RKI: Fragliche Wirksamkeit der Impfung bei alten Menschen

Die Studien für die beiden bei uns zugelassenen Impfstoffe von Pfizer/BioNTech und Moderna wurden in sehr kurzer Zeit durchgezogen und mit kleinen Kohorten von etwa als 20.000 bzw 15.000 Probanden, die den Impfstoff empfangen haben. Die Gruppe über 75, die als besonders gefährdet gilt, fiel daher zwangsläufig sehr klein aus. Entsprechend wenig aussagekräftig sind die Daten über die Wirksamkeit.

Wie Paul Schreyer herausgefunden hat, hat die Ständige Impfkommission (STIKO) beim deutschen Robert Koch Institut (RKI) die Studienergebnisse in einem 74-Seiten Bericht zusammengefasst, das man sich hier ansehen kann. Und bemerkenswert ist, dass die Wirksamkeit in der Altersgruppe über 75 als „mit hoher Unsicherheit behaftet“ bezeichnet wird.

Das wird sofort verständlich, sieht man sich die Zahlen an. Bei Pfizer sind es 774 in der Impfgruppe, bei denen keine Infektion festgestellt wurde und 785 in der Kontrollgruppe, von denen bei 5 eine Infektion auftrat. Damit erhält man ein Konfidenzintervall, also einen Bereich in dem die Wahrscheinlichkeit 95% beträgt von -13% bis 100%. Also rein statisch gesehen, könnte die Impfung sogar schaden.

Auf Seite 27 des RKI Papiers liest sich das dann so:

„Der Endpunkt Covid-19-Erkrankung [das Ereignis, das durch die Impfung verhindert werden soll; kann man dieser Tabeller P.S.] wurde in der Studie als erster primärer Endpunkt (…) erhoben. Tabelle 8 zeigt, dass die Impfeffektivität bezogen auf diesen Endpunkt 95 % betrug. Auch in der altersstratifizierten [nach Alter gestaffelten; P.S.] Analyse zeigten sich vergleichbar hohe Effektivitätsschätzer [Prozentwerte zur Schätzung der Wirksamkeit; P.S.], die allerdings bei kleiner werdenden Altersgruppen bzw. Fallzahlen teilweise weite Konfidenzintervalle [Schwankungsbreite möglicher Messfehler; P.S.] aufwiesen bzw. nicht mehr statistisch signifikant waren. In der höchsten Altersgruppe (≥ 75 Jahre) ist daher eine Aussage über die Effektivität der Impfung mit hoher Unsicherheit behaftet.“

Bei Moderna sind es gar nur 623 Personen über 75, bei denen keine Infektion registriert wurde, und 676 in der Placebo Gruppe, von denen 3 infiziert wurden. Eine statistische Auswertung ist hier nicht mehr möglich – also wird auch kA (keine Angabe) angegeben.

Und noch etwas bemerkenswertes lässt sich dieser Tabelle entnehmen.  In der Altersgruppe über 65 ist die Wirksamkeit nur mehr mit 86,4% angegeben, mit einem Konfidenzintervall von 61,4 bis 95,2%. In der Impfgruppe finden sich in  dieser Alterskohorte 3583 Personen mit 4 Infektionen und in der Kontrollgruppe 3552 Probanden mit 29 Infektionen.

Wir sehen also, dass die relative Wirksamkeit bei Personen über 65 geringer ist, als bei jüngeren. Und das hat systemische Gründe, die konsequent von der Pharma Industrie, von den ministeriellen Beratern und den Politikern ignoriert werden.

Das grundsätzliche Problem

Die Stichprobe ist so klein, dass also nicht wirklich gültige Aussagen getroffen werden können, obwohl es eben Hinweise gibt, dass die Wirksamkeit mit dem Alter sinkt. Denn das Problem liegt noch tiefer. Wir haben gesehen, dass es vor allem in dieser Altersgruppe massive Nebenwirkungen und schon über 100 Todesfälle im Zusammenhang mit der Impfung gegeben hat. Aus früheren Impfstudien ist bekannt, dass insbesondere in Risikogruppen der Impfschutz niedrig ist und rasch verschwindet. Das wurde beispielsweise bei Adipösen bei Influenza, Tetanus, Hepatitis und anderen Impfungen erhoben.

Über Bedenken in diese Richtung hatte ich bereits am 6. August 2020 berichtet:

Es gibt wenig Grund zu der Annahme, dass Covid-19-Impfstoffe anders sein werden, sagen Adipositasforscher.

„Wird es bei Übergewichtigen noch funktionieren? Unsere Vorhersage ist nein.“

sagt Raz Shaikh, ein Associate Professor für Ernährung an der University of North Carolina-Chapel Hill laut Kaiser Health News.

Der Grund dafür ist, dass viszerales Bauchfett ständige Entzündungen hervorruft und damit das Immunsystem permanent überlastet. Bei älteren Menschen, vor allem solchen mit einigen anderen Erkrankungen, ist das Immunsystem ebenfalls stark geschwächt. Es fehlen meist Aminosäuren, die der Körper benötigt um T-Zellen oder Antikörper zu erzeugen, und es fehlen Vitamine und Mineralstoffe, die die Biochemie des Körpers zum Funktionieren benötigt.

Problem: schwaches Immunsystem

Ein geschwächtes Immunsystem verursacht einerseits eine schwache Immunantwort auf die Impfung und versagt möglicherweise bei der Beseitigung der Lipid-Nanopartikel, die Teil des Impfstoffes sind und benötigt werden zur Einbringung der Virus-RNA in die Zellen. Die Studien der klinischen Versuche zeigen einen mehr oder weniger starken Abfall der angeborenen, nativen T-Zellen am Tag 3 nach der Impfung. Das ist ein sicheres Anzeichen dafür, dass das Immunsystem stark beschäftigt war um mit den Nebenwirkungen der Impfung fertig zu werden. Was da alles genau vorgeht hat die Zellbiologin Vanessa Schmidt-Krüger hier genau erklärt.

Sinnvoll wäre es also um die Impfung verträglicher zu machen, zumindest eine Woche lang Vitamin D in höheren Dosen zuzuführen. Viele Studien haben gezeigt, dass damit selbst die Zahl Infektion und vor allem der Verlauf von Infektion und Erkrankung leichter wird. In Alten- und Pflegeheimen wo dies gemacht wurde, gab es bei größeren Infektionen keine Probleme und es musste nicht einmal jemand ins Spital. Aber das Immunsystem und seine Stärkung wird konsequent ignoriert, lieber bastelt man an den Impfstoffen herum.

Was also jetzt passiert ist ein klinischer Massenversuch gerade in dieser gefährdeten Altersgruppe, aber ohne das Monitoring, das normalerweise stattfinden würde. Es gibt bereits erhebliche Nebenwirkungen und auch Todesfälle, über die Wirksamkeit gibt es dagegen keine gesicherten Erkenntnisse. Ob das noch verantwortungsvoll ist, mag jeder für sich entscheiden.

Bild von Sabine van Erp auf Pixabay

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7 Kommentare zu „RKI: Fragliche Wirksamkeit der Impfung bei alten Menschen

  1. und da trauen sich versierte mediziner tatsächlich hinzustellen und den menschen einzureden wie sicher doch diese Impfstoffe sind und man besonders den alten menschen diesbezüglich grosse Hoffnungen macht ist doch sehr gewagt

  2. Wenn man altert, altert auch die Fähigkeit des Körpers Proteinsynthese zu betreiben, wozu auch Immunreaktionen gehören. Daher kann der alternde Körper gar nicht erfüllen, was von den Impfbefürwortern erwartet wird. Siehe auch: https://www.imv-heidelberg.com/corona-mrna-vaccines-and-gene-regulation/ … ab Seite 3

    Sicher ist Vitamin D-Gabe eine Möglichkeit, aber von Natur aus macht es ja gerade Sinn, dass in der dunklen Jahreszeit der Vitamin D-Spiegel sinkt und der Körper anfälliger wird. Der Winter hat nicht umsonst biologische bzw. evolutionäre Aufgaben, damit sich Leben im Anschluss an den Winter weiter erhalten kann … Ohne Tod wird das Leben zur Maschine. Oder anders ausgedrückt: Gesundheit ist für jedes einzelne Lebewesen die langsamste Form des Todes, Krankheit aber der schnellste Weg für das Leben um gesund zu bleiben.

  3. Eine Problematik, die mich beim Lesen Ihrer zahlreichen Artikel über die Rolle der T-Zellen schon länger beschäftgt: T steht für Thymus. Dies deshalb, weil diese Zellen im Thymus quasi auf neue Antigene „programmiert“ werden – so hab ich´s zumindest gelernt. Dieses Organ, der Thymus, ist allerdings nur bei jüngeren Menschen aktiv, er degeneriert im Laufe des Lebens vollständig, zumindest funktionell. Das hat zur Folge, das ältere Menschen auf neue Antigene spezifische T-Zellen nicht mehr bilden können. Spielt dieser Umstand in der T-Zellimmunität eine Rolle oder hat sich die Lehrmeinung diesbezüglich geändert? Ist nicht dieses Pänomen eine der Erklärungen, warum ältere Menschen eine schwächere und kürzere Immunantwort ausbilden? Sie müssen mit dem T-Zellpool, den sie sich im Laufe des Lebens angeeignet haben auskommen und können auf komplett neue Antigene nur mit Antikörpern reagieren. Wäre interessant, wenn Sie darüber bei Gelegenheit ein paar aufklärende Worte verlieren könnten …

  4. Nur eine Antwort zur Meinung „Der niedrige Vitamin D Spiegel“ mache in der Natur Sinn.
    Evolutionär sind wir tropische Wesen.
    Die hohen Breiten haben wir später besiedelt. Die helle Hautfarbe von uns „alten weißen Männern“ „–weise Männer – Frauen- sind Spezies am absteigenden (abgesägten) As–t, ist eine Anpassung an eben diese hohe Breiten. Lange Hosen, umfassende Bekleidung durch Tradition und religiös gefestigt, machen nur in Gegenden mit ausreichend Sonne, Sinn.
    Cholesterin wird in der Haut durch fehlende UV-B Strahlung im hohen Norden/Süden in den Winter/Sommer Halbjahren gar nicht, in Vitamin/Hormon D verwandelt.
    Spezialisten sind auch hier wieder die skandinavischen Länder, obwohl auch hier der Wissenstand bemitleidenswert ist!
    Da gibt es zu viele Fragen! Die perfekte Versorgung ermöglicht jedenfalls die inzwischen viel geschmähte Sonne!!!

    1. “Die perfekte Versorgung ermöglicht jedenfalls die inzwischen viel geschmähte Sonne!!!“ Wie wahr, vor allem mit möglichst wenig Stoff um die Mittagszeit und ohne Cholesterinsenker im Blut …

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