
Die guten Meldungen des Tages
Medien erzeugen nicht nur Sensationen, sondern leben am besten wenn sie über Sensationen berichten. Noch besser verkaufen sich Panikmeldungen. Darüber geraten positive Nachrichten in den Hintergrund, werden kaum beachtet. Wir wollen das ändern.
Schauen wir uns an, was in den letzten Tagen an „guten Meldungen“ bekannt geworden ist und was dahinter steckt.
Durchbruch in der Physik: Supraleitungs-Rekord gebrochen
Wissenschaftler der University of Houston haben einen langjährigen Rekord in der Materialwissenschaft geknackt. Es ist ihnen gelungen, ein neues Material zu entwickeln, das Elektrizität völlig ohne Widerstand (Supraleitung) bei der bisher höchsten jemals gemessenen Temperatur unter Normaldruck leitet. Diese Entdeckung könnte langfristig den Weg für extrem effiziente Stromnetze ebnen, bei denen auf dem Transportweg keinerlei Energie mehr verloren geht. Das könnte futuristische Projekte der Stromerzeugung in der Wüste Afrikas für die Dunkelregionen Europas realistischer erscheinen lassen.
Der Durchbruch beruhte auf einem Verfahren namens Druckabschreckung. Während Drucktechniken in anderen Bereichen, wie beispielsweise der Diamantenproduktion, weit verbreitet sind, ist die Methode in der Supraleitungsforschung relativ neu. Die Forscher setzten das Material zunächst extrem hohem Druck aus, wodurch dessen supraleitendes Verhalten verstärkt und die Übergangstemperatur erhöht wurde. Unter Druck wurde das Material auf eine sorgfältig gewählte Temperatur abgekühlt, bevor der Druck abrupt entfernt wurde. Diese schnelle Druckentlastung bewahrte die verstärkten supraleitenden Eigenschaften und ermöglichte es dem Material, auch nach Rückkehr zu Normaldruckbedingungen stabil zu bleiben.
Die Kombination aus Supraleitung und weltraumgestützter Solarenergie (Space-Based Solar Power, SBSP) gilt als technologisches Traum-Duo für die zukünftige saubere Grundlast-Energieversorgung der Erde. Während der Supraleitungsrekord die hocheffiziente Verteilung auf dem Boden ermöglicht, macht die drahtlose Mikrowellen-Übertragung aus dem Orbit im Jahr 2026 gerade historische Fortschritte von der Theorie zur Praxis. Die Europäische Weltraumorganisation (ESA) prognostiziert, dass weltraumgestützte Solarenergie ab etwa 2050 einen substanziellen Beitrag zur globalen, CO₂-freien Grundlastversorgung leisten könnte.
Entdeckung in Taiwan: Neue, winzige Meeresbunt-Art gefunden
In den Küstengewässern von Taiwan haben Biologen eine neue Seeschneckenart entdeckt, die kleiner als ein Sesamsamen ist. Aufgrund ihrer winzigen Größe und ungewöhnlichen Struktur wurde sie sofort als eigenständige, bisher völlig unbekannte Spezies klassifiziert. Für die Meeresbiologie ist dies eine hervorragende Nachricht, da sie zeigt, wie viel unentdeckte, schützenswerte Artenvielfalt selbst in gut erforschten Küstenregionen noch existiert. Und dabei hat man die Tiefsee erst angekratzt. Während knapp ein Drittel des Meeresbodens grob vermessen ist, haben Forscher weniger als 0,001 Prozent der Tiefsee jemals direkt visuell gesehen. Das heißt, das Meer wird noch viele positive Überraschungen für uns aufweisen.
Biologen des globalen Projekts Ocean Census schätzen, dass bis zu 90 % aller im Meer lebenden Arten noch völlig unbekannt sind. Jedes Mal, wenn ein Roboter in eine neue Region der Tiefsee hinabtaucht, stoßen Forscher fast unweigerlich auf skurrile, neue Spezies – wie den leuchtenden, freischwimmenden „Mystery Mollusk“ oder den bizarren Geisterhai.
Wirtschaft: ifo-Geschäftsklimaindex für Deutschland steigt überraschend
Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hellt sich pünktlich zum Monatsende spürbar auf: Der renommierte ifo-Geschäftsklimaindex ist im Mai gestiegen. Die Unternehmen blicken wieder optimistischer auf ihre laufenden Geschäfte und die kommenden Monate. Dies gilt als wichtiges Frühwarnsignal für eine stabile wirtschaftliche Erholung und sorgt für Erleichterung am Arbeitsmarkt.
Worauf basiert die Umfrage?
Der Index wird vom Münchner ifo Institut erhoben und gilt als das wichtigste Konjunkturbarometer für Deutschland. Die Erhebung folgt einer klaren Logik:
- Die Teilnehmer: Das Institut befragt monatlich rund 9.000 Führungskräfte aus deutschen Unternehmen.
- Die Branchen: Berücksichtigt werden das verarbeitende Gewerbe (Industrie), der Dienstleistungssektor, der Handel und das Bauhauptgewerbe.
- Die zwei Säulen: Die Manager bewerten zwei Kernbereiche auf einer Skala von „gut“, „befriedigend“ oder „schlecht“:
- Ihre aktuelle Geschäftslage (Wie läuft es jetzt?).
- Ihre Geschäftserwartungen für die kommenden sechs Monate (Wie läuft es bald?).
- Die Berechnung: Aus dem Durchschnitt dieser beiden Werte wird der finale Indexwert ermittelt. Im Mai kletterte die aktuelle Lagebewertung auf 86,1 Punkte, und der Zukunftsoptimismus verbesserte sich leicht auf 83,8 Punkte.
Wie ist der plötzliche Anstieg erklärbar?
Vermutlich hat dieser Anstieg nichts mit unserer kürzlich begonnen Serie über gute Nachrichten zu tun. Die verbesserte Stimmung im Mai ist vor allem eine Reaktion auf geopolitische Entlastungen und Erholungen in konsumnahen Branchen, bewegt sich aber insgesamt auf einem weiterhin niedrigen, fragilen Niveau:
- Waffenstillstand dämpft Kriegssorgen: Nach starken Einbrüchen im März und April – bedingt durch massive Ängste vor einer Ausweitung des Nahostkonflikts – sorgt ein aktueller Waffenstillstand für Erleichterung in den Chefetagen.
- Erholung im Tourismus und der Logistik: Diese Branchen blicken deutlich weniger pessimistisch in die Zukunft, da das Risiko großflächiger Blockaden oder Energieengpässe vorerst gesunken ist.
- Stabilisierung statt Boom: Ökonomen betonen, dass es sich eher um eine psychologische Bodenbildung handelt. Die Lieferkettenprobleme (etwa in der Chemieindustrie oder durch Beeinträchtigungen wichtiger Seewege) und schwache Exportdaten bremsen nach wie vor eine echte, dynamische Erholung aus.
Fazit:
Es lohnt sich für saubere Meere zu kämpfen und zu forschen, friedliche Kooperation mit Ländern des globalen Südens zu betreiben und sich gegen Krieg einzusetzen.
Bild: Screenshot aus Video über Tiefseeforschung
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Wider dem Klima-Alarmismus, gute Nachrichten gefällig?
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Russia Today: „Ich hoffe, dass es nicht dazu kommt“ – Karaganow warnt Europa vor russischem Atomwaffeneinsatz“
Ich habe auch noch gute Nachrichten aus 🇷🇺:
Brüssel, Warschau und Berlin sind bereits als Ziele die ggf. mit Atombomben geplättet werden explizit benannt worden 🙂
Und tschüss ihr faschistisches, totalitäres 🇪🇺 und 🇩🇪🏳️🌈-Nazi-Regime🙂
Hört sich soweit gut an, zumindest für die Menschen.
Ob es den Besitzenden gefällt, steht noch auf einem anderen Blatt.
Klingt immer alles so rosig…. die Realität schlägt es leider um Längen. Hoffnung ist gut – genaue Betrachtung der realen Möglichkeiten besser. Was dann übrigbleibt, ist der umsetzbare Kern.
So wie auch diese Hoffnung (tinyurl.com/yddue6sx, tinyurl.com/34mrjse6), dass es doch endlich funktionieren möge … ;)
Hab diesen Text als Newsletter erhalten und mich darüber gefreut 😊 gute Idee!