
Raubritter waren Waisenknaben gegenüber der US-Wirtschaftselite – Was US-Finanzpresse enthüllt
Eine Zahl kursiert derzeit durch die internationale Finanzpresse, die selbst für abgehärtete Beobachter der Vermögensungleichheit ungewöhnlich ist: Das reichste 0,00001 Prozent der US-Bevölkerung, umgerechnet nur ein paar Dutzend Haushalte, hält inzwischen ein Vermögen, das rechnerisch 12 Prozent des gesamten US-Volkseinkommens entspricht. Das ist der höchste je gemessene Wert – höher noch als auf dem Höhepunkt der Raubritter-Ära zu Beginn des 20. Jahrhunderts. 0,00001 Prozent: Ein paar Dutzend Haushalte kontrollieren jetzt 12 Prozent des US-Volkseinkommens!
Ausgangspunkt der aktuellen Debatte ist eine Grafik der Financial Times, die auf Daten der Ökonomen Emmanuel Saez und Gabriel Zucman von der University of California, Berkeley beruht. Verbreitet wurde sie zunächst über den Finanzkommentar The Kobeissi Letter, inzwischen haben zahlreiche Wirtschaftsmedien wie Daily Hodl und Benzinga nachgezogen.
Der Befund
Zwischen den 1950er- und 1990er-Jahren überstieg der Anteil dieser winzigen Gruppe am Volkseinkommen nie die Ein-Prozent-Marke. Erst in den 2000er-Jahren, als Aktienkurse, Immobilienwerte und die Bewertungen privater Unternehmen der Lohnentwicklung immer weiter enteilten, begann die Linie steil nach oben zu zeigen. Es war die Folge des Zusammenbruchs der Sowjetunion, durch den die Konkurrenz eines alternativen Wirtschaftssystem weggefallen war, und der Kapitalismus die Samthandschuhe auszog.
Der Technologieboom und in jüngster Zeit der KI-Hype haben diesen Trend weiter beschleunigt, unterbrochen nur durch einen kurzen Einbruch während der Corona-Pandemie. Seit der Finanzkrise 2008 hat sich der Anteil damit mehr als vervierfacht.
Zum Vergleich: Auf dem Höhepunkt des ersten Gilded Age im Jahr 1910 lag der Anteil derselben Bevölkerungsgruppe bei rund 4 Prozent des Volkseinkommens. Die heutige Elite sitzt also auf einem, gemessen an dieser Kennzahl, dreifach so hohen Anteil wie die Industriemagnaten der Jahrhundertwende.
Was man allerdings wissen sollte
Die kursierende Zahl bezieht sich auf das Volkseinkommen (national income) als Bezugsgröße – also die Summe aus Löhnen, Unternehmensgewinnen und Kapitalerträgen einer einzelnen Jahresperiode –, nicht auf das gesamte volkswirtschaftliche Vermögen. Das ist ein methodischer Unterschied, der in vielen Weiterverbreitungen der Grafik unterschlagen wird. Bezogen auf das gesamte US-Haushaltsvermögen von rund 148 Billionen Dollar liegt der Anteil der Top-0,00001-Prozent nach anderen Berechnungen von Zucman bei etwa 1,8 Prozent Ende 2024 – ebenfalls ein Rekordwert, aber eine andere Zahl mit anderer Aussagekraft. Wer die 12-Prozent-Zahl zitiert, sollte daher klarstellen, auf welchen Nenner sie sich bezieht.
Hinzu kommt: Die FT weist selbst darauf hin, dass exakte Werte an dieser Stelle schwer zu ermitteln sind, weil die Bewertung privater, nicht börsennotierter Unternehmen naturgemäß auf Schätzungen beruht. D.h. nicht unbedingt, dass der Einkommensunterschied kleiner ist, sondern kann im Gegenteil auch heißen, dass er noch viel größer ist. Durch Verflechtungen, Proxybeteiligungen usw. Die Größenordnung des Trends – eine historisch beispiellose Konzentration – gilt in der Fachliteratur als robust belegt, auch wenn die genaue Nachkommastelle diskutiert wird.
Nun versucht man, das Ganze zu relativieren, indem Experten erklären, die Methodik selbst sei unter Ökonomen …“umstritten“. Saez und Zucman ermitteln Vermögen, indem sie Kapitalerträge aus Steuerdaten hochrechnen; ein konkurrierender Ansatz von Smith, Zidar und Zwick kommt bei der Konzentration an der Spitze auf niedrigere Werte. Wenn man berücksichtigt, welche Schlupflöcher für Steuern in den USA bestehen, könnten allerdings die Daten auch einiges gar nicht erfassen!
Die beiden Lager haben sich in den vergangenen Jahren in mehreren Erwiderungen öffentlich über Zinssätze, die Behandlung von Personengesellschaften und die korrekte Bewertung von Milliardärsvermögen gestritten. Für die breite mediale Verwertung der Zahl spielt dieser Fachstreit praktisch keine Rolle.
Was man fragen sollte
Eine naheliegende, in der Berichterstattung aber selten gestellte Frage ist, wer genau zu dieser Gruppe zählt. Bei rund 342,6 Millionen Einwohnern entspricht 0,00001 Prozent etwa 34 Personen beziehungsweise, je nach Zählweise über Tax Units, um die 19 Haushalte an der absoluten Spitze. Namentlich fällt dabei regelmäßig auf dieselbe Handvoll Techmilliardäre, deren Vermögen überwiegend aus nicht realisierten Aktiengewinnen besteht.
Zu fragen wäre außerdem, welche politischen Weichenstellungen diese Entwicklung begünstigt haben: Steuerpolitik, Zinspolitik der Notenbanken, die Bewertung von KI-nahen Technologiewerten an den Börsen sowie – aktuell in den USA diskutiert – die Verteilungswirkung jüngerer Steuergesetze. In diesem Zusammenhang hat unter anderem der Senator Bernie Sanders öffentlich kritisiert, dass jüngste Steuermaßnahmen der Regierung diese Konzentration eher verstärken als bremsen.
Und schließlich: Was folgt daraus für die Realwirtschaft? Wenn Vermögenszuwächse fast ausschließlich aus Kursgewinnen bei Aktien, Immobilien und privaten Unternehmensbeteiligungen stammen, während Löhne strukturell zurückbleiben, verschiebt sich die Frage wirtschaftlicher Teilhabe von der Arbeit zum Vermögensbesitz. Wer keine Assets besitzt, nimmt an diesem Wachstum praktisch nicht teil. Das war vor dem Zusammenbruch der Sowjetunion eben noch anders.
Die Lage bei uns
In Europa – auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz – konzentriert sich das Vermögen extrem an der Spitze, wenn auch mit länderspezifischen Unterschieden und rechtlichen Nuancen.
Zentrale Erkenntnisse im Überblick
- Deutschland: Das reichste Prozent der Bevölkerung besitzt etwa ein Drittel (ca. (30% – 35%) des gesamten Nettovermögens. Die obersten (0,1% etwa 80.00 Menschen) halten rund (12% bis 13%) des Gesamtvermögens.
- Österreich: Österreich weist eine der höchsten Vermögensungleichheiten im gesamten Euroraum auf. Das reichste Prozent besitzt rund 40% des Vermögens. Das reichste Zehntel kontrolliert sogar fast zwei Drittel des Kuchens.
- Schweiz: Die obersten 0,01% der Vermögensbesitzer (wenige hundert Haushalte) vereinen etwa 8% des gesamten Schweizer Vermögens auf sich.
Bild: Screenshot aus Video über Vermögensverteilung
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Ex-Pressesprecherin wirft Selenski „Verdeckung der Hölle“ in der Ukraine vor
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Die ehemalige Pressesprecherin des ukrainischen Präsidenten Julia Mendel hat Wladimir Selenski vorgeworfen, jeden Versuch einer Friedenslösung sabotiert zu haben.
Selenski verbreite zudem oberflächliche Narrative, um die gewaltsame Mobilisierung zu verdecken.
So schrieb sie auf X: „Erschreckend. Bürger des Landes werden auf den Straßen geschlagen, in Rekrutierungszentren verschleppt, wo Foltern weitverbreitet sind, und anschließend an die Front gezerrt.“
Und manche würden wagen, es als „Demokratie“ und „unbeugsamen Geist“ zu bezeichnen.
Stimme der Vernunft im Land voller Chaos und Heuchelei?
Entlassung des ukrainischen Verteidigungsministers stößt in Deutschland auf scharfe Kritik
https://t.me/ostnews_faktencheck/22678
„Ich bedaure sehr, dass Du Deine Arbeit nicht fortsetzt, und hoffe, dass Du weiterhin politisch aktiv bleiben wirst“, heißt es aus einem Schreiben von Boris Pistorius an seinen bisherigen Kollegen, das dem RedaktionsNetzwerk Deutschland vorliegt.
Das sei in dieser Deutlichkeit ungewöhnlich und indirekt als Kritik an Selenski zu verstehen, weil Regierungsumbildungen sonst wie interne Angelegenheiten behandelt würden, schrieb die Zeitung.
Der Vorsitzende des Europaausschusses im Bundestag, Anton Hofreiter (Die Grünen), sagte dem RND: „Das ist ein harter Machtkampf in der Ukraine. Und Selenskyj ist vor alten, korrupten Netzwerken innerhalb des ukrainischen Militärs eingeknickt.
Denn Fedorow war nicht nur sehr erfolgreich, sondern auch bekannt dafür, nicht korrumpierbar zu sein.“
Hofreiter appellierte an die Koalition: „Die Bundesregierung sollte Druck machen, dass Fjodorow wieder eingesetzt wird. Denn Selenskyj hat einen schweren Fehler begangen.
“ Offenbar wackelt der Thron unter dem „abgelaufenen“ ukrainischen Staatschef inzwischen ganz gewaltig.
Diese Regierung ist angetreten mit dem Versprechen unser Land wieder groß zu machen.
Was geschah aber wirklich?:
Unser Sozialsystem wurde systematisch ruiniert!
Unser guten Firmen wurden zu tausenden in die Pleite getrieben!
Die Bürger müssen immer mehr Steuern und Abgaben zahlen!
UND FÜR WAS: DAMIT DIE VERBRECHERISCHEN UKRA-NAZIS WEITER KRIEG FÜHREN KÖNNEN BEKOMMEN SIE UNSERE MILLIARDEN!!
Der Maidan war ein illegaler Putsch, vom Westen unterstützt
https://www.infosperber.ch/politik/welt/der-maidan-war-ein-illegaler-putsch-vom-westen-unterstuetzt
Jacques Baud / 23.08.2023 Die gestürzte Regierung war demokratisch gewählt.
Von der neuen Regierung sah sich die Bevölkerung des Donbas und der Krim bedroht.
Die USA haben sogar die Regierung ausgewählt
Bei der Maidan-«Revolution» von 2014 handelt es sich um einen Staatsstreich mit Unterstützung der Europäischen Union und der Vereinigten Staaten.
ALSO: Je schneller sich die CDU & SPD zerlegen, desto besser für das Land!!
Mögen sie, zusammen mit ihren roten Kumpels, bei 12% herumkriechen. Noch besser, sie würden einstellig werden!!
Liste von Militäroperationen der Vereinigten Staaten
https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Militäroperationen_der_Vereinigten_Staaten
ALLE VON DEN USA ANGEFANGEN UND DIE EU-LÄNDER FINDEN DAS GUT !!
Liste: 1775 bis 1799 und 1800 bis 1899 und 1900 bis 1927
Briand-Kellogg-Pakt (1928), 1941 bis 1979 und 1980 bis 1999 und Ab 2000
RUSSLAND ABER SOLL SICH NICHT VERTEIDIGEN, DAS WIRD ALS ANGRIFFS-KRIEG AUSGELEGT!!
Zum US-„wirtschaftlichen Aufschwung“
Zitat:
FINANZIELLE SCHWERKRAFT:
Wenn wir den S&P 500 durch die Bilanz der Fed teilen, ist die Linie seit 2008 im Wesentlichen flach.
Der Korrelationskoeffizient zwischen der quantitativen Lockerung der Zentralbank und dem Preis der Aktienindizes liegt bei fast 1.
Das Geld, das die Fed druckt, wird aufgrund der Struktur der Offenmarktgeschäfte direkt in die Staatsanleihenmärkte eingespeist und fließt von dort in Aktien und Derivate.
Dies hat vor allem den Vermögensbesitzern, Finanzinstituten und wohlhabenden Eliten gedient, die ohnehin den Großteil des Aktienmarkts besitzen.
Der gesamte Aufschwung war eine Illusion, finanziert von der Fed und aufrechterhalten durch QE. https://x.com/peruvian_bull/status/2078342440944074970
Thomas Piketty hat schon vor mehr als 10 Jahren in seinem Buch „Kapital im 21. Jahrhundert“ die gewaltige Zuname der sozialen Ungleichheit seit den 70er Jahren (als Ergebnis der neoliberalen Wende) angeprangert. Piketty dokumentierte, dass in Europa (Frankreich, Großbritannien) im 19. und frühen 20. Jahrhundert die obersten 10 % etwa 80–90 % des Gesamtvermögens, die obersten 1 % etwa 50–60 % hielten. Für Zeit nach 1945 zeigt er, dass die Top‑Vermögensanteile in Europa deutlich niedriger lagen (Top‑10 % oft bei 50–60 %, Top‑1 % eher bei 20–30 %), bevor sie seit den 1970er/80er Jahren wieder anzogen. Piketty rechnete für die zweite Hälfte des 21. Jahrhunderts mit einer weiteren Zunahme der Vermögenskonzentration, wenn es keine markanten steuer- oder sozialpolitischen Gegenmaßnahmen gibt, also die Schere zwischen Arm und Reich ohne Intervention weiter auseinandergehen wird. Somit könnte bei ungebremster Fortsetzung der seit den 1970er Jahren beobachteten Trends die Vermögenskonzentration wieder Niveaus erreichen, die derjenigen des 19. Jahrhunderts (oder sogar 18. Jh.) sehr nahe kommen. Gegenmaßnahme bedeutet: progressive Vermögens- und Erbschaftsteuern sowie höhere Spitzensteuersätze auf hohe Einkommen. Der Kampf möge beginnen!
„Was US-Finanzpresse enthüllt“ ist nur die Spitze der Spitze der Spitze der Spitze des Eisbergs.