New York schafft Maske ab

8. September 2022von 1,8 Minuten Lesezeit

Zumindest in den öffentlichen Verkehrsmitteln hat New York nach mehr als 2 Jahren die Maske abgeschafft. In Wien scheint das weiterhin undenkbar. 

New York ist eine Hochburg der US-Demokraten und damit auch der Corona-Restriktionen. Im Big Apple setzte man 2021 schon sehr früh eine 1G-Regel für fast alle öffentlichen und privaten Einrichtungen ein. Wer nicht geimpft war, wurde kompromisslos ausgeschlossen. Doch jetzt bröckelt sogar dort die Corona-Maskerade: Die Maskenpflicht im öffentlichen Verkehr wurde abgeschafft.

Maskenloses New York

Nach über 2 Jahren Maskenpflicht in der U-Bahn, Bussen und anderen öffentlichen Verkehrsmitteln werden die New Yorker von der Maske befreit. Das kündigte Gouverneurin Kathy Hochul am Mittwoch an. Die Entscheidung tritt sofort in Kraft.

Das Covid-Schauspiel ist aber alles andere als beendet. Während der Pressekonferenz ließ sich Hochul– nach eigenen Angaben – den Omikron-Booster spritzen. Außerdem bleibt die Maske in Pflegeheimen, Krankenhäusern und anderen staatlich zugelassenen Einrichtungen des Gesundheitswesens nach wie vor vorgeschrieben.

Ob die Masken im November nach den Wahlen auch wieder in der New Yorker U-Bahn zurückkommen werden, wird sich zeigen.

Die europäischen Maskenhochburgen verlieren jedenfalls fürs Erste einen starken Unterstützer aus Übersee. Die Speerspitze in Europa ist Wien, wo seit rund eineinhalb Jahren eine FFP2-Maskenpflicht gilt. Nirgendwo sonst in Europa ist diese Vorschrift zu finden. Einige Bundesländer in Deutschland dürften wohl im Herbst nachziehen.

Ansonsten gibt es aktuell in öffentlichen Verkehrsmitteln noch in Italien, Spanien, Griechenland, Montenegro und Nordmazedonien eine Öffi-Maskenpflicht. Gerade in den Ländern von Ex-Jugoslawien werden die Covid-Vorschriften allerdings wenig befolgt.

In Wien gibt es jedenfalls keine Aussicht darauf, dass man in den Öffis bald wieder legale Gesichter sehen darf. Die aktuelle Verordnung gilt bis Ende Oktober. Dann sind die Temperaturen schon wieder kühler und es ist zu erwarten, dass die Inzidenz wieder ansteigt. Michael Ludwig und sein Mann für Corona, Peter Hacker, hätten dann wieder das passende Argument, um die Maskenpflicht erneut zu verlängern.

AdjoajoMTA New York City Subway riding wearing a facial maskCC BY-SA 4.0

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3 Kommentare

  1. Dr. No 8. September 2022 at 17:47Antworten

    Dann bringen Sie es bitte übers Herz und wählen Sie nächstes Mal einen aus einer anderen Partei.

  2. Slobodan Covjek 8. September 2022 at 14:30Antworten

    Ich habe die Leistungen des roten Wien bis einschließlich der Zeit von Vizebürgermeister Hans Mayr außerordentlich geschätzt, ja bewundert. Es schmerzt mich zutiefst jemanden wie Michael Ludwig an der Spitze der Partei und der Stadt zu sehen.

  3. Edeltraud 8. September 2022 at 14:10Antworten

    Hamburg und Wien ähneln sich sehr. Seit April 2021 gilt hier bis jetzt anhaltend FFP 2 – Maskenpflicht in Bussen und Bahnen. Bis jetzt kein Ende in Sicht. Es ist schrecklich. Fast lustig war die Aufhebung dieser Pflicht an Bus- und Bahnhaltestellen. Zwischenzeitlich hieß es: Pflicht zum Tragen einer FFP 2 – Maske an überdachten Haltestellen. Zuvor musste sie auch im Freien an der Haltestelle aufgesetzt werden.

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