Zitat der Woche: „Hunger ist gut für die Weltwirtschaft“

12. Juli 2022von 5,1 Minuten Lesezeit

Man sollte wissen, wofür globale Organisationen stehen, die weltweit mit ihren Regelungen und Vorgaben für die Menschheit sorgen sollen.

Es gibt Social-Media-Postings, denen will ich nicht glauben. Als ich den Screenshot vorgestern in einem Telegram-Kanal fand, war meine erste Reaktion: „NEIN. Das ist nicht wahr.“ Es hat aber nur weniger Klicks bedurft, die Originalseiten zu finden und den Wahrheitsgehalt festzustellen.

Die menschenverachtende Aussage in der Überschrift war wirklich bis vor kurzem noch auf der Seite der UN. Dort wurde sie aber offensichtlich am 7.7.2022 gelöscht, nachdem sie seit 6.7.2022 durch die sozialen Medien Verbreitung fand.

Der Text wurde wohl 2009 von George Kent verfasst, seinerzeit Professor für Politikwissenschaft an der Universität von Hawaii. Er befasst sich mit Menschenrechten, internationalen Beziehungen, Frieden, Entwicklung und Umweltfragen, wobei er sich besonders mit Ernährung und Kindern beschäftigt. Er hat mehrere Bücher geschrieben, zuletzt Freedom from Want: The Human Right to Adequate Food.

Hier eine schnelle Übersetzung des Artikels mit Deepl, der dank Web-Archiven  immer noch online verfügbar ist. Auch in den Archiven seiner Universität ist der Text noch online zu finden.

Manchmal sprechen wir über den Hunger in der Welt, als sei er eine Geißel, die wir alle beseitigt sehen wollen, als sei er vergleichbar mit der Pest oder Aids. Diese naive Sichtweise verhindert jedoch, dass wir uns mit den Ursachen und der Aufrechterhaltung des Hungers auseinandersetzen. Hunger hat für viele Menschen einen großen positiven Wert. In der Tat ist er für das Funktionieren der Weltwirtschaft von grundlegender Bedeutung. Hungrige Menschen sind die produktivsten Menschen, insbesondere dort, wo manuelle Arbeit erforderlich ist.

In den Industrieländern sehen wir manchmal arme Menschen am Straßenrand, die Schilder mit der Aufschrift „Will Work for Food“ hochhalten. Tatsächlich arbeiten die meisten Menschen für Essen. Vor allem, weil die Menschen Nahrung zum Überleben brauchen, arbeiten sie so hart, entweder indem sie für sich selbst Lebensmittel in Subsistenzproduktion herstellen oder indem sie ihre Dienste an andere verkaufen, um Geld zu verdienen. Wie viele von uns würden ihre Dienste verkaufen, wenn sie nicht von Hunger bedroht wären?

Und was noch wichtiger ist: Wie viele von uns würden ihre Dienstleistungen so billig verkaufen, wenn sie nicht vom Hunger bedroht wären? Wenn wir unsere Dienstleistungen billig verkaufen, bereichern wir andere, nämlich diejenigen, denen die Fabriken, die Maschinen und die Ländereien gehören, und letztlich auch die Menschen, die für sie arbeiten. Für diejenigen, die von der Verfügbarkeit billiger Arbeitskräfte abhängig sind, ist der Hunger die Grundlage ihres Reichtums.

Die gängige Meinung ist, dass der Hunger durch schlecht bezahlte Arbeit verursacht wird. So wird in einem Artikel über „Brasiliens Ethanol-Sklaven: 200.000 zugewanderte Zuckerschneider, die den Boom der erneuerbaren Energien stützen“ berichtet. Es stimmt zwar, dass Hunger durch schlecht bezahlte Arbeitsplätze verursacht wird, aber wir müssen auch verstehen, dass der Hunger gleichzeitig die Ursache für die Schaffung schlecht bezahlter Arbeitsplätze ist. Wer würde in Brasilien massive Biokraftstoffproduktionsanlagen errichten, wenn er nicht wüsste, dass es Tausende von hungernden Menschen gibt, die verzweifelt genug sind, um die schrecklichen Arbeitsplätze anzunehmen, die sie anbieten würden? Wer würde irgendeine Fabrik bauen, wenn er nicht wüsste, dass viele Menschen bereit wären, die Arbeitsplätze zu Niedriglöhnen anzunehmen?

In der Literatur zum Thema Hunger wird oft davon gesprochen, dass es wichtig ist, dafür zu sorgen, dass die Menschen gut ernährt sind, damit sie produktiver sein können. Das ist Blödsinn. Niemand arbeitet härter als hungrige Menschen. Ja, gut ernährte Menschen haben eine größere Kapazität für produktive körperliche Aktivität, aber gut ernährte Menschen sind weit weniger bereit, diese Arbeit zu verrichten.

Die Nichtregierungsorganisation Free the Slaves definiert Sklaven als Menschen, denen es nicht erlaubt ist, ihre Arbeit aufzugeben. Sie schätzt, dass es weltweit etwa 27 Millionen Sklaven gibt, einschließlich derer, die buchstäblich in Arbeitsräumen eingesperrt sind und in Südasien als Zwangsarbeiter gehalten werden. Darin sind jedoch nicht die Menschen enthalten, die man als Sklaven des Hungers bezeichnen könnte, d. h. diejenigen, die ihre Arbeit zwar verlassen können, aber nichts Besseres zu tun haben. Vielleicht sind die meisten Menschen, die arbeiten, Sklaven des Hungers?

Für diejenigen von uns, die am oberen Ende der sozialen Leiter stehen, wäre ein Ende des Hungers weltweit eine Katastrophe. Wenn es keinen Hunger auf der Welt gäbe, wer würde dann die Felder pflügen? Wer würde unser Gemüse ernten? Wer würde in den Tierkörperverwertungsanlagen arbeiten? Wer würde unsere Toiletten putzen? Wir müssten unsere eigenen Lebensmittel produzieren und unsere eigenen Toiletten putzen. Kein Wunder, dass sich die Menschen in den oberen Etagen nicht beeilen, das Hungerproblem zu lösen. Für viele von uns ist der Hunger kein Problem, sondern ein Vorteil.

Dass so etwas auf Seiten der UN publiziert wird, spricht eine deutliche Sprache über die Werte dieser Organisation. Dass es gelöscht wurde, als die breite Öffentlichkeit davon Wind bekam, sagt alles, was man über Transparenz dieser Organisation wissen muss.

Dem ist aus meiner Sicht nichts mehr hinzufügen.

Update – 13.7.22

Es wird von verschiedenen Seiten darauf hingewiesen, dass es sich damals um einen satirischen Beitrag gehandelt habe. Die UN als Verbreiter von Satire wäre mir nicht in den Sinn gekommen.  Originalquellen dazu habe ich keine gefunden, nur den Hinweis, dass es so war. Möglich wäre es, andererseits passt es wunderbar zu den neoliberalen Konzepten, die seitdem in der Welt umgesetzt wurden.

Dass der Beitrag – nachdem er viral ging – gelöscht wurde, spricht für mich weiter gegen die Transparenz. Ein Update der Seite, mit dem Hinweis, dass es sich um eine satirischen Provokation gehandelt habe, wäre der UN genauso möglich gewesen, wie dieser Update hier.


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25 Kommentare

  1. Andreas I. 13. Juli 2022 at 12:42Antworten

    Hallo,
    die UNO als Satiremagazin?!
    Es ist ja was wahres dran, aber neu waren diese Erkenntnisse auch damals nicht. Dafür gab und gibt es den Begriff Lohnabhängige.
    In Brasilien (und anderswo, aber um beim Beispiel zu bleiben) ist es aber auch so, dass die Kriminalität vergleichsweise hoch ist und produktiv im klassischen Sinn ist Kriminalität nun nicht gerade.

  2. D. K. 13. Juli 2022 at 11:56Antworten

    Schrecklicher Satz: Hunger ist gut für die Weltwirtschaft. Unzufriedenheit ist das neue Virus. Denn wenn es so weiter geht, dann werden wir genau das erleben was bisher nur Horrorfilmen vorbehalten war selbt erleben. Wir brauchen keine Covid-Impfung, den was ganz anderes sorgt schon dafür. Besonders tödlich für die Menschheit ist dieses Verhalten und Denken. Dies wird in krassen Situationen enden. Die nimmt eine Entwicklung und immer mehr Geschwindigkeit auf. Doch dieses Mal endet es nicht gut. Viele mögen es nicht sehen wollen. Doch am Ende sorgen sie dafür, dass die Welt so ist, wie sie derzeitig ist. Viele haben sich nicht unter Kontrolle deshalb werden sie kontrolliert. So wird sich für den Klagenden nichts ändern. Noch können wir Luft einatmen – wann wird sie zu dick? Es bleibt eine Frage der Zeit.

  3. h.mild 13. Juli 2022 at 7:10Antworten

    „Ihr werdet nichts mehr besitzen, und ihr werdet glücklich sein!“ Zitat iS. eines K.Schwab, sowie seiner bezahlten GL #,Macron,Trudeau, … YGL Lindner, Bärbock, Spahn,…. uvva.)

    Die Ideologie des klima- und gendergerchten Niedergangs, Unfreiheit, Verarmung & Hunger hat eine Farbe: GRÜN

  4. Pierre 12. Juli 2022 at 22:25Antworten

    Der Autor hat ja gewissermaßen Recht. Es liest sich nur eher wie eine Anleitung für die herrschende Kaste.

    Und momentan wird alles daran gesetzt, dies weiter zu forcieren.

    Die schlecht ernährten mögen hart arbeiten, um nicht zu verhungern.

    Aber wenn die bisher gut genährten Menschen plötzlich auch noch hungrig werden, dann könnten diese vielleicht auch mal in den Kühlschränken der Herrschenden nachsehen… oder die Kühlschränke gleich mitnehmen…

  5. Tiroler 12. Juli 2022 at 21:26Antworten

    Bitte Artikel noch mal Überprüfen, was stimmt nun??
    Siehe link
    https://www.opindia.com/2022/07/article-describing-benefits-of-world-hunger-published-by-the-un-goes-viral/
    Lg
    Tiroler

    • Andrea Drescher 13. Juli 2022 at 12:49Antworten

      wie ich unten in einem nachtrag schrieb:

      Ein Nachtrag von meiner Seite. Der Zweifel kam mir eben während des Gassi gehens. Kann es sein, dass es der Autor damals als Provokation gemeint hat? Es wäre ein möglicher Ansatz. Die Tatsache, dass der Bericht von der UN Seite gelöscht wurde, statt dies entsprechend zu kommentieren, spricht dagegen.

      die UN ein satire-magazin?

      wie hätte ich reagiert, wenn so ein artikel viral geht? ihn gelöscht?
      nein. ich hätte auf den kontext – satire – hingewiesen.
      durch das löschen hat sich die siuation fragwürdig angefühlt.

  6. Jens Tiefschneider 12. Juli 2022 at 21:16Antworten

    Die Welt wird von Zynikern und Psychopathen regiert, auch weil die Machtelite 365/24 komplett zugekokst ist. Ich wette, die haben den Zynismus in dem UN-Artikel noch nicht einmal bemerkt, da musste erst ein Shitstorm kommen. Zugekokste Narzissten und Psychopathen merken nichts.

  7. Richard W. 12. Juli 2022 at 19:10Antworten

    Also ich lese als Kernaussage des Textes, dass so wenig gegen Hunger getan wird, weil die Reichen davon profitieren. Ich kann nicht erkennen, dass der Autor selbst diese Situation gut findet somal er am Ende den Hunger als eine Form der Versklavung benennt.

  8. federkiel 12. Juli 2022 at 18:36Antworten

    Das kann man auch anders lesen, nämlich als Sarkasmus. Der Artikel stammt aus 2008. Geht man der Sache etwas nach, so findet sich:

    „George Kent is a professor in the Department of Political Science at the University of Hawaii. His approach centers on finding remedies for social problems, especially finding ways to strengthen the weak in the face of the strong. He works on human rights, international relations, peace, development, and environmental issues, with a special focus on nutrition and children.

    Professor Kent is co-convener of the Commission on International Human Rights of the International Peace Research Association, and he has worked as a consultant with the Food and Agriculture Organization of the United Nations, the United Nations Children’s Fund, and several civil society organizations. He is part of the Working Group on Nutrition, Ethics, and Human Rights of the United Nations System Standing Committee on Nutrition.“

    Seine Veröffentlichungen:

    https://iprafoundation.org/george-kent/

  9. Andrea Drescher 12. Juli 2022 at 18:28Antworten

    Ein Nachtrag von meiner Seite. Der Zweifel kam mir eben während des Gassi gehens. Kann es sein, dass es der Autor damals als Provokation gemeint hat? Es wäre ein möglicher Ansatz. Die Tatsache, dass der Bericht von der UN Seite gelöscht wurde, statt dies entsprechend zu kommentieren, spricht dagegen.

    Ich möchte es trotzdem nicht unerwähnt lassen. Zu sehr bin ich durch das bekannte Böse dieser Organisationen entsetzt. Zu sehr bin ich durch die Auswirkungen der neoliberalen Politik entsetzt. Es passt in mein Weltbild. Daher … will ich diesen Gedanken zulassen.

    • avstriavsky 12. Juli 2022 at 19:07Antworten

      Liebe Frau Drescher,

      ich bin mir sicher, diese „Ausführungen“ waren so gemeint, denn die Kapitaleliten philosophieren gerne über ihre Sicht der Dinge und sie scheren sich wenig um die Brisanz ihrer Worte. Sie meinen, über den Dingen zu stehen. Nehmen Sie z.B. das Zitat von Schwab: „Ihr werdet arm, aber glücklich sein“ oder die Ansage eines Gates: „Die Weltbevölkerung gehört auf ein erträgliches Maß reduziert“ oder erinnern wir uns an die Worte eines Soros: „Ich will die Demokratie reformieren“.

      Abgesehen davon: keine WIRKLICH humanitäre Organisation veröffentlicht ohne leitenden/erklärenden Kommentar so einen widerlich zynischen bzw. menschenfeindlichen Dreck.

      Lassen Sie sich beim Gassi gehen nicht von unberechtigten Zweifeln ablenken, dazu ist so ein Spaziergang an der frischen Luft viel zu wertvoll.

      Alles Gute für Sie und Ihren Wuffi.

    • Markus 13. Juli 2022 at 5:42Antworten

      Andrea Drescher
      12. Juli 2022 at 18:28Antworten

      Frau Drescher: Sie hätten etwas besser recherchieren sollen.
      Dann wären sie schnell draufgekommenn das es sich bei dem Artikel damals um Satiere ( von mir aus auch Provokation) handelt.
      Das der Artikel gelöscht wurde leigt in der natur der Sache. Sie sehen ja selbst was sie daraus gemacht haben.

      Ein Menge Leute übernehmen das geschriebene Wort 1:1 und verbreiten es weiter.
      Ich denke man hat eine gewissen Verantwortung über die Dinge die man veröffentlicht.

      • Andrea Drescher 13. Juli 2022 at 12:44

        ich hatte dazu keinen beleg gefunden – aber hatte selbst dann zweifel. darum genau dieser nachtrag.

      • Andrea Drescher 13. Juli 2022 at 12:50

        die UN ein satire-magazin?

        wie hätte ich reagiert, wenn so ein artikel viral geht? ihn gelöscht?
        nein. ich hätte auf den kontext – satire – hingewiesen.
        durch das löschen hat sich die siuation fragwürdig angefühlt.

      • HelmutK 13. Juli 2022 at 17:10

        @Markus
        Sie hätten aufmerksamer sein sollen. Dann wären sie schnell daraufgekommen, das die verrückten Aussagen des irren Klaubauterbach auch nach Satire klingen. Da denkt jeder Vernunftbegabte schliesslich auch sofort: Der kann das doch nicht wirklich ernst meinen was er da von sich gibt?

        Doch der meint das tatsächlich so wie er es sagt. Es ist keine Satire!

        Und allerlei ähnlich irren Gestalten plappern uns nun auf allen ör-Kanälen rund um die Uhr ihre Weltuntergangsszenarien vor.

        Woher wollen sie also in diesem Fall wissen, das dies tatsächlich Satire ist, nachdem der jahrelange völlig absurde Corona-Wahnsinn auch keine Satire war?

  10. Kriegsgegner 12. Juli 2022 at 17:33Antworten

    Klassisches Beispiel und einer der vielen möglichen Beweise, dass das augenblickliche politisch-sozio-ökonomische System mehr als nur auf Irrwegen dahinschwimmt. In geistiger Hinsicht wohl die menschenverachtendste, brutalste und kriminellste Diktatur auf dem Planeten ever….

  11. Jan 12. Juli 2022 at 16:55Antworten

    Hunger ist gut für Politiker! Die arbeiten dann besser. Nach Russland fahren, Putin drohen und dann kein Gas mehr für die Bürger bekommen, könnte hungrig nicht passieren. Und der Wiener Impfmeister könnte in einigen Fastenmonaten „arm aber sexy“ werden!

  12. Glass Steagall Act 12. Juli 2022 at 16:49Antworten

    Das zeigt sehr deutlich die Denkweise der Eliten. Versteckt ist hinter dieser Botschaft steckt noch die Info, dass sie gern ALLE Menschen in diesem Zustand hätten!

    • Frühling 12. Juli 2022 at 21:38Antworten

      Es gibt auch bei uns Menschen die hungern. Ohne die Tafeln würden es viele Menschen nicht schaffen, den Monat halbwegs zu überstehen. Menschen die im Niedriglohnsektor arbeiten kommen kaum über die Runden. Rentner mit wenig Rente stehen vor immer größeren Problemen, wie sie ihren Lebensunterhalt noch bestreiten sollen. Die Politiker machen das, was sie am besten können und aus dem ff beherrschen: Alles teurer! Keine einzige kreative Idee, wie man die Bürger sinnvoll entlasten könnte. Und falls tatsächlich mal gute Ideen geäußert werden, werden sie umgehend platt gemacht.

  13. heldin_ 12. Juli 2022 at 16:27Antworten

    Nüchtern betrachtet hat dieser Mensch allerdings völlig recht.

    • rudi & Maria fluegl 13. Juli 2022 at 12:13Antworten

      Wenn er Pharao wäre und von Bütteln, Schergen, Sklaven und deren Treibern anstatt von eigenverantwortlichen, kreativen, lösungsorientierten und nicht zwangsmotivierten Leuten, hätte er so was von recht!
      Von rechts wegen wäre er heute fast links!
      Liebe Grüße ins Nildelta!!!

  14. rudi & Maria fluegl 12. Juli 2022 at 15:43Antworten

    Durch diesen Irren haben wir nun wohl einen Sammelbegriff für die Typen, die uns mit Ihrer böswilligen, ignoranten Hybris sekkieren!
    Ich nenne diese ab jetzt „Kentianer“
    Rudi Fluegl

    • Frühling 13. Juli 2022 at 15:53Antworten

      Ach Frau Drescher, machen Sie sich doch keinen Kopf. „Hunger ist gut für die Weltwirtschaft“ wird doch den wirklich Armen jeden Tag auf der Welt in bitterster Art und Weise vorgeführt. Glauben Sie wirklich, dass es für hungernde Menschen von Interesse ist, ob der Satz ironisch oder sarkastisch gemeint war? Wo ist denn der Großteil der Billionen, die seit den 60er Jahren nach Afrika geflossen sind gelandet? In den Kochtöpfen der Armen? Nee, auf den Schwarzgeld-Konten der Mächtigen. Und auf welchem Terrain spielen die am liebsten mit? Genau. In der Weltwirtschaft.

  15. avstriavsky 12. Juli 2022 at 15:04Antworten

    Danke für diesen Augenöffner, Frau Drescher!

    Widerwärtigster, von kapitalistischem Abschaum ersonnener Zynismus und ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit ist das.

    Ich bin fassungslos und wütend gegenüber der momentan herrschenden Politik sowie deren Protagonisten.

  16. Kirsten J. H. 12. Juli 2022 at 14:58Antworten

    Schwer ist es nicht die Wahrheit zu finden und den Wahrheitsgehalt festzustellen. Gewusst wie. Hunger ist gut für die Weltwirtschaft gehört zu den Schlagzeilen die nach mehr Klicks hechelt. Grausam und Eckelhaft. Die sozialen Medien ist der größte Tumor in der Geschichte. Es entfaltet die gleiche Wirkung. Hungern für einen dürren Körper aus Haut und Knochen ist genauso Krank. Unsere Welt ist kränker als wir je gedacht haben. Hungern sollte niemand aber auch nicht mit Lebensmitteln verschwenderisch umgegen. Ohne zu Hungern sind seit der Pandemie Millionen Menschen umgekommen. Traurige Bilanz die oft übersehen wird. Wie Sie schreiben: Kein Wunder, dass sich die Menschen in den oberen Etagen nicht beeilen, das Hungerproblem zu lösen. Genau hier sind die faulen Eier. Und sie werden für noch mehr Gestank sorgen als jetzt schon der Fall ist.
    Was noch wichtiger ist: Es darf nicht mehr so weitergehen wie es bisher gelaufen ist. Das Unglück ist nicht mehr abzuwenden, wenn wir alle weiter an unser Ego festhalten.

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