
Namen machen Leute
Gerade wurde die Magie eines Namens durch die Wahl eines profilarmen Mannes in Ungarn bestätigt. „Magyar“ = der Ungar scheint ihn qualifiziert zu haben als Statthalter für die EU-Kommission in Ungarn zu fungieren. Namen gelten offenbar immer noch als Wesenskern einer Person.
Namen korrespondieren oft mit ihrer überzeitlichen Funktion. Nur Zufall? Lenin, Stalin oder Willy Brandt – alles Kunstnamen. Entweder man wird von den Mächtigen einer Zeit wegen des Namens in eine Funktion gehievt oder Personen ändern für ihre neue Rolle den Namen. In der Geschichte hat es beide Varianten gegeben.
Für weit zurückliegende Zeiten konnten Phantompersonen mit passenden Namen nachträglich erfunden werden. Eltern eines zukünftigen Helden der Menschheit können unmöglich das Schicksal ihres Sprösslings vorausahnen. Während der Lebenszeit können Personen auch Namensänderungen durchmachen, falls es auf bestimmte Fähigkeiten ankommt. Andernfalls schicken Mächtige einen Strohmann mit geeignetem Namen in die Manege. Die Benennung einer Person, einer Sache oder eines Ereignisses ist ein Kernelement der christlich-europäischen Kultur: „Am Anfang war das Wort. Das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott selbst. (…) Alles wurde durch das Wort geschaffen, nichts ist ohne das Wort entstanden.“ (Johannes 1,1)
Die Botschaft der Namen
Weltliche und geistliche Herrscher gaben sich mit Amtsübernahme neue programmatische Namen. Päpste knüpfen ganz bewusst an Vorläufer an. Französische Herrscher nannten sich „Louis“ oder „Henry“, englische Herrscher „Henry“ oder „Edward“ bis dann die „Georges“ kamen. Mönche und Nonnen hatten beim Eintritt in ein Kloster nicht nur ihre Kleidung, sondern auch ihre Namen abzulegen. Martin Luther änderte seinen Namen sogar, als er das Klosterleben wieder verließ. Eigentlich war er als „Luder“ geboren.
Eine neue Identität verlangte einen neuen Namen. Ein namenloser Humanist formulierte dies unter der Maske des antiken Phantoms Platon: „Denn kein Name irgendeines Dinges gehört ihm von Natur, sondern durch Anordnung und Gewohnheit derer, welche die Wörter zur Gewohnheit machen und gebrauchen.“ Damit offenbart er das propagandistische Handwerk der Humanisten, die mit einer Flut verbaler Neuschöpfungen eine neue Welt schufen.
Es kam zu regelrechten Bedeutungskanonaden bei den Namen Gelehrter. Ohne lateinische oder griechische Aufplusterung war man nichts. Die neuen Bezeichnungen sollten nicht nur blenden, sondern den Anspruch liefern, den die Nachwelt vorfinden sollte. Das Omen wurde zum Nomen. Der Erzhumanist Konrad Pickel alias Conradus Celtis wollte mit seiner Namensübersetzung den Status als keltischer Nachfahre im Gegensatz zu den Italienern betonen. Voraussetzung für die Bedeutungsaufladung waren die ab dem 14. Jahrhundert eingeführten Familiennamen zur sicheren Identifizierung der Untertanen, als die keltogermanische Namensvielfalt von damals noch wenigen christlichen Vornamen verdrängt wurde.
Manöver und Feldzüge werden bis heute mit symbolisch aufgeladenen Namen versehen. Der Eroberungsfeldzug gegen Russland hieß „Operation Barbarossa“ und wollte ein deutsches Großreich aufleben lassen. Die Invasion der Alliierten 1944 lief unter der Bezeichnung „Overlord“ = oberster Lehnsherr und beanspruchte eine neue Machtpyramide mit den Vereinigten Staaten von Amerika an der Spitze Europas. Die Influenza war für einen weltweiten Putsch unzureichend, es musste mit „Corona“ die Krone aufgesetzt werden.
Symbolträchtige Schlüsselpersonen der Geschichte
Die Anhäufung sprechender Namen in der Antike ist ein sicheres Zeichen für Phantomgestalten, die in späterer Zeit erfunden wurden. Von der Akademikerfamilie Scholastikos über Theophrast (= göttlicher Schwätzer) zu Geschichtsschreibern namens Alexander Polyhistor oder Celius Historicus. Bei der Vielzahl benötigter Personen ging den Geschichtserfindern offenbar immer wieder die Phantasie aus. Penetrant symbolisch ist der Name des angeblich größten griechischen Philosophen: Aristo-teles (= das beste Ergebnis). Damit eignete er sich als passendes Pendant für die europäische Aristo-kratie, die sich schon immer zu Unrecht als Herrschaft der Besten charakterisierte. Kein Wunder, dass die Schriften des Aristoteles, von denen nur „Vorlesungsnotizen“ erhalten wären, jahrhundertelang „verschollen“ waren.
Das augenfälligste Beispiel für eine gezielte Namensvergabe zu Lebzeiten ist Cristobal Colón (Christoph Kolumbus). Er war der „christusbringende Kolonisator“ für Amerika. Die neue Identität wurde dem einer jüdischen Familie entstammenden Seefahrtpionier erst in einem spanischen Franziskanerkloster verpasst. Dort wartete er darauf, dass ihm die katholischen Majestäten Spaniens den Auftrag für seine Westpassage nach Indien erteilten. Nur so war er bei günstigem Ausgang seiner Exkursion als Frontmann des christlichen Europas vorzeigbar. Drei Tage vor dem Auslaufen seines Schiffskonvois endete das Ultimatum für Juden, Spanien zu verlassen.
Vasco da Gama als Galionsfigur der Ostroute nach Indien war dagegen Ritter des Christusordens. Allerdings bedeutet „Gama“ auf Portugiesisch auch „Reichweite“. Da ihm trotz Namenseignung die maritimen Kenntnisse für eine Ersteroberung fehlten, mussten ihn die besten Steuerleute und Navigatoren um das Kap der Guten Hoffnung an die afrikanische Ostküste befördern, wo der Fidalgo dann von einem arabischen Navigator ans indische Ziel chauffiert wurde.
Auch in jüngerer Zeit scheinen Zufälle zu kurz zu greifen. Die Symbolfiguren der „klassischen Impfstoffe“ mit Tierpassagen sind Louis Pasteur und Robert Koch. Impfsekrete wurden damals in Rinder- oder Hühnerbouillion ge“köchelt“. Die kirchliche Zuordnung von Pasteur = Pastor macht Sinn, wenn man die Stellungnahme eines damaligen spanischen Impfforschers kennt: „Es gibt zwei große Männer auf der Welt: Jesum Christum, der uns die seelische Erlösung gebracht, und Pasteur, der uns die Gesetze offenbart, nach welchen die leibliche Erlösung zu erlangen ist.“ Passenderweise wurde dann für Pasteurs Asche eine Krypta im Institut Pasteur eingerichtet.
Namenssymbolik heute
In jüngerer Zeit schien die Magie der Namen kaum mehr eine Rolle zu spielen. Zu viele Unwägbarkeiten in einer globalisierten Gesellschaft. Dennoch, den „Großen“, die in die Weltgeschichte eingehen sollen, kommen passende Namen gelegen. Der Amerikaner Neil Armstrong war als vermeintlicher Pionier auf dem Mond kein reiner Zufall. „Buzz Aldrin“ oder „Michael Collins“ trugen keine klingenden Namen. Der Armstrong-Clan hingegen war seit altdänischer Zeit im englisch-schottischen Grenzgebiet reich begütert und mächtig. Schon bei William Shakespeare wird ein tatkräftiger Kronprinz Fortinbras (frz. für Armstrong) als Symbolfigur eingeführt.
Bei „Covid-19“ spielte Namenssymbolik eine immense Rolle. Je größer der Schwindel, desto suggestiver muss die Inszenierung sein. Der Name des ersten Covid-Impflings auf dem Planeten war Margaret Keen-an = diejenige, die begierig auf etwas war. Der zweite Covid-19-Impfling hieß William „Bill“ Shakespeare. Damit ließ man es offenbar nicht bewenden. Als deutscher Statthalter der Pandemisten fungierte Christian Drosten. Droste ist die Bezeichnung für einen Herrschaftslakai in Norddeutschland. Für den favorisierten Biontech-„Impfstoff“ guckte man sich Ugur Sahin aus. Der phonetische Gleichklang von „Sahin“ zu „Sabin“, dem Schöpfer der „Polio“-Schluckimpfung 60 Jahre zuvor dürfte beabsichtigt gewesen sein. Außerdem heißt „Sahin“ zu Deutsch „Falke“, also einer, der schneller als die Konkurrenten war.
Fazit
Geschichte wird leichter geglaubt, wenn die handelnden Personen namentlich überzeugen. Mit den passenden Namen wird die erzählte Vergangenheit für zukünftige Generationen plausibler. Schließlich prägen Narrative unsere Wahrnehmung stärker als Fakten.
Claireneon, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons
Univ.-Doz.(Wien) Dr. med. Gerd Reuther ist Medizinaufklärer und Medizinhistoriker. Dr. Renate Reuther ist Historikerin. Zusammen haben sie vier Bücher verfasst.
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Abstand gewinnen von der „Neuen Normalität“
Ritterschlag für „Querdenker“: ein Wikipedia-Eintrag
Seit wann gibt es eigentlich den Adel?
Als Gegenreaktion hat sich die alternative Benamsung durchgesetzt, zB Klabauter oder Pinocchio oder Blabla.
Mit Einführung der neuen Definition für Spionage als „Handlungen, die geeignet sind, dem Ansehen der aktuellen Regierung oder der ungewählten Führerin zu schaden“, werden wir größere Anteile des Volksvermögens dafür aufwenden müssen, zu klären, ob „Pinocchio“ noch liebevoll oder schon Spionage oder durch den Wahrheitsbeweis unvermeidlich ist.
Die Sporrer war immer in der juristischen Community gut vernetzt und konnte auf diese Gelegenheit nicht verzichten. Irgendwo müssen die Jus-Studenten ja auch hin!
Wenn sich zwei Pennäler gegenseitig auffordern: Leck Eier! Ist das bereits eine staatszerstörerische Subversion, mit Arbeitslagerpflicht und Verlust sämtlicher Grundfreiheiten? Oder recht es, wenn die Leyen mit einem Klick die Altersverifikation auf „Unter 18“ setzt?
Cervantes wäre heute ein Staatsfeind! Wer ihm Essen überlässt, würde 15 Jahre in Haft gehen!
Da könnte duchaus was dran sein. Die bekannten Namen haben doch schon einen guten Klang, der gut mit etwas gekoppelt und verbindbar ist.
Ich meine, selbst ich gebe mir in irgendwelchen Spielen wohklingende Namen, über die ich eine Weile grübel.. eben damit es einen guten Wiedererkennunsgwert hat und nach mehr klingt als es(man) ist.
Das hat genauso einen Grund. Warum sollten Gallionsfiguren, ob extra präsentiert, oder sich selbst erhöhend wollen, nicht auch so handeln. So wie die Namen klingen, wird da was dran sein.
Auch sind Militär-Operationen ja bekanntlich prägnant.
„Unsere“ Politiker und Medien arbeiten ja auch gerne mit solchen Schlagworten, die in der Regel mehr verbergen sollen als etwas klar zu benennen, oder es ins Positive verdrehen. Und das haben die sich nicht selbst ausgedacht, sondern wurde von den Denkfabriken ihrer Herren durchgegeben. Das letzte Treffen ist nicht lange hier in Washington D.C.
Es gibt ja den Bundesstaat Washington am anderen Ende der USA und die D.C. für die Stadt. Wobei D.C. für Destrict of Columbia steht. George Washington war der erste Präsident der USA und der Oberbefehlsgeber im Unabhängigkeitskrieg, und zu Ehren von Christoph Kolumbus wurde das D.C. angehangen, Columbia für Kolumbus.
Also: Verwaltungsgebiet Columbia, Washington, Maryland/Virginia.
In den Staaten sprechen die Leute wohl nur von D.C. wenn sie die Stadt meinen, habe ich mir sagen gelassen. Selbst war ich da aber noch nie und werde wohl auch nie dahin kommen/gehen.
Es gibt auch Namen die „bescheiden“ sind.
Z.B aus CoD:
Price:
„Was ist Soap überhaupt für ein Name, wie hat einer wie Sie die Grundausbildung geschafft?…
Gaz hält mit 19 sec. den aktuellen Rekord.
…
Das ist ein neuer Rekord.
Gar nicht schlecht.“
Viel Lärm bis hin zu Aristoteles. Aber wenn schon, denn schon: Covid ist auf Englisch ein (auch lautmalerisches) Kürzel für die Cough-ID, also den Hustenausweis. Und derlei Offensichtlichkeit ist seit der grotesken Notrufnummer 911 ein wesentlicher Bestandteil aller militärisch angelegten psychologischen Operationen. An der so gut wie alle Aufklärer und vor allem Promipsychologen trotz des Kaisers neuen Kleidern völlig vorbeizielen. Und das muss man erst mal schaffen ;-!