Anti-Tracing Hülle zum Schutz von Smartphones und Bankomatkarten

7. November 2020von 2.6 Minuten Lesezeit

Der Datenhunger der Tech-Multis aus dem Silicon Valley aber auch von Banken, Versicherungen und einer ganzen Reihe anderer Firmen wird immer größer. Die derzeit in manchen Ländern sogar schon obligatorisch vorgeschriebenen Tracing Apps setzen noch eines drauf und werden die Überwachungsgelüste von Unternehmen und Behörden neuen Anschub geben. Aber man kann sich durchaus schützen.

Kommende Woche wird die Berliner Firma Toca ein neues Produkt namens „Faraday Pouch“ vorstellen, das vor Überwachung zumindest zeitweise Schutz bietet. Es blockiert GPS, Wi-Fi, RFID, NFC, 3G, 4G, 5G, Bluetooth und Anrufe. Die Tasche hat einen faltbaren Faradayschen Käfig, der die Datensicherheit gewährleistet und den Körper vor radiofrequenten Strahlungen schützt. Sie misst 18cm x 11,5cm, ausreichend auch für die Pro-Versionen der Top-Marken.

Das kann auch in Zeiten von Covid-Maßnahmen nützlich sein. Will man zum Beispiel auf den kanarischen Inseln dem Winter entfliehen und Sonne genießen, so muss man neben einem negativen PCR-Test bei der Einreise vorzulegen auch die spanische „Radar Covid“ Contact Tracing App installieren. Die Verordnungen schreiben vor, dass man das eingeschaltete Handy stets bei sich zu führen hat. Wenn man vermeiden will wegen einer zufälligen Begegnung mit jemand, der wie die deutschen Fußballer einen falsch-positiven PCR-Test hat, auf den Kanaren für 14 Tage in den Quarantäne Knast zu wandern, wird man die Faraday-Tasche durchaus nützlich finden.

Schutz vor kontaktlosem Diebstahl

Aber man kann damit nicht nur Smartphones vor Verfolgung schützen. Es kann auch Geld von Bankomatkarten gestohlen werden kann, so sich ein kontaktloser Kartenleser in der Nähe befindet. Die Pouch soll auch um Daten und Geld auf Dokumenten und Bankomatkarten vor Diebstahl zu schützen. Die RFID-Tasche verhindert kontaktlosen Diebstahl. Grundsätzlich sind damit auch Reisepass und andere Dokumente, die einen RFID- oder NFC-Chip enthalten, geschützt.

Das Phone wird in die Hülle gesteckt und mit einem zweifachen Faltsystem verschlossen. Es befindet sich nun automatisch in einem Faradayschen Käfig, der die Innenschicht bildet, die aus einem in Deutschland hergestellten Netz aus leitfähigem Material besteht. Das Faltsystem und das spezielle Außenmaterial machen es zudem wasserfest.

Wer darauf Wert legt, kann sich auch vor Handystrahlung damit schützen. Die Vordertasche der Faraday Pouch wirkt wie ein Schild und schützt vor Strahlung. Man steckt das Telefon in die Online-Tasche und schließt es mit einem doppelt gefalteten Klettverschluss. Das sechsschichtige Metallgitter in der Tasche dient jetzt als Schutzschild zwischen Körper und Telefon, es werden aber trotzdem Anrufe und Nachrichten empfangen.

Der Unterschied zum Flugmodus

Im Flugzeugmodus werden nur die Antennen ausgeschaltet, die Informationen senden, nicht diejenigen, die Informationen empfangen. GPS ist das perfekte Beispiel, da es ständig Standortinformationen empfängt. Die Faraday-Tasche stellt sicher, dass die Standortverfolgung gestoppt wird und keine Signale empfangen werden. Selbst wenn ein Phone ausgeschaltet zu sein scheint, kann ein Teil der zugrunde liegenden Aktivität noch aktiv sein.

Mehr Informationen gibt es auf http://toca.site

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1 Kommentar

  1. Barbara Pflug-Plattner 7. November 2020 at 19:24Antworten

    Liebe Dorette, vielleicht ist das für dich interessant. Auch gegen 5G http://www.toca.site . Liebe schnelle Grüße und schönen Abend Barbara

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