Panik in den Sozialen Medien – Dringlichkeitssitzung im Weißen Haus

23. Mai 2026von 2,6 Minuten Lesezeit

US-Präsident Donald Trump sagte kurzfristig seine Pläne für das Wochenende ab und wird nicht an der Hochzeit seines Sohnes Donald Trump Jr. teilnehmen. Als Begründung nannte er auf seiner Plattform Truth Social unspezifizierte „Umstände, die die Regierung betreffen„, und blieb stattdessen in Washington. Was steckt dahinter?

An dem Treffen am Freitag nahmen Vizepräsident J.D. Vance, Verteidigungsminister Pete Hegseth, CIA-Direktor John Ratcliffe und Stabschefin Susie Wiles teil. Außenminister Marco Rubio und der Vorsitzende der Generalstabschefs, General Dan Caine, waren abwesend – Rubio befand sich in Europa, Caine bei der Abschlussfeier der US Naval Academy. (Quelle: Christian Post)

Worum geht es konkret?

Laut Axios erwägt Trump ernsthaft weitere Militärschläge, sollte der Iran ein US-amerikanisches „letztes Angebot“ nicht bald annehmen. Trump war in der Woche zuvor nach eigenen Angaben eine Stunde davon entfernt, Angriffsbefehle zu erteilen, hielt jedoch angeblich auf Bitten von Golfstaaten inne.

Das Treffen endete ohne eine abschließende Entscheidung. Trump wurden Optionen für eine Wiederaufnahme militärischer Aktionen präsentiert hieß es in der Christian Post

Diplomatie läuft noch – aber stockt

Pakistans Armeechef trifft sich mit hochrangigen iranischen Offiziellen, um den diplomatischen Kanal offenzuhalten. Auch eine katarische Delegation ist an den Vermittlungsbemühungen beteiligt. Irans Außenministerium erklärte, dass zwar Gespräche stattfinden, ein Abkommen jedoch nicht unmittelbar bevorstehe.

Und Tulsi Gabbard?

Parallel dazu gab es noch eine weitere brisante Personalie: Geheimdienstkoordinatorin Tulsi Gabbard reichte ihren Rücktritt zum 30. Juni 2026 ein. Offiziell begründete sie dies mit der seltenen Krebserkrankung ihres Mannes Abraham. Zuletzt hatten sich ihre Positionen und die Trumps zum Iran-Krieg öffentlich auseinanderentwickelt – Gabbard soll eine gemäßigtere Haltung zur Urananreicherung vertreten haben als Trump.

Diskussionen in YouTube

Auf YouTube hat so ungefähr jeder Analyst, der über Westasien jemals etwas gesagt hat, inzwischen seine Meinung zu der Frage abgegeben, ob Trump nun noch einmal in einen Krieg gegen den Iran einsteigen wird oder nicht. Die Mehrheit ist wohl der Meinung, dass es eher politischer Selbstmord wäre. Aber die Unberechenbarkeit ist ja das Alleinstellungsmerkmal von Donald Trump. Kombiniert mit seiner Eitelkeit und der Verweigerung von Informationen, die nicht in sein Weltbild passe, lassen keine Voraussagen zu, so dass man einfach nur abwarten kann. Möglicherweise stand aber gar nicht die Frage der Bombardierung des Irans im Raum, sondern wie man die Bemühungen Saudi-Arabiens und anderer Golf-Staaten unterminieren kann, Frieden mit dem Iran ohne die USA zu schließen.

Zusammenfassung:

Die Panik in den sozialen Medien hatte also einen realen Hintergrund. Trump brach sein Wochenendprogramm ab, berief eine Sicherheitssitzung ein und prüfte offenbar militärische Optionen gegen den Iran – während gleichzeitig die Chefin aller US-Geheimdienste ihren Rücktritt erklärte. Eine Entscheidung über Militärschläge ist Stand heute Spätnachmittag wohl noch nicht gefallen.

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Ein Kommentar

  1. Jochen Mitschka 23. Mai 2026 um 17:44 Uhr - Antworten

    Mit solchen Aussagen treibt Trump die Falken nur dazu, noch mehr Druck zu machen, damit der Iran die Bombe entwickelt. Beispiellose Erpressung, ganz offen.

    „Trump zu Axios: „solide 50/50“, ob er [Iran] „in Königreiche kommen“ zerblasen wird

    „Ich denke, eine von 2 Sachen wird passieren: entweder schlage ich sie härter, als sie je geschlagen wurden, oder wir unterzeichnen einen Deal, der gut ist“

    VIDEO: 47 droht am Donnerstag Iran mit „etwas sehr Drastischem““ …. https://x.com/RT_com/status/2058211343115718883

    Und die Welt nickt. Nur Russland und China wagen zu widersprechen.

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann.

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