Es muss nicht immer Demo sein

10. Februar 2022von 3.3 Minuten Lesezeit

Welche Möglichkeiten hat man als Einzelner, um in der jetzigen Situation seinen Protest deutlich zu machen? Nicht jedem steht – so wie mir hier – die Möglichkeit des Bloggens zur Verfügung. Es ist aber wichtig, seinen Widerstand auf möglichst vielfältige Art zu artikulieren, andere Menschen zu informieren und damit auch einen Beitrag zum Wandel zu schaffen: „Weg von der mediengeschürten Corona-Panik“ und Verstärkung in Richtung „Ablehnung des Impfzwangs“. Neben Bloggen, Petitionen, Mails an Verantwortliche, Gesprächen im eigenen Umfeld, Verteilen von Informationsmaterial und natürlich Demonstrationen bietet sich auch die Protestform des „Schilderns“ an.

Von Andrea Drescher

Oberösterreicher packen‘s an

Erst vor kurzem lief mal wieder eine derartige Aktion im Raum Eferding – Wels, an der ich selbst leider aus terminlichen Gründen nicht teilnehmen konnte. An zwei Standorten – einmal am Kreisel St. Marienkirchen-Eferding, einmal am Kreisel Wels-Bad Schallerbach – fanden sich 10 Aktivisten zusammen, die ihren Protest während des Berufsverkehrs mit aussagekräftigen Schildern kundtaten.

Das Feedback war lt. Angaben von Robert, der die Aktion mitorganisiert hatte, „phänomenal“ und „überwältigend“. Die Gruppe hatte nicht mit einer derartig positiven Rückmeldung gerechnet. Zu häufig hört man Beleidigungen wie „Unsolidarische Corona-Leugner“, sodass sich die Teilnehmer der Aktion wirklich gefreut haben.

Viele Autofahrer fuhren zwar gleichgültig vorbei, aber die zweitgrößte Gruppe der Fahrzeughalter zeigte ganz klar ihre Zustimmung zu der Aktion. Ob durch Winken, Hupen oder Lachen: es kam gut an. Nur ganz wenige – Robert schätzt es auf 1-2% der Fahrer – zeigten einen Vogel oder gar den Stinkefinger.

„Zwei von uns haben an zwei Ausfahrten des Kreisverkehrs getestet, wer als Erster 100 Daumen nach oben zusammenbekommt. Dabei haben wir auch gleich die negativen Reaktionen gezählt“, erzählt Robert. „Das waren 3 Stinkefinger, bei 200 Daumen – ein gutes Verhältnis.“

Auch die Mannschaft eines Fahrzeugs vom Samariterbund ließ am Kreisverkehr St. Marienkirchen / Eferding deutlich erkennen, dass sie die Aktion guthieß. Und selbst der Polizei war die Aktion dort keine Maßnahme wert.

Anders beim Kreisverkehr Bad Schallerbach / Wels. Dort hatte ein besorgter Bürger – man könnte auch Denunziant sagen – die Polizei gerufen und behauptet, die „Schilderträger“ würden den Verkehr behindern. Es war aber erkennbar der Polizei selbst nicht recht, dass sie kommen mussten, keiner der Aktivisten stand auf der Verkehrsfläche, eine Behinderung fand sichtbar nicht statt. Dementsprechend freundlich fiel die Reaktion der Beamten aus.

Die Gruppe will mit ihrer Schilderaktion auch in den kommenden Wochen weitermachen, zieht aber eine Lehre aus der letzten Aktion. „Wir wollen rechtlich korrekt aber auffällig Menschen informieren. Wenn man einen Gehsteig neben dem Kreisverkehr hat, kann keiner etwas sagen“, resümiert Robert.

Einige Impressionen im Video, das auf Telegram verteilt wurde:

Lohnt sich das Nachmachen?

Ändert diese Aktion die Welt? Nein.

Wird sie den Impfdruck lösen? Nein.

Ist das Impfpflichtgesetz damit außer Kraft? Nein.

Die eigene Haltung mit Schildern zu zeigen, ist eine mögliche Protestform von vielen. Wichtig ist, dass alle ihren Protest sichtbar machen und damit zeigen: „Wir sind viele“. Jedes Handeln ist besser als nichts zu tun. Wer handelt, kann verlieren. Wer aufgibt, hat verloren.

Die überraschend positiven Reaktionen der vorbeifahrenden Autofahrer, aber auch die sich langsam verändernde Stimmung in den Medien zeigen, wir sind weit davon entfernt zu verlieren. Im Gegenteil. Also weitermachen!

PS: Man kann auch mit einem Schild am Rücken durch die Fußgängerzone laufen oder sich mit größerem Banner auf eine Brücke stellen, falls kein Kreisverkehr in der Nähe ist.

Bildquellen: Privat, Walking Doc

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14 Kommentare

  1. Max 10. Februar 2022 at 18:08Antworten

    Karneval, eben nicht nur in Rio, lassen wir nie ausfallen!

    Venedig ist immer schön.

  2. Filipendula 10. Februar 2022 at 16:52Antworten

    Danke für diese Aktion, und super dass es so gelaufen ist. Ich finde das sehr ermutigend, insbesondere weil die Exekutive so reagiert hat. Allerdings möchte ich als Absolventin eines ÖGB-Trainings in „Aktionismus“ hier informieren, dass schon das Verteilen von Flugzetteln z.B. in der Fuzo eigentlich genehmigungspflichtig ist. Genehmigungen erteilen die Gemeinden oder Magistrate.

    Es empfiehlt sich also bei allem, was über auf Privatem aufgebrachte Aufkleber, T-Shirts oder Jacken mit Aufschrift hinausgeht, die lokalen Behörden im Vorfeld zu evaluieren. So wurden bei den herbstlichen Bezirks-Lockdowns in Pettenbach in OÖ Autofahrer zur Seite gewunken und kontrolliert. Dort soll man besonders „scharf“ sein…

    Eine geeignete Möglichkeit scheint mir zu sein, entlang von Straßen, aber auf Privatgrund Plakate aufzustellen. Dazu bedarf es nur der Zustimmung des Grundbesitzers.
    Ich frage mich, ob Botschaften mit Fakten-Infos vermutlich wirksamer sind, als Slogans wie „Nein zur Impfpflicht“. Eh klar, nein dazu, für uns. Aber für die zu Überzeugenden ja nicht….

  3. Germann 10. Februar 2022 at 14:27Antworten

    Die Regierung sollte langsam hören was Virologen sagen. Virologe Hendrik Streeck stell in einem Interview die G-Regeln infrage. Man müsse sich nun auf die „Maßnahmen fokussieren, die wissenschaftlich begründet sind und nicht jene, deren Wirksamkeit fraglich sind“, so Streeck. Doppelgeimpfte übertragen das Virus wie Ungeimpfte. Das ändert sich mit der Boosterung nur für ein paar Monate oder gar Wochen, führte er heraus.

  4. Christian Peter 10. Februar 2022 at 12:51Antworten

    Das sind die logischen Auswüchse in einer Bananenrepublik wie Österreich, in der die Bürger von Parteien in politischen Angelegenheiten totalentmündigt sind und keine nennenswerte Gewaltenteilung existiert. Das österreichische Verfassungsgericht braucht mitunter Jahre, um auf staatliche Eingriffe zu reagieren, das ist völlig unzumutbar. Am besten wäre das Verfassungsgericht abzuschaffen und die Aufgaben den Verwaltungsgerichten zu übertragen, das wäre ein enormer Gewinn an Rechtsstaatlichkeit, da Verwaltungsgerichte ständig besetzt sind und die Arbeit wesentlich rascher erledigen. Auch in der Schweiz gibt es übrigens kein Verfassungsgericht.

  5. f.eberl 10. Februar 2022 at 12:04Antworten

    Tja, was kann ich tun? Mich macht die ganze situation ziemlich fertig – daher meine frage, wie wäre es mir der guten-alten ghandi-taktik: hungerstreik? Ich überlege das echt, nur wie stelle ich es an, ohne gleich in der psychiatrie zu landen? Ich wäre echt an meinungen, tips… usw. dazu interessiert!

    • andi pi 10. Februar 2022 at 15:30Antworten

      @f.eberl: ich persönlich halte einen streik bezüglich des oberarms für gesünder und wirkungsvoller als einen bezüglich des mundes. und immerhin zählt der oberarmstreik in österreich momentan rund 1,7 mio. beteiligte, ohne dass diese zahl deutlich sinken würde (derzeit im schnitt „nur“ um etwa 1.500 am tag).

    • Norbert Schraml 10. Februar 2022 at 18:20Antworten

      Ich für mich habe es so gelöst und es geht mir richtig gut dabei:
      https://www.dahoamisdahoam.com/post/hurra

  6. Peter1 10. Februar 2022 at 11:53Antworten

    ..wieder eine List der Vernunft..

  7. B.Blümchen 10. Februar 2022 at 10:36Antworten

    Es geht hier um ein weitaus größeres „Projekt“ als Corona oder Zwangsimpfungen, siehe Agenda 2030. Corona dient der Ablenkung von wichtigen anderen Themen wie zum Beispiel der Umstrukturierung der Gesellschaft oder des Finanzwesens, und in einem totalitären Staat sind wir längst angekommen. Dagegen lehnt sich aber kaum jemand auf.
    Gegen den Impfzwang, gegen Coronamaßnahmen. Dass sich hier aber sowohl Gegner als auch Befürworter nur auf ein Ziel, nämlich „Corona“ richten, merkt niemand. ALLE schauen auf Corona oder die jetzt gerade damit verbundene Impfung. Dahinter aber verbergen sich bandgefährliche Strukturen und Veränderungen, und diese gilt es aufzudecken und entgegenzuwirken. Es wird bald ungemütlich für jeden einzelnen, und davor darf man nicht die Augen verschließen oder ganz naiv an einen Wandel zum Guten glauben.
    Aber solange das Bankguthaben eines jeden (noch!) relativ uneingeschränkt zur Verfügung steht, wird sich so schnell nichts an der Situation ändern.

    • Taktgefühl 10. Februar 2022 at 14:52Antworten

      Ich kann an der umstrukturierten Gesellschafts nichts Anrüchiges finden, weil sie schon so umstrukturiert ist, daß ich gar nicht mehr weiß, ob es sich überhaupt um eine Gesellschaft handelt, oder die Hölle?

      In allen Ländern hat sich das Gefühl der Bedrohung nach einer Untersuchung massiv verstärkt. Früher galt das Gefühl der Bedrohung als paranoide Persönlichkeitsstörung. Fehlt nur noch, daß Scholz oder Nehammer die Kampagne gegen Gewalt verstärken.

      Die Frage: Hallo, wie geht’s? finde ich schon eine Frechheit. Ich stelle die auch nicht, weil das, was aus der FFP2 herausprustet, die Absurdität meist noch mal auf den Kopf stellt.

  8. Mammalina 10. Februar 2022 at 10:29Antworten

    Gute Idee, solche Schilder ließen sich auch ins Auto stellen, wenn man parkt oder während des Fahrens die Sicht nicht behindert wird.
    Oder einfach einen Aufkleber bzw. Sticker an die Autoscheibe, gut lesbar und möglichst kurz und prägnant gehalten (Symbol)
    https://rock-o-rama.net/Aufkleber–Zwangsimpfung–Nein-danke-.html
    https://www.spreadshirt.de/shop/schreibwaren/sticker/nein+zur+impfpflicht/

    • Peter1 10. Februar 2022 at 11:49Antworten

      Vielleicht, aber man riskiert dann wohl ein paar ordentliche Kratzer im Lack…

  9. Norbert Schraml 10. Februar 2022 at 10:24Antworten

    Jeder tut was er kann:
    http://www.dahoamisdahoam.com

  10. Gabriele 10. Februar 2022 at 10:10Antworten

    Ja, und…?
    Wer nicht gegen uns ist, ist für uns. Steht schon in der Bibel….

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