Trump telefoniert mit Viktor Orbán über Ukraine

20. August 2025von 2,1 Minuten Lesezeit

Die EU möchte, dass Ungarn seine Ablehnung gegenüber einer EU-Mitgliedschaft der Ukraine aufgibt. US-Präsident Donald Trump rief den ungarischen Regierungschef Viktor Orbán an, um ihn nach seiner Haltung zum Beitritt der Ukraine zur EU zu fragen.

Der amerikanische Staatschef wollte Berichten zufolge die Gründe erörtern, warum Orbán die Verhandlungen über den Beitritt der Ukraine zur Europäischen Union blockiert. „Der Anruf war das Ergebnis von Gesprächen Trumps mit einer Gruppe europäischer Staats- und Regierungschefs, die sich im Weißen Haus versammelt hatten, um über Möglichkeiten zur Beendigung des Krieges Russlands mit der Ukraine zu beraten. An einem Punkt baten sie Trump, seinen Einfluss auf Orbán geltend zu machen, um den rechtspopulistischen Politiker davon zu überzeugen, seine Ablehnung der EU-Mitgliedschaft der Ukraine aufzugeben“, schreibt Bloomberg.

Während eines Telefongesprächs mit Trump bekundete Ungarn Interesse an einer weiteren Gesprächsrunde zwischen dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und dem ukrainischen Staatschef Wolodymyr Selenskyj.

Orbán, ein enger Verbündeter Trumps, gilt weithin als Inspiration für die politische Ideologie des US-Präsidenten sowie für andere rechtsgerichtete Politiker weltweit.

Am Dienstag gab Orbán eine Erklärung ab, in der er andeutete, dass er die Forderung der Ukraine nach EU-Mitgliedschaft verstehe, aber nicht beabsichtige, von seiner Position abzurücken.

„Die Mitgliedschaft der Ukraine in der Europäischen Union bietet keine Sicherheitsgarantien. Daher ist es unnötig und gefährlich, die Mitgliedschaft mit Sicherheitsgarantien zu verknüpfen“, sagte er.

Zuvor hatte Orbán wiederholt erklärt, die Ukraine solle der Europäischen Union nicht beitreten, um den Krieg nicht nach Europa zu tragen, sondern stattdessen eine „Pufferzone“ zwischen Europa und Russland bilden. Anstelle eines Beitritts bot er Kiew eine „strategische“ Zusammenarbeit an – „pragmatisch, flexibel und auf gemeinsamen Interessen basierend“. Orbán hält auch die EU-Sanktionen gegen Russland für wirkungslos. Er hat sie wiederholt als nutzlos und schädlich für die europäische Wirtschaft kritisiert und in der Vergangenheit erreicht, dass die EU-Sanktionen gegen mehrere Russen aufgehoben wurden.


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2 Kommentare

  1. Daisy 21. August 2025 um 4:39 Uhr - Antworten

    Trump hat mit Orban telefoniert, um ein Treffen Elendskis mit Putin in Budapest zu organisieren.
    https://www.berliner-zeitung.de/news/putin-selenskyj-treffen-trump-regierung-trifft-offenbar-vorkehrungen-in-budapest-li.2350483
    Putin hatte Moskau vorgeschlagen, aber das hat S. abgelehnt.
    Macron wünscht sich Genf. Aber die Schweiz ist nicht neutral gewesen, denn in Davos hockt ja das WEF.

    Budapest ist gut. Orban ist neutral geblieben…dadurch, dass die Ukr. mutwillig die Pipeline nach Ungarn und Slowakei zerstört hat, ist er allerdings sehr sauer auf S. Orban ist zurecht gegen einen EU-Beitritt, zumal das dann die Beistandspflicht auslösen würde und sohin die gesamte EU in den Krieg gegen Russland ziehen müsste, was sich besonders die „Willigen“ rund um dschörman Uschi und Mörds zu wünschen scheinen…

    • Daisy 21. August 2025 um 8:05 Uhr - Antworten

      Update: Es scheint nun wieder ganz vorbei zu sein. Die BZ schreibt:
      Moskau bremst die Erwartungen an einen raschen Gipfel zwischen Putin und Selenskyj. Stattdessen setzen die Russen auf niederrangige Delegationstreffen.

      Grund: Selenskis Unterschrift wäre wertlos…

      Moskau ist halt immer noch nicht fertig.

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