Lächerliche Modellierungsstudie versucht ohne Daten Wirkung von Corona Impfung zu beweisen

7. September 2022von 3,9 Minuten Lesezeit

Seit März 2020 werden wir mit Modellierungsstudien geflutet, die im Grunde genommen nichts anderes tun als aus irgendwelchen unsubstantierten Annahmen Daten mit oft falschen Modellen zu generieren. So gut wie alle diese Modellierungen haben keinerlei naturwissenschaftliche Grundlage und damit auch keine Relevanz außer für politische Behauptungen.

Die Krone dieses Unsinns war der Report 9 von Neil Ferguson und 30 weiteren „Experten“ des Imperial College. Die früheren Reports waren genauso grottenfalsch wie der Report 9. 2002 sagte Ferguson bis zu 150.000 Tote durch BSE (Rinderwahn) voraus – nicht bei Kühen, sondern bei Menschen. Tatsächlich gab es damals etwa 2.700 Tote. Das entspricht einer 55-fachen Überschätzung.

Bei der Schweinegrippe 2009 prognostizierte er 65.000 Tote für Großbritannien, tatsächlich kam es zu 457. Das entspricht einer Fehlschätzung um den Faktor 142. Und bei der Vogelgrippe sagte er 2005 200 Millionen Tote weltweit voraus – es kam aber nur zu 455 – eine Fehlschätzung um den Faktor 439.000.

Nun gibt es eine Behauptung von einer weiteren Gruppe angeblicher Wissenschaftler des Imperial College, die ähnlich haarsträubend ist. Veröffentlicht in Lancet Infect. Dis. (preprint) behaupten Watson, O.J. et al. (2022) in einer Arbeit mit dem Titel „Global impact of the first year of COVID-19 vaccination: a mathematical modelling study“ (Globale Auswirkungen des ersten Jahres der COVID-19-Impfung: eine mathematische Modellierungsstudie), dass durch die Impfkampagne 14 Millionen Todesfälle oder mehr verhindert worden seien.

Unter dem Titel „Findings“ ist zu lesen:

„Auf der Grundlage der offiziell gemeldeten COVID-19-Todesfälle schätzten wir, dass die Impfungen zwischen dem 8. Dezember 2020 und dem 8. Dezember 2021 in 185 Ländern und Territorien 14,4 Millionen (95% Glaubwürdigkeitsintervall [Crl] 13,7-15,9) Todesfälle durch COVID-19 verhindert haben. Diese Schätzung erhöhte sich auf 19,8 Millionen (95% Crl 19,1-20,4) verhinderte COVID-19-Todesfälle, wenn wir die überzähligen Todesfälle als Schätzung des wahren Ausmaßes der Pandemie heranzogen, was einer weltweiten Verringerung der Gesamttodesfälle um 63% (19,8 Millionen von 31,4 Millionen) während des ersten Jahres der COVID-19-Impfung entspricht.“

Ein kurzer Blick in die Daten, zb von Our World in Data und 10 Sekunden konzentriertes Nachdenken zeigt schon, dass die Daten offensichtlich kompletter Schwachsinn sind. Bis 7. Dezember 2020 wurden offiziell 1,63 Millionen Todesfälle mit oder wegen einer Corona Infektion registriert, was aber ohnehin im Vergleich zu den Krebs-Todesfällen minimal ist. Bis 8. Dezember 2021 werden 5,31 Millionen Todesfälle mit oder wegen einer Corona-Infektion angegeben.

Die Zählung hatte mit 22. Januar 2020 begonnen. In 321 Tagen wurden also 1,63 Millionen oder 5077 Todesfälle pro Tag gezählt. Für die nächsten 365 Tage wurden 3,68 Millionen oder 10.082 pro Tag gezählt. Die Behauptung ist nun also, dass es ohne Impfung statt 3,68 Millionen zwischen etwa 24 bis 35 Millionen Todesfälle gegeben hätte. Oder statt 10.000 pro Tag 100.000. Absurd.

Wesentlich wahrscheinlicher und plausibler ist dagegen die Vermutung, dass die Verdopplung der täglichen gemeldeten Todesfälle zwischen 8. Dezember 2020 und 8. Dezember 2021 gegenüber vorher von ungefähr 5000 auf 10.000 auf die Impfung zurückzuführen ist.

Die Frage ist, was machen die Modellierer um auf diese Phantasiezahlen zu kommen. Das habe ich mich immer wieder gefragt, wenn ich Auslassungen von Modellierern, die meist Mathematiker aber keine Naturwissenschaftler sind, gesehen habe. Der Frage geht auch ein Artikel in Doctors or COVID Ethics nach, den es hier auch in einer deutschen Übersetzung gibt: Modellierungsstudie_Watson_de_28082022.

In der „Modellierungsstudie“ von Watson et al. dienen hypothetische Daten als Grundlage, nicht reale Beobachtungen:

„For this mathematical modeling study, we used a previously published COVID-19 transmission model and fitting framework to obtain profiles of the COVID-19 pandemic in each country…..”

(Für diese mathematische Modellierungsstudie haben wir ein bereits veröffentlichtes COVID-19-Übertragungsmodell und einen Anpassungsrahmen verwendet, um Profile der COVID-19-Pandemie in jedem Land zu erhalten…..)

Es gilt hier „Junk in – Junk out“. Es wird nicht Natur beobachtet, wie es Naturwissenschaftler machen würden, sondern eigene Phantasiezahlen, aus denen dann weitere Phantastereien abgeleitet werden. Das machen in der Regel nur Traumdeuter, oder eben Modellierer, die Mathematiker sind. Absurd ist, dass so ein Schwachsinn in Lancet veröffentlicht wird.

Dazu bestehen gravierende Interessenskonflikte. Wirft eine Publikation derart viele Fragen auf, wie es hier der Fall ist, dann sollte zwingend ihre Finanzierung ausfindig gemacht werden. Im vorliegenden Fall wurde die „Modellierungstudie“, laut in der Publikation deklariertem „Funding” u.a. von eben denjenigen Institutionen bezahlt, welche an den „Impfungen” dank des beeindruckenden „Return on Investment“-Verhältnisses von 20:1, zumindest indirekt, Millionen verdienen.

Bild von Prawny auf Pixabay

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11 Kommentare

  1. Germann 8. September 2022 at 10:39Antworten

    Herr Dr. Peter F. Mayer, da stimme ich zu. Auch ohne Daten gibt es genug Beweise Wirkung von Corona Impfung ist Null. Überall wo ich hinschaue heißt „unser Personal ist Krank“ oder Nachbarschaft wie die trotz Impfung sich Corona (drei verstarben) einfangen. Glauben tue ich keinen die oft falschen Modellen die uns unter der Nase gerieben werden und gern die Wahrheit vertuschen sollen. Diese Fehlschätzung wird von den Macher nicht bemerkt.

  2. Heiko 7. September 2022 at 20:09Antworten

    Ich schätze auch jede Woche die Lottozahlen. Das Ergebnis ist das gleiche wie bei Ferguson.

  3. Mark Baum 7. September 2022 at 18:39Antworten

    Der Trick mit der Modellierung wurde schon bei 9/11 angewendet (wo man die ‚Parameter wegen Staatssicherheit geheim halten‘ musste). Ähnlich offensichtlich, dreist und frech wie die Corona-Plandemie durchgezogen, wurden die gleichen Methoden der Diffamierung, Ausgrenzung und ‚Qualitäts‘-Medialer Bestrahlung erfolgreich getestet. Damals waren im Prinzip nur die Opfer und deren Angehörigen tatsächlich persönlich betroffen. Eine überschaubare Menge von Menschen, die man mit Bedrohungen, großzügigen Geldangeboten und natürlich auch noch mehr unausprechlichem auf Teufel komm raus von einer Klage vor einem amerikanischen Gericht abgehalten hat. Richtig gehört, es gibt bis heute keine gerichtliche Aufarbeitung zu den Vorfällen am 11. September! (in Deutschland wäre so ein Prozess kein Problem, weil die Richter schon wissen, was sie zu urteilen haben und Sachverständige einfach ignorieren können, oder bei der Beweisaufnahme einfach pfuschen können, ohne dass es jemand juckt, wie z.B. dieser Bundeswehr-Prozess gezeigt hat. In den USA ist sowas nicht möglich).

  4. Charly1 7. September 2022 at 17:15Antworten

    Die Veränderung der DNA des Einzelnen durch das Versuchsserum mit der neuen mRNA-Technologie ist vielleicht der beunruhigendste Aspekt dieses epochalen Kampfes. Wenn es Wirtschaftsmächte gibt, die keine Skrupel haben, die Weltbevölkerung ins Visier zu nehmen, um ihr Immunsystem zu schwächen, plötzliche Todesfälle herbeizuführen und uns alle chronisch krank zu machen, um ihre Präparate oder ihre Gesundheitsdienste zu verkaufen, dann gibt es auf der anderen Seite Menschen, die sich dem Bösen verschrieben haben und die sich sehr wohl bewusst sind, dass sie im Dienste eines höllischen Plans arbeiten, für die Ankunft des Antichristen durch die Synarchie der NWO.

  5. anamcara 7. September 2022 at 13:23Antworten

    “Insgesamt muss die „Modellierungsstudie“ von Watson et al. als unwissenschaftlicher und unehrlicher Versuch betrachtet werden, die „Impfstoffe“ fälschlicherweise in ein positives Licht zu rücken.

    Die schwerwiegenden Interessenkonflikte im Zusammenhang mit der Studie untergraben nicht nur die Glaubwürdigkeit der Publikation selbst, sondern auch die der medizinischen Fachzeitschrift, die sie veröffentlicht hat.”

    Schlussfolgern Doctors for Covid Ethics.

  6. Veron 7. September 2022 at 13:09Antworten

    Jetzt weiß ich, aus welchem Hut die WHO-Sprecher ihre Aussagen gezogen haben

  7. Dr. No 7. September 2022 at 12:11Antworten

    Es ist regelrecht eine Pandemie der Studien geworden. Früher wurde nichts publiziert was nicht randomisiert und revidiert was Monate im Anspruch nahm, dann gab es die Metaanalysen die wiederum etliche Studien ungültig gemacht haben. Jetzt darf jeder Spatz in No Time beliebig eine Studie aus dem Ärmel zaubern und wird, dank Mainstream Journalismus mit Hilfe der üblichen verdächtigen Foundations und ihren Lakaien an den Universitäten, zum Aussagekraft verholfen. Mit so ein Mist kann jeder Hinterwäldler und Studienabbrecher seine hirngewaschenen Gedanken untermauern und mit echten gelehrten Argumentieren. Die Wissenschaft hat echt am meisten verloren in dem Zusammenhang.

  8. federkiel 7. September 2022 at 11:46Antworten

    Die Modellierer sind Kaffeesudleser, so auch neuerdings Niki Popper, der schon wieder „sieht“, daß das Virus einen Herbstschub bekommt.

    • Grld 7. September 2022 at 14:17Antworten

      Für eine Herbst-Prognose hatte ich meinen Computer programmiert.
      Nach tage- und nächtelangen rechnen kam er, kurz vor einem systemabsturz, zu demselben Ergebnis.😉

      Ja, für solche Aussagen braucht es schon Experten!😛

  9. Jens Tiefschneider 7. September 2022 at 10:38Antworten

    Ferguson scheint der britische Lauterbach zu sein. Dennoch auffällig, dass solchen Klappskallis immer wieder erhöhte Aufmerksamkeit geschenkt wird.

    • Mia 7. September 2022 at 11:11Antworten

      Ich kann nur davon ausgehen dass sie die Studie nicht gelesen haben. Sonst wüssten sie dass Ferguson an dieser Studie nicht beteiligt war.
      Der beste Satz in diesem Artikel:
      „Wesentlich wahrscheinlicher und plausibler ist dagegen die Vermutung dass die Impfung…“
      Vermuten: Annehmen, glauben, schätzen, meinen……
      Also nichts wissen.

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