Ukraine braucht 750 Milliarden für „Build Back Better“

4. August 2022von 3,2 Minuten Lesezeit

Die Ukraine will offenbar 750 Milliarden, um das Land nach dem WEF-Schema „Build Back Better“ wieder aufzubauen. Dafür wird bereits fleißig lobbyiert, während noch weitere Waffen geliefert werden.

Ein aktueller Bericht aus Kiew, der von den USA finanziert wird, errechnet den wirtschaftlichen Schaden für das Land mit 108 Milliarden US-Dollar. Kiew selbst fordert aber um ein Vielfaches mehr: 705 Milliarden brauche man, um das Land „besser aufzubauen“.

Ukraine denkt an Wiederaufbau

Veröffentlicht wurde der Bericht von Kiewer School of Economics, US-Journalist Jordan Schachtel hat darüber am Mittwoch berichtet. Mit 1. August beziffert man den Schaden durch den Krieg mit 108,3 Milliarden US-Dollar. Das sind etwa zwei Drittel des ukrainischen Bruttoinlandsprodukts aus dem Jahr 2020.

Doch Kiew hat weitaus größere Pläne als „nur“ die Kriegsschäden aufzuheben. Die Studie der „School of Economics“ rechnet mit 185 Milliarden, um das Land wieder aufzubauen. In der Ukraine soll „Build Back Better“ geschehen. Der Slogan des WEF wurde weltberühmt. Besonders viel wurde seither jedoch nicht „wieder aufgebaut“, geschweige denn „besser“. Schachtel meint, der Slogan erläutere die WEF-Pläne „zur Durchsetzung der digitalen Tyrannei“.

Im Bericht heißt es weiter, dass die Ukraine „Modernisierung von Vermögenswerten, die nicht beschädigt und zerstört wurden“ anstrebe. Dieses Ziel würde die benötigten Finanzhilfen auf 750 Milliarden Dollar erhöhen.

Die Ambitionen der Ukraine sind jedenfalls nicht zu unterschätzen. Der Vize-Premierminister und Digitalisierungsminister veröffentlichte Ende Juli ein Video. Darin geht es um die „Ukraine 2030“, ein Land ohne Bargeld, mit digitaler Identität, Gerichte werden von künstlicher Intelligenz geführt, Schule gibt es digital von zu Hause, und das Gesundheitssystem ist digital. Der Traum von Big Tech in verstaatlichter Form.

Das Büro von Selenski hat kürzlich ebenfalls die Zahl von 750 Milliarden genannt. Er meinte, dass es sich dabei um die Gesamtkosten der Verluste handeln würde. „Jetzt arbeiten wir an einem langfristigen Plan für den Wiederaufbau der Ukraine. Er definiert die Liste des nationalen Wiederaufbauprogramms. Wir haben das Prinzip „Build Back Better“ in diesen Plan aufgenommen“, sagte Selenskis Stellvertreter letzten Monat.

Der Westen zahlt

Woher sollen die 750 Milliarden kommen? Laut dem Bericht aus Kiew soll die Finanzierung über die US-Behörde für internationale Entwicklung (USAID) finanziert werden. Der Westen soll also zahlen. Schon länger kampagnisiert Kiew, um Mittel für Wiederaufbau und „Modernisierung“ des Landes zu erhalten. Die Einschätzung der School of Economics ist dabei nur das jüngste Papier. Laut Schachtel habe es bereits auch eine „konzentrierte Aktion“ von Lobbyisten in Washington gegeben.

Währenddessen schickt die Biden-Administration weiterhin fleißig militärische Unterstützung in die Ukraine. Am Montag genehmigte man erneut 550 Millionen US-Dollar für Waffenlieferungen an die Front im Osten. Es ist das siebzehnte Paket der USA seit dem Augst 2021. Seit Biden das Weiße Haus übernommen hat, sind Waffen im Wert von 9 Milliarden US-Dollar in die Ukraine geliefert worden.

Passend dazu hat die EU diese Woche mit der Auszahlung eines weitere Milliardenkredits an die Ukraine begonnen. Am Montag sei eine Überweisung von 500 Millionen Euro erfolgt, sagte die EU-Kommission. Am Dienstag folgten weitere 500 Millionen Euro. Die Milliarde ist ein Teil eines Hilfspakets aus dem Mai, das 9 Milliarden Euro beträgt. Dieses wird nach Angaben Brüssels zu 70 Prozent durch den EU-Haushalt abgesichert. Für die weiteren 8 Milliarden Euro müssen nach Angaben der Kommission auch Garantien von Mitgliedstaaten bereitgestellt werden.

Dass in er EU auch fleißig für den ukrainischen Wiederaufbau lobbyiert wird, versteht sich dabei von selbst.

Bild President.gov.ua, Volodymyr Zelensky 2019 presidential inauguration 23, CC BY 4.0

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16 Kommentare

  1. Rüdiger Flach 6. August 2022 at 7:55Antworten

    Ein Aspekt des Ukraine-Krieges, der bisher noch nicht beleuchtet wurde: Geldwäsche

    Leseauszug:

    Wie der Wikileaks-Gründer Julian Assange 2011 feststellte, war der Zweck des Afghanistankrieges – des längsten Krieges in der Geschichte der USA, der von 1999 bis 202111 dauerte – nicht die Unterwerfung Afghanistans. Vielmehr ging es darum, durch den Krieg Geld zu waschen.

    "Das Ziel war es, Afghanistan zu nutzen, um Geld aus der Steuerbasis der Vereinigten Staaten, aus der Steuerbasis der europäischen Länder, durch Afghanistan zurück in die Hände der transnationalen Sicherheitselite zu waschen. Das ist das Ziel. Das heißt, das Ziel ist ein endloser Krieg, kein erfolgreicher Krieg", sagte Assange.

    Ist die Ukraine nur eine weitere Wiederholung desselben Schemas? Es sieht langsam so aus. Anstatt Diplomaten zu entsenden und die Ukraine zu Friedensverhandlungen zu drängen, besteht das NATO-Bündnis darauf, dass die Ukraine bis zum letzten Mann kämpft, und schickt Waffen und Finanzhilfen, die schnell in einem sprichwörtlichen schwarzen Loch verschwinden.

    https://media.mercola.com/ImageServer/Public/2022/August/PDF/ukraine-war-biowarfare-and-theft-pdf.pdf

  2. Pfeiffer C. 5. August 2022 at 19:15Antworten

    Versuch

    Letzter Artikelabsatz Zitat:

    „Am Montag sei eine Überweisung von 500 Millionen Euro erfolgt, sagte die EU-Kommission. Am Dienstag folgten weitere 500 Millionen Euro. Die Milliarde ist ein Teil eines Hilfspakets aus dem Mai, das 9 Milliarden Euro beträgt. Dieses wird nach Angaben Brüssels zu 70 Prozent durch den EU-Haushalt abgesichert. Für die weiteren 8 Milliarden Euro müssen nach Angaben der Kommission auch Garantien von Mitgliedstaaten bereitgestellt werden“.

    Man beachte: Nach der ukrainischen Grundstücksreform vereinnahmten die Agrar- und Biotech-Giganten Cargill, DuPont und Monsanto unter operativer Hauptbeteiligung von Vanguard Group Inc. und Black Rock circa 17 Millionen Hektar im Osten und Süden der Ukraine. Das sind die Regionen mit dem bei weitem fruchtbarsten Boden, nicht nur innerhalb der Ukraine, sondern sogar auf dieser Welt. (Analog die gesamte Ackeranbaufkäche Italiens).

    Darum wird konzerngebangt: Es droht der Verlust riesiger Kapitalanlagen, die sie im neoliberalen Fieber jahrelang in die Ukraine pumpten, um dieses Land ganz zu besitzen und die mit Abstand fruchtbarsten Anbauflächen der Erde zu einer monokulturellen GMO-Plantage umzuformatieren.

    Darum sind Friedensverhandlungen mit Russland Konzerngift: Wenn im Rahmen dieser Verhandlungen die Karten für die Ost- und Südukraine neu gemischt werden; darum haben die Nato-Uniformierten mit ihren besten Freunden, der Kriegsklumpatindustrie (all die Polithansln sind völlig sekundär, weil sie alle miteinander zu Wackeldackel-Ja-Sager mutierten, inklusive unserem Herrn BP) –

    haben also Interesse, daß es weiter kracht. Nicht für Frieden, Freiheit und Demokratie, sondern für`s Rollfeld der Konzerne!

    War alles schon einmal da: Schlag nach bei Operation PBSUCCESS (1954), nur um eines von unzähligen Beispielen zu nennen.

    P.S.: Mein Ursprungspost war detailierter, aber ich verstehe, daß davon Abstand genommen wurde…

  3. Pfeiffer C. 5. August 2022 at 14:25Antworten

    “Währenddessen schickt die Biden-Administration weiterhin fleißig militärische Unterstützung in die Ukraine. Am Montag genehmigte man erneut 550 Millionen US-Dollar für Waffenlieferungen an die Front im Osten. Es ist das siebzehnte Paket der USA seit dem Augst 2021. Seit Biden das Weiße Haus übernommen hat, sind Waffen im Wert von 9 Milliarden US-Dollar in die Ukraine geliefert worden”.

    Für Demokratie, Freiheit, für ein neues, frisches Mitglied der Westlichen Wertegemeinschaft um noch mehr friedliches Licht in die Gemeinschaft der Guten einzubringen (Schutz der ukrainischen Bauern und ihres Grundbesitzes an fruchtbarem Boden)? – Oder?

    Die Agrar- und Biotech-Giganten Cargill, DuPont und Monsanto (ja, sie besteht als hochaktive US-Tochterfirma weiter – die ominöse Vanguard Group Inc.).

    Grundsätzlich gilt, dass BlackRock und die Vanguard Group Inc. auch sinnbildlich für eine Verkörperung der Wall Street und deren globalen geostrategischen Interessen stehen. Mittlerweile macht sie ihr schierer Einfluss zugehörig zu einer ganz eigenen, exklusiven Kategorie von Unternehmen. Zum Beispiel sind die beiden die mit Abstand größten Aktieninhaber der zehn mächtigsten Banken der Wall Street – darunter Goldman Sachs, Bank of America, Citigroup und JPMorgan Chas.

    Cargill, DuPont und Monsanto also: Zusammen kauften diese US-amerikanischen Firmen circa 17 Millionen Hektar im Osten und Süden der Ukraine. Das sind die Regionen mit dem bei weitem fruchtbarsten Boden, nicht nur innerhalb der Ukraine, sondern sogar auf dieser Welt. Die Australian National Review lieferte dazu kürzlich einen illustrativen Vergleich: Man solle sich nur vor Augen führen stellen, dass diese 16,7 Millionen Hektar bereits die gesamte Anbaufläche Italiens ausmachen. Kurz gesagt, es steht viel auf dem Spiel.

    Erst letztes Jahr, genau in jener Zeit, als die infame ukrainische Grundstücksreform verabschiedet wurde, meldete Cargill, dass sie Mehrheitsinhaber des Tiefwasserhafenterminals namens “Neptune” im “Südlichen Hafen” Piwdennyj Port – ehemals Juschnoje – in der Region von Odessa am Schwarzen Meer geworden ist.

    Wer kämpft heute also gegen wen in der Ukraine?

    Offiziell sind es zwei slawische Völker, die derzeit gegeneinander kämpfen. Wenn die Russen “gewinnen” werden die Karten neu gemischt:

    Genau darum bangen BlackRock, Vanguard Group Inc., Blackstone und deren Investoren und Untergeordnete mit wachsendem Nachdruck: Es droht der Verlust riesiger Kapitalanlagen, die sie im neoliberalen Fieber jahrelang in die Ukraine pumpten, um dieses Land ganz zu besitzen und die mit Abstand fruchtbarsten Anbauflächen der Erde zu einer monokulturellen, krebserregenden GMO-Plantage umzuformatieren.

    Im gegenständlichen Ukraine-Plot ist die NATO das plumpe, ausführende Werkzeug, wohingegen die wirtschaftlich-rechtlichen Prozesse des Eigentumstransfers von Grund und Boden, wie hier beschrieben, mit etwas mehr Finesse betrieben werden müssen. Ihre trügerische Camouflage nennt sich “Teilnahme am freien, globalen Markt”.

  4. Reinhard 4. August 2022 at 22:00Antworten

    Die US Marionetten weisen den (für uns alle geplanten) Weg. Digitale Versklavungsidentität, kein Bargeld, künstliche Intelligenz bei Gerichten (die natürlich unter Kontrolle der Herrschenden steht) ach herrlich. Alles was sich die Psychopathen Elite wünscht. Unsere Zukunft wird herrlich. Wie in einem Alptraum 1984^2.

  5. Glass Steagall Act 4. August 2022 at 17:15Antworten

    Ich bin dafür, dass die Mitglieder der WEF eine Spendenaktion in ihren eigenen Reihen durchführen können, bis das Ziel erreicht ist. Die haben doch alle genug Kohle. Sollen sie doch ihre vielen Villen, Luxusapartements und Yachten verkaufen. Damit könnte man wahrscheinlich zig Staaten wieder aufbauen.
    Ich gebe keinen einzigen Cent dafür!

    • Marc 4. August 2022 at 18:56Antworten

      so ist es aber da werden die nichts tun weil das dumme volk ja zahlen kann. wehrt euch und schmeisst diese ukrainische führung endlich raus

    • Andreas I. 4. August 2022 at 22:34Antworten

      Hallo,
      ich weiß jetzt nicht genau, aber sind in diesem Forum die dreistelligen Milliardäre selbst vertreten oder nur ihre Vertreter?

  6. avstriavsky 4. August 2022 at 16:30Antworten

    Der Anblick dieses „Schauspielers“ ist beinahe unerträglich!

    Da mein Russisch/Ukrainisch nur sehr holprig ist, meine Botschaft an diesen „Menschen“ auf Englisch:

    YOU ARE DISGUSTING !

  7. Slobodan Covjek 4. August 2022 at 16:16Antworten

    Jackpot für die ukrainischen Oligarchen? Da versteht man auch, warum es keine Verhandlungslösung geben durfte.

  8. Kurt Knurrt 4. August 2022 at 14:47Antworten

    Da brauchen einigen einen Batzen Geld. Dafür müssen viele Omas sehr lange häkeln!

    Unvorstellbar unverschämt.

  9. Kurt Knurrt 4. August 2022 at 14:44Antworten

    Ja, da brauchen ein paar einen schönen Batzen Geld. Dafür müssen viele Omas sehr lange häkeln.

  10. Germann 4. August 2022 at 12:35Antworten

    Wiederaufbau? Damit es erneut den Erdboden gleich gemacht werden soll. Es nervt langsam diese ständigen Forderungen. Alle rufen nach Geld als wäre Deutschland eine Weltbank. Es gibt kein Taschengeld und auch kein Projektgeld. Punkt. Jeder sollte sich für sein Land gerade machen. Diese Milliardenkredits an die Ukraine und andere Länder werden niemals zurüchgezahlt werden. Wie oft und wie lange noch will Deutschland die Welt ernähren und bezahlen? Offensichtlich läuft alles in die falsche Richtung.

  11. Charly1 4. August 2022 at 12:08Antworten

    Wieder mal wird über ungelegte Eier berichtet!

  12. Tony X 4. August 2022 at 11:42Antworten

    Ständig Forderungen aus der Ukraine und EU und USA bücken sich. Hat es sowas irgendwann schon mal gegeben?
    Ukraine ist immer noch eines der korruptesten Länder der Welt, bin schon gespannt was die Waffenlieferungen für Konsequenzen haben werden. Wenn man Berichten aus dem Land glauben darf, dann werden viele Waffensysteme zu Schnäppchenpreisen am Schwarzmarkt weiterverkauft.
    Die Dollar-Milliarden wird man sich wohl untereinander aufteilen über Insel-Konten.
    Wie Assange es schon gesagt hat: Kriege sind dazu da um Geld zu waschen und zu verteilen.
    Gespannt darf man auch sein, ob die Donbass-Region etwas von dem versprochenen Geld abkriegt. Ich wette nicht …

  13. OMS 4. August 2022 at 11:21Antworten

    Wer sich da wohl eine goldene Nase verdienen wird? In der EU und in der Ukraine gibt es ja keine Korruption!

    • Charly1 4. August 2022 at 12:31Antworten

      Die EU bekämpft die Korruption mit Bestechung….

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