Planlose EU-Kallas sorgt wieder für Verwunderung

21. Mai 2026von 5 Minuten Lesezeit

Kaja Kallas, ehemalige Ministerpräsidentin Estlands, hat seit 2024 das Amt der Hohen Vertreterin der EU für Außen- und Sicherheitspolitik inne. Die Estin gilt als eine der schärfsten Kritikerinnen Russlands und sorgt mit ihren eigenartigen Ansichten und Äußerungen immer wieder Heiterkeit, Kopfschütteln und Entsetzen.

Der Europaabgeordnete Martin Sonneborn (Die PARTEI) hat Kallas in einer Rede im EU-Parlament scharf kritisiert. Er bezeichnete sie als „Low Representative“ und machte sich über ihre Autobiografie lustig, die er als „432 Seiten, auf denen nichts steht“ beschrieb. Sonneborn warf ihr mangelnde diplomatische Erfahrung und inhaltliche Leere vor und verglich ein Gespräch mit ihr humoristisch mit einem Dialog mit seinem Hamster. Auch der souveränistische französische Abgeordnete Arnaud Bertrand kommentierte jüngste Äußerungen Kallas’ kritisch. Besonders ihre Aussage, die EU habe keine Strategie für den Nahen Osten, weil dort „einfach zu viel los sei“, stieß auf Spott. Weitere Statements – darunter Vergleiche Chinas mit einer „Krankheit“ oder „Krebs“ – führten zu Diskussionen über ihren diplomatischen Stil.

Arnaud Bertrand schreibt auf X:

Ein neuer Tag, eine neue, völlig idiotische Äußerung. Man kann gar nicht genug betonen, was für eine wandelnde Katastrophe Kallas für Europa ist.

Gestern bezeichnete sie China als „Krankheit“ für Europa (genauer gesagt als „Krebs“), und jetzt behauptet sie, die EU könne keine Nahost-Strategie verfolgen, weil – haltet euch fest – dort einfach zu viel los ist.

Dies reiht sich ein in Hunderte ähnlich idiotischer Äußerungen – im Grunde jedes Mal, wenn sie den Mund aufmacht.

Wenn man solche Leute auswählt, um der Welt gegenüber zu sprechen, hat man jede Unbedeutendheit und jeden Spott verdient, der einem entgegenkommt.

Wer es nicht glaubt, hier zum Anhören:

Und der Europaabgeordnete Marc Botenga von den EU-Linken:

Die EU hat keine Nahost-Strategie, weil *schaut in die Notizen* im Nahen Osten einfach zu viel los ist. Das kann man sich nicht ausdenken. Das sagt der EU-Außenbeauftragte. Im Jahr 2026.

Pointiert wie immer  Martin Sonneborn:

Hier der ganze Text:

Low Representative
Sie war Premierministerin eines Landes, das weniger Einwohner hat als München. Sie schrieb ein Buch, in dem nichts steht. Und ohne ihren Vater (Siim Kallas) wäre sie vermutlich nicht Staatsfrau, sondern irgendetwas Passenderes geworden geworden (Lifestyle-Influencerin).

Die Chefdiplomatin der EU ist eine solche Nullnummer, dass noch nicht einmal ein Schmierlapp wie Marco Rubio ihr einen Termin für „bilaterale Gespräche“ gewähren will. Sie bestreitet, dass Russland & China die Sieger des II. Weltkriegs sind („das ist mir neu“), verwechselt Boris Pistolius mit Armin Laschet, träumt offen davon, Russland in kleinere Staaten zu zerlegen, rät den Menschen und sich selbst, „jetzt mit dem Trinken anzufangen“, und beschuldigt, während sie selbst keinen einigen Mitgliedsstaat hinter sich hat, alle anderen Länder der Welt, (aufs Bösartigste) die schöne EU zu „spalten“.

Wem Einblicke in ihr diplomatisches Genie & ihr strategisch komplexes Denken noch fehlen, der betrachte allein ihre Wortmeldungen aus der vergangenen Woche.

Erst erläuterte sie ihr „Konzept“ von Europa als erdkundlicher Entgrenzung, bei dem es nicht um „Geographie“, sondern um „Werte“ gehe, weshalb die Europäische Union ebenso gut in Guinea-Bissau, Kanada und Nordkorea liege.

Dann schlug sie vor, im Rahmen der als EU-Korrelat zur chinesischen Seidenstraße angelegten „Global Gateway“-Initiative außenpolitisch aufmüpfigen Staaten die Gelder zu entziehen, um die EU-Außenpolitik damit – sinngemäß – darauf zu beschränken, Staaten, die noch unbedeutender und lächerlicher sind als wir, (nach dem bewährten Prinzip der Doppelmoralität) öffentlich anzukläffen.

Zuletzt verglich sie China mit einer „Krankheit“ und die chinesische Wirtschaftspolitik mit „Krebs“, dem die europäischen Staaten bisher lediglich mit „Morphiumgaben“ (Unternehmenssubventionen) beizukommen versuchten, anstatt eine „Chemotherapie“ (Protektionismus & Wirtschaftskrieg) zu beginnen.

Und nun erklärt sie im Europaparlament, dass die EU, die unter ihren Vorgängern immerhin so etwas wie das Zentrum der internationalen Irandiplomatie gewesen war, keine Strategie für den Mittleren Osten habe, weil da einfach zu viel los sei.

Die Kommentare im Netz reichen von „Bullshit Barbie“ bis hin zu Vorschlägen, das Amt der „High Representative“ umständehalber vorübergehend in „Low Representative“ umzubenennen.

Falls Sie sich gegen die ebenfalls für den Job gehandelten (und aus anderen Gründen ebenso ungeeigneten) Kandidaten Merkel, Draghi & Stubb durchsetzen und wunschgemäß zur Chefunterhändlerin im Ukrainekrieg werden sollte, könnte es für uns Europäer brenzlig werden.

Im Parlament nennen wir Kallas (und ihre explosive Mischung aus Geltungssucht & Selbstüberschätzung) heimlich die europäische Nuklearoption: Sie ist unsere kleine (umweltfreundlichere) Atombombe, unter der in Nullkommanichts, wenn sie kommt, alles in die Luft geht, was noch steht.

Oder um es in ihren eigenen Worten zu sagen:

„Tohutu ummik. Napilt jõudsime õigeks ajaks lennujaama. Siis enne lennukit vaidlus: käime tualetis ära – ma ei taha.“
(„Riesiger Stau. Gerade rechtzeitig am Flughafen. Großer Streit: Gehen wir kurz aufs Klo? – Nein, ich will nicht.“)

Kommentar so überflüssig wie die Kommissarin.

Links zu früheren TKP-Beiträgen zum Thema finden Sie unterhalb 👇


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