Gute Ingenieure und Organisatoren: Typisch deutsch oder typisch russisch?

15. August 2022von 7,5 Minuten Lesezeit

Deutsche Ingenieurskunst gilt als legendär und auch was das Organisationstalent angeht, haben Deutsche einen guten Namen. Aber was ist dran an dieser Einschätzung? Hat Deutschland gegenüber Russland wirklich die Nase vorn?

Diese Fragen stellten sich mir nach einem Telefonat und führte zu folgenden Erkenntnissen.

Ingenieurskunst und Organisationsfähigkeit beim Brückenbau

Gestern erzählte mir eine Freundin zufälligerweise am Telefon von einer Autobahnbrücke bei Lüdenscheid, deren Reparatur respektive Neubau 5 – in Worten fünf – Jahre in Anspruch nehmen soll. Ich fragte mich sofort, um wieviel diese Brücke wohl länger ist als die Brücke zwischen der Halbinsel Krim über die Straße von Kertsch zur Halbinsel Taman in der russischen Region Krasnodar. Mit einer Gesamtlänge von 18,1 km, einer Breite von 22 m erfolgte der Baubeginn dieser Straßen- und Eisenbahnverbindung im Februar 2016, eröffnet für den Straßenverkehr wurde sie am 15. Mai 2018. Am 23. Dezember 2018 folgte dann die Eröffnung der 16,9km langen Eisenbahnbrücke. So die Information lt. Wikipedia.

Und Lüdenscheid? Beim ADAC erfuhr ich, dass im Dezember 2021 dort massive Schäden entdeckt wurden und die A45-Talbrücke Rahmede seit dem 2. Dezember gesperrt ist. Man wolle die Brücke komplett abreißen und neu bauen. Im Dezember 2022 soll die Brücke gesprengt werden, der Neubau dauert voraussichtlich mindestens fünf Jahre und das, nachdem Bundesverkehrsminister Volker Wissing „maximales Tempo“ versprochen hat.

Wie lang ist diese Brücke um Gottes Willen? Das muss ja ein Monster sein!

Ebenfalls bei Wikipedia wurde ich bzgl. der Länge fündig: „Die Talbrücke Rahmede ist eine 453 Meter lange Brücke der Bundesautobahn 45. Sie liegt zwischen den Autobahnanschlüssen Lüdenscheid-Nord und Lüdenscheid.“

Tja. Die Lüdenscheider Autobahnbrücke unterscheidet sich in den Dimensionen doch um ein Vielfaches von der Krim-Brücke. Allerdings ist sie ein Vielfaches kürzer als die Krim-Brücke, nicht länger.

Ingenieurskunst und Organisationsfähigkeit beim Wiederaufbau

Zufälligerweise habe ich gestern auch mal wieder Feindmedien gelesen. Dort erfuhr ich, dass Russland plant, Mariupol innerhalb der nächsten drei Jahre wieder komplett aufzubauen und Putin Anweisungen zum Wiederaufbau der Volksrepubliken Donezk und Lugansk (DVR und LNR) gegeben hat, die „für den kommenden Winter unter normalen Bedingungen“ sorgen sollen.

Die Regierungen der Volksrepubliken Donezk und Lugansk wenden sich an Moskau mit der Bitte um Unterstützung bei der Wiederherstellung der sozialen und technischen Infrastruktur, sagte Wladimir Putin. In diesem Zusammenhang stellte der russische Präsident bei einem Treffen mit dem stellvertretenden Premierminister Marat Chusnullin eine Aufgabe: Die Bewohner des Donbass sollten den kommenden Winter „unter normalen, menschlichen Bedingungen“ verbringen. Der Präsident befürwortete auch die Idee von Wohnungszertifikaten für Bewohner der DVR und der LVR. Während des Gesprächs teilte Chusnullin mit, dass die vollständige Wiederherstellung von Mariupol innerhalb von drei Jahren möglich sei.

Eine Quellenangabe ist aus juristischen Gründen leider nicht möglich, nur so viel: Man muss nicht das Darknet aufsuchen, um derartige Informationen zu finden. Es reicht aber auch indische, brasilianische, iranische, malaysische und seit kurzem auch saudische Medien zu lesen. Die sind schon viel polyglotter als die sich immer mehr verengenden europäischen Konzern-Medien.

Ob und inwieweit sich dieses ambitionierte Ziel erreichen lässt, kann man nur erahnen. Thomas Röper vom Anti-Spiegel berichtete jedenfalls bereits am 13. Juli dieses Jahres vom erfolgreichen Start des Wiederaufbaus in Mariupols.

Als erstes waren wir auf einer Baustelle, auf der zwölf Wohnblocks gebaut werden, von denen die ersten schon zum Jahresende fertig werden sollen. Das ist realistisch, denn die Rohbauten stehen schon zum größten Teil. Die Anlage ist so geplant, dass eine Schule und ein Kindergarten direkt in Laufreichweite sind. Im Erdgeschoss sind geschäftliche Räume für kleine Läden, Friseur und was man sonst noch im Alltag braucht, vorgesehen. …

… Die Anlage wird vom russischen Verteidigungsministerium gebaut und nach Fertigstellung an die Regierung der Volksrepublik Donezk übergeben, zu der Mariupol gehört. Die wird die Wohnungen nach sozialen Gesichtspunkten an Menschen aus Mariupol vergeben, wobei kinderreiche Familien Vorrang haben. Die Wohnungen werden den Familien als schuldenfreie Eigentumswohnungen überschrieben, es sind keine Mietwohnungen. …

… Russland hat während der Pandemie viel Erfahrung beim schnellen Bau von Krankenhäusern gesammelt, was nun dem Donbass zu Gute kommt. Ein solches Krankenhaus wird derzeit in Lugansk gebaut, wir haben es am Tag zuvor besucht. Auch in Mariupol entsteht ein solches Krankenhaus, das uns gezeigt wurde. Das Krankenhaus wird 60 Betten haben, dazu eine moderne Diagnoseabteilung, Operationssäle, Intensivstation und Notaufnahme. Der Bau des Krankenhauses wurde ebenfalls im Juni begonnen, die Inbetriebnahme ist schon für September geplant.“

Dieser Bericht lässt erahnen, dass das Ziel, Mariupol bis 2024 wieder aufzubauen nicht völlig unrealistisch ist. Natürlich in der – im Westen wenig geschätzten – Plattenbauweise. Aber besser Platte als Straße – denke ich mir.

Ich musste an eine Freundin denken, die vergangenes Jahr Opfer der Sturmflut im Ahrtal wurde und noch immer unter sehr einfachen Wohnverhältnissen bei Freunden leben muss bzw. leben darf. Denn ihr geht es dabei noch gut.

Viele Bewohner des Ahrtals leben weiterhin in verschimmelten Häusern, wenn sie überhaupt Unterkunft in der Region gefunden haben. Viele haben von der Wiederaufbauhilfe gehört, aber wenig bis nichts erhalten. Das erfährt man im Kontakt mit Menschen vor Ort aus erster Hand und selbst bei der Tagesschau kann man am 14. Juli 2022 – ein Jahr nach der Katastrophe – lesen:

Ein Jahr nach der Flut im Ahrtal läuft der Wiederaufbau auf Hochtouren. An einigen Stellen gibt es sogar Fortschritte, die den Menschen im Tal langfristig Vorteile bringen können. …

…Das neue Haus der 76-jährigen Dame steht noch gar nicht. Alles was man auf dem geräumten Grundstück sieht, sind die Markierungen aus Holz und Schnur, die die Maße ihres zukünftigen Zuhauses abstecken. Denn sie hat das Glück und kann eine Flutgeschichte erzählen, die einen positiven Ausgang zu nehmen scheint. …

… Doch Nachbardorf klingt näher, als es seit der Flut ist. Statt der vier Kilometer durch den Tunnel muss man 16 Kilometer über den Berg fahren. Das Wasser hatte Straße und Tunnel so stark beschädigt, dass der Weg noch immer nicht wieder frei ist. Überhaupt sieht man dem einst idyllischen Touristengebiet nach einem Jahr die Flutschäden noch sehr stark an. Immer noch klebt der Schlamm an einigen Häusern. Nur wenige sind schon fertig renoviert und wieder bewohnbar. Und wenn, steht oft direkt daneben noch eine Ruine. Im ganzen Tal wird noch an weggespülten Land- und Ortsstraßen gearbeitet. Die Bahnstrecke war schnell etwa bis zur Hälfte wieder hergestellt, doch im weiteren Verlauf der Ahrtalbahn sind Gleise, Bahndämme, Brücken, Signalanlagen und auch Bahnhöfe so stark beschädigt, dass es noch bis 2025 dauern soll, bis die Bahn wieder bis Altenburg fahren kann.

Laut Zeitsind von den Folgen des verheerenden Hochwassers im stark betroffenen Kreis Ahrweiler rund 40.000 Menschen betroffen. Es sei eine „ungeheure große Zahl von Menschen“ auf einer „ungeheuren Fläche“, sagte der Leiter des Krisenstabes des Landes und Präsident der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD), Thomas Linnertz, in Bad Neuenahr-Ahrweiler. „So etwas haben wir noch nie erlebt. Das ist eine große Herausforderung.

In der NZZ liest man „Mariupol gleicht einem Trümmerfeld, knapp die Hälfte aller Gebäude sind durch Luftangriffe zerstört oder beschädigt worden.

Und die Deutsche Welle berichtet: „Mariupol war eine florierende Hafenstadt mit rund 440.000 Einwohnern. Das russische Militär hat die Stadt verwandelt in eine Wüste der Zerstörung und des Todes.“

Eine simple Rechnung: Wenn die Hälfte der Gebäude zerstört oder beschädigt sind, betrifft das rund 220.000 Menschen. Also die 5 1/2 -fache Anzahl Betroffener im Vergleich zum Ahrtal. Russland will Mariupol bis 2024 komplett saniert haben. Im Ahrteil wird die Bahn erst 2025 wieder fahren.

Mein trauriges Resümee

Wie sagte Georg Friedman, in seiner legendären Rede 2015 sinngemäß? „Das Hauptinteresse der US-Außenpolitik während des letzten Jahrhunderts, im Ersten und Zweiten Weltkrieg und im Kalten Krieg waren die Beziehungen zwischen Deutschland und Russland. Vereint sind sie die einzige Macht, die uns bedrohen kann. Unser Hauptinteresse war sicherzustellen, dass dieser Fall nicht eintritt.“ Insbesondere ging es den USA dabei, um das deutsche Kapital und deutsche Technologien und die russischen Rohstoffe und die russischen Arbeitskräfte. Seit 1871 sei diese „deutsche Frage“ offen.

Ich fürchte, die USA müssen da nicht mehr viel tun.

Die Russen sind den Deutschen offensichtlich technologisch haushoch überlegen, wirtschaftlich trotz des Krieges erstaunlich erfolgreich und haben die notwendigen Ressourcen – Rohstoffe und Arbeitskraft – sowieso selbst. Was wollen sie noch von Deutschland?

Der oben verlinkte Ausschnitt aus der Rede Friedmans lohnt sich übrigens auch im Hinblick auf den Krieg in der Ukraine – denn seine Prognosen von 2015 haben sich weitestgehend erfüllt. Aber das wäre einen ganz eigenen Artikel wert.

Bildquelle: Wikipedia

Ukraine braucht 750 Milliarden für „Build Back Better“

IWF: Russland trotz westlicher Sanktionen besser als erwartet

24 Kommentare

  1. Dr. med. Veronika Rampold 19. August 2022 at 7:37Antworten

    Nach wie vor bestimmen über den Wohlstand und die Bildung einer Gesellschaft die Menschen, welche deren kulturelle Techniken bedienen / anwenden, und nicht die Techniken selbst.
    Gib einem Affen eine Bohrmaschine, und er wird damit nur Affiges anstellen.
    Mir sind nicht viele Menschen aus der ex UDSSR näher begegnet, aber von denen, die es taten, hatte ich den Eindruck, sie hatten mehr drauf als die meisten von uns. Sie MUSSTEN mehr lernen und können.
    In der Rehaklinik, die ich in meinen letzten Posts ansprach, gab es eine Ärztin aus Kirgisien, Dr. G. will ich sie nennen, sowjetisch ausgebildet, die tat den Hauptteil jener Arbeit am Patienten, welche sonst ein Oberarzt direkt unterm Chef oder der chef selbst tut, und zwar exzellent; und sie wurde dafür noch gemobbt, vom Chef, aus Neid und Abneigung gegen „den Osten“. Alle besprachen jedes praktische Problem als erstes mit ihr.
    Mittlerweile ist sie in Rente – aber macht weiter Nachtdienste in jener Klinik, aus Goodwill, damit das wer tut, der wenigstens n bissl Kenne hat, die BEzahlung ist besch…, aber das war sie auch vordem, G. schaffte dort 25 Jahre lang für drei, aber bekam nur Stationsarzttarif bis zum Schluss!

  2. Heiko 16. August 2022 at 16:03Antworten

    Letztens in einem alternativen Medium ein Interview mit einem Unternehmer aus Lüdenscheid gesehen, der angab, dass die besagte Autobahnbrücke auf Grund eines Gutachtens gesperrt wurde, das mit einem neuen Meßverfahren erstellt worden sei, welches noch nie vorher in D. zum Einsatz kam. Das verwundert und nährt den Verdacht, dass hier politische Sabotage im Spiel ist. Warum fragt eigentlich niemand bei solchen Gutachten nach und fordert eine Überprüfung?

  3. Peter Pan 16. August 2022 at 14:54Antworten

    Das Bild zeigt die Zerstörung der Umwelt durch den Kraftfahrzeugverkehr. Das gesamte Tal ist asphaltiert. Es dröhnt der Verkehr pausenlos, vom Tal aus und von der Brücke aus.

  4. 1150 16. August 2022 at 4:47Antworten

    der anspruchslose und simple russische t34 panzer des zweiten weltkrieges wurde von einem gelernten zuckerbäcker konstruiert. gut, die günstige massenfertigung machte vieles wett. der amerikanische sherman panzer war dagegen bei den besatzungen als rollendes feuerzeug gefürchtet, da half selbst keine massenfertigung…….
    und die deutschen panzer waren aufgrund ihrer bewaffnung und panzerung überlegen, aber aufgrund ihrer komplizertheit genauso anfällig.

  5. Taktgefühl 15. August 2022 at 17:26Antworten

    Ordnung, Sauberkeit, Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit galten mal als deutsche Tugenden. Die Deutschen waren lange Zeit Weltmeister bei den Patentanmeldungen und die USA haben nach dem Krieg nicht nur von der abgeräumten Technik, sondern auch von den deutschen Patenten einen langen Wirtschaftsboom erlebt.
    Der Tarnkappenbomber, die Mondraketen, das waren deutsche Produkte.
    Aber das ist lange her. So unorganisiert und unzuverlässig wie heuer gehört Deutschland längst zu den Ochlokratien.
    Es gibt ja auch keine Arbeit mehr, das sind nur noch Aushilfsjobs für Deppen, die hier angeboten werden.
    Der Handwerkergeselle von früher wäre heute ein Ingenieur.

    Der Abstieg begann mit dem Aussitzer Helmut Kohl und dem kriminellen Maastricht Vertrag, Kohl war schließlich in Krimineller, aber letztendlich umgekippt haben dieses Land die „Alphatiere“ Schröder, Fischer, Struck und Schily. Die galten auch in der Partei als Alphatiere.
    Deutschland ist zurückgefallen ins Neanderthal, mit Schröder kam die primitive Machokultur. Tätowierungen, aufgemuskelt, dumpfe Sprüche – die meisten kommen vor Kraft kaum durch den Türrahmen. Deswegen werden wir immer blöder, machen immer mehr Lärm, vermüllen und verbrauchen die Natur und es explodiert die Gewalt. Aber das schwappt über.

    Daß die hier nicht mehr ganz dicht sind, sieht man daran, daß alte Männer mit Ohrringen und alte Frauen mit zerschlissenen Jeans Kinderroller fahren.

    • matti 15. August 2022 at 18:04Antworten

      Taktgefühl
      15. August 2022 at 17:26Antworten
      Außer tiefster Verbitterung kann ich ihrem Kommentar leider nichts entnehmen.
      Sie müssen aber akzeptieren dass sich die Welt weiterdreht und auch älteren Mitbürgern erlauben
      E -Roller zu fahren oder aktiv am Leben teilzunehmen.
      Nicht jeder ist in der Vergangenheit hängengeblieben.
      Unser Planet ist in einem stetigen unaufhaltsamen Wandel.
      Ob sie das wollen oder nicht ist irrelevant.
      Sicher ist uns der Tod.
      Aber sicher ist auch dass ich trotz Schicksalsschläge und manchem Negativem nicht als verbitterter Mensch sterben werde weil das Leben, ganz nebenbei auch viel
      Schönes zu bieten hat.

  6. Konrad Kugler 15. August 2022 at 16:44Antworten

    Da gab es doch einmal einen genalen Großdenker, der meinte, man müsse die Abiturientenzahlen von 5 auf 40 % bringen. Ich habe den Eindruck, daß die 35 % zusätzlichen jetzt überall als Bremser eingebaut sind, oder als ideologische Blödsinn-Prediger agieren. Viele haben über Parteiseilschaften Positionen erreicht, die schamlos genutzt werden können.

  7. Veron 15. August 2022 at 15:33Antworten

    Zur Bürokratie wurde ausreichend geschrieben, deswegen will ich auf den Punkt „die Russen sind schuld“ eingehen.
    „Mariupol .. .. durch Luftangriffe zerstört oder beschädigt worden.“ Luftangriffe? O.k., die NZZ schreibt nichts von Russen, aber wer sonst soll .. .. aber gab es überhaupt Luftangriffe? Die Deutsche Welle wird deutlicher : „Das russische Militär hat die Stadt verwandelt in eine Wüste der Zerstörung und des Todes“. Klingt wirklich böse .. ..
    Herr Röper, der dort war, schrieb, dass sich die Soldaten Haus für Haus vorkämpften, um die Zivilbevölkerung zu schonen, die bei Luftangriffen umgekommen wäre, und er schrieb von Explosionen, Bränden und: „die Menschen erzählen, dass das Bataillon die Stadt selbst in Schutt und Asche legt, damit den Russen die strategisch wichtige Stadt nur als Trümmerfeld in die Hände fallen kann“.
    Man suche sich aus, was man glauben möchte .. ..

    • Andrea Drescher 15. August 2022 at 18:51Antworten

      nachdem ich thomas röper persönlich kennen- und schätzenlernen durfte, weiss ich, wem ich glaube. zumal mir seine aussagen auch von russen bestätigt wurden, die verwandtschaft in mariupol haben.

      er hat sicher seine sympathien für die menschen im donbass – wie ich auch. das macht ihn nicht objektiv. ist auch schwer, objektiv zu bleiben, wenn man die allee der engel kennt, wofür sich der deutsche und österreichische durchschnittsgutmensch (und der begriff ist bewusst gewählt) einen SCHEISS interessiert hat.

      aber thomas röper ist definitiv an der wahrheit interessiert,er will sie wissen, korrigiert sich selbst, wenn er fehler macht und man ihn darauf hinweist.

      ja. ich weiss, wem ich glaube.

  8. Rollenspielerin 15. August 2022 at 14:04Antworten

    Als ich nach der Wende im Westen gearbeitet hatte, stellte ich erschrocken fest, dass bevor die eigentliche Arbeit begonnen hatte, nie eine wirklich Analyse gemacht worden ist. Man war ja „flexibel“. Oder, man dachte nur an die Provision, die der Abschluss eines Vertrages einen einbrachte. Die Rollex war wichtiger, als etwas mit Hand und Fuß zu machen. Ich wurde bei meinem Studium ausgebildet, vorher immer eine ausführliche Analyse zu machen, bevor das Projekt dann beginnen konnte. Man wunderte sich dann auf meiner Arbeitsstelle immer wieder, dass dies und das einfach nicht funktionierte und es kam immer zu irgendwelchen Schnellschüssen. Mein Mann, Ingenieur, hatte die gleichen Erfahrungen gemacht. Dazu kam, dass es in der DDR bei den Analyse- und Planungsarbeiten oft die Arbeiter mit einbezogen worden sind, diejenigen, die das dann fertigen mussten. Dazu war man ja im Westen zu hochnäsig.

  9. I.B. 15. August 2022 at 12:21Antworten

    Georg Friedman, in seiner legendären Rede 2015

    Ich bilde mir ein, dass Friedman in dieser Rede auch gesagt hat, dass es für die USA das Beste wäre, wenn Polen und Deutschland Krieg gegen Russland führten. Die USA würden gegen Ende dann mit der Luftwaffe helfend eingreifen. Aber diesen Abschnitt finde ich nicht mehr. Kann es sein, dass er überall herausgeschnitten wurde? Als ich das hörte, war ich so entsetzt, dass ich mir das unmöglich eingebildet haben kann. So glaube ich jedenfalls.

    Ich fürchte, Friedman wird recht behalten. Scholz hat von Anfang an alles, was er zuerst abgelehnt hat, Schritt für Schritt gewährt.

  10. dr.charly 15. August 2022 at 12:04Antworten

    Niemand ist wirklich besser oder schneller oder genauer in diesen Ländern, aber wer die Nase wirklich vorne haben möchte in dieser Plandemie, sollte mir einfach ein Mail zusenden, an dr.charly@kabsi.at, mit dem Betreff: Bitte um Information und schon bekommt er/sie/es keine Grippe oder Corona sowie Masern mehr bis zum Ende seines Lebens. Nebenwirkungsfrei, für alle Altersklassen, kein Sterben oder verletzen mehr und noch dazu, man erspart sich die Impfung dabei. Denn ich muss wählen zwischen Impfung (einer Körperverletzung) und etwas „einnehmen“ und zwar das „gelindeste Mittel“ dass es je gab und sogar alle diese Krankheitsbilder schon vorher verhindert, wenn man es schon vor der Ausbildung der Krankheit einnimmt und kurz 1-2 Stunden schläft. Denn dann wird die Information im Körper einfach gelöscht und niemand muss noch leiden, egal wie alt, oder krank jemand ist. Also einfach ein kleines Mail an dr.charly@kabsi.at und die Plandemie ist sofort vorbei für jeden.

    • matti 15. August 2022 at 18:20Antworten

      dr.charly
      15. August 2022 at 12:04Antworten

      Wahnsinn!
      Das Mittel würde ich sofort patentieren lassen.
      2021 haben sie noch mit Sternanis alle Krankheiten geheilt.
      Rezeptur verbessert ?
      Der Wahnsinn grüßt aus dem
      Kaninchenbau

  11. Andreas I. 15. August 2022 at 11:51Antworten

    Hallo,
    mal abgesehen davon, dass es Korruption in den bööösen Schurkenstaaten gibt und wir hier im besten Deutschland aller Zeiten …
    Verbraucherware Nr. 1:
    Ein Nabendynamo entwickelt (Dipl.Ing.Maschbau) und hergestellt in Deutschland, ein technisches Meisterwerk, nur wenn man die Achse fest genug anzieht, dass das Vorderrad in einer Federgabel (die sich konstruktionsbedingt immer etwas „verbiegt“) gerade drin bleibt, dann drückt es irgendwelche Distanzscheiben da drinnen so zusammen, dass der Nabendynamo (und damit das Vorderrad) sich so schwer dreht, als würde man die VR-Bremse anziehen. Ein technisches Meisterwerk und perfekten Maschinenbau aufs Fahrrad übertragen, aber dass es beim Fahrradfahren in der Praxis Bodenunebenheiten gibt, weswegen Federgabeln verwendet werden …
    (Diesen Nabendynamo gibt es seit längerem auch mit Steckachse (die Lösung für das Problem, aber für einen satten Aufpreis, desinged and made in Taiwan bekomme ich einen Nabendynamo mit Steckachse für den Preis, wofür ich beim deutschen Maschinenbauer die Grundversion (wo man die Achse nicht fest genug anziehen kann) ohne Scheibenbremsaufnahme bekäme.)
    Verbraucherware Nr. 2:
    Eine kleine Fräsmaschine, der legendäre deutsche Maschinenbau,was soll da schon schiefgehen?! Es ist auch ein gutes Maschinchen, nur ist ein überkomplizierter Not-Aus-Schalter verbaut, bei dem man mehrere Versuche braucht, um die Maschine wieder einschalten zu können. Warum kann da nicht ein einfacher und zuverlässiger Not-Aus eingebaut werden, warum muss es unbedingt was überkompliziertes sein?!
    Verbraucherware Nr. 3:
    Ein Hobel hergestellt in Deutschland, ein Hobel ist technisch echt überschaubar, da kann nun wirklich nichts schief gehen. Okay man kann damit arbeiten, wenn er denn endlich richtig eingestellt ist, aber der Verstellmechanismus ist der Grund, warum ich mir demnächst einen Hobel made in China kaufen werde, wo der Verstellmechanismus m.E. praxistauglich ist.

  12. Jan 15. August 2022 at 11:39Antworten

    Das Korruptionsgen, das Korruptionsgen! Als Bahlsen eine kleinere Keksfabrik integrieren wollte, brachte es SAP fertig, Bahlsen nur durch das Pflichtenheft in die Pleite rutschen zu lassen – ohne eine Zeile Code zu schreiben! Oder der Dieselbetrug eines bekannten Herstellers. Die Deutschen könnten durchaus, Trampolinspringer ausgenommen. Aber sie haben einen Finanzierungsbedarf wie beim Bau der Peterskirche! Dabei sind die einfachen Schichten, siehe Hartz4, durchaus bescheiden. Die oberen Schichten sehen ihre Ausbildung und ihr Talent nicht als Verpflichtung, sondern als Quelle unerschöpflichen Vermögens!

  13. Thomas Holzer 15. August 2022 at 11:20Antworten

    Aber zuerst eine Stadt mutwillig nahezu dem Erdboden gleich zu machen, um sie dann wieder aufzubauen, zeugt auch nicht gerade von Intelligenz 🙈🙊🙉🤓😎🥃

    • I.B. 15. August 2022 at 12:05Antworten

      Das ist das Verwerfliche an einem Krieg, dass zerstört wird: Menschenleben, Gesundheit, Gebäude.

      Der ach so demokratische Werte-Westen hat in keiner Weise versucht, diesen Krieg durch das Drängen auf Einhaltung des Minsker-Abkommens zu verhindern. Und jetzt tut er alles, um den Krieg zu verlängern, indem er Waffen liefert und vielleicht bald auch Bodentruppen?

      Der ach so demokratische Werte-Westen hat die Sicherheitsbedürfnisse Russlands in keiner Weise respektiert und das Versprechen, die NATO nicht weiter gegen Osten hin auszudehnen, nicht eingehalten.

      Der ach so demokratische Werte-Westen ist ein Vasall der USA und unterwirft sich zum eigenen Schaden deren imperialen Wünschen.

    • Andrea Drescher 15. August 2022 at 16:02Antworten

      inzwischen berichtete ja sogar amnesty, dass die zerstörung der städte im wesentlichen daran liegt, dass sich die ukrainischen soldaten in wohngebieten, schulen, kindergärten und krankenhäusern verschanzt haben. so macht man aus wohngebieten militärische ziele … mit folgen.

    • Andreas I. 16. August 2022 at 12:03Antworten

      @Thomas Holzer Hallo,
      selbst wenn es so wäre, wie Sie es beschreiben und wie es auch westliche Qualitätsmedien beschreiben, dann würde es bedeuten, dass russische Waffen und Waffen aus Sowjet-Zeiten unter realen Bedingungen funktionieren.

  14. Franz 15. August 2022 at 10:34Antworten

    Deutsche Ingenieurskunst am Beispiel Flughafen Berlin Brandenburg: !4 Jahre Bauzeit von 2006 – 2020, Bauplanung fehlerhaft, Bauaufsicht mangelhaft, technische Mängel, Eröffnungstermin wurde siebenmal verschoben………….

  15. matti 15. August 2022 at 10:33Antworten

    Der Verlegleich ist so nicht anzustellen.
    Russland kümmeret sich einen Sche… um die Umwelt.
    Man braucht sich nur die Ölsseen in Sibirien aufgrund defekter Ölpipelines anzusehen.
    Die sind sogar vom All aus zu sehen.
    Die Vergabe der Aufräge in Russland ist simple.Ein drei Milliadren Auftrag geht halt dann schnell mal an einen Putin Freund, wie das Arkadi Rotenberg (Stroigasmontasch SGM), dessen Firma noch nie einen Brücke gebaut hat.
    Die guten Ingeneure und IT Spezialisten verlassen übrigens gerade das Land.

  16. JoeO 15. August 2022 at 10:26Antworten

    Wie die Suchmaschine Brave zeigt, berichtet nicht nur TKP über den Wiederaufbau in der Ukraine
    https://search.brave.com/search?q=Der+Präsident+befürwortete+auch+die+Idee+von+Wohnungszertifikaten&source=web

    TKP berichtete hier über Zensur:
    https://tkp.at/2022/04/15/neues-zensur-gesetz-in-oesterreich-in-kraft/

    Die Kalifornische Wayback Machine des Internet Archive speichert fleißig fast alles, vielleicht sollte man die mal für Umgehung der Zensur belangen 😉
    https://en.wikipedia.org/wiki/Wayback_Machine

  17. Rex Cramer 15. August 2022 at 9:56Antworten

    Naja, der Vergleich hinkt – und nicht nur ein wenig.

    Die Baudauer einer Brücke in D wird nicht von der Befähigung der Beteiligten Firmen, Arbeiter und Ingenieure bestimmt, sondern im Wesentlichen von Bürokratie und Geldflüssen. Und genau da ist ein eher zentralistisches und autokratisches ausgerichtetes System in RU im Vorteil, weil eben eine ganze Anzahl eine Umsetzung auschliesslich behindernder Faktoren komplett wegfällt.

    Von Umweltauflagen angefangen, über Auschreibungsrichtlinien, Genehmigungsverfahren… der ganze bürokratische Klüngel, von dem hierzulande mittlerweile ganze Heerscharen ansonsten nutzloser Uniabsolventen mit Abschluss in Laber“wissenschaften“ ihre Existenzgrundlage in irgendwelchen Behörden ableiten.

  18. suedtiroler 15. August 2022 at 9:40Antworten

    Deutsche Ingenieurskunst wurde schon immer überschätzt. Die Russen bauen vielleicht einfacher und nicht so ausgefeilt, dafür funktioniert dass Zeug dann aber auch und hält lange genug. war schon in WK II so

    und jetzt wieder: von 15 gelieferten Panzerhaubitzen 2000 sind nur noch 5 einsatzfähig, weil die Ukrainer sie „zu häufig benutzen“! nur noch lächerlich.

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