete ihm der ungeschützte Grenzabschnitt zur Ukraine in der Region Gomel:

    „Unter diesen Umständen habe ich den russischen Präsidenten gebeten, einen Teil der Truppen zur Deckung der Richtung Gomel abzustellen.
    Denn in der Mitte unserer Grenze zur Ukraine gibt es unwegsames Dickicht, Sümpfe und Flüsse.
    Wir haben Kräfte, um die Richtung Brest zu decken; dort ist eine gute Brigade stationiert, und nicht nur das.
    Aber Gomel und andere Richtungen waren ungeschützt.
    Weil wir nie die Absicht hatten, gegen die Ukraine zu kämpfen und nie dachten, dass wir von der Ukraine aus bedroht würden, haben wir unsere Streitkräfte nie dorthin entsandt.“

    Russischer Experte: Westen führt „mentalen Krieg“ gegen Russland

    Außerdem wies der weißrussische Präsident darauf hin, dass die Ukraine zu diesem Zeitpunkt doppelt so viele Truppen an der Grenze zu Belarus hatte.

    „Und nicht nur das.
    Schwere Waffen, ballistische Raketenwaffen, einschließlich Totschka-U, wurden bis an unsere Grenze herangezogen, was für die Ukraine nie typisch war“.

    Lukaschenko sagte, dass Putin zuerst Bedenken hatte, einige Einheiten der russischen Armee nach den Übungen im Süden Weißrusslands zu belassen, da die Pläne zum Abzug der Truppen bereits früher angekündigt worden waren.
    Lukaschenko erinnert sich darauf bestanden zu haben:

    „Ich sagte: ‚Die Geheimdienstdaten zeigen, dass die ukrainischen Truppen in unserem Süden konzentriert sind. Überprüfen Sie das noch einmal‘.“

    Nachdem er die Informationen überprüft hatte, hat Putin seinen Standpunkt verändert, so Lukaschenko:

    „Ja, Sie haben Recht, wir sollten einen Teil der russischen Streitkräfte dort lassen, um mit Ihren Streitkräften zusammenzuarbeiten.
    Dies wäre ein zusätzliches Signal an die ukrainischen Behörden, dass wir nicht die Absicht haben, Scherze zu machen, vielleicht werden sie zur Vernunft kommen“.

    Lukaschenko wies darauf hin, dass Polen und Litauen zu dieser Zeit immer mehr Waffen und Soldaten an der weißrussischen Grenze zusammengezogen hatten.
    Daher war es notwendig gewesen, die westliche Richtung besonders zu schützen. Lukaschenko betonte:

    „Ich habe die Entscheidung getroffen, die Grenze zu beschützen.
    Und auf keinen Fall dürfen NATO-Truppen in das Gebiet Weißrusslands eindringen.
    Nicht einmal für die kleinsten Einsätze auf unserem Territorium“.

    Unterdessen eskalierte die militärische Lage im Donbass und alles deutete darauf hin, dass die Ukraine kurz vor dem Versuch steht, Lugansk und Donezk mit Gewalt unter ihre Kontrolle zu bringen, fuhr der weißrussische Präsident fort. Aufgrund der verstärkten militärischen Aktivitäten der ukrainischen Streitkräfte und der Wiederaufnahme der Feindseligkeiten entlang der Kontaktlinie haben die Volksrepubliken Donezk und Lugansk die Russische Föderation um militärische Unterstützung gebeten. Lukaschenko wörtlich:

    „Russland hatte keine andere Wahl.“

    -Meinung

    Manöver vor russischer Grenze: Die NATO verfolgt eine Strategie der Spannung
    Er wies darauf hin, dass der russische Präsident das Militär angewiesen hat,
    „chirurgisch“ zu arbeiten, damit die Zivilbevölkerung so wenig wie möglich zu Schaden kommt. Dementsprechend gibt es keine Flächenbombardements.

    Ein solch zurückhaltendes Vorgehen erhöht die aber Wahrscheinlichkeit von Opfern unter den Militärangehörigen.
    In diesem Zusammenhang erwähnte der weißrussische Staatschef noch einmal die Einzelheiten seines Gesprächs mit dem ukrainischen Präsidenten.

    Er habe Selenskij gesagt:

    „Das Schlimmste kommt, wenn die Russen die Geduld verlieren und dann, wie die Amerikaner, anfangen, Bombenteppiche zu legen.
    Wenn ein Bataillon im Kampf ist und der Kommandeur sieht, dass die Jungs, seine ‚Kinder‘, sterben, glauben Sie, dass er sich das lange ansehen wird?
    Er wird früher oder später alles beschießen, wo der Tod für seine Soldaten herkommt.“

  2. conny 4. März 2022 at 19:47Antworten

    So, d a s war es jetzt – ich verlasse diesen Kanal. (Es braucht mir keiner hinterherzuhöhnen. Geschenkt.)
    Es gibt hier ja en masse Putin – Akklamateure: unter Geschichtslaien und unter Professor- Titel- Trägern. Die AFD ist ja Hort für Rechte, das ist nicht neu.
    Den Angriffskrieg der UDSSR gegen Afghanistan ( ein rohstoffreiches und strategisch interessantes Land) jetzt als Schutzaktion/ Gegenaktion zu deklarieren – man kann nur den Kopf schütteln…. !!! Die USA haben danach (!!) Osama ( der zu dem Zeitpunkt n o c h nicht der spätere radikale Islamist war) ausgestattet…..

    Putin : Haben Sie die Gesichter der Generäle während Putins Erklärung zur Einsatzbereitschaft von ATOMWAFFEN betrachtet ?? Hohe Militärs, die die Auffassung der politischen Führungskraft t e i l e n , blicken anders.
    Ein Analyse von Putins psychischer Verfasstheit durch einen politischen Analysten ergab : „Er ist ein *Narzisst* hohen Ausprägungsgrades. Die Grundlage für diese Persönlichkeitsstörung sind eine t i e f e Unsicherheit ( die überkompensiert werden muss), Neid und permanentes Lügen. Dieser Zustand ist von starker Angst begleitet. Das führt zu einem sogenannten ‚aufgeblähten Selbst/Ego‘. Je mehr Angst im Innersten herrscht, desto aufgeblähter das Ego.“
    Man denke an das Kind Hitler, das regelmäßig „wie ein Hund“ seinem Vater die Zeitung apportieren musste. Tiefe Minderwertigkeitskomplexe waren die Folge – er fühlte den Drang diese zu kompensieren.
    Stalin – er wurde als kleiner Junge zu strengen Jesuiten geschickt und von ihnen streng erzogen.
    Baschar al Assad – er wurde im Alter von 10 Jahren (!!) in eine Militärakademie geschickt und dort gedrillt. Was glauben Sie, wieviel Wärme, Geborgenheit und Sicherheit diesen Kindern gegeben wurde?
    Wir kennen die Folgen.

    Putin will z u r ü c k ….zum russischen Imperium „UDSSR“. Er will par tout nicht akzeptieren, dass man die Geschichte nicht zurückdrehen kann. Man muss die Grenzen akzeptieren. Das sollte Putin begreifen.

    Putin ist 70 Jahre alt; er ernährt sich garantiert „wie ein ‚M a n n‘ : viel Fleisch… Ich hoffe, dass hat bald Folgen.
    Wenn seine *Generäle* ihm nicht Einhalt gebieten ….. :)

    • Eva-Maria 5. März 2022 at 9:34Antworten

      Wissen Sie, daß der russische Außenminister den EU/Westpolitikern angeboten hat, sich in der Ostukraine die Massengräber von Zivilisten anzuschauen und die sind zu feig, das zu prüfen?
      Weil dann müßten sie erkennen, daß ihre Spezi nicht ganz sauber sind. Aber das dürften sie aber nicht laut sagen, sonst werden sie von den Medien zerfetzt. Also besser Kopf in Sand.

      Es geht nicht um UDSSR zurück, so ein Unsinn, die Russen sind doch viel zu schwach, sie sind bald nicht mehr der Herr im eigenen Haus, das ist das Problem.
      Wenn Sie immer nur den Feinden der Russen zuhören und deren Medien lesen, dann wissen Sie nie wer die Feinde der Russen sind.
      Schauen Sie mal nach, aus was für Familien die extrem Antirussenhetzer in der US Politik stammen.

      Mich würde mittlerweise interessieren, ob der Robert Kagan, der Mann von der Viktoria Nuland, verwandt ist mit Kagan Kaganovich, der der Entscheider hinter Stalin war. Diese Leute sind von nationalen Russen im Überraschungshandstreich ausgeschaltet worden. Von daher kam in den 50ern die Wende von Russland US Liebling plötzlich hin zum kalten Krieg.
      Ein Kagan ist der Name des König bei den Chasaren.

    • ***“Ein Analyse von Putins psychischer Verfasstheit durch einen +politischen+ Analysten ergab“***

      „Politscher“ Analyst mit einer Ausbildung zum Küchenpsychologen aus dem Wochenblatt:
      Ein Echter Experte, gelle? — Aber schön, wenn man die Welt in Schwarz-Weiß enteilen kann, oder?

    • Michael R 5. März 2022 at 13:19Antworten

      @conny: Sieh an, ein(e) Hobby-Psychiater:in.

      Immer wenn ich solche „Ferndiagnosen“ wie die Ihren lese, muss ich zwangsweise an König Ludwig II denken. Hierzu ein kleiner Ausschnitt aus „Ludwig II. – des Märchenkönigs mystischer Abtritt – ein bayerischer Putsch“ (munichkindl)
      》Am 8. Juni 1886 wurde König Ludwig II. mittels einer Ferndiagnose (also lediglich aufgrund Aussagen Dritter) von Prof. Dr. Gudden für seelengestört, paranoid und an Geistesschwäche und Sozialphobie leidend, als unheilbar erklärt und tags drauf offiziell entmündigt. Die Regierung versuchen Ludwig bereits in der Nacht des 9. Juni festzunehmen. Doch dieser erste Versuch der Inhaftierung scheierte an der Unterstützung des königlichen Personals, der Feuerwehr und der lokalen Gendamerie.《

      Frage an Sie als Fachmann/Fachfrau: Welche Expertise haben Sie eigentlich zu Joe Biden? Oder Herrn Trudeau? Herr Biden sprach bereits wiederholt von „President Harris“, während Herr Trudeau eine jüdische Parlamentarierin bezichtigt, sie stünde für „Leute, die Hakenkreuze schwenken“. Würden Sie sich zutrauen, noch zwei Ferndiagnosen für uns zu erstellen?

    • Andreas I. 5. März 2022 at 19:35Antworten

      @ Michael R Hallo,
      sich psychologisches Wissen anzueignen ist gut, das Problem liegt in der Anwendung, weil man ja selber nicht frei von vielen Effekten ist …
      Im Vergleich von Biden und Trudeau zu Putin, Lawrow und Shoigu fällt auf, wie die jeweils auf kritische bis provokative Fragen reagieren.

  3. Taktgefühl 4. März 2022 at 19:16Antworten

    „Kriegsverbrechen der USA“ Wikipedia

    „Ermittlungen gegen Kriegsverbrecher : USA belegen Chefanklägerin des Internationalen Strafgerichtshofs mit Sanktionen – Washington Seit Jahren wehren sich die USA gegen internationale Ermittlungen zu möglichen Kriegsverbrechen von US-Soldaten. Nun greift die Trump-Regierung zu einer drastischen Maßnahme. Im Streit um mögliche Kriegsverbrecher-Ermittlungen gegen US-Soldaten verhängt die Regierung in Washington Sanktionen gegen die Chefanklägerin des Internationalen Strafgerichtshofs (IStGH), Fatou Bensouda. US-Außenminister Mike Pompeo kündigte am Mittwoch an, möglicher Besitz der Juristin in den USA werde eingefroren.“ rp-online

    Noch was Ungelegenes: „ZDF-Doku: US-Soldaten vergewaltigten in Bayern tausende Frauen – München – Eine Doku im ZDF über US-Kriegsverbrechen im Zweiten Weltkrieg zeigt: GIs erschossen deutsche Gefangene und vergewaltigten tausende Frauen. Übergriffe gab es auch in Bayern… Die Doku bringt erschreckende Fakten ans Tageslicht: Der Vormarsch der US-Armee gegen Hitlers Tyrannei war begleitet von Gräueltaten der GIs… US-Soldaten vergewaltigten 190.000 deutsche Frauen. Die weitaus meisten Vergewaltigungen im besetzten Reich, nämlich 430.000, gehen aber auf das Konto sowjetischer Soldaten.“ Macht das die Sache besser?

    www dot sniper dot ch
    Das ist eine spannende Seite, die alle Waffenexporte, Importe, Nato-Osterweiterung, Länder mit den höchsten Rüstungsausgaben, usw. als PDF zur Verfügung stellt.

    „Kriege und Staatsstreiche der USA“. Kann man selber downloaden und nachschauen.
    Bemerkenswert der Text unter der Grafik: „Der ständige Einsatz von Gewalt: die USA gelten heute als größte Gefahr für den Weltfrieden“.

  4. Kantfan 4. März 2022 at 18:52Antworten

    Propaganda-Parallelen: Eigentlich ist es für jeden sichtbar, dass die Corona-Politik und die Ukraine-Hysterie mit derselben Medien-Keule geschwungen werden. Eigentlich. Doch wo kann ich mich informieren, wirklich informieren? Und nicht desinformieren. Ich bin diesem Blog so dankbar, insbesondere mit den Texten von Drescher und Müller, sich kein X für ein U vormachen zu lassen. Weiter so!

    • Bei Karl Marx und W. I. Lenin kann man sich informieren, denn Karl Marx hat im *DAS KAPITAL* aufgezeigt, was hinter all den Kriegen [oder heute der Fake-Pandemie] für „Antriebskräfte“ stecken und weshalb die kapitalistische Wirtschaftsweise „Grund aller Übel“ in der Welt ist.
      Lenin hat das dann konsequent weitergedacht. Die „Zusammenfassung“ *Der Imperialismus als höchstes Stadium des Kapitalismus* ist auch 106 Jahre nach der Abfassung so aktuell wie damals. Das „ökonomische Wesen des Imperialismus“ steht dabei im Mittelpunkt der Analyse Lenins.

      ***Lenin gab als Kurzdefinition, dass der Imperialismus das monopolistische Endstadium des Kapitalismus sei. Eine solche Definition enthalte die Hauptsache, denn auf der einen Seite sei das Finanzkapital das Bankkapital einiger weniger monopolistischer Großbanken, welches mit dem Kapital monopolistischer Industriellenverbände verschmolzen sei, und auf der anderen Seite sei die Aufteilung der Welt der Übergang von einer Kolonialpolitik, die sich ungehindert auf die noch von keiner kapitalistischen Macht eroberte Gebiete ausdehne, zu einer Kolonialpolitik der restlosen monopolistischen Beherrschung des gesamten Territoriums der dann unter Wenigen aufgeteilten Erde.

      In seiner ausführlichen Begriffsbestimmung, die Lenin jedoch immer noch nicht für die vollständige Theorie hielt, führte er fünf Grundzüge an:

      Konzentration der Produktion und des Kapitals, die eine so hohe Entwicklungsstufe erreicht hat, dass sie Monopole schafft, welche im Wirtschaftsleben die entscheidende Rolle spielen
      Verschmelzung des Bankkapitals mit dem Industriekapital und Entstehung einer Finanzoligarchie auf der Basis des Finanzkapitals
      der Bedeutungszuwachs des Kapitalexports im Verhältnis zum Warenexport
      die Ausbildung internationaler monopolistischer Kapitalistenverbände, die den Weltmarkt unter sich aufteilen
      die vollständige territoriale Aufteilung der Erde unter die kapitalistische Großmächte

      „Der Imperialismus ist der Kapitalismus auf jener Entwicklungsstufe, wo die Herrschaft der Monopole und des Finanzkapitals sich herausgebildet, der Kapitalexport hervorragende Bedeutung gewonnen, die Aufteilung der Welt durch die internationalen Trusts begonnen hat und die Aufteilung des gesamten Territoriums der Erde durch die größten kapitalistischen Länder abgeschlossen ist.“ [*A]

      Unmittelbaren Anlass für die imperialistischen Kriege bilden dabei, dass ebenfalls erstmals von Lenin formulierte Gesetz der Ungleichmäßigkeit der ökonomischen und politischen Entwicklung der kapitalistischen Länder.*** https://de.wikipedia.org/wiki/Der_Imperialismus_als_h%C3%B6chstes_Stadium_des_Kapitalismus#Der_Imperialismusbegriff

      [*A] Dem stehen (trotzt des Verfalls der UdSSR) in einem gewissen Sinne Rußland (noch), auch die DVR-Korea, Kuba, Venezuela, Syrien und die Islamischen Republik Iran – aber vor allem – die VR-China im Wege.

  5. Hans H. 4. März 2022 at 13:45Antworten

    Blöderweise gab es halt 1919-1921 auch schon einen Polnisch-Sowjetischen Krieg in dem die Russen versuchten Polen wieder „heim ins Großrussische Reich (aka Sowjetunion) zu holen“. Das lässt der Autor komplett unter den Tisch fallen, um sein hinten und vorne hatschertes Bild vom friedlichen Russland zu zeichnen. Den Einmarsch der friedlichen Russen 1956 in Ungarn und 1968 im Prager Frühling ging wohl auch nur eine Provokation der NATO voraus. Wie scherzte damals schon Radio Eriwan: „Stimmt es, dass die sowjetischen Truppen auf Bitten der Tschechen einmarschiert sind?“ „Im Prinzip ja. Das Hilfegesuch aus dem Jahr 1938, wurde halt erst im Jahr 1968 positiv beantwortet.“

    • „Blöderweise“ hatte Polen während des Krieges *Polen-Sowjetrussland/Sowjetukraine* 1919-1921 noch gar keine Staatsgrenze.
      „Blöderweise“ war es Polen, das KIEW im April 1920 angegriffen hatte, um sich weiter gen Sowjetrussland/ Sowjetukraine östlich auszudehnen.
      Polen annektierte den Osten Litauens, den Westen Weißrußlands und den Norden der Ukraine.
      Alle diese Tatsachen lassen Sie vollständig unter den Tisch fallen und konstruieren sich in Ihrer Phantasie ein „Heim ins Großrussische Reich (aka Sowjetunion)“.

    • Michael R 5. März 2022 at 12:59Antworten

      Ich komme erst jetzt dazu, Ihren Kommentar, @Hans H., zu lesen.

      Woher nehmen Sie eigentlich die Chuzpe zu einer solch drastischen Geschichtsfälschung zum Polnisch-Sowjetischen Krieg? Sie stellen den damaligen Aggressor Polen als Opfer dar? Sind Sie wirklich so uninformiert über diesen Krieg oder hoffen Sie, die Leserinnen und Leser sind es, um dann auf Ihre Propaganda hereinzufallen?

  6. Johannes+Schumann 4. März 2022 at 12:53Antworten

    Der 2. Weltkrieg ist ja nur eine Klammer für viele verschiedene Kriege und es war ein Angriffskrieg der UdSSR gegen Polen und gegen Finnland. Es spielt keine Rolle, dass die Deutschen zuerst in Polen einmarschiert sind.

    Die UdSSR war ein höchst aggressiver Staat und man sollte sich auch nicht dem formellen Aspekt des Angriffskriegs festklammern. Auch die Art und Weise, wie besetzt wurde, war auch nicht gerade zimperlich. 1953, 1956 und 1968 wurde in den Satellitenstaaten DDR, Ungarn und CSSR aus Sicht der UdSSR „aufgeräumt“. Selbst wenn es auf Einladung der kommunistischen Parteien der jeweiligen Länder geschah, war es dennoch eine Aggression. Auch gegen die eigene Bevölkerung ging man äußerst brutal vor.

    Mir ist unbegreiflich, wie man immer wieder die UdSSR in Schutz zu nehmen versucht und dann gegen die USA aufrechnet, was die schon alles schlimmes gemacht hätten. Ich kenne das von Rechtsextremisten, die Kriegsverbrechen von Nazideutschland kleinzureden versuchen.

    Putin hat keine atomare Katastrophe verhindert. Er beschwört sie doch gerade herauf. Die Ukraine ist nicht in der NATO, aber wie angesichts der russischen Aggression, ist es doch wenig verwunderlich, dass die Ukraine in die NATO will.

    • Michael R 4. März 2022 at 15:32Antworten

      》Mir ist unbegreiflich, wie man immer wieder die UdSSR in Schutz zu nehmen versucht und dann gegen die USA aufrechnet, was die schon alles schlimmes gemacht hätten. Ich kenne das von Rechtsextremisten, die Kriegsverbrechen von Nazideutschland kleinzureden versuchen.《

      Und mir ist unbegreiflich, dass man nicht unterscheiden kann zwischen der Russischen Föderation und der Sowjetunion. Dankenswerterweise schreiben Sie von „UdSSR“ statt von Russland und geben damit Ihr Gedankengut preis.

      Wäre es Ihnen recht, wenn man Deutschland heute noch immer als „Drittes Reich“ bezeichnen würde und die Menschen als Nazis? Empört werden Sie jetzt sagen, Sie hätten doch mit Hitler und seinen Gräueltaten nicht das geringste zu tun. Deutschland wäre heute ganz anders als 1933 bis 1945.

      Warum gestehen Sie das den Russen von heute nicht auch zu? Warum tragen Sie den heutigen Russen nach, was in den 50er-Jahren durch die Sowjetunuon geschah?

      Was, wenn die Russen auch so wären wie Sie, und Ihnen vorhalten würden, Sie wären für den Tod von 27 Millionen Sowjetbürgern im Zweiten Weltkrieg verantwortlich, darunter 14 Millionen Zivilisten? Versuchen Sie, diese Opfer Nazi-Deutschlands kleinzureden? Dann wären Sie nach Ihrer eigenen Definition ein Rechtsextremist.

      Niemand rechnet hier irgendetwas gegen was anderes auf. Hier geht es nur um eines: Den Frieden in der Welt. Wer sich dafür einsetzt, ist bei Leuten wie Ihnen entweder Putin-Versteher oder gar Rechtsextremist. Die USA sind kein unschuldiges Land, das sind sie nie gewesen. Aber das wissen Sie selbstverständlich selbst. Die USA sind seit Ihrem Bestehen stets auf Expansion ausgerichtet gewesen. Niemand hat so viele Militärbasen rund um den Globus.

      Es wäre ein Leichtes gewesen, diesen Krieg zu verhindern, wenn man ein bisschen Entgegenkommen gezeigt hätte. Wir zahlen schon jetzt einen verdammt hohen Preis.

  7. „Der Krieg mit der Ukraine ist eine Reaktion auf die NATO-Osterweiterung.“

    Ich denke, daß das ein grundlegender Irrtum ist. Zwar ist dort Krieg. Aber Rußland führt dort keinen Krieg *mit der Ukraine*, sondern *mit dem Militär der Ukraine*, das gar nicht unter dem Befehl der Ukraine steht.

    Nach meiner Einschätzung wurde das Militär der Ukraine bereits am ersten Tag (24.02.2022) durch Rußland kampfunfähig gemacht: Weder funktioniert dort die Luftabwehr, noch hat die Luftwaffe der Ukraine „Gegenangriffe“ gestartet und selbst die Landstreitkräfte und die Flotte der Ukraine leisten keinen Widerstand. Der einzige „Widerstand“ geht von illegalen Banditen-, Mafia- und Nazi-Banden aus, die nicht dem Oberbefehlshaber der Ukraine – Präsident Selenskyj – unterstehen.

    Merkwürdig ist auch, daß es keine Nachrichten des privaten und staatlichen Rundfunks (TV, Radio und Internet) gibt, daß ich mich des Eindrucks nicht erwehren kann, daß (fast) alle Rundfunkstationen bereits unter der vollständigen Kontrolle des russischen Militärs stehen. Wieso liest man nichts von ukrainischen Tageszeitungen? Haben die alle ihre Berichterstattung eingestellt?

    Man hört auch kein Wort von ehemaligen und aktuellen Abgeordneten, Ministern, Premierministern oder Präsidenten der Ukraine. Was macht der Bürgermeister von Kiew eigentlich? Sind all diese Leute, die angeblich die ukrainische Bevölkerung zum Widerstand aufrufen, bereits nach Berlin, Brüssel, Paris, London und Washington geflohen?

    Das ist doch alles mehr als sehr sonderbar!

    Vielleicht bin ich aber auch über die Situation in der Ukraine nur sehr schlecht informiert?
    Jedenfalls bin ich über das Große Schweigen aus der Ukraine ein wenig verwundert.

    • Michael R 4. März 2022 at 14:57Antworten

      So geht es mir auch. Es kommen auch kaum Bilder von dort. Und wenn, dann scheinen sie mir konstruiert.

    • Eva-Maria 4. März 2022 at 17:24Antworten

      Auf Übersetzungsseite
      http://free-website-translation.com/?de
      die Sprachen eintragen und die webseitadresse reinkopieren, ZB
      topwar.ru
      http://www.tass.com
      Es wird unglaublich zensuriert. rt.com im Internet erreichbar. sputniknews.com war weg, ist wieder erreichbar.

      Maidan sind die Nachrichtenherrscher. Bill Gates war Kunde von Jeffrey Epstein, sagte seine ex Frau. Da werden wohl Infos fließen. Finanz- und Pornoindustrie haben eine historisch gute Kooperation.

      https://tass.com/?utm_source=google.com&utm_medium=organic&utm_campaign=google.com&utm_referrer=google.com
      Hier sagt die Vollstreckerin Nuland an, was Putin zu tun hat.
      Wir wissen von
      https://www.voltairenet.org/article215877.html
      wer diese Frau ist. Sie war laut Voltairenet im Herbst im Kreml und hat Russland bedroht, es muß seine Wirtschaft reduzieren oder so ähnlich. Sie haben sie rausgeworfen schreibt voltairenet.

    • Taktgefühl 4. März 2022 at 20:39Antworten

      Das eine schließt das andere keineswegs aus.

      Die Organisatoren der „illegalen Banden“ in der Urkaine können private „Sicherheitsfirmen“ auch der USA sein. Die waren schon im Irak aktiv. So bleibt die eigene Weste sauber. Solche Batallione eigenen sich bestens, um Staaten zu destabilisieren.

      Davon wissen die Ukrainer auch. Und sind nicht sehr zufrieden damit.

      Russland organsiert Auslandseinsätze z.T. ähnlich. Muß man der Fairnis halber dazu sagen. Allerdings kommt Russland, um marode Staaten zu stabilisieren. Daß das nicht mit Zimperlichkeit funktioniert, liegt eigentlich auf der Hand. Aber, was wäre die andere Seite? Endloser Bürgerkrieg?

      Die paramilitärischen Freiwilligenbataillone müssen irgendwie versorgt werden. Daß die da umsonst rumtoben, keinen Schlafplatz haben und sich von der Hand im Mund ernähren, das würden den Kampfgeist ziemlich schnell schwächen?

      Die Geschichte ist auch alt. „Gladio“ war eine rechtsextreme Organisation und auch da steckten die USA mit drinnen.
      Al-Kaida war eine Organisation der USA, die im sowjetischen Krieg in Afghanistan aktiv war. Verdeckte Kriegsführung.
      In Nicaragua haben die USA die Contras finanziert zum Sturz des sandinistischen Regimes.
      Und daß in Syrien amerikanische Waffen aufgetaucht sind, war ja wohl auch mehr als ein Gerücht.

      ..

  8. Eva-Maria 4. März 2022 at 12:44Antworten

    Sieht danach aus, daß Putin jetzt zurückrudern muß. Auf die Entnazifizierung wird er verzichten müssen.

    Der oberste russische Chabad Berel Lazar hat urplötzlich den Mund aufgemacht und sich gegen die Operation und gegen Putin gestellt. Interessant.
    Man muß wissen, die Chasaren und die Russen teilen sich seit über tausend Jahren dieselbe Region.
    https://www.juedische-allgemeine.de/juedische-welt/oberrabbiner-stellt-sich-gegen-putins-krieg/

    Wenn Putin Selenskij umbringt, wird ihm ein neuer Holocaust vorgeworfen werden.

    Hervorragende Kooperation der Ostjuden über den Atlantik hinweg, Wolfowitz stammt aus einer solchen Familie.
    Der messianische Endzeit-touch macht die Sache besonders prickelnd und lässt die Frage offen, ob das Absicht war.

  9. Taktgefühl 4. März 2022 at 11:59Antworten

    Wenn man sagt, so und so, dann ist man ein Putinversteher, schlimmer noch, ein Putinverehrer. Ich jedenfalls verehre niemanden.

    Nach dem Zusammenbruch der Sowjetuion ist der Westen wie ein Heuschreckenschwarm über den Osten hergefallen: das ist jetzt alles meins!
    Russland ist trotz der westlichen Versprechen von der Nato umzingelt worden.
    Man kann auch ein Land nötigen, zu den Waffen zu greifen. Und überhaupt widert mich diese Doppelmoral an. Die USA haben seit dem 2. WK über 100 Kriege geführt, die meisten waren Ölkriege.
    Im Jemen herrscht ein schrecklicher Bürgerkrieg, da interessiert sich niemand für.

    Meines Erachtens geht es dem Westen ums Öl. Chodorkowskij wollte Yukos-Anteile u.a. an die US-Firma Exxon-Mobil verkaufen. Das gefiel der russischen Regierung nicht, Chodorkowkij wurde kalt gestellt und die Ölindustrie verstaatlich. Genau sind Medwedew und Putin zu Diktatoren geworden.

    Mossadeque wollte die iranische Ölindustrie verstaatlichen, der ist mit dem Reza Pahlavi ersetzt worden. Nach dem Sturz hat der Iran die Ölindustrie dann doch verstaatlicht und sie kam auf die Achse des Bösen.
    Ein Verrückter dürfe nicht auf so großen Ölreserven sitzen, dabei ist Saddam von der CIA und besonders George Bush installiert worden. Der Westen gab sich bei Saddam die Klinke in die Hand und tauschte Waffen gegen Öl.
    Der Krieg im Irak sei „illegal“, sagte Kofi Annan.
    Auch Gaddafi wollte das Öl verstaatlichen.
    Und Syrien hat Öl und ist ein Verbündeter des Irans.

    Die Russen sind auch gestört, weil der Arabische Frühling die Staaten des Orients alle hat kollabieren lassen.
    Die Russen spielen Schach, das merkt man bei allen Gelegenheiten. Die sind unterwegs im Orient, Afrika und im Nahen Osten und stabilisieren die Staaten. Weitgehend unbemerkt. Und sie gelten als beliebter als die Chinesen.

    Darüber, daß die Russen den Krieg auch gewinnen könnten, sollte sich der Westen mal Gedanken machen. Was ist dann?

  10. Michael R 4. März 2022 at 10:42Antworten

    Die Börsen zeigen es schon: Der Westen zerstört sich gerade selbst, jedenfalls seine Wirtschaft. Der Westen wird eine Wirtschaftskrise bekommen, die der in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts ähnelt. Inflation, Massenarbeitslosigkeit, unbezahlbare Energiepreise. Schon jetzt ist klar, wer der Verlierer des Ukrainekriegs sein wird: Die Europäer, sprich die Länder der EU, allen voran Deutschland. Plötzlich fällt den MSM auf, dass der Euro an Wert verliert. Nur: Das tut er schon seit mindestens ein bis zwei Jahren. Und er fällt nicht nur gegenüber dem Dollar, sondern auch gegenüber anderen wichtigen Währungen, dem CHF natürlich, aber auch gegenüber dem Britischen Pfund.
    Wie praktisch, dass man diese Schwäche nun mit Putin begründen kann.
    Infolge unbezahlbarer Energiepreise werden Unternehmen vermehrt ins Ausland abwandern, was die Arbeitslosigkeit nochmals erhöht. Gleichzeitig holt sich Deutschland seit 2015 und auch jetzt wieder Millionen von Menschen ins Land, die nur selten Arbeit finden, wenn sie das überhaupt beabsichtigen.
    Der bayrische Seher Irlmaier sagte 1949 den dritten Weltkrieg voraus. Davor schrieb er von einer blutigen Revolution in Italien, der Flucht des Papstes „über das große Wasser“ und schweren Unruhen in Deutschland. Warten wir ab, was 2022 noch bringt.

  11. Karl Svozil 4. März 2022 at 10:35Antworten

    Ich habe an sich nichts gegen revisionistische Geschichtsunterricht; nur fehlt diesem Beitrag die Konsistenz. Das ist eine sophistische Übung in Geschichts-Schwadronieren.

    Fakt ist dass „die Russen“ wieder die Panzer rollen lassen: wie Ungarn 1956, Tschechoslovakei 1968, und jetzt Ukraine im Jahr 2022.

    Als ich in Bukarest war und dort die Nato-Flagge über dem Ceausescu-Palast wehen sah, erklärte man mir: wir sind der Nato beigetreten weil wir Angst vor den Russen haben! Ich muss den Rumänen nun Recht geben.

    Und noch etwas: hätten die Ukrainer nicht freiwillig auf ihren Teil des sowjetischen Atomarsenals zugunsten von Russland verzichtet, dann hätte ihnen jetzt nicht der Herr Putin einen anschaulichen Geschichtsunterricht in russischem Expansionismus geliefert!

    Allerdings, und das muss man natürlich auch sagen: die russenfreundliche gewählte ukrainische Führung wurde 2014 weggeputscht (genauso wie Mossadegh im Iran); die jetzige Führung ist korrupt bis in die Knochen; nichts st schwarz-weiß; alles eine Grauzone.

    • Michael R 4. März 2022 at 10:54Antworten

      Herr Svozil, würden Sie mir zustimmen, wenn ich behaupte, der Krieg hätte gar nicht erst begonnen, wrnn der Westen, vor allem die USA, vernünftig geblieben wäre? Sie wissen sicher, was ich damit meine: Verzicht auf NATO Osterweiterung, jedenfalls nicht über die Westgrenze der Ukraine hinaus, Rückkehr der Ukraine zur Neutralität (bis 2014 so gewesen).

      Umgekehrt frage ich Sie: Wie würden die USA reagieren, wenn die Russische Föderation entlang der Südgrenze der Vereinigten Staaten Atomraketen aufstellen würde? Aber eigentlich müssen Sie diese Frage gar nicht beantworten, denn wir wissen schon seit der Kubakrise, was dann passiert.

      Deswegen meine letzte Frage: Was würde passieren, wenn der Westen jetzt auf die Forderungen Putins eingehen würde: Ukraine neutral und entmilitarisiert, und vertragliche Zusicherung, dass die Ukraine niemals der NATO beitritt?

    • Hans H. 4. März 2022 at 13:38Antworten

      @Michael R
      In keinem einzigen NATO-Land, das zum ehemaligen Ostblock gehörte, wurde bis heute eine Atomrakete aufgestellt. Denn das sind nach wie vor souveräne Staaten, die das ablehnen und gar nicht wollen. Die wollen nur Schutz vor dem russischen Imperialismus, der Osteuropa nach wie vor als seinen Machtbereich betrachtet. Der NATO-Antrag der Ukraine liegt seit Jahren bewegungslos auf Eis und auch in der Ukraine gibt es keine Atomraketen. Nichts davon rechtfertigt Putins Überfall im Jahr 2022. Die USA lassen übrigens das kommunistische Kuba in ihrem Vorgarten gewähren, solange dieses keine Atomraketen stationiert. Auch das Nachbarland Mexiko hat vor wenigen Jahren eine linksgerichtete Regierung gewählt, die bei den jetzigen Sanktionen gegen Russland nicht mitmacht. Und? Marschieren deshalb gerade US-Truppen an der Grenze auf, um Mexikos Regierungs aus „drogensüchtigen Kommunisten“ zu stürzen?

    • Michael R 4. März 2022 at 14:51Antworten

      @Hans H.:  Die NATO bzw. die USA müssen gar keine Atomraketen in Polen oder anderen ehemaligen Ostblockländern aufstellen, denn sie haben (auch dort) längstens einen Gürtel zur Raketenabwehr installiert. Das wird Ihnen bekannt sein.

      Zusätzlich dazu haben die USA mit dem Konzept der „nuklearen Teilhabe“ in Deutschland, Belgien, Niederlande, Italien, und der Türkei Atomwaffen gelagert, die zu einer weiteren Bedrohung führen.
      Ihnen sollte bekannt sein, dass sich Polen 2020 durchaus um eine „nukleare Teilhabe“, die Stationierung von Nato Atomwaffen, beworben hat – entgegen den Vereinbarungen.

      Die Strategie ist seit den 1960ern, als es zur Kubakrise kam, eine andere geworden, seit es möglich ist, Interkontinental-Raketen einzusetzen. Die USA können Russland von Alaska aus z.B. in kurzer Zeit erreichen.

      Was von entscheidender Bedeutung ist, ist die Zeit, die vom Abschuss bis zum Einschlag verbleibt, um einen Gegenschlag ausführen zu können.

      Noch wichtiger aber ist, ob die Waffen des Gegners schon kurz nach dem Abschuss neutralisiert werden können oder nicht, am besten noch über dem gegnerischen Land selbst, und somit ihr Ziel gar nicht mehr erreichen.

      Und spätestens hier werden Sie mir Recht geben müssen: Dadurch, dass die USA (über die NATO) immer näher an Russland heranrücken, hat Russland einen erheblichen Nachteil, der nur dadurch ausgeglichen würde, wenn es etwa in Mexiko, jedenfalls möglichst nahe an der Grenze der USA, Atomraketen aufstellen würde.

      Ich jedenfalls kann mich noch sehr gut an die Aufregung erinnern, als die Sowjets in Kuba aktiv wurden – als Antwort auf die vorher gegangene Aufstellung US-amerikanischer Raketen in der Türkei. Schon damals stand die Welt fast drei Wochen lang kurz vor dem Abgrund.

      Den Rest Ihres Textes lasse ich lieber unkommentiert.

  12. Gutmann 4. März 2022 at 10:14Antworten

    Die STIKO empfiehlt…. Der Gesundheitsminiters erzählt Märchen… Und der Vizekanzler Sigmar Gabriel befürwortet allgemeine Dienstpflicht. Er sei immer der Überzeugung gewesen, dass die Bundeswehr mit der Wehrpflicht in der Gesellschaft „gut aufgehoben“ gewesen sei. Lächerlich. Ja, gerade die den Mund voll nehmen sind davon befreit. Immer dasselbe Mist mit diesen Politikern.

    Und ich bin offen für die Einführung einer allgemeinen Untersuchungspflicht für die Zurechnungsfähigkeit aller Politiker, Gesundheitsministern und STIKO. Für all die Verantwort dabei vergessen haben.

  13. Heribert Printl 4. März 2022 at 10:00Antworten

    „Der Einmarsch in Ostpolen, der nach der offiziellen Erklärung dem Schutz der dort lebenden Weißrussen und Ukrainer diente, war kein Angriff auf Polen“ schreiben Sie.
    So langsam wird es albern. Der Einmarsch der Wehrmacht war auch kein Angriff auf Polen, der Einmarsch diente nur dem Schutz der in Danzig und Westpreußen lebenden Deutschen. Anschließend musste Hitler auch noch die Wolgadeutschen schützen, deshalb war auch der Einmarsch in die Sowjetunion kein Angriff!

    Meinen Sie das alles Ernst?? Sie haben doch einen Professorentitel, das lässt doch ein Mindestmaß an geschichtlicher Bildung erwarten. Da komme ich nicht mit.

    Die eigene Geschichtsklitterung ist meines Erachtens vom deutschen Überfall auf Polen zu sprechen.
    Es war klar eine deutsch-russischer Überfall auf Polen.

    • angel ross 4. März 2022 at 12:44Antworten

      Ja die übermächtige Vergangenheit- wir leben HEUTE, Neue Einflußzonen, Machtverhältnisse und Wirtschaftszentren. Wieso stösst sich Putin nicht an der Volksrepublik China, die ebenso vor seiner Türe ist? Einer Atommacht mit den hochgerüstesten Streitkräften der Welt mit 2.190.000 Mann. Da traut er sich nicht anzustreifen, besser den Westen schwächen und sich so lieb Kind machen bei dem großen Nachbarn, der Supermacht China.

  14. Elisabeth H. 4. März 2022 at 9:44Antworten

    Kriege sind so sinnlos wie der Versuch sein Stuhlgang auf Ewig aufzuhalten.

  15. anamcara 4. März 2022 at 9:12Antworten

    Artikel von Rt (hier der ganze Artikel weil Rt ja scheinbar nicht mehr zugänglich ist)

    „Russlands Außenministerium: Donbass und Ukraine 2014-2022 – Die Gründe für den Militäreinsatz“

    In einer Präsentation hat Russlands Außenministerium die Ereignisse in und um die Ukraine und den Donbass ab dem Kiewer Putsch im Frühjahr 2014 bis Februar 2022 zusammengefasst.

    Sie liefert die Gründe für die russische militärische Sonderoperation in der Ukraine, die der deutsche Journalist Uli Gellermann als „Krieg gegen den Krieg“ beschrieb.

    Nach dem im Jahr 2014 von den Weststaaten provozierten und aktiv unterstützten blutigen Staatsstreich in der Ukraine folgte der im Frühjahr 2022 wieder entflammte Konflikt im Donbass.

    Als Ergebnis von Rechtlosigkeit und ungezügeltem Ultranationalismus, die sich im Rest des Landes einstellten.
    Infolge der Zersetzung der ukrainischen Gesellschaft und Politiklandschaft über die vergangenen acht Jahre wurde das Land zu einem waschechten menschenverachtenden Failed State, der zudem offiziell und offen den Einstieg in den Atommächte-Klub anstrebt.

    Diese Tatsachen sind dem westlichen Publikum gemeinhin wenig bekannt:

    Erstens, weil „aktiv versucht wurde, die Wahrheit zu verzerren und die reale Lage der Dinge im Lande hinter grundlosen Anschuldigungen zu verbergen“, wie es in der Einleitung der Präsentation heißt.

    Meinung

    Sergei Karaganow: Russlands neue Außenpolitik, die Putin-Doktrin

    Zweitens erfolgten einheitliche Lageerfassungen, ob durch den offiziellen Kreml oder durch russische Medien, lediglich im Kontext von Meldungen und Diskussion einzelner tagesaktueller Anlässe – oder aber in Dokumentarfilmen, die je nach Fokus der Regie ebenfalls thematische Prioritäten setzen und daher zwangsläufig ebenfalls nicht die komplette Sachlage darstellen können.

    Es gab auch nicht wenige Erklärungen der russischen Minister oder des Präsidenten Wladimir Putin, doch diese waren meist ebenso von einem oder einigen wenigen Themen auf der aktuellen politischen Tagesordnung bestimmt – und obendrein von den jeweils verfolgten Mitteilungszielen und (insbesondere bei den Diplomaten) den Gepflogenheiten des jeweiligen Tätigkeitsfelds geprägt.

    Selbiges trifft auch auf Veröffentlichungen und Erklärungen aus den nun frisch anerkannten Donezker und Lugansker Volksrepubliken zu, deren Publikum zudem um ein Vielfaches kleiner ist.

    Es gibt zudem das Internetportal „Tragödie des Donbass“, wo die Republiken die Kriegsverbrechen des Kiewer Regimes im Donezkbecken nach und nach erfassen und eine virtuelle Gedenktafel mit einer Fotogalerie der Opfer und der Zerstörungen sowie Geschichten der Überlebenden und Angehörigen zusammentragen.

    Doch auch hier wird einerseits die Lage in der Restukraine oder auch um die Ukraine fokusbedingt ausgelassen.

    Andererseits wird der durchaus edle und für diese Art der Nekrolog-Internetseite richtige Anspruch der Totalität, auf dass kein Opfer vergessen wird, durch das Zusammentragen einzelner Geschichten realisiert.
    Es liefert also ebenfalls kaum einen Überblick.

    -*Hier setzt die vom russischen Außenministerium zusammengestellte 46 Seiten fassende Präsentation an.

    Eingängig und in den Sprachen Russisch und Englisch zusammengestellt, hält sie die Tatsache fest, dass die Ukraine seit dem Euro-Maidan von 2014 nunmehr endgültig ein menschenverachtender Failed State ist und ein Sicherheitsrisiko für Russland (und das gesamte Europa) darstellt.

    -Meinung
    Ein demokratisches Europa müsste helfen, die Ukraine von Nazis zu befreien

    Hierbei wird in mehreren Dimensionen argumentiert.
    Es geht um die prominente Rolle von Neonazis ukrainischer und anderer Spielarten beim Staatsstreich, ebenso wie die hohen Posten, die im Anschluss an diesen im Staats- und Sicherheitsapparat und im Militär der Ukraine von Neonazis eingenommen wurden.

    Zudem skizziert der Bericht die Integration ganzer neonazistischer paramilitärischer Verbände in den Sicherheitsapparat des Landes.

    Eine weitere Argumentationsebene liefert die Erhebung der radikalnationalistischen und russophoben Ideologie dieser Erben von Nazikollaborateuren und Hilfswilligen aus dem Zweiten Weltkrieg zur quasioffiziellen Staatsideologie der Ukraine.

    Die Auswirkungen dieser Tatsache, nämlich harte Zensur bis hin zum Mord von Dissidenten unter Zuhilfenahme des Online-Prangers Mirotworez und harte Diskriminierung gegen weite Massen der Bevölkerung, bilden separate Kapitel.

    Dargestellt werden auch die Verbrechen, die gegen die mit einem solchen Status quo Nichteinverstandenen begangen wurden.
    Ganz prominent die ermordeten Dissidenten (meist Politiker und Journalisten), insbesondere im Massaker von Odessa.
    Separat behandelt werden Opfer in den Regionen im Donbass, wo der Widerstand gegen den Staatsstreich nach den ersten Kriegsverbrechen der Kiewer Führung ein bewaffneter wurde.

    Die dort vom regulären ukrainischen Militär in Erfüllung verbrecherischer Befehle aus Kiew und von den „territorialen Bataillonen“, sprich paramilitärischen Banden von Neonazis, aus Überzeugung begangenen Kriegsverbrechen werden skizziert.

    -Meinung
    Falschmeldungen zum Ukrainekonflikt als Lackmustest für russophobe Menschenfeindlichkeit

    Es werden Bilder einiger der Opfer gezeigt, darunter viele Kinder.
    Viele der Bilder sind derart verstörend, dass man sie nicht in die Präsentation integrierte, sondern lediglich über QR-Codes verlinkte.
    Die Todesopfer im Donbass-Konflikt auf beiden Seiten belaufen sich laut dem UN-Kommissariat für Menschenrechte auf mehr als 14.000 Menschen.
    Davon mehr als 9.000 Angehörige und mindestens 152 Kinder aus den beiden Volksrepubliken.

    Im Übrigen machen oben erwähnte QR-Codes die Präsentation gleichsam zu einer kleinen Bibliographie beziehungsweise einer Linkliste, mit deren Hilfe man den soeben gewonnenen Überblick zum Thema der Kriegsverbrechen noch erweitern kann.

    Der erst latente, dann zunehmend offene und schließlich demonstrative Unwillen Kiews zur Umsetzung der eindeutigen und bindenden Minsker Abkommen, laut denen die ersten Schritte ein permanenter Waffenstillstand, eine Föderalisierung der Ukraine und die Rücknahme beziehungsweise der Ausschluss künftiger diskriminierender Gesetze waren, wird in einem separaten Abschnitt aufgezeigt.

    Dieser Unwille fand Ausdruck erst in der zunehmenden Militarisierung des Landes mithilfe der NATO-Staaten und der NATO selbst.

    Dann kam es zur Verabschiedung immer absurderer diskriminierender Gesetze sowie zum massiven Zusammenzug schwerer Waffen zur Frontlinie der Volksrepubliken Donezk und Lugansk, wo sie nach den Minsker Abkommen und gemäß den Vorschriften über den Waffenstillstand verboten sind.

    Der Zweck des Waffenaufgebotes offenbarte sich insbesondere im Februar 2022, als Artillerie- und Raketenbeschüsse ziviler Objekte und Wohngebiete der Republiken durch ukrainische bewaffnete Einheiten ebenso massiv zunahmen.

    -Analyse

    Die Gefahr ist real: Stationierung von Atomwaffen in der Ukraine seit 2015 gesetzlich möglich.

    Das unbekömmliche Sahnehäubchen auf dieser giftigen Torte ist das von verschiedenen ukrainischen Politikern mehrfach und schließlich durch Präsident Selenskij selbst auf der Münchner Sicherheitskonferenz verlautbarte Streben der Kiewer Führung nach Nuklearwaffen.

    Diese Tatsache wurde trotz ihrer enormen Relevanz für die Sicherheitslage – ob aus russischer oder resteuropäischer Sicht – zumindest vor dem russischen Militäreinsatz kaum in den westlichen Mainstreammedien thematisiert.

    In der Präsentation wird erklärt, warum dieses Streben der sprichwörtliche Halm war, der dem Kamel den Rücken brach und Russland in der Ukraine militärisch einschreiten musste.

    * https://disk.yandex.ru/i/n0Ln8QJWysF0sg

    https://de.rt.com/russland/133033-prasentation-von-russlands-aussenamt-donbass-ukraine-2014-2022/

    -ausserdem intersessanter Artikel von Rt wenn zugänglich:

    „In einem langen Vortrag vor dem weißrussischen Sicherheits- und Verteidigungsrat, dessen Sitzung am Dienstag öffentlich übertragen wurde, hat der weißrussische Präsident Alexander Lukaschenko aus seiner Sicht erklärt, wie und warum sich der russische Präsident Wladimir Putin für eine militärische Intervention in der Ukraine entschieden hatte“

    https://de.rt.com/international/132995-lukaschenko-darum-traf-putin-seine-entscheidung/

    • Pfeiffer C. 4. März 2022 at 15:30Antworten

      @anamcara – Danke für Ihre Mühe, dazu eine Ergänzung:

      Am 14.12.2021 beschloß das ukrainische Parlament das spezielle Gesetz No.6359 über ausländische Truppenbewegungen auf ukrainischem Nicht-NATO-Boden: NATO&NATO-Partner-Beteiligte sollten während des Jahres 2022 in zehn Militärmanövern in unmittelbarer Nähe Russlands operieren. Programmthema u.a.: Angriffsoperationen gegen Russland und Weißrussland. Die Ukraine und das Schwarze Meer würden damit zum ganzjährigen Aufmarschgebiet zu Lande, zu Wasser und in der Luft.

      Die fünf größten multinationalen Gefechtsübungen der Streitkräfte der Ukraine und der NATO-Staaten – „United Efforts“, „Sea Breeze“, „Silver Sabre“, „Rapid Trident“ und „Cossack Mace“ – stellen die größte Gefahr unter dem Gesichtspunkt eines beabsichtigten oder zufälligen militärischen Konflikts mit Russland dar. Als weniger gefährlich gelten die Manöver „Riverine“, „Light Avalanche“, „Maple Arch“ und „Viking“.

      Eine für Russland besonders kritische Waffenübung ist vom 22. bis 24. März in dem kleinen Nachbarstaat Georgien mit NATO-Truppen geplant. Sie soll am 5. bis 16. Juni um die Teilnahme von Polen, Litauen, Lettland und Estland erweitert werden. Es geht dabei um die Abwehr ballistischer Flugkörper. Die kurze Manöver-Beschreibung auf der Webseite der NATO besagt:

      „…Diese Übung zur integrierten Luft- und Raketenabwehr (IAMD) (Integrated Air Missile Defense) wird die größte bodengestützte IAMD-Übung der Welt sein und NATO-IAMD-Verbündete und -Partner zusammenbringen, um eine umfassende Fähigkeit zu gemeinsamen Operationen zu sichern.“

      Einatmen – Ausatmen

      Das deutsche Parlament (Vogelspezies: Transatlantischer Zuruf-Dressur-Ara mit dem Alleinstellungmerkmal eines zweibuchstabigen Wortechos – und das kligt so: JA), das bis vor kurzem noch die Zielkoordinaten für die völkerrechtswidrigen Zerstörungsbomben auf Syrien geliefert hatte, das Deutschland seit 1999 noch an jedem völkerrechtswidrigen Zerstörungskrieg der „westlichen Wertegemeinschaft“ beteiligt hat, führt seine hoch dramatische Aggressionspolitik konsequent fort:

      Deutschland beliefert die Ukraine mit Kriegsklumpat und rüstet seine eigenen Militärschädeln materiell mit sage und schreibe „einem Sondervermögen von 100 Milliarden Euro“ aus – stehende Ovationen im Bundestag, schon wieder „gibt es keine Parteien (= besser Lakaien?) sondern nur Patrioten (= besser Idioten?)“.

      Einsam & verlassen kommentiert Freitag-Verleger Jakob Augstein diesen Wahnwitz, all die leitmedialen Restjournys goebbelsen derweil um die mediale Russen-Hetzweltmeisterschaft!

      https://www.freitag.de/autoren/jaugstein/gigantisches-ruestungspaket-ist-gefaehrlicher-irrweg

  16. Andreas I. 4. März 2022 at 9:01Antworten

    Europa oder Afrika; bei einem Atomkrieg stirbt man, wenn man etwas weiter weg ist, etwas langsamer.

    Die strategisch bedeutenden Militärstützpunkte der einen Seite sind die strategisch bedeutenden Ziele der anderen Seite.
    Also so lange es in Westeuropa strategisch bedeutende USA-Stützpunkte gibt, so lange würden im Ernstfall russische (oder chinesische) Raketen auf Westeuropa gefeuert werden.

    Aber weil den Atommächten im Prinzip klar ist, dass ein Atomkrieg gegenseitige Auslöschung (bzw. totale Auslöschung) bedeutet, deswegen gibt es ja die militärischen Stellvertreterkriege, die Wirtschafts- und Finanzkriege, den Informationskrieg … weil eine direkte Konfrontation ausgeschlossen ist, deswegen wird halt mit allen anderen Mitteln gearbeitet.
    Alles in allem nichts neues unter der Sonne.

    Übrigens hat Russland tatsächlich USA angegriffen.
    Russland hat erstens Goldreserven aufgebaut und zweitens mit vorangetrieben, dass die BRICS-Staaten untereinander in Landeswährungen handeln.
    Und warum das aus USA-Sicht ein schlimmerer Angriff ist, als würden ein paar tausend US-Soldaten getötet werden, das wissen die Menschen, die wissen was Weltleitwährung bedeutet.
    (Und denen ist selbstverständlich auch klar, dass zum Angriff auf die Weltleitwährung mindestens noch China dazugehört und damit wird weiterhin klar, dass die derzeitige Hysterie der westlichen Medien schon die Hybris schlechter Verlierer ist.)

  17. Eva-Maria 4. März 2022 at 7:52Antworten

    Würde ich mit einem Satz die Geschichte der letzten 120 Jahre zusammenfassen, würde ich sagen.
    Das oberste militärstrategische Ziel der Englischsprachigen war die Verhinderung der Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Russland, denn diese beiden können gemeinsam den Kontinent beherrschen und damit die ganze Welt.
    Unter diesem Blickwinkel versteht man die Förderung der Nazis, früher und auch jetzt in der Ukraine, denn diese hassen Russen.

    • Clarisse 4. März 2022 at 8:38Antworten

      Das ist in der Tat eine sehr gute Zusammenfassung, der Krieg beschäftigt Russland und schadet Europa. Denn nichts fürchtet die usa so sehr wie ein vereintes und unabhängiges Europa, etwas das Russland als Nachbar sicherlich unterstützen würde. Warum das europäische Politiker nicht sehen können ist mir schleierhaft.

    • Peter1 4. März 2022 at 10:05Antworten

      Churchill hat ja schon gemeint (in Bezug auf Hitler und Stalin), man hätte „das falsche Schwein geschlachtet“, und an dieser Haltung des Westens hat sich bis heute nicht viel geändert. Klar hat man versucht, Russland ( noch vor nicht allzu langer Zeit „Reich des Bösen“) immer mehr zurückzudrängen und vielleicht sogar einen Konflikt zu provozieren, für den dann Ukrainer und Europäer, u.a. den Kopf hinhalten müssen..
      Dass Russland auch seine Schattenseiten hat, wird niemand bestreiten, und vielleicht muss man es sogar in Schach halten, aber es als jetzt als grundlosen Aggressor hinzustellen gegenüber friedlicher Entwicklung der Ukraine durch den lieben Westen ist Schwachsinn..unter solchen Annahmen kann man nicht verhandeln..

    • Markus Schwarz-Greindl 4. März 2022 at 10:22Antworten

      Ich möchte gern wissen, wer die Redenschreiber von US-Präsidenten sind?

      Da wird IRAN reingeschrieben, um damit Ukraine zu meinen.

      Der betagte Mister President bemerkte es nicht.

      Wer schmiert hier die Redenschreiber?
      Wer wählte Joe Biden wirklich?

      Wir wissen es (noch) nicht.

    • Markus Schwarz-Greindl 4. März 2022 at 10:35Antworten

      @Peter1

      Österreich macht Geschäft mit Tourismus.

      Die Schweiz mit Geld.

      Deutschland mit Köpfchen.

      Russland mit Rohstoffen, die die ganze Welt braucht.

      Alles ist wahr, ist es aber gerecht richtig? 🤔😷

    • Peter1 4. März 2022 at 11:41Antworten

      @ M.S.-Greindl: Es ist nicht wirklich wahr in dieser verkürzten Form, und Kategorien wie Gerechtigkeit und Richtigkeit lassen sich auf solche Umstände kaum anwenden..

      Wenn es wahr ist, dass Vögel im Winter nach Süden ziehen, worin liegt das Unrecht?

      ..das klingt nach einem Koan..

    • Andreas I. 4. März 2022 at 20:21Antworten

      @Clarisse Hallo,
      „Warum das europäische Politiker nicht sehen können ist mir schleierhaft.“

      Was soll daran so schleierhaft sein?!
      Osteuropäische Politiker sehen das.
      Westeuropäische Politiker sind in transatlantischen Netzwerken*, also die sind formal westeuropäische Politiker und praktisch sind sie USA-Politiker – sprich die sehen das auch, aber die arbeiten gegen Westeuropa und für USA (und damit sowieso gegen Osteuropa).

      * Suchmaschine anwerfen, beliebigen westeuropäischen Politikernamen eingeben ..

  18. quantumonly 4. März 2022 at 7:52Antworten

    Wenn ich´mich an Clausewitz halte, so ist der Krieg schon seit Napoleon und früher im laufen. Dieser Krieg wird mit Erholungspausen immer weiter geführt, bis er vielleicht einmal endet. Was wir beobachten und erleben können sind Schlachten und jede Schlacht kann gewonnen oder verloren werden doch das beendet einen Krieg nicht.
    Es werden nach großen Schlachten die Waffen gestreckt und je nachdem Friede versprochen oder eine totale Unterwerfung des Verlierers angeboten oder nur ein Waffenstillstand erreicht.
    Daher werden wie noch sehr lange damit leben müssen dass der Krieg der schon hunderte Jahre dauert nicht beendet wird bevor sich die Kontrahenten die Welt neu aufgeteilt haben und das wird noch dauern. Die Lebensarten der einzelnen Ethnien und vor allem deren politische Lebensart ist unterschiedlich.
    Die östlichen Staaten haben es über viele Jahrhunderte geschaffen multiethnische Gruppen miteinander zu verbinden in deren eigenem Interesse friedlich zu leben. Das gilt vor allem für China, Russland, Indien. Westuropa hat es bis heute nicht geschafft.
    Die westlichen Staaten hatten vor nunmehr über 500 Jahren begonnen die Welt zu erobern indem die dort Ansäßigen ermordet wurden. Dieser Weg führte in genau dieses Chaos welches heute in den einstigen westlichen Kolonien herrscht. Dass dieser Weg nicht mehr funktioniert erkennt man sehr leicht an den Farbrevolutionen die vom Westen ausgelöst wurden und werden.

    Eine Alternative kann es geben wenn die Herrschsucht des Westens weichen würde.

    • Andreas I. 4. März 2022 at 9:37Antworten

      Hallo,
      „Chaos welches heute in den einstigen westlichen Kolonien herrscht“

      Bekanntlich sind Grenzen aus der Kolonialzeit noch heute Konfliktherde, weil die europäischen Kolonialherren Grenzen quer durch Ethnien und Stämme gezogen hatten.
      Das ist ein Grund, warum ein dogmatisches Beharren auf „territorialer Integrität eines Staates“ nicht in jedem Fall zu Frieden führt, sondern in vielen Fällen zu Krieg führt.
      Die Verschiebung von Grenzen wird ja aktuell regelrecht verteufelt, aber an etlichen Orten der Welt könnte eine Verschiebung der Grenzen Frieden bewirken, nämlich überall dort, wo die bestehenden Grenzen quer durch Ethnien gehen und das zu Konflikten führt.
      (Für „Teile und herrsche!“ sind solche Grenzen vorteilhaft.)

      Mit der Ukraine war es ja ähnlich, zu Sowjet-Zeiten haben die Kommunisten die UdSSR geschaffen und in Republiken eingeteilt, wovon sich einige Grenzziehungen nach dem Zerfall der Ukraine als problematisch herausstellten.

    • Markus Schwarz-Greindl 4. März 2022 at 10:07Antworten

      @Andreas I.

      Sie gefallen mir♡

      Ja, schon dem Russen Lenin und dem Georgier Stalin erschien die Ukraine zu rebellisch.

      Mächtiges Groß sagt Klein, wo es lang zu gehen hat, so auch unsere Denkweise.

      Hier noch die Besonderheit: Russland sitzt hinter der Rohstoff-Theke der Welt.

      War das bzw. ist das so in Ordnung?

      Ich würde mich freuen, wenn wir uns im nächsten Winter – gut gewärmt – noch einmal schreiben könnten♡

    • Andreas I. 4. März 2022 at 11:04Antworten

      @Markus Schwarz-Greindl Hallo,
      „Hier noch die Besonderheit: Russland sitzt hinter der Rohstoff-Theke der Welt.“

      Dann ist die strategische Partnerschaft Russland China die Partnerschaft der Rohstoff-Theke mit der Werkbank. :-)

  19. Markus Schwarz-Greindl 4. März 2022 at 6:58Antworten

    Unsere Portemonnaies wurden leichter durch weichen Euro und damit importierter Inflation.

    Sie werden noch richtig leer.

    Der Supermarkt senkt schon freiwillig den Brötchen-Preis.

    Es kommt etwas knüppeldick und fausthart auf uns zu …

    Ökonomie-Professoren dürfen sich vorallem zu Inflation mit Außen- und Binnenwert einer Währung äußern.

  20. Markus Schwarz-Greindl 4. März 2022 at 6:02Antworten

    Mir fehlt noch 1492 Christoph Columbus und 1789 die Französische Revolution.

    Mir fehlt Anfang 1930-er das deutsche Uran-Projekt.

    Wo sollte Uran herkommen?

    Landnahme dient materiellen Interessen. Bodenschätze bedürfen eines besonderen Schutzes.

    Die Russische Förderation mag ihre Bodenschätze geschützt wissen …

    • Markus Schwarz-Greindl 4. März 2022 at 6:34Antworten

      Albert Einstein und Recht

      Durch die Vermittlung seines ehemaligen Kommilitonen Marcel Grossmann bewarb sich Einstein im Dezember 1901 um eine Stelle am Berner Patentamt, zu der er dann auch, vorerst zur Probe, bestellt wurde. Ab dem 23. Juni 1902 war er technischer Experte dritter Klasse am Berner Patentamt.

      Mit Patenten können Sie Ihre technischen Erfindungen (innovative Produkte oder Verfahren) vor unerwünschter Nachahmung schützen. Patente belohnen ihren Inhaber oder ihre Inhaberin durch ein befristetes und räumlich begrenztes Nutzungsmonopol.

      DIE BEFRISTUNG DES NUTZUNGSMONOPOLS GILT BEI BODENSCHÄTZEN NICHT … WIR VERSTEHEN RUSSISCHE FÖRDERATION MIT PRÄSIDENT PUTIN UND SCHUTZ BESSER.

      Humor zum Alltag: „Wer degradiert wen zur Drittklassigkeit? – Will da jemand machtvoll seine zu wenigen „Bodenschätze“ schützen?“

  21. phase out 4. März 2022 at 5:47Antworten

    mittlerweile muss davon ausgegangen werden, daß der westen diesen krieg aktiv provoziert hat UND AM LAUFEN HÄLT:

    installation eines nicht-ukrainischen präsidenten, dem das schicksal der ukraine herzlich egal sein wird. und der offenbar andere agenden hat – frieden ist es jedenfalls nicht, wie an seinen ständigen provokationen zu sehen war und zu sehen ist.

    von covid spricht fast niemand mehr – die gigantisch skandalösen fragen der impfnebenwirkungen, des einbaus der mrna in dna (hat schon jemand die ema verklagt, weil die auf die prfung von genotoxizität verzichtet hat und die behauptung, dass zeug gehe nicht in die dna einfach durchgewunken hat? vgl. dazu die zulassungsunterlagen der „bedingten“ notfallzulassung)

    wollte man wirklich frieden, wuerde man JETZT bedingungslos auf die forderungen russlands eingehen: dass russland gewinnen wird steht ausser frage. also warum menschenleben, menschengesundheit und zerstörung weiter vorantreiben?

    • Elisabeth 4. März 2022 at 6:07Antworten

      Ja, das fragt man sich. Dass man alle möglichen Waffen und Kampflustige wie zB die dt. Antifa in die Ukraine schickt, bedeutet nur, dass man sich offensichtlich ein Gemetzel wünscht. Besser wäre es, man hätte verhandelt und zwar mit Respekt! Russland hat einfache Wünsche: keine NATO vor der Haustüre und keinen Genozid gegen die russische Bevölkerung in der Ukraine. Ja, am besten wäre es, wenn die Ukraine neutral würde. Was da die EU und die USA schon an Milliarden hineingepumpt haben, um die Ukraine hochzurüsten, muss aufhören.

    • Elisabeth 4. März 2022 at 6:17Antworten

      Nachtrag – d.h.: eigentlich haben die USA geliefert und die Ukraine hats wohl mit den geschenkten EU-Milliarden bezahlt.

    • Markus Schwarz-Greindl 4. März 2022 at 6:50Antworten

      @Elisabeth

      Zitierungen von Wolodymyr Selenskyj am gestrigen Abend:

      19.32 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Kremlchef Wladimir Putin zu direkten Gesprächen aufgefordert. „Wenn Du nicht (mit Deinen Truppen aus der Ukraine) abhauen willst, setz‘ Dich zu mir an den Verhandlungstisch, ich habe Zeit“, sagte Selenskyj vor Journalisten. „Aber nicht auf 30 Meter Abstand wie mit (dem französischen Präsidenten Emmanuel) Macron, (Bundeskanzler Olaf) Scholz – ich bin doch ein Nachbar“, sagte Selenskyj. „Ich beiße nicht. Ich bin ein ganz normaler Typ. Setz* Dich zu mir, sag‘ mir, wovor Du Angst hast“, sagte der 44-Jährige.

      Selenskyj forderte die Nato erneut zu einer Flugverbotszone über der Ukraine auf. „Wenn Ihr den Himmel jetzt nicht schließen wollt, dann nennt eine Frist“, sagte er. „Sagt mir, wie viele Menschen sollen in die Luft fliegen, wie viele Arme, Beine, Köpfe braucht Ihr, damit das zu Euch durchdringt?“ Eine Flugverbotszone gilt als ausgeschlossen, weil es damit zu einer direkten Konfrontation von Nato-Truppen und russischen Streitkräften käme.

      WIR DÜRFEN ETWAS UND JEMANDEN NICHT ZU FALSCH EINSCHÄTZEN. – Unsere Ukrainischen „Freunde“?

    • Eva-Maria 4. März 2022 at 8:48Antworten

      Wenns stimmt- was man nicht weiß- daß die Russen vorhaben, 400 Leute zu verhaften und vor Gericht anzuklagen, darunter auch den größten Oligarchen der Ukraine Kolomoisky, der der Beschützer des Selenskij sein soll, dann versteht man den erbitterten Widerstand.

    • Andreas I. 4. März 2022 at 9:13Antworten

      @Markus Schwarz-Greindl Hallo,
      „Selenskyj forderte die Nato erneut zu einer Flugverbotszone über der Ukraine auf.“

      Haha, ein echter Komiker!
      Früher im Jahre 2011 stimmten Russland und China in der UNO einer Flugverbotszone über Libyen zu.
      Später im Jahre 2011 stimmten Russland und China in der UNO gegen eine Flugverbotszone über Syrien und einige russische Kriegsschiffe und ein chinesisches Kriegsschiff (wahrscheinlich Aufklärer) fuhren ins östliche Mittelmeer.
      Damit markiert das Wort „Flugverbotszone“ alleine schon den Anfang vom Ende der USA full spectrum dominance, denn 2011 Syrien war Ende mit dominance.

    • Markus Schwarz-Greindl 4. März 2022 at 9:53Antworten

      @Andreas I.

      Lieber Andreas I.,

      ich danke Ihnen herzlich♡

      Wir dürfen „erste“ Differenzen vom „box-promoteten Komiker“ zu NATO mit USA feststellen.

      Fachkräfte absaugen ist keine wahre Solidarität mit der Ukraine. Es ist ein Gefügigmachen, sie wäre arm und deshalb rebellisch …

      Die neue Seidenstraße soll durch ein Land gehen, dass zum Frieden erpresst wurde, SO ODER SO …

      Österreich ist nicht die wahre Heimat von Ukrainern. Beide und Finnland sollen neutral sein. Wer befahl das?

      Ich fühle, dass sich die Ukraine JETZT wehrt, internationaler Spielball sein zu sollen!?

      Es KÖNNTE ein Vorbild werden.

      Ist es in Ex-Jugoslawien nebenan ruhig? Ich bleibe „Nole“ Djokovic – Fan.

      Eine österreichische Justizministerin ist nicht das ex-jugoslawische Volk in seinen Bescheidenheiten beim Rebellischsein.

    • Johannes+Schumann 4. März 2022 at 13:44Antworten

      Was meinen Sie mit „nicht-ukrainischen Präsidenten“? Haben Sie ein Problem damit, dass er Jude ist? Über Covid spricht man schon noch, aber natürlich weniger. Natürlich ist das logisch, denn diese Krieg ist eine ernsthafte Bedrohung und dem gegenüber verblasst dieses hochgejazzte Virus. Dass die Politiker des Westens den Krieg provozieren, um von Nebenwirkungen der „Impfung“ abzulenken. ist äußerst spekulativ.

      Ich halte nichts davon, über groß angelegte Pläne zu spekulieren. Das Virus ist vermutlich aus dem Labor ausgebüchst. Shit happens. Natürlich wittern Pharmahersteller ihre Chance. Natürlich wird auch erkannt, dass Leute wie Drosten und Fauci sich erpressbar gemacht haben. Natürlich gibt es eine gewisse Gruppendynamik, die verhinderte, dass die Politiker im April 2020 nicht zurückgerudert sind, denn spätestens dann klar, so schlimm ist das Virus nicht. Vieles lässt sich mit Dummheit, Eitelkeit, Angst vor dem Gesichtsverlust, Korruption und Interessenskonflikten. Und vor allem mit der Angst vor dem Machtverlust, denn die Medien haben auch ihr Schärflein zur Massenpanik beigetragen.

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