Rotes Kreuz in den USA braucht COVID-Plasma – aber nur von Ungeimpften

Die Gentechnik-Präparate für Impfungen gegen Covid wurden mittlerweile in Europa sogar für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren zur Verwendung freigegeben. Und das, obwohl niemand genaueres weiß, wie sich die Wirkstoffe im Körper verteilen, wie lange sie dort bleiben, wie sich die Impfung auf Schwangere und Immune auswirkt, denn das wurde in den Zulassungsstudien nie untersucht, und was die Langzeitfolgen sind. Erst indirekt kommen Probleme ans Tageslicht, wenn etwa das Rote Kreuz in den USA keine geimpften Blutspender mehr möchte.

In den USA wurden bereits mehr als 100.000 Menschen mit COVID-19-Rekonvaleszenzplasma behandelt, das manchmal auch als „Survivor’s Plasma“ bezeichnet wird. Da es Antikörper gegen SARS-CoV-2 enthält, kann Rekonvaleszenzplasma dem Körper helfen, das Virus zu bekämpfen, und es wurde festgestellt, dass es das Fortschreiten von COVID-19 bei leicht erkrankten älteren Erwachsenen reduziert.

Die Transfusion von Plasma mit höheren SARS-CoV-2-Antikörperspiegeln wurde auch mit einem geringeren Sterberisiko bei nicht beatmeten Patienten in Verbindung gebracht, die wegen COVID-19 ins Krankenhaus eingeliefert wurden, verglichen mit der Transfusion von Plasma mit niedrigeren Antikörperspiegeln. Das Rote Kreuz nimmt Spenden für COVID-19-Rekonvaleszenzplasma an, aber nur von Personen, die keinen COVID-19-Impfstoff erhalten haben.

Das Rote Kreuz erklärt: „Zurzeit können Personen, die einen COVID-19-Impfstoff erhalten haben, kein Genesungsplasma beim Roten Kreuz spenden. Das Rote Kreuz arbeitet so schnell wie möglich daran, diese Änderung zu evaluieren – da es sich um komplexe System-Updates handeln kann.“

In einem Video, das von Musicman auf Twitter gepostet wurde, erklärt ein Nachrichtensprecher: „Dieses [Genesungs]Plasma besteht aus Antikörpern von Menschen, die sich von dem Virus erholt haben, aber der Impfstoff löscht diese Antikörper aus, so dass das Genesungsplasma für die Behandlung anderer COVID-19-Patienten unwirksam ist.“

Während die Website des Roten Kreuzes nicht erklärt, warum sie „nicht in der Lage“ sind, Rekonvaleszenzplasma zu verwenden, bot die Regulatory Affairs Professionals Society (RAPS) im Januar 2021 einen Hinweis für ihre Mitglieder an, nachdem die FDA ihre Richtlinien darüber überarbeitet hatte, wer sich für eine Spende qualifizieren kann.

Mit zwei Impfstoffen, die in den USA für den Notfalleinsatz zugelassen sind, und weiteren in der klinischen Entwicklung, sagt die FDA, dass Rekonvaleszenzplasma nicht von Personen gesammelt werden sollte, die einen COVID-19-Impfstoff in einer klinischen Studie erhalten haben oder die einen zugelassenen oder lizenzierten COVID-19-Impfstoff erhalten haben, es sei denn, sie erfüllen bestimmte Kriterien, die in den Richtlinien aufgeführt sind.“

Um teilnahmeberechtigt zu sein, so die FDA, müssen Impfstoffempfänger Symptome von COVID-19 zusammen mit einem positiven Testergebnis gehabt haben und innerhalb von sechs Monaten nach dem vollständigen Abklingen der Symptome sein. Laut FDA ist der Zweck dieser Kriterien, „sicherzustellen, dass das von den Spendern gesammelte COVID-19-Rekonvaleszenzplasma ausreichend Antikörper enthält, die in direktem Zusammenhang mit ihrer Immunantwort auf die COVID-19-Infektion stehen“.

Bevor die COVID-19-Impfstoffe die Zulassung für den Notfalleinsatz erhielten, warnte die FDA auch vor der Entnahme von Rekonvaleszenzplasma von Probanden, die den Impfstoff in einer klinischen Studie erhalten hatten, „wegen der Ungewissheit über die Qualität der Immunantwort, die durch solche Prüfimpfstoffe hervorgerufen wird„.

Mehr und stärkere Nebenwirkungen für Immune

Wie berichtet haben Studien gezeigt, dass die ohnehin vergleichsweise schon extrem häufigen und schweren Nebenwirkungen bei Immunen noch erheblich stärker ausfallen als bei bei vorher nicht infiziert gewesenen. In den Studien vor der Zulassung wurde bekanntlich penibel darauf geachtet alle Personen auszuschließen, die schon eine Infektion gehabt hatte.

Eine in medRxiv veröffentlichte Umfrage wurde von 2.002 Befragten ausgefüllt, von denen 26,6 % eine vorherige COVID-19-Infektion hatten (68,8 % im Labor bestätigt). Eine frühere COVID-19-Infektion war mit einem erhöhten Risiko für jede Nebenwirkung wie Fieber (2,24), Atemnot (2,05 ), grippeähnliche Erkrankung (1,78), Müdigkeit (1,34) und lokale Reaktionen (1,10) verbunden. Die Impfung Immuner war auch mit einem um 56% erhöhten Risiko für schwere Nebenwirkungen verbunden, die zu einer Krankenhausbehandlung führten (1,56).

In einer weiteren britischen Studie mit 974 Befragten (81% weiblich, mittleres Alter 48) berichteten 265 (27%) über eine vorangegangene COVID-19-Infektion. Der Anteil derer, die über ein moderates/schweres Symptom berichteten, war in der Gruppe mit vorheriger COVID-19-Infektion höher (56% vs. 47%), wobei Fieber, Müdigkeit, Myalgie-Arthralgie und krankhafte Schwellung der Lymphknoten signifikant häufiger auftraten. Es bestand aber kein signifikanter Zusammenhang zwischen dem Intervall zwischen Erkrankung und Impfung, was auch ein Hinweis auf die Dauerhaftigkeit der Immunität ist.

Damit geht offenbar einher,  dass die durch Infektion erworbene, sehr vollständige und lang anhaltende Immunität zerstört wird und durch die der Impfung ersetzt wird. Damit ist eine Blutspende nicht mehr geeignet um ein wirksames Rekonvaleszentenplasma herzustellen.

Offenbleibt noch die Frage, wie sich der Empfang einer Blutspende eines Geimpften auf einen Ungeimpften auswirkt.


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10 Kommentare zu „Rotes Kreuz in den USA braucht COVID-Plasma – aber nur von Ungeimpften

  1. Das ist wirklich sehr gut analysiert:

    „Doch anstatt die Gunst der jetzigen, sich „entspannenden“ Stunde zu nutzen, um dieser Wiederholungsgefahr durch überfällige Aufklärung und dem Eingeständnis von Irrwegen und Zahlen-Manipulationen entgegenzuwirken, wird diese Gefahr von fast allen einflussreichen gesellschaftlichen Gruppen aus den oben beschriebenen Motiven hingenommen. Denn diese bestimmenden Gruppen haben fast alle mehr oder weniger direkt mitgemacht: Es ist keine Instanz mehr übrig, die glaubwürdig (und mit wahrnehmbarer Reichweite) nun eine Intervention für eine Rückkehr zur Vernunft unterstützen könnte, ohne sich selber zu belasten. “
    https://www.nachdenkseiten.de/?p=73021

    „Eine angemessene Aufarbeitung der destruktiven Corona-Politik wird es vermutlich nicht geben: Fast alle einflussreichen gesellschaftlichen Gruppen haben sie entweder aktiv gestützt oder sich weggeduckt. Mit einer schonungslosen Bilanz würden sie sich also selber belasten. Dieser Befund ist fatal, weil dadurch einer Wiederholung wider besseres Wissen nichts im Wege steht. Von Tobias Riegel.“

    Fast alle aktuell in gesellschaftlich einflussreichen Stellen haben mitgemacht. Wie sollen die das den aufarbeiten können?

    1. Ich hatte es privat vor ungefähr zwei Monaten schon mal so formuliert: „Die haben alle bereits seit langer Zeit den Point of no Return weit hinter sich gelassen. Sie können nur noch genau so weiter machen und darauf hoffen, dass es irgendwie für sie halbwegs passabel ausgeht.“

      1. Alternative: Der Druck der Republikaner in den USA bringt Fauci zu Fall und die Dominosteine fallen danach in Europa ebenfalls, der Reihe nach.

  2. Wie schaut es eigentlich mit Blutspenden von Geimpften aus? Die haben eventuell noch Spikes im Blut, welche dann in der Blutkonserve was machen? Verklumpungen, zB von Trombozyten oder andere Blutbestandteile? Besteht da nicht Trombosegefahr durch Blutspenden?

  3. Erst einmal vielen Dank für den interessanten Artikel. Ich muss allerdings sagen, dass ich einige Punkte etwas anders sehe.

    Der Hypothese, dass die durch eine Infektion erworbene Immunität durch die Impfung zerstört wird, erscheint mir wenig pausibel. Dies aus den Richtlinien der FDA zur Gewinnung des Rekonvaleszentenplasmas zu schlussfolgern, halte ich für etwas gewagt.

    Zunächst muss man sich vergegenwärtigen, dass Blutprodukte einen ähnlichen Status haben wie Medikamente und genauso strengen Richtlinien zur Qualitätssicherung unterliegen. Das ist zumindest hier in Deutschland so.
    Um zur Behandlung von Covid-19-Patienten zugelassen zu werden, mussten auch für die Plasma-Therapie entsprechende Studien vorgelegt werden. Diese wurden mit dem Plasma von Personen durchgeführt, die eine SARS-CoV-2-Infektion durchgemacht haben. Da durch die Impfung nur Antikörper gegen das Spike-Protein entstehen, handelt es sich bei dem Plasma von Geimpften im Grunde genommen um ein ganz anderes Produkt.
    Daher wären für eine Zulassung wahrscheinlich neue Studien notwendig.
    Es ist allerdings auch möglich, dass „natürliche“ Antikörper bei der Behandlung von Covid-19-Patienten tatsächlich wirksamer sind als die durch eine Impfung induzierten Antikörper.
    Dass die FDA vor der Zulassung der Impfstoffe davon abgeraten hat, das Plasma von Geimpften für die Behandlung von Patienten zu verwenden, ist nicht weiter verwunderlich. Schließlich gab es zu diesem Zeitpunkt keinerlei Daten zur Wirksamkeit der Impfungen.

    Nun zum Roten Kreuz: Will man sicherstellen, dass in dem Rekonvaleszentenplasma genügend „natürliche“ Antikörper enthalten sind, braucht man bei ungeimpften Personen lediglich den Antikörper-Titer zu bestimmen. Bei Geimpften dürfte es bedeutend schwieriger sein, die Menge der „natürlichen“ Antikörper zu ermitteln. Ich nehme an, dass dies der Grund dafür ist, dass das Rote Kreuz momentan nur ungeimpfte Spender annimmt. Wahrscheinlich werden derzeit noch entsprechende Prozeduren zur Qualitätssicherung erarbeitet.

    Dass die langanhaltende Immunität angeblich durch die Impfung „zerstört“ werden soll, ist für mich nicht nachvollziehbar. Hierbei ist zu bedenken, dass man nach einer Infektion nur für ca. 6 Monate einen relativ hohen Antikörper-Spiegel hat. Danach fällt dieser in der Regel stark ab. Die langanhaltende Immunität basiert hingegen auf den Gedächtniszellen, die bei einer erneuten Infektion aktiviert werden und in relativ kurzer Zeit wieder Antikörper produzieren können. Außerdem bleibt auch die T-Zell-Immunität erhalten, die auf die Eliminierung infizierter Zellen ausgerichtet ist. Um diese langanhaltende Immunität zu „zerstören“, müssten die SARS-CoV-2-Gedächtniszellen durch die Impfung massiv geschädigt werden. Wie sollte das gehen?
    Gegen die Hypothese spricht m.E. auch, dass viele Personen mit vorheriger SARS-CoV-2-Infektion bei der Impfung stärkere Nebenwirkungen haben als Menschen ohne vorherige Infektion. Dies ist eher ein Zeichen dafür, dass bereits vorhandenen Gedächtniszellen durch die Impfung geboostert werden, was eine stärkere Immunreaktion zur Folge hat.
    Wahrscheinlich werden in den ersten Monaten nach der Impfung überwiegend Antikörper im Blut zirkulieren, die gegen das Spike-Protein gerichtet sind. Das bedeutet jedoch nicht, dass die Gedächtniszellen, die auf andere Virus-Komponenten reagieren, hiervon in irgendeiner Weise tangiert werden. Bei einem erneuten Kontakt mit dem Wildvirus können diese ganz normal aktiviert werden.

    Abschließend noch ein Punkt: In dem Artikel wird quasi bemängelt, dass bei den Zulassungsstudien Personen ausgeschlossen wurden, die bereits eine SARS-CoV-2-Infektion durchgemacht haben. Im Rahmen einer Wirksamkeitsstudie ist dieser Ausschluss jedoch notwendig. Man möchte ja schließlich wissen, ob die Probanden durch die Impfung vor einer Infektion geschützt werden oder nicht.
    Ob Personen mit einer vorherigen Covid-19-Erkrankung die Impfung schlechter vertragen als Personen ohne vorherige SARS-CoV-2-Infektion ist eine ganz andere Fragestellung und hätte in einer separaten Studie untersucht werden müssen. An dieser Frage bestand aber offensichtlich kein Interesse.

    1. „An dieser Frage bestand aber offensichtlich kein Interesse.“

      Was auch eigentlich kein Wunder ist. Bisher war es medizinischer Standard

      a) nicht in Infektionswellen hineinzuimpfen. Wenn Impfkampagnen, dann vor der Saison und ausschließlich an sich in einem stabilen Gesundheitszustand befindliche Personen

      b) man natürlich Immune nicht impft

      c) die Vaccine vorher lange und ausgiebig getestet wurden

      d) Impfungen nur durchgeführt werden wenn sicher ist dass FÜR DEN GEIMPFTEN persönlich der Nutzen deutlich größer als der Schaden, das Risiko für schwere Nebenwirkungen deutlich geringer ist als mögliche Erkrankungsrisiken (Eintrittswahrscheinlichkeit, Schwere) ist. Eine Behandlung, die einem gesunden Patienten nicht unwahrscheinlich Schaden zufügen kann, war jedem Arzt ausdrücklich verboten.

      Das ist meinem Verständnis nach der medizinische Sachstand vor Covid gewesen. Warum daran sich etwas geändert haben soll, ist völlig unverständlich.

      1. Daran hat sich nichts geändert.

        Anderweitiges Verhalten von Angestellten im Gesundheitswesen und entsprechende Verlautbarungen folgen Anweisungen von oben, und die erfüllen einen Leitfaden, der mit Gesundheit nichts zu tun hat.

  4. Zitat: „In den Studien vor der Zulassung wurde bekanntlich penibel darauf geachtet alle Personen auszuschließen, die schon eine Infektion gehabt hatte.“

    Das veranlasst mich zu einem Memory-Selbsttest:
    Ich meine die Biontech-Zulassungsstudie intensiver gesichtet zu haben und mich zu erinnern, daß dort ganz im Gegenteil Probanden mit vorheriger Infektion NICHT AUSGESCHLOSSEN wurden.
    Es wurden auch keine Antikörper gemessen.

    Falls ein Test gemacht worden sein sollte, dann allenfalls um unmittelbare Infektion im Zeitpunkt der ersten Impfdosis auszuschließen. Aber selbst das dürfte Biontech/Pfizer zu teuer gewesen sein. Tendiere eher zu: KEINERLEI TEST wurde vor Impfung der Probanden durchgeführt.

    AZ-Studie hab ich teils auch gelesen, Verwechslung nicht ganz auszuschliessen, da schon lange her.

    Bitte Aussage des genannten Zitats überprüfen und Beleg liefern.

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