Ein „östlicher“ Blick auf den Krieg in der Ukraine

3. Januar 2023von 2,1 Minuten Lesezeit

Alina Lipp ist laut Correctiv und anderen deutschen „Qualitätsmedien“ das Sprachrohr russischer Propaganda. Sie hat am 1. Januar eine kurze Dokumentation der Situation in der Ostukraine publiziert, die man genauso wie „Frontstadt Charkow – Putins verlorene Schlacht“ von Billy Six kennen sollte, um sich ein eigenen Bild über die Situation im Kriegsgebiet machen zu können.

Ihr Einleitungstext auf Telegram: Das wichtigste Video, das ich jemals gemacht habe, wurde heute veröffentlicht. Durch meine Kamera seht ihr, was wirklich im Donbass geschieht und worin meine Arbeit besteht – wofür Deutschland mich sogar verfolgt. Für das Filmen im Donbass habe ich 2022 mit meiner Heimat bezahlt, in die ich nicht mehr zurückkehren kann – weil der Westen Waffen an die Ukraine liefert, mit denen auf Zivilisten im Donbass geschossen wird und ich für das Öffentlichmachen zum Schweigen gebracht werden soll. Glaubt ihr nicht? Schaut den Film. Aber gut festhalten – es wird emotional.

Sie erzählt über ihr Leben im Kriegsgebiet. Sie hat Monate in Donezk verbracht und hat mehrfach die graue Zone (erweitertes Frontgebiet) besucht. Sie berichtet über Einzelschicksale und regionale Zerstörungen – und das sehr emotional. Deutlich emotionaler als Billy Six das getan hat, so dass man ihr mangelnde journalistische Distanz oder auch mangelnde Objektivität vorwerfen kann – wenn man will. In einem Krieg objektiv zu bleiben ist, insbesondere wenn man vor Ort lebt, eine – in meinen Augen – fast übermenschliche Fähigkeit. Ich besäße sie nicht.

Machen Sie sich selbst ein Bild. Das Video dauert 16 Minunten.

Da ich Alina 2020 persönlich kennengelernt habe, bin ich überzeugt davon, dass es sich um ihre authentische Wahrnehmung handelt, die sie in dieser Dokumentation präsentiert und nicht um russische Propaganda. Ihr kurze Dokumentation deckt sich auch 1:1 mit Berichten und Filmen, die ich aufgrund meiner Unterstützung der Friedensbrücke Kriegsopferhilfe seit 2016 bzw. 24.2.2022 immer wieder sehen muss.

Auch dieser Film macht deutlich:

Krieg ist mörderisch – und die Leidtragenden sind die Menschen – egal auf welcher Seite der Frontlinie.

Wer den Menschen im Osten der Ukraine helfen möchte: die Friedensbrücke Kriegsopferhilfe  hilft weiter direkt vor Ort und freut sich über jede Spende.
Spenden via Überweisung:
Liane Kilinc, Stichwort: Projektarbeit
IBAN: DE44 5001 0517 5441 3653 35
Spenden per Paypal
friedensbruecke@gmx.de


Unsere Arbeit ist spendenfinanziert – wir bitten um Unterstützung.

Folge uns auf Telegram und GETTR


Ein „westlicher“ Blick auf den Krieg in der Ukraine

Russische Prognose für 2023: Zusammenbruch von EU, Euro, Ukraine und US-Bürgerkrieg

Nach Merkel auch Hollande: Minsk-Abkommen sollte Ukraine nur Zeit verschaffen

10 Kommentare

  1. Pfeiffer C 11. Januar 2023 at 9:54Antworten

    Dem hochgeschätzten, wichtigen Medium tkp möchte ich natürlich – im Nichtwissen allfälliger hintergedankengesteuerter juristisch/negativer Folgen – in keiner Weise schaden, gleichwohl lasse ich zum Gratwanderthema „Ukraine“ wenigstens den Vietnam-Buchautor, Ex-US-Kriegsminister & Vietnamkriegs-Dauerfalken Robert S. McNamara lange nach dem Irak- Syrien- Kosovo- Afghanistankrieg und vielen anderen folgenschweren US-Militärdesaster – zur Ukraine (inklusive Vorgeschichte bis 2014 und dann weiter bis in den Feb 2022) – lasse ich also McNamara zu Wort kommen:

    Auf der Rückseite seines 508 Seiten Wälzers „Vietnam – Das Trauma einer Weltmacht“ steht wörtlich:

    „…wir haben uns geirrt, schrecklich geirrt. Und wir sind künftigen Generationen eine Erklärung schuldig, warum das so war“.

  2. Andreas I. 4. Januar 2023 at 4:42Antworten

    Hallo,
    die aktuelle deutsche Gesellschaft taumelt von einer Massenpsychose in die nächste, da habe ich keinerlei Hoffnung mehr.
    Aber sowas sind wichtige Zeitzeugnisse für spätere Generationen, falls es irgendwann mal eine Mehrheit geben sollte, die aus der Geschichte lernen will.

  3. Benno 3. Januar 2023 at 11:19Antworten

    Wie zu erwarten, weit entfernt von Journalismus.
    Einen oblektiven Bericht kann Frau Lipp mit ihrer wohlbekannten, Pro Russischen Einstellung gar nicht bringen. Wie soll denn das gehen ?

    • quantumonly 3. Januar 2023 at 20:06Antworten

      Sie sind die geschliffenen Worte die als Lügen zusammengesetzt sind offensichtlich schon in Fleisch und Blut über gegangen.
      Finden sie auf TKP: https://tkp.at/2022/12/31/tavistock-institut-london-wirkung-von-schocks-wird-seit-100-jahren-erforscht/

    • Andreas I. 4. Januar 2023 at 4:57Antworten

      Hallo,
      wenn es ausschließlich pro-ukrainische Darstellungen gibt, so wie hier im Westen von den transatlantischen Qualitätsjournalisten, dann fehlt die andere Seite.
      Durch das Hinzufügen einer pro-russischen Darstellung wird der journalistische Grundsatz erfüllt, immer beide Seiten darzustellen.

      Mal abgesehen davon, dass im Westen bereits alles als „pro-russisch“ angesehen wird, was nicht vor antirussischem Hass trieft.

  4. Jens Tiefschneider 3. Januar 2023 at 10:51Antworten

    So wirklich viel geben die 16 Minuten nicht her. Ich kann inhaltlich keinen Unterschied zu ihrem Kurzfilm „ich könnte einfach gehen“ erkennen? Wer wissen will, wie es gerade jetzt den Menschen im Donbass geht, der wird es in diesem Video nicht erfahren. Als Doku würde ich das jetzt nicht bezeichnen, eher eine lose Sammlung von Eindrücken.

  5. Frank D. 3. Januar 2023 at 10:28Antworten

    Dank Correctiv können wir jetzt sicher sein, dass Alina L. authentisch ist und einen Teil der Wahrheit berichtet.

  6. Jurgen 3. Januar 2023 at 9:38Antworten

    Alle Leute im Westen sind hiermit aufgerufen, persönlich die Finanzierung dieser Kriegsscheiße über den Staat in dem sie leben einzustellen! Steuer-Boykott!

    • Benno 3. Januar 2023 at 11:28Antworten

      Jurgen
      3. Januar 2023 at 9:38Antworten
      „Steuer-Boykott“

      Das habe sie bereits mehrmals gefordert.
      Und wie soll das gehen ?
      Irgendeinen Vorschlag oder Plan ?
      Ist ihnen nicht bekannt dass Lohnsteuern automatisch abgeführt werden, dass sie bei Einkaufen, Steuern mitbezahlen, die ach automatisch abgeführt werden.
      Ihr Vorschlag funktioniert nur dann wenn alle ihre Arbeit kündigen und niemand mehr etwas kauft und ist .

  7. Dr. med. Veronika Rampold 3. Januar 2023 at 7:44Antworten

    Ich hab „reingeguckt“…

    Wie wohl tun mir die verweint aussehenden Augen Alinas! Sie holt die Tränen zurück aus dem Keller des Nicht-Gesellschaftsfähig-Seins, in den die Moderne sie verbannte. Was kann man Besseres oder Vernünftigeres tun beim Anblick der Hölle, die Krieg heisst, als weinen? Von wegen mangelnde Professionalität. Kalt zu bleiben beim Anblick des alten Mannes ohne BEine, der sich auf einem Brettchen umherschiebt, mit zwei Handstützen aus Eisen, die aussehn wie antike Bügeleisen… wäre anomal.

    Meiner WEnigkeit übrigens kamen eben auch bei einem anderen Video die Tränen: dem von der Kiewer Kathedrale, in der nicht mehr gebetet und gesungen werden darf, nur weil sie zu einer von Moskau aus verwalteten orthodoxen Kirche gehört. Der Staat werde sich überlegen, wie man diese Kirche verwenden könne, hiess es da, und man sah zwischen den erhabenen goldenen Ikonen grobe Söldner rumlaufen… Sowas hat man zuletzt zu Lenins und Stalins Zeiten gesehen, wo in Russland die Kirchen zu Scheunen oder gar zu hässlichen „Atheismusmuseen“ gemacht wurden. Schande über Selenskyi und seine Junta!

Wir freuen uns über jeden Kommentar, aber ersuchen einige Regeln zu beachten: Bitte bleiben wir respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe, keine (Ab-)Wertungen und bitte auch keine Video-Links und Texte mit roten Rufzeichen. Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Aktuelle Beiträge